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20.10.2012 - 10:00 bis 17:30
Wer sich in Initiativen, Vereinen, Verbänden und Parteien engagiert, der tut dies in aller Regel ehrenamtlich. Doch die Mitglieder, aber auch die Öffentlichkeit erwartet von solchen Initiativen und Organisationen professionelle Arbeit. Dies gilt insbesondere für die jeweiligen Vorstandsmitglieder. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen, aber auch der Zeitaufwand.
Unser Seminar trägt dazu bei, Klarheit in die Strukturen, Ziele und Inhalte des ehrenamtlichen Engagements und der Vorstandsarbeit zu bringen. Themen können – je nach Interesse und Bedarf der Teilnehmenden – dabei sein: Aufgabenverteilung, Teamarbeit, Zeitmanagement, effektive Gestaltung von Sitzungen, Innen- und Außendarstellung der Organisation, Mitgliederwerbung und -betreuung.
Das Seminar wendet sich an Vorstandsmitglieder, aber auch an andere Engagierte in Politik und Verbandsarbeit, vor allem auch an in der Kommunalpolitik engagierte Menschen. Es eignet sich auch alle an einer solchen Arbeit Interessierten, die sich frühzeitig fit machen wollen für ihr Engagement.
Ziel des Seminars ist es, Anregungen und Vorschläge für die konkrete Gestaltung des eigenen Engagements zu vermitteln. Patentrezepte aber gibt es nicht und dürfen auch nicht erwartet werden.
Veranstaltungsnummer: 3-12-15
ReferentInnen

Peter Gack
Dipl.-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer GRIBS-Kommunalbüro, Stadtrat, Bamberg

Dr. Gerd Rudel
Politologe, Bildungsreferent, Petra-Kelly-Stiftung, Bamberg
Veranstaltungsort
Straubing, Hotel Asam, Wittelsbacher Höhe
Kosten
40,-/erm. 30,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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12.05.2012 bis 13.05.2012
Im Rahmen des 26. kommunalpolitischen Kongresses
Das enorme Interesse an unserer Tagung - 105 Teilnehmende! - zeigt: Die Energiewende in Bayern wird kommen. Und sie wird weiterhin "von unten", von den Bürger/innen und den Kommunen, in die Wege geleitet. Und: Wenn die Betroffenen frühzeitig in die Planung einbezogen werden und ihnen die wirtschaftlichen Vorteile für die Region (Stichwort: regionale Wertschöpfung!) klar gemacht werden, dann braucht man sich auch um die Akzeptanz keine Sorgen machen.
Ludwig Hartmann betonte, dass der relativ strenge Winter gezeigt habe, dass in Deutschland die Lichter nicht ausgehen, wenn Atomkraftwerke abgeschaltet seien. Die Energiewende sei bereits in vollem Gang – was aber wesentlich dem Engagement der Bürger/innen zu verdanken sei, die sich in vielen Energiewende-Projekten engagieren. Demgegenüber lasse die Politik der Bayerischen Staatsregierung immer noch viel zu wünschen übrig. Der Windenergieatlas, den sie herausgegeben hat, zum Beispiel sei eine unzureichende Planungsgrundlage. Hinweise dafür, wie man für eine Akzeptanz von Energiewende-Planungen schaffen könne, fehlen ebenso wie verbindliche Vorgaben für die notwendigen Ausgleichszahlungen.
Da die Höchstlast derzeit nur an 21 Stunden im Jahr gebraucht wird, ist es laut Hartmann völlig unwirtschaftlich, die Auslegung des Netzes und des Kraftwerkparks an diesen Spitzenwerten zu orientieren. Notwendig seien dagegen wesentlich größere Anstrengungen für Energieeffizienz und Energiesparen.
