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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

26.04.2012

Innovation und Bürgerprotest - Großprojekte und "Wutbürger" auf dem Prüfstand

Die Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung der demokratischen Kultur, für mehr Partizipation, für Transparenz und Offenheit bei Planungsverfahren, auch und gerade bei Infrastrutkur-Projekten. So lassen sich die Ergebnisse unserer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Nürnberger Eckstein zusammenfassen.

Stine Marg vom Göttinger Institut für Demokratieforschung berichtete über die Ergebnisse einiger empirischer Studien (die wichtigsten Ergebnisse finden sich in der Präsentation, die Sie als PDF-Datei herunterladen können), die sich mit der Analyse aktueller Protestbewegungen befasst hatten. Knapp zusammengefasst handelt es sich bei der Mehrzahl der dort aktiven Menschen um eher ältere, überdurchschnittlich gut ausgebildete Menschen mit gesichertem Einkommen und meist längerer Protesterfahrung. Grün-Wähler sind unter ihnen deutlich überrepräsentiert. Insgesamt handelt es sich überwiegend um besserverdienendes Bürgertum, Arbeiter sind höchst selten. Obwohl in den Protestbewegungen ein deutliches Bekenntnis zu demokratischen Werten feststellbar ist, gibt es gleichzeitig aber auch eine große Skepsis gegenüber der Funktionsweise der politischen Institutionen und große Unzufriedenheit mit den handelnden Politikern. Dem korrespondiert ein großer Wunsch nach Ausweitung der demokratischen Partizipation. 

Stine Marg warnte aber davor, zusätzliche oder verstärkte Beteiligungsangebote als Erfolgsgaranten gegen anzusehen, die ein aufkommen von Protestbewegungen von vornherein vermeiden würden. Zudem würden diese Beteiligungsangebote nur selektiv von bestimmten Bevölkerungsschichten wahrgenommen. Es stelle sich deshalb die Frage, was mit denen passiere, die dabei „außen vor“ blieben. Auch Volks- und Bürgerentscheide sind ihrer Ansicht nach keine Allheilmittel, da dabei oft sehr komplexe Sachverhalte auf Ja-/Nein-Fragen verkürzt werden müssten.

Weitere Informationen:
Stine Marg: Alles nur Nimbys?
Göttinger Institut für Demokratieforschung: Stuttgart 21 nach dem
Schlichtungsverfahren. Ergebnisse einer zweiten Untersuchung zu den Protesten gegen Stuttgart 21
(PDF-Datei)
Göttinger Institut für Demokratieforschung: Die Proteste gegen den Flughafen Berlin Brandenburg (BER/BBI). Eine explorative Analyse der Protestteilnehmer (PDF-Datei)

 

Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, sprach sich demgegenüber sehr dezidiert für eine Verbesserung der Partizipation der BürgerInnen aus. Gerade bei den brennenden Zukunftsfragen sei es wichtig, die Kompetenz der BürgerInnen ganz bewusst einzubeziehen. Ganz entscheidend sei dabei, dass faire Verfahren zum Einsatz kämen. Eine so geartete bessere Partizipation sei schon an sich eine echte Innovation. Und mit ihrer Hilfe könne die anstehende Frage angegangen werden, was denn im 21. Jahrhundert als zukunftsfähige Infrastruktur betrachten werden müsse.

Für Bause ist eine entscheidende Voraussetzung gelingender Partizipation, dass die BürgerInnen alle notwendigen Informationen so frühzeitig wie möglich zur Verfügung gestellt werden. Transparenz und Offenheit auf Seiten der Verwaltung und der Politik seien unabdingbar. Nur auf diese Weise könne das Misstrauen, das derzeit oft noch das Verhältnis zwischen Planenden und Betroffenen beherrsche, nachhaltig abgebaut werden. Ein Informationsfreiheitsgesetz, das den BürgerInnen das Recht auf diese Informationen einräumt, nannte Margarete Bause einen ganz wichtigen Schritt auf diesem Weg.

