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Ich möchte zu kommenden Veranstaltungen per Email informiert werden:
25.09.2010 - 10:00 bis 26.09.2010 - 16:00
Ein Gender-Kommunikationsseminar
Die sozialen Rollen von Männern und Frauen und die Erwartungen gegenüber den Geschlechtern sind in unserer Gesellschaft fest verankert. Es ist deshalb nahe liegend, wenn wir bei der Frage nach unseren geschlechtlichen Rollenbildern bei der Kommunikation ansetzen und fragen, ob und wie Männer und Frauen im beruflichen und politischen Alltag geschlechtsspezifisch kommunizieren und damit ihre Rollenbilder tradieren. Die Folge ist eine Weiterführung assymetrischer Machtverhältnisse.
In unserem Seminar betrachten wir die unterschiedlichen Kommunikationsarten von Männern und Frauen, vor allem die Kommunikation der Geschlechter miteinander. Ziel ist es, neue Kommunikationsstrategien zu erarbeiten und diese auch in der Praxis anzuwenden und zu üben.
Das Seminar wendet sich ausdrücklich an Männer und an Frauen.
Wir werden uns um eine geschlechterparitätische Zusammensetzung bei den Teilnehmenden bemühen.
ReferentInnen
Ina Machold, Dipl. Pädagogin
Veranstaltungsort
München, Grünes Stadtbüro
Kosten
20,- Euro/erm. 10,- Euro
Art der Veranstaltung
Seminar
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15.08.2010 - 18:00
Anlässlich des Chiemsee Reggae Summer (bei dem der homophobe Hasssänger Sizzla auftritt) befasst sich unsere Informationsveranstaltung „Murder Inna Dancehall" mit der Thematik "Homophobie und Sexismus in der Reggae-Szene “.
Der Vortrag thematisiert die verschiedenen Facetten der aktuellen Debatte über Auftrittsverbote und die Verhinderung von Konzerten homophober Künstler/innen. Dabei wollen die Referenten auch die oft rassistisch aufgeladenen Argumentationsmuster in dieser Debatte in den Blick nehmen und kritisieren. Desweiteren soll über die geplanten Proteste gegen Homophobie und Sexismus
auf de Chiemsee Reggae Summer diskutiert werden.
Veranstaltungsort
Rosenheim, Vetternwirtschaft, Oberaustr. 2
Kosten
Eintritt frei!
Partner
infogruppe Rosenheim
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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07.07.2010 - 17:00 bis 21:00
Ladies Lunch - nur für Frauen
Die Reihe "Ladies Lunch" fördert die Vernetzung, den Informationsaustausch und den Meinungsbildungsprozess zu gesellschaftliche aktuellen Themen zwischen engagierten Frauen. In diesem Jahr ging es dabei um das Thema "Frauen in der Politik".
Dazu hatten wir eingeladen:
Dr. Isabelle Kürschner (Politikwissenschaftlerin, Autorin von:"Den Männern überlassen wir’s nicht! Erfolgreiche Frauen in der CSU“) und Ekin Deligöz (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).
In ihrer Begrüßung erzählte Theresa Schopper (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern) von einem Ausspruch eines ehemaligen Landtagsabgeordneten: "Eine Frau in der Politik ist eine Zierde, mehrere Frauen sind Unkraut". Sie gehe allerdings davon aus, dass sich in den letzten Jahren zum Thema "Frauen in der Politik" doch viel bewegt und verändert hat – quer durch alle Parteien.
Die Diskussion zwischen Frau Dr. Kürschner (Bild unten, links) und Ekin Deligöz (rechts), die von Silke Rapp (Mitte) kompetent geleitet wurde, bewegte sich auf folgenden Hintergrund:
Seit knapp fünf Jahren ist Angela Merkel deutsche Regierungschefin. Viel ist seitdem zu hören und zu lesen von einem neuen, weiblicheren Politikstil, der mehr auf Kommunikation als Konfrontation setzt. Auch bei den konservativen Parteien ist es mittlerweile üblich, Frauen bei der Verteilung von einflussreichen Posten zu berücksichtigen und die Frauenunion fordert inzwischen eine Quote.
