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10.05.2012 - 14:00 bis 11.05.2012 - 15:30
Das baukulturelle Erbe unserer Städte unterliegt vielfältigen Ansprüchen Dritter: der ökonomischen Verwertung, der energetischen Ertüchtigung, der adäquaten Nutzung für die Stadtbürger, um nur einige zu nennen. All dies löst städtebauliche Spannungen aus und - planerisches Handeln. Konzepte für die Zukunftsfähigkeit der historischen Städte im Sinne einer Erhöhung der Alltagstauglichkeit jenseits einer Festivalisierung sind gefragt.
Im Mittelpunkt der Tagung steht deshalb die Frage der planerischen Bewältigung von Problemen des gesellschaftlichen Wandels in Städten mit starkem historischen Kontext.
Bamberg wurde als Tagungsort gewählt, weil diese Stadt nicht nur exemplarisch für eine typische deutsche Welterbestadt steht, sondern weil hier 2012 die Landesgartenschau stattfindet, die die die Frage einer Nachnutzung einer Industrieanlage stellt, die bedeutendes Beispiel der industriellen Architekturggeschichte der Stadt war.
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ReferentInnen
Dr. Ulrike Waible, Welterbemanagement Bamberg
Carola Neugebauer, TU Dresden
Hathumar Drost, Transferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz, Potsdam
Harald Lang, Leiter Stadtplanungsamt Bamberg
Peter Boie, SES Stadtentwicklungsgesellschaft Stralsund GmbH
Ulrike Wendland, Landesamt für Denkmalpflege, Halle
Nadya König-Lehrmann, Geschäftsstelle des Zweckverbands Oberes Mittelrheintal
Matthias Ripp, Welterbemanager Stadt Regensburg
Werner Hochrein, WerkStadt Architekten + Stadtplaner, Darmstadt
André Zaman, LUWOGE, Ludwigshafen
Michael Bräuer, Architekt, Rostock
Veranstaltungsort
Bamberg, Gelände der Landesgartenschau
Kosten
SRL-Mitglieder 120 EUR / Nichtmitglieder: 190 EUR / Studierende SRL-Mitglieder: 60 EUR - In den Tagungsgebühren enthalten ist das Catering während der Tagung, das Buffet am Abend des 10. Mai sowie eine Dreitageskarte für die Landesgartenschau.
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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09.05.2012 - 19:30
Während die Menschen in Stuttgart und anderswo demonstrieren, ist kaum noch jemand bereit, Verantwortung zu übernehmen und das Land zu gestalten. Auch und gerade in der Kommunalpolitik. Hinterzimmer, Ochsentouren, Kompromisse – wer hat darauf schon Lust?
Aber was erlebt man wirklich in der bundesdeutschen kommunalpolitik, an der "Basis", den Ortsvereinen und Kreisverbänden? Wie fühlt man sich an einem regnerischen Samstag am Infostand in der Fußgängerzone? Und warum reden die da oben eigentlich immer so geschwollen?
Eva Leipprand hat sich auf das Experiment Kommunalpolitik eingelassen und ihre Erfahrungen in 22 Lektionen aufgeschrieben. Eine unterhaltsame Gebrauchsanweisung, mit der Sie außerdem herausfinden können, ob Sie für die praktische Politik geeignet sind.
ReferentInnen
Eva Leipprand wurde 1947 in Erlangen geboren und ist in Nürnberg und München aufgewachsen. Sie studierte Anglistik und Geschichte in Würzburg und München, war dann Gymnasiallehrerin in Stuttgart. Seit 1989 lebt sie in Augsburg und war (von 2002 bis 2008) die erste grüne Kulturbürgermeisterin der Stadt. Sie arbeitet als freie Autorin und Literaturkritikerin und ist stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion.
Eva Leipprand ist außerdem Mitglied im Stiftungsrat der Petra-Kelly-Stiftung und sitzt auch in unserer Mitgliederversammlung.
Veranstaltungsort
Passau, Europabücherei, Schießgrabengasse 2
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Europabücherei Passau
Art der Veranstaltung
Lesung und Diskussion
Anmeldung nicht erforderlich.