Sie empfahl, öfters auf das Verfahren der Planungszelle zurückzugreifen, mit dem ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt auf der Basis optimaler Fachinformationen Lösungswege für Probleme ausarbeiten könne, bei denen sich die Politik oft überfordert zeige. Allerdings müssten so zustande gekommene Ergebnisse von der Politik auch ernst genommen werden. Wenn partizipativ gewonnene Empfehlungen dagegen in der Schublade verschwinden, würde sich dies demotivierend auf die BürgerInnen auswirken.

Verbesserte Verfahren und faire Regeln bei der Bürgerbeteiligung könnten – so das Fazit von Margarete Bause – zu einer veränderten Planungskultur führen, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhe und so eine befriedende Wirkung habe.

ReferentInnen


Veranstaltungsort
Nürnberg


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg



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25.04.2012 - 19:30

Copy and Paste

Kopie als Kulturtechnik?

Es ist nicht nur kinderleicht, es ist vor allem nahezu unumgänglich: Kopieren ist im digitalen Raum zu einer alltäglichen Handlung geworden. Kopiertechniken finden sich in unterschiedlichsten Bereichen der Produktion von im weitesten Sinne geistigen und künstlerischen Inhalten.

Doch so selbstverständlich wir kopieren, so unklar bleibt der Bezugs- und Bewertungsrahmen für diese Tätigkeit, die Dirk von Gehlen in seinem Buch Mashup. Lob der Kopie als grundlegende Kulturtechnik würdigt.

Wo verläuft die Grenze zwischen Plagiat und erlaubter Kopie? Welche alternativen Vergütungsmodelle sind denkbar? Und muss das Verhältnis von Original und Kopie neu bestimmt werden? 

Die Debatte um geistiges Eigentum ist voll entbrannt.

ReferentInnen


Dirk von Gehlen
Süddeutsche Zeitung, Redakteur jetzt.de, Autor von Mashup. Lob der Kopie, edition suhrkamp


Andrian Kreye
Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung


Prof. Dr. Volker Rieble

Lehrstuhl für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht, Autor von Das Wissenschaftsplagiat, Klostermann

Veranstaltungsort
München, Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität, Senatssaal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Lehrstuhl für Arbeitsrecht und bürgerliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Evangelische Stadtakademie München

die urbanauten 


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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19.04.2012 bis 22.05.2012

Stimmen der Roma

Noch vor wenigen Jahren definierte Günter Grass die Roma als ein Volk ohne Stimme, in einem Europa, das ihnen weitgehend ihre gesellschaftlichen Rechte vorenthält. Inzwischen gibt es auch positive Zeichen und Initiativen, die sich europaweit darum bemühen, den gesellschaftlichen Status der Roma langfristig zu verbessern. Dazu kommt, dass es einer jüneren Generation von Roma-Aktivist/inn/en und Künstler/inn/en gelungen ist, einem neuen Selbstbewusstsein Ausdruck zu geben. Die fortwährende Erfahrung, zu einer sozialen und kulturellen Minderheit zu gehören, und  die gleichzeitige Verwurzelung in ausgeprägten Traditionen, dient den Künsteler/inn/en dabei als Basis für einen offenen, von Ländergrenzen und nationalen Egoismen gelösten Diskurs.

Das Programm "STIMMEN DER ROMA" präsentiert vor diesem Hintergrund ein breites Spektrum aus dem zeitgenössischen Kunstschaffen und gibt gesellschaftlich-politischen Diskussionen im Rahmen von Vorträgen und Gesprächen Raum.

Das detaillierte Programm der Veranstaltungsreihe, Anmeldungsmodalitäten und sonstige Konditionen entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Ausschreibungsfaltblatt, das wir zum Herunterladen zur Verfügung stellen.

Oder schauen Sie einfach mal auf die Homepage der Veranstaltungsreihe!