Diese und weitere Fragen wurden im Verlauf der Diskussion besprochen. Auch kamen Themen wie „Ist die Quote sinnvoll?“, Vereinbarkeit von Kindern mit dem Engagement in der Politik sowie Frauennetzwerke zur Sprache.
Dabei wurden von beiden Referentinnen etliche Übereinstimmungen über die Parteigrenzen hinweg festgestellt. So die Tatsache, dass Frauen Netzwerke bilden und damit in der Fläche bleiben - anders als Männer, die sich zu "Seilschaften" zusammentun und sich somit gegenseitig nach oben ziehen. Auch sehen beide Referentinnen die Quote als sinnvoll, hilfreich und für die Beteiligung von Frauen als entscheidend an.
Fazit: Frauen sind nicht die besseren Politiker/innen, aber sie schauken anders auf die Probleme und sie diskutieren unter einem anderen Blickwinkel. Das ist bereichernd für die Lösung der anstehenden Fragen, so die übereinstimmende Aussage.
Im Anschluss an die gut einstündige Diskussion der beiden Referentinnen beteiligten sich auch die 50 Teilnehmerinnen mit großem Interesse, Engagement und persönlichen Beiträgen.
Dieser Teil der Veranstaltung endete mit dem Appell, Ideologien und dogmatisches Denken zu überwinden durch Zusammenschlüsse von Frauen aus unterschiedlichen Parteien, um somit den Blick auf die Politik zu verändern und damit andere, bessere Lösungen herbeizuführen.
Nach dem intensiven Austausch, folgten ein kleines Buffet sowie spannende Begegnungen und Gespräche.
Das Interesse an dieser Art des Treffens und der Vernetzung unter Frauen ist weiterhin sehr hoch; die Petra-Kelly-Stiftung wird die Reihe „Ladies Lunch“ fortsetzen.
Auch viele junge Frauen unter den interessierten Diskutantinnen
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10.06.2010 - 19:00
Im Rahmen der Campus-Tour 2010
Könnte man einen Blick in einen fiktiven Durchschnittshörsaal an einer deutschen Universität werfen, würde man meinen: Wir haben es geschafft! Die Geschlechtergerechtigkeit ist da an unseren Hochschulen. Sogar mehr junge Frauen als Männer beginnen ein Hochschulstudium.
Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wenn es als Erfolgsmeldung bezeichnet werden muss, dass mittlerweile 17% der Lehrenden an deutschen Universitäten weiblich sind, muss klar sein, dass dieser Anteil an weiblichen Lehrenden nur ein erster Schritt sein kann. Doch woher kommt die Diskrepanz zwischen dem genannten Verhältnis zwischen Männern und Frauen bei den Studierenden einerseits und dem Ungleichgewicht bei den Lehrenden andererseits?
Darüber, über Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft im Allgemeinen und unseren Hochschulen im Speziellen, wollen wir mit allen Interessierten und Barbara Streidl diskutieren.
Downloads zum Artikel
ReferentInnen
Barbara Streidl
ist eine der Autorinnen des Buches "Wir Alphamädchen" , in dem junge Feministinnen als "cool, schlau, schön" beschrieben werden und als Gegenspieler dieser neuen Generation Feministinnen nicht "die Männer", sondern gesellschaftliche Strukturen ausgemacht werden, die von Frauen und Männern gemeinsam durchbrochen werden müssen. Außerdem ist Barbara Streidl freie Journalistin und Mitautorin des Blog maedchenmannschaft.net, der eine Plattform für diejenigen sein soll, die sich eine bessere und gerechte Gesellschaft wünschen.
Veranstaltungsort
Festsaal über der Stadtmensa, Würzburg
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Grüne Hochschulgruppe Würzburg
campus grün Bayern
Art der Veranstaltung
Lesung und Diskussion
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14.05.2010 - 17:00 bis 18:00
Ausstellung zur Genitalverstümmelung
Die weibliche Beschneidung oder Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag!
Die Ausstellung, die über das Thema informiert, ist ein Signal im Kampf gegen diese Form von Gewalt an Frauen. Sie solidarisiert sich mit den betroffenen Mädchen und Frauen und will dazu beitragen, ihren Töchtern diese traumatisierende Erfahrung und das damit verbundene, oft lebenslange Leiden zu ersparen.