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26.04.2012 - 20:00 bis 22:00
Die Nordanbindung des Nürnberger Flughafens durch den Reichswald, eine dritte Startbahn in München, der Bau von neuen Stromtrassen und Windkraftanlagen nach dem Atomausstieg sorgen für heftige Konflikte. Was für die einen nowendige Zukunftssicherung ist, bezeichnen andere als sinnlose Prestigeobjekte, die nur Landschaft verbrauchen. Innovation und Bürgerprotest stehen sich oft unversöhnlich gegenüber. Welche Interessen stehen hinter welchen Positionen? Verlieren wir Innovationsfähigkeit oder gewinnen wir sie, wenn die Wut der Bürger gehört und ein Ausgleich gesucht wird? Wo gilt es zurückzustecken, um ökologisch und ökonomisch sinnvolle Projekte zu ermöglichen?
ReferentInnen
Dr. Stine Marg
Politikwissenschaftlerin, Göttinger Institut für Demokratieforschung
Margarete Bause
MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
Veranstaltungsort
Nürnberg, eckstein, Burgstr. 1-3, Saal E.01
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
Anmeldung nicht erforderlich.
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21.04.2012 - 10:00 bis 17:30
Politikmanagement-Grundlagenseminar
Was nützen die besten Ideen, die besten Programme, die besten Veranstaltungen, wenn die Öffentlichkeit nichts davon erfährt? Gefragt ist also eine gewisse Professionalität in der Selbstdarstellung, aber auch die Fähigkeit, mit den Medien-Macher/inne/n erst einmal ins Gespräch zu kommen.
Unser Seminar gibt Hilfestellung für eine gezielte und überzeugende Öffentlichkeitsarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Inhalte:
- Blick hinter die Kulissen der Redaktionsbüros.
- Tipps für die inhaltliche und äußere Gestaltung von Pressemitteilungen und Berichten.
- Schreibübungen mit individuellem Feedback.
ReferentInnen
Ulrich Graser
Redakteur, Nürnberger Nachrichten
Veranstaltungsort
München, Grünes Stadtbüro, Sendlinger Str. 47
Kosten
40,-/30,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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24.03.2012 - 10:00 bis 17:30
Wer sich in Initiativen, Vereinen, Verbänden und Parteien engagiert, der tut dies in aller Regel ehrenamtlich. Doch die Mitglieder, aber auch die Öffentlichkeit erwartet von solchen Initiativen und Organisationen professionelle Arbeit. Dies gilt insbesondere für die jeweiligen Vorstandsmitglieder. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen, aber auch der Zeitaufwand.
Unser Seminar trägt dazu bei, Klarheit in die Strukturen, Ziele und Inhalte des ehrenamtlichen Engagements und der Vorstandsarbeit zu bringen. Themen können – je nach Interesse und Bedarf der Teilnehmenden – dabei sein: Aufgabenverteilung, Teamarbeit, Zeitmanagement, effektive Gestaltung von Sitzungen, Innen- und Außendarstellung der Organisation, Mitgliederwerbung und -betreuung.
Das Seminar wendet sich an Vorstandsmitglieder, aber auch an andere Engagierte in Politik und Verbandsarbeit, vor allem auch an in der Kommunalpolitik engagierte Menschen. Es eignet sich auch alle an einer solchen Arbeit Interessierten, die sich frühzeitig fit machen wollen für ihr Engagement.
Ziel des Seminars ist es, Anregungen und Vorschläge für die konkrete Gestaltung des eigenen Engagements zu vermitteln. Patentrezepte aber gibt es nicht und dürfen auch nicht erwartet werden.
Veranstaltungsnummer: 3-12-07
ReferentInnen

Peter Gack
Dipl.-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer GRIBS-Kommunalbüro, Stadtrat, Bamberg

Dr. Gerd Rudel
Politologe, Bildungsreferent, Petra-Kelly-Stiftung, Bamberg
Veranstaltungsort
Würzburg, Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1
Kosten
40,-/erm. 30,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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21.03.2012 - 19:30
Während die Menschen in Stuttgart und anderswo demonstrieren, ist kaum noch jemand bereit, Verantwortung zu übernehmen und das Land zu gestalten. Auch und gerade in der Kommunalpolitik. Hinterzimmer, Ochsentouren, Kompromisse – wer hat darauf schon Lust?