Empfohlene Weblinks

www.romastimmen.de

Veranstaltungsort
München, Gasteig und andere Orte


Partner

Münchener Stadtbibliothek

Münchner Volkshochschule

Tschechisches Zentrum

Allianz Kulturstiftung

Staropramen


Art der Veranstaltung
Ausstellung, Konzerte, Filme, Diskussionen, Exkursionen



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30.03.2012 - 19:00

Entschwörungstheorie

"Entschwörungstheorie" ist ein ironisches Label. Ziel ist des Vortrags, das Thema "Verschwörungstheorien" für eine kritische Diskussion überhaupt zugänglich zu machen und die dafür wichtigen Fragen aufzuwerfen, wie es Daniel Kulla in seinem Buch  "Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt" ( 2007) tut. Kulla betont darin die Besonderheit des modernen Verschwörungsdenkens gegenüber früheren Formen: es werden nicht mehr hauptsächlich aufgrund unzureichender Informationen wilde Spekulationen angestellt, sondern es findet eine Reduktion trotz verfügbarer Informationen statt. Dabei kleidet sich moderne Verschwörungsideologie ins Gewand etablierter Autoritäten (Wissenschaftler, Historiker, Politiker).

Empfohlene Weblinks

www.infogruppe.org

www.z-rosenheim.net

ReferentInnen

Daniel Kulla
Autor, Sänger und Blogger. Er war kurz Chefredakteur des Jugendmagazins Spießer, schrieb eine Biographie über einen Gründer des Chaos Computer Clubs, singt Lieder über den Kommunismus und schreibt im Moment ein Buch über Drogen und Räusche. Kulla hat sich ausführlich mit Verschwörungstheorien beschäftigt und ist Autor des Buchs "Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt".

Veranstaltungsort
Rosenheim, "Z", Innstr. 45a


Kosten
Eintritt frei!


Partner

infogruppe Rosenheim


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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23.03.2012 - 16:00 bis 25.03.2012 - 12:30

Revolution im ZwischenRaum

Protest, Teilhabe & Diskurs zwischen urbanen und digitalen öffentlichen Räumen

Zahlreiche Großstädte weltweit sind in den letzten zwei Jahren Schauplatz urbaner Aufstände. Orient und Okzident. In Teheran, Tunis, Kairo, Bengasi und anderen Städten des arabischen Raums, aber auch im Westen, in Tel Aviv, Madrid, London, Athen und New York gehen Menschen auf die Straßen, um gegen bestehende Strukturen und für eine andere Zukunft zu rebellieren.

Ideen, Visionen, Strategien und Taktiken werden dabei – oftmals über weite Distanzen hinweg – gemeinsam entwickelt, über Blogs, Facebook, Twitter und andere soziale Medien verbreitet und gestärkt. Was sich mittels (mobilem) Internet um verschiedene Diskurse kristallisiert, findet auf den öffentlichen Plätzen der Städte seine materielle Entsprechung. Tahrir Platz, Zuccotti Park, Stuttgarter Schlossgarten – konkrete öffentliche Straßen und Plätze in den Städten werden zu Symbolen ganzer Bewegungen.

Die Zukunft von Stadt, Stadtgesellschaft und öffentlichem Raum kann kaum mehr ohne die Überlagerung urbaner und digitaler Räume gedacht werden. Es entsteht ein neuer Raum, den wir den „öffentlichen Zwischenraum“ nennen. Impulse, diesen zu erschließen, kommen dabei nicht nur „von unten“ aus der Mitte der Bevölkerung, sondern ebenso „von oben“ aus den kommunalen Stadtregierungen oder „von der Seite“ aus Wirtschaftsunternehmen.

Wie verändern das „Internet in der Hosentasche“, soziale Medien und die dort entstehenden urbanen Bewegungen das politische, kulturelle und ökonomische Machtgefüge in der Stadt? Welche Rolle spielen dabei spezifische öffentliche Räume in den Städten? Wie kann Teilhabe und gesellschaftliches Engagement in Städten durch (mobile) digitale Medien weiterentwickelt und verbessert werden? Welchen Einfluss hat das auf Diskurse über die Entwicklung der Stadtgesellschaft? Entsteht dabei so etwas wie eine „globale, digital-urbane Zivilgesellschaft“ und ein neu aufgeladener, wiederentdeckter, politischer, öffentlicher Raum?