Und dieses Thema geht auch uns in Deutschland an. Auch in Deutschland leben 20.000 betroffene Frauen. Über 5.000 Mädchen droht dasselbe Schicksal. Ihre Eltern fühlen sich alten Traditionen verpflichtet und glauben, unbeschnittene Töchter finden keinen Ehemann. Die Familien suchen nach willfährigen ÄrztInnen in Deutschland oder Beschneiderinnen in den vorwiegend afrikanischen Herkunftsländern. Selbst in Deutschland sind Mädchen also nicht vor Genitalverstümmelung sicher.
Weibliche Genitalverstümmelung ist nicht auf die Anhänger einer bestimmten Religion beschränkt. Sie kann sowohl Christinnen, Musliminnen, Jüdinnen als auch Zugehörige anderer Religionen betreffen. Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik angebracht werden, sind vielfältig, meist widersprüchlich und variieren von Ethnie zu Ethnie sowie regional. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder einer (missinterpretierten) Religion. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird.
Tatsächlich geht es um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.
Die Ausstellung war vom 15. bis zum 21. Mai zu sehen.
Weitere Informationen...
... zum Thema Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen finden Sie bei unseren Kooperationspartnerinnen Terre des Femmes, Plan International und Forward Germany.
Grußwort von Dr. Pierette Herzberger-Fofana (Forward Germany)
Downloads zum Artikel
Flyer_Genitalverstuemmelung_01.pdf
Veranstaltungsort
Erlangen, Rathausfoyer
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Terre des Femmes
Plan International
Grüne Liste Erlangen
Forward Germany
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Art der Veranstaltung
Ausstellungseröffnung
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Dokument
Buchveröffentlichung der Heinrich Böll Stiftung
Mit der erneuten Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin scheinen Frauen auch die letzte Männerbastion in der Politik erobert zu haben. Aber dieses massenmedial vermittelte Bild von erfolgreichen Karrierefrauen entspricht nicht dem durchschnittlichen politischen Alltag.
Lars Holtkamp und Sonja Schnittke analysieren in ihrer politikwissenschaftlichen Studie "Die Hälfte der Macht im Visier" die politische Repräsentanz von Frauen in Bund, Ländern und Kommunen. Auch 90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen in fast allen wesentlichen politischen Positionen in Deutschland unterrepräsentiert. Während andere Staaten durch die konsequente Einführung von Quotenlösungen die Frauenanteile erheblich erhöhen, stagniert in den letzten Jahren der Anteil der Parlamentarierinnen in Deutschland.
Was sind die Ursachen für diesen Stillstand, und wie kann die politische Parität auch in Deutschland erreicht werden? Nach einer differenzierten Ursachenanalyse mit einem empirischen Schwerpunkt auf den deutschen Kommunalparlamenten legt die Untersuchung von Holtkamp und Schnittke als Antwort auf diese Fragen ein Reformmodell vor, mit dem sich die Geschlechterparität kurzfristig realisieren lassen könnte.
Lars Holtkamp und Sonja Schnittke
Die Hälfte der Macht im Visier
Der Einfluss von Institutionen und Parteien auf die politische Repräsentation von Frauen
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Alternative Kommunalpolitik
320 Seiten, 18,- Euro, ISBN 978-3-9803641-6-4
Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Fon: 030-285340
Fax: 030-28534109
E-Mail: info@boell.de
Sie können das Buch auch als PDF herunterladen (PDF, 320 Seiten, 2.45 MB).
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Dokument
Ein langjähriger Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Themenfeld Gender und Geschlechterdemokratie.
Die Ergebnisse sind in Veröffentlichungen dokumentiert, die Sie bei uns bestellen oder unentgeltlich als PDF-Dateien herunterladen können.
Weitere Materialien finden Sie bei einzelnen Seminaren und Tagungen im Rückblick. Oder nutzen Sie unsere Suchfunktion.