Aber was erlebt man wirklich in der bundesdeutschen kommunalpolitik, an der "Basis", den Ortsvereinen und Kreisverbänden? Wie fühlt man sich an einem regnerischen Samstag am Infostand in der Fußgängerzone? Und warum reden die da oben eigentlich immer so geschwollen?
Eva Leipprand hat sich auf das Experiment Kommunalpolitik eingelassen und ihre Erfahrungen in 22 Lektionen aufgeschrieben. Eine unterhaltsame Gebrauchsanweisung, mit der Sie außerdem herausfinden können, ob Sie für die praktische Politik geeignet sind.
ReferentInnen
Eva Leipprand wurde 1947 in Erlangen geboren und ist in Nürnberg und München aufgewachsen. Sie studierte Anglistik und Geschichte in Würzburg und München, war dann Gymnasiallehrerin in Stuttgart. Seit 1989 lebt sie in Augsburg und war (von 2002 bis 2008) die erste grüne Kulturbürgermeisterin der Stadt. Sie arbeitet als freie Autorin und Literaturkritikerin und ist stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion.
Eva Leipprand ist außerdem Mitglied im Stiftungsrat der Petra-Kelly-Stiftung und sitzt auch in unserer Mitgliederversammlung.
Veranstaltungsort
Fürth, Buchhandlung Jungkunz, Friedrichstraße 3
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Buchhandlung Jungkunz, Fürth
Art der Veranstaltung
Lesung und Diskussion
Anmeldung nicht erforderlich.
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08.03.2012 - 10:00 bis 16:30
Ein Konzept für lebenswerte öffentliche Straßenräume
"Shared Space" kann man am besten mit "Verkehrsraum für alle" übersetzen. Das bedeutet: Der öffentliche Raum ist für alle da, er wird geteilt, alle Verkehrsteilnehmenden sind gleichberechtigt. Auf Verkehrszeichen oder Signalisierung wird ebenso wie auf bauliche Trennung und Markierung weitestgehend verzichtet. Dafür sind rücksichtsvolles Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden und Verständigung miteinander umso mehr gefragt. Die Gestaltung von Straßen und Plätzen als Mischverkehrsflächen stärkt die Aufenthaltsqualität, der Beteiligungsprozess fördert die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohnern mit ihrem Wohnort. In den Niederlanden, wo dieses Konzept "erfunden" wurde, gibt es Shared Spaces mittlerweile in über 100 Städten. Mit enormem Erfolg.
Unsere Tagung stellt dieses verkehrspolitische Konzept vor, diskutiert die Umsetzungserfolge im In- und Ausland und zeigt den Handlungsspielraum bei der Realisierung (rechtlich und politisch) auf. Im Mittelpunkt steht die Frage: Inwieweit ist das Shared-Space-Konzept tatsächlich geeignet, einen Paradigmenwechsel in der kommunalen Verkehrspolitik zu fördern und die vorhandenen Frontstellungen aufzulösen?
Die Tagung wendet sich an alle, die fachlich und politisch mit kommunaler Verkehrspolitik befasst sind: Planer/innen, Verwaltungsfachleute, Wissenschaftler/innen und Studierende, Kommunalpolitiker/innen, Verbände, Vereine und Bürgerinitiativen.
Das detaillierte Tagungsprogramm entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsfaltblatt, das hier als PDF-Datei herunterladen können.
Downloads zum Artikel
ReferentInnen
Dr.-Ing. Michael Frehn
Planersocietät, Stadt- und Verkehrsplaner, SRL, Dortmund
Dr.-Ing. Wolfgang Haller
SHP-Ingenieure, Hannover
Martin Kaufmann
Bürgermeister, Rudersberg
Sabine Lutz
SHARE Foundation, Groningen (Niederlande)
Thomas Schweizer
Dipl.-Geograf, Fußverkehr Schweiz
Jörg Thiemann-Linden
Dipl.-Geograf, Deutsches Institut für Urbanistik (DIfU), Stadt- und Verkehrsplaner, SRL, Berlin
Tagungsleitung/Moderation:
Dr. Gerd Rudel
Bildungsreferent, Petra-Kelly-Stiftung, Bamberg
Katalin Saary
Dipl.-Ing., Stadt- und Verkehrsplanerin, SRL, Reinheim/Darmstadt
Veranstaltungsort
Würzburg, Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1
Kosten
60,- / ermäßigt: 40,- EUR (inkl. Tagungsverpflegung)
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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14.01.2012 - 10:00 bis 17:00
Ein Workshop für MultiplikatorInnen
Das Seminar ist leider schon ausgebucht.