Globale Ereignisse wie die  sog. Jasmin-Revolution oder  “Occupy Wallstreet”, aber auch Entwicklungen bei uns wie die Proteste rund um Stuttgart 21 sind Anlass für „die Vermessung des Urbanen #4“. Akteure und Theoretiker werden die neu entstehenden Formen von Protest, Teilhabe und Diskursproduktion im „öffentlichen
Zwischenraum“ analysieren. Wir laden Sie herzlich zum Mitdebattieren ein! Diskussionen sind auch schon im Vorfeld der Tagung auf dem Blog der urbanauten (www.urbanaut.org) oder auf Facebook in der Gruppe „Revolution im Zwischenraum“ möglich.

Das detaillierte Programm der Tagung entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsflyer, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

Downloads zum Artikel

Flyer_ZwischenRaum.pdf


ReferentInnen

Denis Bartelt, Softwareentwickler und Geschäftsführer von Startnext, Dresden
Siegfried Benker, Mitglied des Stadtrats (Bündnis 90/Die Grünen), München
Dr. Wilfried Blume-Beyerle, Kreisverwaltungsreferent der Landeshauptstadt München
Ulrike Bührlen, Dipl.-Geographin, die urbanauten, München
Benjamin David, Dipl.-Geograph, die urbanauten, München
Stefan Denig, Siemens AG, München/London
Slobodan Djinovic, Mitbegründer von Otpor und CANVAS, Belgrad
Karsten Drohsel, Redakteur und Autor von urbanophil.net, Berlin
Birgit Frank, Journalistin, Zündfunk/Bayern 2, München
Rania Gafaar, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de, München
Nikolaus Gradl, Mitglied des Stadtrats (SPD), München
Patrick Gruban, Veranstalter und Informationsarchitekt, Organisator der Nerd Nite München, München
Richard Gutjahr, Journalist, Blogger und freier Mitarbeiter in der Chefredaktion des Bayerischen Fernsehens, München
Stefan Höffken, Mitbegründer, Redakteur und Autor von urbanophil.net, Berlin/ Kaiserslautern
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern, München
Anja Junghans, Kulturwissenschaftlerin, die urbanauten, München
Oliver Kost, Organisator des Flashmobs “Stehen – Damit es weiter geht” in München, München
Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München
Peter Kusterer, IBM Deutschland, Ehingen
Christa Müller, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, München
Dr. Juliane Pegels, Dr.-Ing. MSUP, Büro stadtforschen.de, Essen
Thomas Pfeiffer, Dipl.-Pädagoge, Programmierer und Buchautor, Isarnetz.com
Anne Roth, Journalistin, Bloggerin und Mitbegründerin von Indymedia.de, Berlin
Prof. Dr. (em.) Dieter Rucht, Soziologe, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin
Stefan Schröder, Siemens AG, München
Zehra Spindler, semi-fiktive Veranstaltungsgeneratorin, München
Anna Theil, Kommunikationswissenschaftlerin, Startnext, Dresden
Conrad R. Tribble, US-Generalkonsul, München
Hannah Wettig, Journalistin, Autorin, Berlin
Sandra Zistl, Politikwissenschaftlerin und freie Journalistin, München
Live-Blogger / Dokumentation: Stefan Höffken & Karsten Michael Drohsel
Live-Facebooker: Zehra Spindler

 

Veranstaltungsort
Tutzing, Evangelische Akademie


Kosten
Detaillierte Angaben entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsflyer.


Partner

Evangelische Akademie Tutzing

die urbanauten

 


Art der Veranstaltung
Tagung



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12.03.2012 - 19:30

Auf dem rechten Auge blind?

Antisemitismus und Rassismus in der DDR

Bei der öffentlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der nun bereits mehr als 20 Jahre untergegangenen DDR sind  Aspekte sehr kurz gekommen, die für den immer noch im Gang befindlichen Transformationsprozess der DDR in einen Teil der Bundesrepublik Deutschland große Relevanz haben:

Gab es Antisemitismus in der DDR?

Gab es Rassismus?

Haben Gesellschaft und Staat der DDR sich der Auseinandersetzung mit dem Holocaust gestellt?