Gender-Mainstreaming-Praxis
Arbeitshilfen zur Anwendung der Analysekategorie "Gender" in Gender-Mainstreaming-Prozessen
Von Angelika Blickhäuser und Henning von Bargen
Schriften des Gunda-Werner-Instituts, Band 7
Zweite, überarbeitete Auflage
Berlin, Dezember 2009, 144 Seiten
ISBN 978-3-86928-022-6
PDF-Datei (148 Seiten, 835 KB)
Geschlechterdemokratie in Organisationen
Fachtagung am 10. und 11. Juni 1999 in Frankfurt am Main
Eine Zusammenarbeit der Hessischen Gesellschaft für Demokratie und Ökologie, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Büro für frauenpolitische Forschung und Beratung, der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und der Petra-Kelly-Stiftung.
Den Frauen die Ehre, den Männern die Karriere -
wie Frauen und Männer in Europa arbeiten sollen.
26.Juni 1999 in München
Gemeinsame Tagung des DGB Kreisfrauenausschusses München, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Petra-Kelly-Stiftung
Dörthe Jung/Margret Krannich (Hrsg.):
Die Praxis des Gender Mainstreaming auf dem Prüfstand
Stärken und Schwächen der nationalen Umsetzungspraxis
Dokumentation der gleichnamigen Fachtagung vom 29. Januar 2004 in Frankfurt am Main
Silke Rapp & Gerd Rudel:
Gender Budget
Grundlagen, Hintergründe, Handlungsmöglichkeiten
Eine Einführung in die geschlechtergerechte Analyse des Kommunalhaushalts
Kommunalpolitische Schriftenreihe. Heft 8/April 2005
2., komplett überarbeitete und aktualisierte Ausgabe
41 Seiten
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13.03.2010 - 19:30
Was ist eine Vergewaltigung?
Warum passiert sie?
Wer vergewaltigt?
Wer redet über Gewalt und Vergewaltigung und warum?
Eine Schülerin wird auf dem Nachhauseweg von der Schule vergewaltigt und ermordet. Schließlich soll eine Elterngeneralversammlung stattfinden, auf der einige Lehrer aus ihrem jeweiligen Fachgebiet heraus etwas zu dem Thema sagen sollen, auf dass man eine sachliche Diskussionsgrundlage mit den Eltern habe. Die Oberstudiendirektorin Frau Dr. Berger stellt sich den Ablauf dieser Versammlung vor.
Ein Szenario überspitzt bis zur Groteske. Frau Dr. Berger weiß: "Dass bei jeder bekannt werdenden Vergewaltigung kein Aufschrei durch die gesamte zivilisierte Welt geht, hat zur Bedingung: Überall wird ununterbrochen Sex gemacht und wenig bis gar nichts dabei erlebt".
Lilly Walden vom Theater Wilde Mischung, Berlin, spielt fünf Männer und vier Frauen, die im Versuch der Sachlichkeit unfreiwillig komisch werden – und so wird bei den Aufführungen viel gelacht. Da Lachen bekanntlich den Verstand befreit und nur ein wacher Verstand die richtigen Fragen stellt, ist das Stück der messerscharf komponierte und absolut skurril gespielte Klassiker zum Thema. (Deutscher Kleinkunstpreis 1989)
Pressestimmen:
Der Tagesspiegel, Berlin: „... die Zuschauer über eineinhalb pausenlose Stunden hinweg zu einer solchen Konzentration zu zwingen, wie es nur noch selten im Theater zu erleben ist, ist ganz und gar Lilly Waldens Erfolg als Darstellerin und Autorin.“
Rheinische Post: „Von Szene zu Szene steigert sich die Betroffenheit des Publikums, wird der Text härter und direkter.“
Die Presse, Wien: „Ein starker Schluss zwingt zum Nachdenken. Und dennoch wurde während der ganzen Aufführung viel und befreiend gelacht.“
Flensburger Tageblatt: „Lilly Walden ging das heiße Eisen nicht nur bitterernst, sondern kabarettistisch die Typen überzeichnend an. Es durfte gelacht werden, wobei aber nie aus der Sicht geriet, dass das Thema des Abends entschieden zum Heulen war.“
Veranstaltungsort
Germering, Stadtbibliothek, Landsberger Straße 41
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Arbeitskreis "Aktiv gegen Männergewalt" der Germeringer FrauenInitiative (GeFI)
Art der Veranstaltung
Theaterstück
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30.11.2009 bis 05.12.2009
Das Programm:
Montag, 30.11.09, 20:00 Uhr, Balthasar:
Hot Topic – Popfeminismus heute
Feminismus wird im Mainstream oft nur mit Namen wie Alice Schwarzer oder, wenn es aktueller sein darf, auch mal mit Charlotte Roche in Verbindung gebracht. Das Buch "Hot Topic – Popfeminismus heute" versammelt viele Beiträge, die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse zu Themen wie Schoenheits-Terror, Comming-out, Drag-Kings, FanZines, Abtreibung, Gender-trouble und vielem mehr beschreiben. Wie Dörte Miosga in der Intro schreibt, ruft »›Hot Topic‹ […] selbstbewusst zu mehr medialer Präsenz des popbezogenen Feminismus auf. Eine attraktive Vorstellung.« Doch was heißt Popfeminismus eigentlich? Was kann und will Popfeminismus gerade in Bezug auf die Lebensrealität junger Frauen leisten? Kann hier ein kritisches Potential entfaltet werden oder schlägt das Konzept um in Affirmation des Status Quo? Diesen und anderen Fragen widmet sich die Herausgeberin des Buches Sonja Eismann im gleichnamigen Vortrag.