Im Jahr 2014 finden in Bayern die nächsten Kommunalwahlen statt. Dann sind wieder jede Menge Sitze in Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten zu besetzen.
Doch die Parteien tun sich immer schwerer, für diese Ehrenämter die notwendigen KandidatInnen zu finden und ihre Listen entsprechend aufzustellen.
Unser Workshop wendet sich an MultiplikatorInnen, die in den nächsten Monaten versuchen wollen, politisch interessierte für eine Kandidatur bei den nächsten Kommunalwahlen zu motivieren.
Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus "eckstein"
Kosten
Das Seminar ist leider schon ausgebucht!
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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06.10.2011
Die Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts beruhte nicht zuletzt auf den fossilen Energien: Heizung, Strom, Verkehr - all dies war (und ist derzeit) ohne Öl und Kohle kaum vorstellbar. Doch die Zeiten der fossilen Stadt sind erkennbar vorbei, “Peak-Oil” ist bereits überschritten. Stadtentwicklung und Stadtplanung müssen sich auf das post-fossile Zeitalter ein- und umstellen.
Unsere Tagung stellte für diesen gewiss nicht einfachen Weg ins post-fossile Zeitalter einige konkrete Wegweiser auf.
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Pietsch von der HafenCity Universität Hamburg gab einleitend einen historisch grundierten Überblick über die Herausforderungen und Handlungsfelder beim Übergang zur post-fossilen Stadt. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 hat laut Pietsch dieser Übergang zu intelligenten Ökosystemen einer post-fossilen nachhaltigen Entwicklung begonnen. Ein wesentliches Element dieser Entwicklung sieht er im intelligenten Energiemanagement („smart grid“). Auf den Weg der nachhaltigen Stadtentwicklung hätten sich mittlerweile auch industrielle Akteure wie die Siemens AG gemacht, die entsprechende Lösungen für Gebäude, Verkehr, Versorgung u.a. anbieten. Pietsch betonte:
“Ein Denken in Lebenszyklen von Bauwerken, Infrastrukturen und Technologien wird idealerweise zu einer Mosaik-Zyklus-Kultur zur Bewirtschaftung urbaner Ressourcenfelder führen, in der unterschiedliche Entwicklungs- und Reifestadiennebeneinander einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ermöglichen.“ Und weiter: „Notwendig wird ein anderes verständnis von (Stadt-) Planung. Der neue Ansatz überwindet das industriegesellschaftlich-fossile Denken und will nicht nur ‚ideale’ Zustände fixieren.“
Vortragspräsentation als PDF-Datei
Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Pietsch
HCU Hamburg
Winterhuder Weg 31
22085 Hamburg
Tel.: 040/42827-4580
E-Mail: juergen.pietsch@hcu-hamburg.de
Internet: http://www.hcu-hamburg.de/research/forschung-personen-a-z/juergen-pietsch/
Ulrike Janssen, Geschäftsführerin des Klima-Bündnis, informierte in ihrem anschaulichen Vortrag über die aktuellen Rahmenbedingen, mögliche Strategien und erste Umsetzungsschritte beim Umbauprozess zur post-fossilen Stadt und konnte dabei auf zahlreiche konkrete Ansatzpunkte in den Klimabündnis-Städten verweisen. Sie wies sehr deutlich darauf hin, dass die eigentliche Energiewende nach dem Beschluss zum Ausstieg aus der Atomkraft erst noch bevorstehe und sich entscheide, ob diese Wende dezentral, vor Ort und mit Beteiligung der Bürger/innen umgesetzt werde oder wieder nur die Energiekonzerne zum Zuge kämen. Für den ersten, von ihr favorisierten Ansatz gibt es bereits hoffnungsvolle Ansätze: Rekommunalisierung der Stromnetze, Stadtwerke, die auf erneuerbare Energien setzen, Städte und Gemeinden, die Energieeffizienz und Energiesparen Ernst nehmen. Das Leitbild all dieser Entwicklungen sieht Ulrike Janssen im Ziel der Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie.
