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02.05.2012 - 20:00
Die Idee vom jüdischen Staat hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts Menschen überall im Westen fasziniert. Der deutsch-israelische Historiker Daniel Cil Brecher ist in seinem Buch "Der David. Der Westen und sein Traum von Israel" den westlichen Vorstellungen über den jüdischen Staat und ihrer strategischen Bedeutung für dessen Entstehen nachgegangen. Während in Großbritannien und in den USA koloniale Interessen und der Kalte Krieg den Kontext formten, war es die Suche nach einer neuen kollektiven Identität, die in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 zu einem umfassenden Wunschbild vom jüdischen Staat und seinen jüdischen Bürger/inne/n führte.
ReferentInnen
Daniel Cil Brecher
Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in Düsseldorf, Studium der Geschichte und Philosophie, 1976 Rückkehr nach Israel, Arbeit an der Universität Haifa und in Yad Vashem, Direktor des Leo Baeck-Instituts in Jerusalem, 1986 Rückkehr nach Europa, lebt heute in den Niederlanden.
Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Kosten
€ 8.-/7.- (Anmeldung erbeten)
Partner
Evangelische Stadtakademie
Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe, München
Art der Veranstaltung
Lesung und Diskussion
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26.04.2012 - 20:00 bis 22:00
Die Nordanbindung des Nürnberger Flughafens durch den Reichswald, eine dritte Startbahn in München, der Bau von neuen Stromtrassen und Windkraftanlagen nach dem Atomausstieg sorgen für heftige Konflikte. Was für die einen nowendige Zukunftssicherung ist, bezeichnen andere als sinnlose Prestigeobjekte, die nur Landschaft verbrauchen. Innovation und Bürgerprotest stehen sich oft unversöhnlich gegenüber. Welche Interessen stehen hinter welchen Positionen? Verlieren wir Innovationsfähigkeit oder gewinnen wir sie, wenn die Wut der Bürger gehört und ein Ausgleich gesucht wird? Wo gilt es zurückzustecken, um ökologisch und ökonomisch sinnvolle Projekte zu ermöglichen?
ReferentInnen
Dr. Stine Marg
Politikwissenschaftlerin, Göttinger Institut für Demokratieforschung
Margarete Bause
MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
Veranstaltungsort
Nürnberg, eckstein, Burgstr. 1-3, Saal E.01
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
Anmeldung nicht erforderlich.
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25.04.2012 - 19:30
Kopie als Kulturtechnik?
Es ist nicht nur kinderleicht, es ist v.a. nahezu unumgänglich: Kopieren ist im digitalen Raum zu einer alltäglichen Handlung geworden. Doch so selbstverständlich wir kopieren, so unklar bleibt der Bezugs- und Bewertungsrahmen für diese Tätigkeit, die Dirk von Gehlen in seinem Buch Mashup. Lob der Kopie als grundlegende Kulturtechnik lobt.
Wo verläuft die Grenze zwischen Plagiat und erlaubter Kopie?
Welche alternativen Vergütungsmodelle sind denkbar?
Und muss das Verhältnis von Original und Kopie neu bestimmt werden?
An diesem Abend diskutiert er mit Andrian Kreye, der Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung ist – und ganz anderer Meinung.
ReferentInnen
Dirk von Gehlen
Chefredakteur jetzt.de
im Gespräch mit
Andrian Kreye
Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung
Veranstaltungsort
München, Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Lehrstuhl für Arbeitsrecht und bürgerliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Evangelische Stadtakademie München
die urbanauten
Anmeldung nicht erforderlich.
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30.03.2012 - 19:00
"Entschwörungstheorie" ist ein ironisches Label. Ziel ist des Vortrags, das Thema "Verschwörungstheorien" für eine kritische Diskussion überhaupt zugänglich zu machen und die dafür wichtigen Fragen aufzuwerfen, wie es Daniel Kulla in seinem Buch "Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt" ( 2007) tut. Kulla betont darin die Besonderheit des modernen Verschwörungsdenkens gegenüber früheren Formen: es werden nicht mehr hauptsächlich aufgrund unzureichender Informationen wilde Spekulationen angestellt, sondern es findet eine Reduktion trotz verfügbarer Informationen statt. Dabei kleidet sich moderne Verschwörungsideologie ins Gewand etablierter Autoritäten (Wissenschaftler, Historiker, Politiker).
Empfohlene Weblinks
ReferentInnen
Daniel Kulla
Autor, Sänger und Blogger. Er war kurz Chefredakteur des Jugendmagazins Spießer, schrieb eine Biographie über einen Gründer des Chaos Computer Clubs, singt Lieder über den Kommunismus und schreibt im Moment ein Buch über Drogen und Räusche. Kulla hat sich ausführlich mit Verschwörungstheorien beschäftigt und ist Autor des Buchs "Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt".
Veranstaltungsort
Rosenheim, "Z", Innstr. 45a
Kosten
Eintritt frei!