Sonja Eismann ist Mitherausgeberin der Zeitschrift «Missy Magazine» und war lange Zeit Redakteurin der Zeitschrift «Intro».
Dienstag, 01.12.09, 20:00 Uhr, Balthasar:
Boys don‘t cry. (USA:1999)
Lincoln, Nebraska in den frühen 90ern: Die 18-jährige Teena Brandon glaubt, in ihrer Haut ersticken zu müssen. Sie will kein Mädchen sein, sondern leben und lieben wie ein junger Mann. Deshalb wickelt sie ihren Busen bis zur Unkenntlichkeit flach, schlüpft in Jeans, Baumwollhemd und Cowboyhut und wird von Teena Brandon zu Brandon Teena.
Mittwoch, 02.12.09, 20:00Uhr, Balthasar:
Das Anti-Discrimination Future Project
Wir alle wachsen in einer Gesellschaft auf, die uns mehr oder weniger direkt bestimmte Vorstellungen und Werte vermittelt. In sehr jungen Jahren ist es schwer, wenn nicht unmöglich, zu entscheiden, welche davon mensch annehmen oder ablehnen möchte. Später ist es oft schwierig, genug Abstand von eben diesen Vorstellungen und Werten zu entwickeln, um sie kritisch zu reflektieren und nicht nur passiv anzunehmen.
Es sollte Kindern möglich und erlaubt sein, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass es sehr verschiedene Arten zu leben, zu lieben und sich auf andere Menschen zu beziehen gibt. Deswegen haben wir uns zur Aufgabe gemacht, dieses Kinderbuch zu produzieren.
Das Anti-Discrimination Future Project ist eine Initiative von Menschen mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen, geschlechtlichen Identitäten, sexuellen Orientierungen und familiären Hintergründen. Manche von uns haben Kinder, manche leben mit vielen Menschen zusammen, manche leben allein. Jede_r von uns lebt ein Leben, das sich von denen der anderen unterscheidet.
Donnerstag, 03.12.09, 20:00 Uhr, Balthasar:
Die Diktatur des >man<
Von der Schwierigkeit, in linken deutschen Medien geschlechtsneutral zu sprechen.
"Formulierungen wie ‚man/frau’ und das Binnen-I lehnen wir aus stilistischen und ästhetischen Gründen ab". Wer in linken deutschen Medien in einer nicht-ausschließlich männlichen Form schreiben möchte, kennt diesen Satz, der scheinbar keiner weiteren Erklärung bedarf. Welche stilistischen und ästhetischen Essentials ihm eigentlich zugrunde liegen, wird in der Regel nicht gesagt.
Frank Apunkt Schneider versteht sich als Feminist und publiziert regelmäßig in Deutschland und Österreich. Er berichtet aus seinen eigenen diesbezüglichen Erfahrungen, und stellt Vermutungen an, warum deutsche Medien mit geschlechtsneutralen Formen ein Problem haben, österreichische hingegen nicht.