Vortragspräsentation als PDF-Datei
Kontakt:
Ulrike Janssen
Klima-Bündnis - Climate Alliance - Alianza del Clima e.V.
Galvanistr. 28
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069/717139-21
E-Mail: u.janssen@klimabuendnis.org
Internet: http://www.klimabuendnis.org
Olaf Hildebrandt von der Tübinger ebök GmBH schilderte die Notwendigen und Handlungsansätze für einen Übergang zur post-fossilen Stadt im Handlungsfeld Gebäudesanierung und Siedlungsentwicklung. Energieeinsparung und erneuerbare Energien sind die für ihn die zentralen technischen Bausteine zum Klimaschutz. Innerhalb der Stadt (-verwaltung) sollten deshalb alle Planungsebenen verzahnt werden. „Klimaschutz ist eine kommunikative Aufgabe, um Verbindlichkeit und Akzeptanz herzustellen“, betonte Hildebrandt.
Plenumsinput und Workshop-Beitrag jeweils als PDF-Dateien
Kontakt:
Dipl.-Ing. Olaf Hildebrandt
IB ebök GmbH
Schellingstr. 4/2
72072 Tübingen
Tel: 07071/9394-0
E-Mail: mail@eboek.de
Internet: http://www.eboek.de/
Dr. Wolfgang Schade vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) skizzierte die Vision einer zukünftigen, gleichermaßen post-fossilen wie urbanen Mobilität, die darauf beruht, je nach Mobilitätszweck und –ziel unterschiedliche Verkehrsmittel (Stichwort: „multi-modal“!) gezielt zu nutzen. Wobei auch bei der Kfz-Nutzung die Betonung auf „nutzen“ liegen wird und nicht mehr auf Autobesitz“. Beim MIV wird man auf eine Vielzahl unterschiedlicher elektrischer Kleinfahrzeuge zurückgreifen können. Der Straßenraum wird immer häufiger zum „Shared Space“, zum von allen Verkehrsmitteln gleichberechtigt genutzten Raum. In den dadurch wachsenden Freiräumen können „grüne Städte“ mit hoher urbaner Lebensqualität entstehen.
Plenumsinput und Workshop-Beitrag als PDF-Dateien
Wolfgang Schade/Anja Peters/Claus Doll/Stefan Klug/Jonathan Köhler/Michael Krail: VIVER - Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland. Working Paper Sustainability and Innovation No. S 3/2011: http://isi.fraunhofer.de/isi-de/n/download/publikationen/VIVER_Working_Paper.pdf
Zusammenfassung der Workshop-Diskussion
Kontakt:
Dr. Wolfgang Schade
Leiter des Geschäftsfeldes Verkehrssysteme
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
Breslauer Strasse 48
76139 Karlsruhe
Tel.: 0721/6809-353
Fax: 0721/6809-135
E-Mail: w.schade@isi.fraunhofer.de
Internet: http://isi.fraunhofer.de/isi-de/n/mitarbeiter/ws.php
Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung beim AGFW, erläuterte den Zusammenhang des Handlungsfelds Energieversorgung mit den zu treffenden stadtplanerischen Entscheidungen. Er betonte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Bewertung hinsichtlich der prioritär zu realisierenden Maßnahmen. Dabei darf keiner der Faktoren energetische Effizienz (Energiebilanz, Vversorgungssicherheit), ökonomische Effizienz (Amortisationszeiten, Kosten- und Preisniveau), die soziale Verträglichkeit (Akzeptanz, Auswirkungen auf die Mietpreise) sowie ökologische Effizienz (CO2-Minimierung, Vermeidungskosten) vernachlässigt werden.