Es gibt zu diesem Thema mittlerweile einige Forschung, die in diesem Vortrag vorgestellt wird. Sie hat unmittelbare Relevanz für die Beantwortung der Frage, warum, wie erst jüngst deutlich wurde, besonders in der früheren DDR, sich ein neuer/alter Nationalsozialismus breit machen kann. 
 

ReferentInnen

Dr. Martin Jander
Historiker an der New York University Berlin und Forscher zur Zeitgeschichte in einem Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung.


Moderation:

Dr. Reiner Bernstein
Historiker, München

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
€ 8.-/7.- (Anmeldung erbeten!)


Partner

Evangelische Stadtakademie, München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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11.03.2012

Internationale Wochen gegen Rassismus

Für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung

Am Sonntag, den 11.03.2012 um 19.00 Uhr im Vortragsaal der Stadtbibliothek, Am Gasteig, eröffnen die „Asyl-Monologe“ , ein Dokumentarisches Theaterstück mit anschließendem Publikumsgespräch die Internationalen Wochen. Es folgen Lesungen, Spoken Word Poetry, eine Filmpräsentation mit anschließender Diskussion sowie Workshops zum Thema „Alltagsrassismus – Was WEIß? Ich?“ , „Rassistische Diskriminierung und die Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit“ und „Afrika ist kein Dorf“ , der sich mit Bildern von Afrika und Schwarzen in Bayerischen Schulbüchern auseinandersetzt. Bei einem Projekttag im Theodolinden Gymnasium am 21. März präsentieren sich alle Münchner Schulen, die dem internationalen Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angehören. Die Lesung „Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus“am 22.03. in der Seidlvilla und die Fachtagung zum Thema „Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit“ am 23.03.2012 im Pädagogischen Institut gehören mit Sicherheit zu den Programmhighlights. 

Das gesamte Programm der internationalen Wochen gegen Rassismus mit ausführlichen Angaben zu den einzelnen Veranstaltungen, Mitwirkenden und Anmeldungsformalitäten können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

Empfohlene Weblinks

www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Amigra.html

ReferentInnen

Siehe Programmheft 

 

Veranstaltungsort
München


Kosten
Siehe Programmheft


Partner

ADEFRA e.V

Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund - AMIGRA

Panafrikaforum


Art der Veranstaltung
Fachtagung, Workshop, Lesung, Film



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09.03.2012 - 19:00

Der Frühling kam mit seinem Duft

Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt

Ernesto Cardenal liest aus seinem Werk. Grupo Sal spielt lateinamerikanische Musik.


Das Programm der Konzertlesereise von 2012 ist sowohl dem literarischen wie dem politischen und philosophischen Verrmächtnis von Ernesto Cardenal gewidmet. In klassischen, aber auch neuen – bisher unveröffentlichten – Texten bezieht der inzwischen 87-jährige Dichter und Revolutionär Stellung zu den großen und kleinen Fragen des Lebens, der Liebe, der Religion und der Revolution.

„Die Liebe zur Schönheit der Natur und zu den Frauen hat mich zu Gott geführt, und die Liebe zu Gott zur Revolution“, heißt es an einer Stelle bei Ernesto Cardenal. Entstanden ist daraus ein Werk, das Leser und Zuhörer in aller Welt seit Jahrzehnten  begeistert und verändert hat.

Ernesto Cardenal hat eine Eingrenzung durch Ideologien, theologische Lehrsätze oder Dogmen nicht akzeptiert.

Die Wirkungsgeschichte dieses Autors ist in der Leidenschaft seiner Visionen ebenso begründet wie in seinem Engagement für politische Veränderung. Seine klare und poetische Sprache wie seine starken Bilder haben ihm weltweites Ansehen eingebracht.  In Südamerika kennt ihn bis heute fast jedes Kind.

Downloads zum Artikel

Flyer_Cardenal.pdf


ReferentInnen

Grupo Sal ist seit 30 Jahren im deutschsprachigen Europa die „Stimme Lateinamerikas“. Mit Ernesto Cardenal verbindet Grupo Sal eine jahrzehntelange Freundschaft und eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit. 