Partner
infogruppe Rosenheim
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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12.03.2012 - 19:30
Antisemitismus und Rassismus in der DDR
Bei der öffentlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der nun bereits mehr als 20 Jahre untergegangenen DDR sind Aspekte sehr kurz gekommen, die für den immer noch im Gang befindlichen Transformationsprozess der DDR in einen Teil der Bundesrepublik Deutschland große Relevanz haben:
Gab es Antisemitismus in der DDR?
Gab es Rassismus?
Haben Gesellschaft und Staat der DDR sich der Auseinandersetzung mit dem Holocaust gestellt?
Es gibt zu diesem Thema mittlerweile einige Forschung, die in diesem Vortrag vorgestellt wird. Sie hat unmittelbare Relevanz für die Beantwortung der Frage, warum, wie erst jüngst deutlich wurde, besonders in der früheren DDR, sich ein neuer/alter Nationalsozialismus breit machen kann.
ReferentInnen
Dr. Martin Jander
Historiker an der New York University Berlin und Forscher zur Zeitgeschichte in einem Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Moderation:
Dr. Reiner Bernstein
Historiker, München
Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Kosten
€ 8.-/7.- (Anmeldung erbeten!)
Partner
Evangelische Stadtakademie, München
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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09.03.2012 - 19:00
Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt
Ernesto Cardenal liest aus seinem Werk. Grupo Sal spielt lateinamerikanische Musik.
Das Programm der Konzertlesereise von 2012 ist sowohl dem literarischen wie dem politischen und philosophischen Verrmächtnis von Ernesto Cardenal gewidmet. In klassischen, aber auch neuen – bisher unveröffentlichten – Texten bezieht der inzwischen 87-jährige Dichter und Revolutionär Stellung zu den großen und kleinen Fragen des Lebens, der Liebe, der Religion und der Revolution.
„Die Liebe zur Schönheit der Natur und zu den Frauen hat mich zu Gott geführt, und die Liebe zu Gott zur Revolution“, heißt es an einer Stelle bei Ernesto Cardenal. Entstanden ist daraus ein Werk, das Leser und Zuhörer in aller Welt seit Jahrzehnten begeistert und verändert hat.
Ernesto Cardenal hat eine Eingrenzung durch Ideologien, theologische Lehrsätze oder Dogmen nicht akzeptiert.
Die Wirkungsgeschichte dieses Autors ist in der Leidenschaft seiner Visionen ebenso begründet wie in seinem Engagement für politische Veränderung. Seine klare und poetische Sprache wie seine starken Bilder haben ihm weltweites Ansehen eingebracht. In Südamerika kennt ihn bis heute fast jedes Kind.
ReferentInnen
Grupo Sal ist seit 30 Jahren im deutschsprachigen Europa die „Stimme Lateinamerikas“. Mit Ernesto Cardenal verbindet Grupo Sal eine jahrzehntelange Freundschaft und eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit.
Voller Spielfreude verwebt Grupo Sal den kulturellen Reichtum der Armen, die ihre Musik als Medium betrachten, Ohnmacht und Verzweiflung zu überwinden, mit eigenen Kompositionen und jazzigen Arrangements weit über das bekannte Repertoire lateinamerikanischer Komponisten und Liederrmacher hinaus. Inspiriert von den indianischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln bis hin zu den neuesten Entwicklungen multikultureller Szenen der pulsierenden Metropolen präsentiert Grupo Sal virtuos und leidenschaftlich eine eigenständige Interpretation lateinamerikanischer Musik.
Der Schauspieler Klaus Götte wird die deutschen Übersetzungen vortragen.
Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 55
Kosten
16,- / erm. 10,- EUR
Partner
Kreuzkirche München
Art der Veranstaltung
Lesung & Konzert
Anmeldung nicht erforderlich.
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25.01.2012 - 20:00
Ein deutscher Staatsanwalt, der bei seinen Ermittlungen über NS-Verbrechen in die Netzwerke von Alt-Nazis gerät.
Das Psychogramm eines Aufrechten in den 60er Jahren und einer Nation, die von ihrer Vergangenheit nichts wissen wollte.
Deutsche Geschichte ganz nahe am Abgrund?
Die Dokumentation von Ilona Ziok zeigt das Wirken des Juristen Fritz Bauer, der maßgeblich an der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen beteiligt war und die Verfolgung der Täter vorantrieb. Dabei stehen vor allem die Widerstände im Fokus, denen Bauer bei seiner Arbeit begegnete, die schließlich mit seinem rätselhaften Tod endeten. Der Film ruft einen Teil der Deutschen Geschichte in Erinnerung, dem man gerne mit 1945 für beendet erklärt hätte.
Zur anschließenden Diskussion sind auch Historiker/innen und Strafrechtler/innen der Universität Bayreuth eingegeladen.
Weitere Informationen und der Trailer zum Film auf der Website der GHG Bayreuth.