Freitag, 04.12.09, 18:00 Uhr, Balthasar
Die Krux der Frauenpolitik
Mit einem kleinen historischen Rückblick zur Frauenbewegung lassen sich Parallelen der Frauenbewegung und der Etablierung neoliberaler Werte und Politiken herausarbeiten. Der Abbau staatlicher Leistungen wird gestützt durch Ideen der Autonomie und Selbstverwirklichung die vor allem die Eigenverantwortung jeder/s einelner/n für sich selbst und die ewige Selbstoptimierung für den Arbeitsmarkt verkünden. Hier fügen sich weibliche Fähigkeiten leistungswilliger Frauen als Humanressource in das ökonomische Tagesgeschäft problemlos ein.
Die damit einhergehende Ausrichtung aktueller Frauenpolitik und Frauenförderung an traditionellen Frauenrollen und -bildern lässt für die Emanzipation von eben diesen wenig Hoffnung. Anhand von Beispielen werden die Probleme die sich bei der (neo-)liberalen Besetzung von ehemals emanzipatorisch- feministischen Idealen ergeben deutlich gemacht und zur Diskussion gestellt.
Ein Vortrag mit der Einladung zur Diskurssion über unerfreuliche Nebenwirkungen von Frauenförderung und Frauenpolitik von Rebecca Fertl.
Freitag, 04.12.09, 21:00 Uhr, Balthasar
„Und ich weiß sie singen nicht für mich
(Und) ich weiss doch trotzdem glaube ich
Daß ich sie verstehen kann
Obwohl ich bin ein Mann
Und trotzdem finde ich sie super“
(Tocotronic: Die Sache mit der Team Dresch Platte)
Frank Apunkt Schneider und Tilman Kallenbach begeben sich auf eine audiovisuelle Reise durch queeren Pop.
Samstag, 05.12.09, 19:00 Uhr, Balthasar:
Gender-Mainstreaming und Social Justice. Wie gerecht kann EU-Geschlechterpolitik heute sein?
Vortrag von Heike Weinbach
Im Vortrag wird der aktuelle Stand der Umsetzung von Gender-Mainstreaming in der EU zusammengefasst. Verträge, Umsetzungspraktiken sowie Ergebnisbilanzen werden von einer Social Justice – Perspektive aus befragt: Wo wirkt Gender-Mainstreaming gegen welche Formen der Diskrimininierung? Was bedeutet ein intersektionaler Zugang zu Gender-Mainstreaming, wo wird er umgesetzt? Welche Partizipationsformen öffnet die Gender-Mainstreaming-Politik?
Empfohlene Weblinks
ReferentInnen
Veranstaltungsort
Bamberg, Balthasar - Aufenthalt und Mehrzweck, Balthasargässchen 1
Partner
Gleichstellungsreferat der Studierendenvertretung Bamberg
Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe
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08.07.2009
Finanzmärkte scheinen das ideale Spielfeld für Männer zu sein, die dort für hohe Profite große Risiken eingehen.
In Krisenzeiten werden dagegen die Frauen benachteiligt: Mit Konjunkturprogrammen werden vor allem männerdominierte Branchen gestützt. Und mit den häuslichen Finanzkrisen müssen meistens Frauen zurechtkommen, die zudem oft die Kürzungen im Sozialbereich aufzufangen haben.
Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Frauen in Unternehmen und an Finanzmärkten besser und nachhaltiger mit Geld umgehen. Aber ist es ein wirklich nur ein Managementproblem?
Silke Ötsch beleuchtete das Thema "Frauen und Finanzkrise" aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ihren Vortrag können Sie sich hier als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.
Im Verlauf der Debatte ergab sich auch die Frage nach den finanziellen Auswirkungen des sogenannten "Cross-Border-Leasing" und hier insbesondere, inwieweit die Landeshauptstadt München dieses Instrument genutzt hat. Informationen hierzu finden Sie im öffentlich zugänglichen Ratsinformationssystem. Wenn Sie die Suchfunktion des Systems nutzen und "Cross-Border-Leasing" eingeben, finden Sie die entsprechenden Informationen.
ReferentInnen
Dr. Silke Ötsch
AG Finanzmärkte und Steuern und wissenschaftlicher Beirat von Attac Deutschland
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