Workshop-Beitrag als PDF-Datei
Kontakt:
Harald Rapp
Bereichsleiter Stadtentwicklung, Koordination Ost und Wissensmanagement
AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Stresemannallee 28
60596 Frankfurt/Main
Tel.: 069/6304-418
Fax: 069/6304-391
E-Mail: h.rapp@agfw.de
Internet: http://www.agfw.de/stadtentwicklung/
Dr. Hannah Büttner, Senior-Beraterin der in Beteiligungs- und Mediationsverfahren international aktiven IFOK GmbH, zeigte in ihrem Vortrag anschaulich auf, warum gerade in dem von Interessen- und Zielkonflikten gekennzeichneten Prozess des Übergangs zur post-fossilen Stadt eine intensive Bürgerbeteiligung von großer Bedeutung ist. Anhand mehrerer Fallbeispiele stellte sie dar, wie solche Beteiligungsverfahren erfolgreich organisiert werden können und welche Erfolgsfaktoren dabei systematisch zu berücksichtigen sind.
Vortragspräsentation als PDF-Datei
Kontakt:
Dr. Hannah Büttner
IFOK GmbH
Tal 21
80331 München
Tel.: 089/2422352-11
Mobil: +49-170-7901562
E-Mail: hannah.buettner@ifok.de
Internet: http://www.ifok.de
Einige weiterführende Links:
100% Erneuerbare-Energie-Regionen: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/index.php
Studienradar Erneuerbare Energien: http://www.energie-studien.de/
EE-Regionen - Sozialökologie der Selbstversorgung: http://www.ee-regionen.de/
EnEff:Stadt und EnEff:Wärme - Forschung für Energieeffizienz: http://www.eneff-stadt.info/
Kommunen mit erneuerbaren Energien: http://www.kommunal-erneuerbar.de/
Netzwerk RegioSolar: http://www.regiosolar.de/
Strategische kommunale Energiepolitik (SKEP): http://www.izt.de/skep/
Servicestelle Kommunaler Klimaschutz: http://www.kommunaler-klimaschutz.de/
Mobilität 21 - Kompetenznetzwerk für nachhaltige Mobilität: http://www.mobilitaet21.de/
Verkehrsportal des Umweltbundesamtes "Kommunal mobil": http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/mobil/index.htm
Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/index.php
deENet - regionales Unternehmens- und Technologienetzwerk der dezentralen Energie- und Effizienztechnologien: http://www.deenet.org/
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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27.09.2011
Green New Deal in der Debatte
Der ökologisch-soziale Umbau der Wirtschaft, Innovationen in Produktion und bei Dienstleistungen, Bildung für mehr Nachhaltigkeit – alle diese Facetten eines "Green New Deal" müssen "vor Ort", in den Kommunen, umgesetzt werden. Die Kommunen sind im Rahmen des Green New Deal in vielfältiger Weise gefordert:
Was dies konkret heißt, zeigte unsere Veranstaltung in Würzburg an verschiedenen Beispielen sehr anschaulich auf.
Joachim Lorenz, bereits seit 1993 als Umweltreferent federführend für den ökologischen Umbau der Landeshauptstadt München, zeigte in seinem Überblick (siehe auch die PDF-Datei zum Herunterladen) über die vielfältigen Aktivitäten, Maßnahmen und Förderprogramme sehr überzeugend, dass in München eine „Green New Deal“-Politik schon betrieben wurde, lang bevor dieser Begriff überhaupt „erfunden“ wurde. Nur einige Highlights seien hier wähnt:
Die Kommunen seien – so Lorenz – auch als Auftraggeber gefragt. Als ein Nachfrager mit erheblicher „Marktmacht“ könne und müsse dies auch offensiv eingesetzt werden. Entsprechende Vergabekriterien, die ökologische und soziale Standards garantieren, gelten in München für die gesamte Stadtverwaltung.
Norbert Zösch, Geschäftsführer des Stadtwerks Haßfurt, zeigte am Beispiel der umfangreichen Aktivitäten (siehe auch die PDF-Datei zum Herunterladen) seines Unternehmens auf, wie auch in einer relativ kleinen Stadt (Haßfurt hat 14.000 EinwohnerInnen) Stadtwerke eine konsequente Politik im Sinne eines ökologischen Umbaus betreiben können. So gibt es in Haßfurt in allen städtischen Einrichtungen ein von den Stadtwerken betriebenes Blockheizkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 1,8 MW. Die Stadtwerke bauen kontinuierlich ihre Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen aus. Sie betreiben drei Windkraftanlagen (6,9 MW), und eine Biogas-Anlage (1,45 MW) sowie eigene PV-Anlagen und mieten auch Privatflächen für Solardächer an (insgesamt 6,5 MW). In Kooperation mit Greenpeace Energy bietet das Stadtwerk einen Tarif für zertifizierten Ökostrom an.
Gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Landkreises ist Haßfurt als Gesellschafter an einer landkreisweiten GmbH beteiligt, die den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben soll. Im gesamten Landkreis sind ca. 30-40 Windkraftanlagen möglich, deren Potenzial die Gesellschaft erschließen will.
Ein besonderes Highlight ist das internetgestützte Smart Metering-System, mit dessen Hilfe die Kunden ihren Energie- (und auch Wasser-) Verbrauch analysieren und ggf. anpassen können, so z.B. durch das Vermeiden der teuren Tageslastspitzen oder durch das Ausschalten des Stand-by-Betriebs von Elektrogeräten. Dort wo die Möglichkeiten dieses Smart Grids optimal genutzt werden, konnten laut Zösch Einsparerfolge bis zu 25% weniger Energieverbrauch erreicht werden.
Norbert Zösch betonte sehr nachdrücklich den Unterschied zwischen kommunalen Unternehmen und gewinnorientierten Energieversorgern: „Unsere Aufgabe als Stadtwerk ist es, die Stadt bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen, nicht aber Profite für Aktionäre zu erwirtschaften.“
Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, Rolf Lauer, betonte die wichtige Rolle des Handwerks bei der Umsetzung von ökologischen Modernisierungen: „Wir sind problemorientiert, wir arbeiten direkt am Kunden für konkrete Lösungen.“ So gebe es für den immens wichtigen Bereich der Wärmedämmung und energetischen Sanierung in Unterfranken zertifizierte Betriebe, die effiziente und wirtschaftliche Lösungen anbieten. Aber auch in den Betrieben selbst werde einiges getan: von der Abwärmenutzung in Bäckereien bis hin zum Wasserrecycling in Reinigungen. Eine zentrale Rolle spiele dabei das Beratungszentrum der Handwerkskammer, das auf dem neusten Stand der Technologie die eigenen Betriebe, aber auch Architekten und Privatleute berate. Lauer betonte, dass sich eine Berücksichtigung ökologischer Ziele in Gewerbetrieben immer an der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen orientieren müsse. Deshalb gebe es bei der Wärmedämmung von Betriebsgebäuden immer noch ein großes Defizit, während auf die Energieeffizienz eingesetzter Maschinen in der Regel sehr hoher Wert gelegt werde.
Lauer forderte (von Joachim Lorenz ausdrücklich unterstützt) deutliche steuerliche Anreize, um die energetische Sanierung von Gebäuden wirklich nachdrücklich voranzubringen. Wenn – wie derzeit – nur rund 0,6% des Gebäudebestands pro Jahr energetisch saniert werde, sei das viel zu wenig und geradezu „irrational“ (Lorenz) in Bezug auf das immense Einsparpotenzial.

Die Podiumsdiskutanten: Rolf Lauer, Barbara Markus (Moderation), Norbert Zösch, und Joachim Lorenz (von links nach rechts)
Joachim Lorenz fasste – vom Publikum sehr beifällig aufgenommen - das Fazit der Diskussion zusammen: „Stadtverwaltung, Stadtwerke und andere kommunale Betriebe müssen als Vorbilder agieren, die die anderen Akteure der kommunalen Zivilgesellschaft ‚mitnehmen’“.
Ein kurze Zusammenfassung der Diskussion bietet auch unser Video auf YouTube.
ReferentInnen
Joachim Lorenz
Berufsmäßiger Stadtrat, Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt
Bayerstr. 28a
80335 München
Telefon: 089-2334 75 00
Telefax: 089-2334 75 05
E-Mail: joachim.lorenz@muenchen.de
Norbert Zösch
Geschäftsführer, Stadtwerk Haßfurt GmbH
Augsfelderstr. 6
97437 Haßfurt
Telefon : 09521-949435
Telefax : 09521-949441
E-Mail : zoesch@stwhas.de
http://www.stwhas.de
Dipl.-Kfm. Rolf Lauer
Hauptgeschäftsführer, Handwerkskammer Unterfranken
Rennwegerring 3
97070 Würzburg
E-Mail: r.lauer@hwk-ufr.de
Tel: 0931-309081116
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