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
Bayreuth, Universität, H22, RW II, Universitätsstr. 30
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Grüne Hochschulgruppe Bayreuth
Art der Veranstaltung
Film und Diskussion
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12.01.2012 - 20:00
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"
Zwischen 1960 und 1990 erlangte der indische Bundesstaat Kerala Berühmtheit als sog. "Entwicklungsmodel"“. In seinem Hauptwerk "Ökonomie für den Menschen" verweist der Nobelpreisträger Amartya Sen auf Kerala als Beispiel dafür, dass auch in einem armen Land eine relativ hohe Lebensqualität erreicht werden kann.
Die indische Zentralregierung in Delhi schlug 1990 einen neo-liberalen Kurs ein und trat 1995 der WTO bei. Das hatte schwerwiegende Folgen, auch für den Bundesstaat Kerala. An vielen Beispielen zeigt der Film, wie sich diese Politik auf das Leben vieler Menschen in dem Bundesstaat auswirkte.
Die LDF (Left Democratic Front), die immer wieder an der Regierung ist, entwickelte ein Konzept, das trotz enormer Belastungen viele vor der Verelendung schützen sollte und das seit seiner Einführung 1996 in einigen ländlichen Gebieten eindrucksvolle positive Auswirkungen zeigte.
Anschließend Vortrag von Klaus Liebig über den aktuellen Stand der Entwicklung in Indien und Kerala heute.
Downloads zum Artikel
ReferentInnen
Klaus Liebig
Produzent und Regisseur des Dokumentarfilms
Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus
Kosten
3,- EUR
Partner
Interkulturelles Forum e.V.
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.
Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm / Vortrag & Diskussion
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10.12.2011 - 15:00
Am Tag der Menschenrechte organisieren verschiedene gemeinnützige Organisationen in Augsburg Workshops zum Thema „Wie kommt der Mensch zu seinen Menschenrechten?“
In vielen Ländern werden täglich grundlegende Menschenrechte verletzt, etwa das Asylrecht oder das Recht auf soziale Sicherheit. In den verschiedenen themenbezogenen Workshops soll vor allem die Frage diskutiert werden, inwiefern die Einhaltung der Menschenrechte durchsetzbar ist. Dies soll anhand von folgenden Themen am Nachmittag (Beginn 15 Uhr) diskutiert werden:
Details zu den einzelnen Workshops entnehmen Sie dem Programm-Flyer.
Die Workshops werden in zwei Blöcken angeboten, sodass bei Interesse die Teilnahme in zwei Arbeitsgruppen möglich ist. Die Workshops werden von Fachleuten aus den organisierenden Gruppen durchgeführt.
Zur Anmeldung für die Workshops bitte nach Möglichkeit das Formular im Veranstaltungsflyer (zum Herunterladen als PDF-Datei) benutzen!
Ziel ist es, Fragen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Experten auf dem Gebiet der europäischen Menschenrechtssituation vorzulegen (ab 19:30 Uhr).
Downloads zum Artikel
ReferentInnen
Podiumsdiskussion mit:
Barbara Lochbihler
MdEP, ehemalige Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland
Raimund Kamm
Diplom-Ökonom und Vorsitzender des Vereins „Forum - Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik"
Michael Grabow
Regionalbischof der Ev.-Luth. Kirche in Bayern
Prof. Dr. Christian Vedder
Lehrstuhl für Europarecht und Völkerrecht an der Universität Augsburg
Helmut Riedel
Rechtsanwalt für Ausländer- und Asylrecht
Veranstaltungsort
Augsburg, Holbein-Gymnasium
Kosten
Eintritt frei - Anmeldung erwünscht!
Partner
Amnesty International
Attac Augsburg
FiLL
Solwodi
Tür an Tür
Art der Veranstaltung
Workshops und Podiumsdiskussion
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07.12.2011 - 19:00
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember wird sich Dr. Aaron Rhodes in seinem Vortrag mit Menschenrechtsaktivitäten beschäftigen, die er im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit in zahlreichen Ländern und bei etlichen internationalen Organisationen kennen gelernt hat.
Diese Erfahrungen haben Rhodes davon überzeugt, dass Menschenrechte von internationaler Bedeutung und unerlässlich sind, um Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Umgesetzt werden können sie jedoch nur mit Hilfe der Zivilgesellschaft, deren Stellung geschützt und gestärkt werden muss.
Auch muss die Sicherstellung der Menschenrechte unparteiisch und frei von politischen Zielvorgaben sein.
Solidarität mit allen Völkern, die daran gehindert werden ihre Menschenrechte auszuleben, ist der moralische Imperativ unserer Zeit.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
ReferentInnen
Dr. Aaron Rhodes
Internationaler Menschenrechtsaktivist, Universitätsdozent und Essayist. Von 1993 bis 2007 arbeitete er als Geschäftsführer der International Helsinki Federation for Human Rights (IHF, Wien), die zu dieser Zeit unter anderem in Menschenrechtsprojekten auf dem Balkan, in Tschetschenien und Zentralasien engagiert war. 2008 wurde er Politikberater in der neu gegründeten International Campaign for Human Rights im Iran.
Veranstaltungsort
München, Amerikahaus, Karolinenplatz 3
Kosten
Eintritt frei!
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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