Voller Spielfreude verwebt Grupo Sal den kulturellen Reichtum der Armen, die ihre Musik als Medium betrachten, Ohnmacht und Verzweiflung zu überwinden, mit eigenen Kompositionen und jazzigen Arrangements weit über das bekannte Repertoire lateinamerikanischer Komponisten und Liederrmacher hinaus. Inspiriert von den indianischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln bis hin zu den neuesten Entwicklungen multikultureller Szenen der pulsierenden Metropolen präsentiert Grupo Sal virtuos und leidenschaftlich eine eigenständige Interpretation lateinamerikanischer Musik.

Der Schauspieler Klaus Götte wird die deutschen Übersetzungen vortragen. 

Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 55


Kosten
16,- / erm. 10,- EUR


Partner

Kreuzkirche München


Art der Veranstaltung
Lesung & Konzert



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25.01.2012 - 20:00

Fritz Bauer – Tod auf Raten

Ein deutscher Staatsanwalt, der bei seinen Ermittlungen über NS-Verbrechen in die Netzwerke von Alt-Nazis gerät.

Das Psychogramm eines Aufrechten in den 60er Jahren und einer Nation, die von ihrer Vergangenheit nichts wissen wollte.

Deutsche Geschichte ganz nahe am Abgrund?

Die Dokumentation von Ilona Ziok zeigt das Wirken des Juristen Fritz Bauer, der maßgeblich an der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen beteiligt war und die Verfolgung der Täter vorantrieb. Dabei stehen vor allem die Widerstände im Fokus, denen Bauer bei seiner Arbeit begegnete, die schließlich mit seinem rätselhaften Tod endeten. Der Film ruft einen Teil der Deutschen Geschichte in Erinnerung, dem man gerne mit 1945 für beendet erklärt hätte. 

Zur anschließenden Diskussion sind auch Historiker/innen und Strafrechtler/innen der Universität Bayreuth eingegeladen. 

Weitere Informationen und der Trailer zum Film auf der Website der GHG Bayreuth

Empfohlene Weblinks

www.ghg-bayreuth.de

Veranstaltungsort
Bayreuth, Universität, H22, RW II, Universitätsstr. 30


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grüne Hochschulgruppe Bayreuth


Art der Veranstaltung
Film und Diskussion



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12.01.2012 - 20:00

Wolken über Kerala - Ein Entwicklungsland unter dem Druck der Globalisierung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"

Zwischen 1960 und 1990 erlangte der indische Bundesstaat Kerala Berühmtheit als sog. "Entwicklungsmodel"“. In seinem Hauptwerk "Ökonomie für den Menschen" verweist der Nobelpreisträger Amartya Sen auf Kerala als Beispiel dafür, dass auch in einem armen Land eine relativ hohe Lebensqualität erreicht werden kann.

Die indische Zentralregierung in Delhi schlug 1990 einen neo-liberalen Kurs ein und trat 1995 der WTO bei. Das hatte schwerwiegende Folgen, auch für den Bundesstaat Kerala. An vielen Beispielen zeigt der Film, wie sich diese Politik auf das Leben vieler Menschen in dem Bundesstaat auswirkte.

Die LDF (Left Democratic Front), die immer wieder an der Regierung ist, entwickelte ein Konzept, das trotz enormer Belastungen viele vor der Verelendung schützen sollte und das seit seiner Einführung 1996 in einigen ländlichen Gebieten eindrucksvolle positive Auswirkungen zeigte.

Anschließend Vortrag von Klaus Liebig über den aktuellen Stand der Entwicklung in Indien und Kerala heute.

Downloads zum Artikel

Flyer_Indienreihe_03.pdf


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Kudumbashree - Wohlfahrt der Familie
Shankar Lal & Antara: East meets West
1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola
Indiens Süden


ReferentInnen

Klaus Liebig
Produzent und Regisseur des Dokumentarfilms

 

Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus


Kosten
3,- EUR


Partner

Interkulturelles Forum e.V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.


Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm / Vortrag & Diskussion



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