Weitere Informationen:
Energiewende jetzt! Eine Grüne Energiepolitik für Bayern
Kommentar zu den „Hinweisen zur Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen“ (Winderlass)
http://www.energiekommission.de/
Dr. Peter Pluschke gab einen informativen Überblick über die Bemühungen in der Metropolregion Nürnberg, die Energieversorgung der Zukunft zu organisieren. Ausgehend von einer detaillierten Endenergiebilanz will man dort den Wärmeverbrauch bis zum Jahr 2050 auf die Hälfte reduzieren und 30% dieses Wärmebedarfs aus regenerativen Energiequellen erzeugen. Beim Strom soll die Ökostromquote bis 2050 auf 80% erhöht werden. Große Anstrengungen sind auch bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands geplant. Denn – so Pluschke – das "Energiesparen ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende". Erste Erfolge dieser Klimaschutzstrategie sind schon zu verzeichnen. Die Stadtwerke spielen dabei mit ihren vielfältigen Beteiligungen und Tochtergesellschaften eine zentrale Rolle. So ist die N-ERGIE AG am Integra-Konsortium beteiligt, dem über 100 kommunale Stadtwerke angehören und das für die dezentrale Struktur der Energiewende von besonderer Wichtigkeit ist. Pluschke plädierte nachdrücklich für die Schaffung eigener Stadtwerke, weil diese als energiepolitisches Steuerungsinstrument unverzichtbar seien und zudem große finanzpolitische Bedeutung für die kommunalen Haushalte hätten.
Weitere Informationen: Präsentation von Peter Pluschke als PDF-Datei. Dort finden sich auch viele weiterführende Links.
Dieter Gewies zeigte demgegenüber am Beispiel seiner Gemeinde Furth, in der er seit 1998 Bürgermeister ist, auf, dass auch in ländlich strukturierten Regionen die Energiewende vorangetrieben werden kann. Entscheidend dafür sei letztlich der politische Wille, der sich in Furth in einem einstimmigen Ratsbeschluss aus dem Jahr 1999 (!!) niedergeschlagen habe, sich zu 100% mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Alle seither ergriffenen Maßnahmen seien wirtschaftlich und in den Händen der Gemeinde selbst geblieben. Das habe nicht zuletzt zur kommunalen Wertschöpfung beigetragen. Gewies: „Wer jetzt noch nicht mit der Energiewende begonnen hat, handelt zum Nachteil der eigenen Gemeinde.“ Denn die Energiewende sei ein ungeheurer wirtschaftlicher Faktor. Und wenn die Menschen, die vor Ort wohnen, von den Energiewende-Projekten selbst profitieren, dann sind sie dafür auch leichter zu gewinnen. Die Umsetzungsplanung müsse vor Ort selbst erstellt werden und die jeweiligen spezifischen Verhältnisse berücksichtigen. Die Finanzierung könne zu einem Großteil von den Bürger/inne/n selbst übernommen werden. Für größere Investitionen empfahl Gewies Genossenschaften, GmbHs oder Mischformen. In den letzten Jahren wurden so in der Gemeinde über 10 Millionen Euro in Erneuerbare und Energieeinsparung investiert und damit die lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufe ganz erheblich und spürbar gefördert. Das Geld dafür stammt überwiegend und direkt von verantwortungsbewussten Bürger/inne/n aus dem nahen Umkreis.
Weitere Informationen:
http://www.furth-bei-landshut.de/92-0-Energie.html
http://www.furth-bei-landshut.de/95-0-Further-Energiekonzept.html
Erich Maurer stellte mit dem Energienutzungsplan ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen vor. Er empfahl dringend, ein so komplexes Thema wie die Bestands- und Potenzialanalyse nicht von der Kommune selbst erstellen zu lassen, sondern dafür externen Sachverstand einzuholen. Sehr wichtig, wenn auch relativ schwierig sei es, dabei auch Gewerbe und Industrie einzubeziehen. Und: Stadt und Land müssten unbedingt zusammenarbeiten, um die unterschiedlichen Potentiale gemeinsam zu erschließen. Es genüge nicht, "Inseln der Glückseligkeit" zu schaffen, auf denen die Versorgung mit erneuerbaren Energien doppelt oder dreifach erreicht wird, sondern es müssten größere Verbünde geschaffen werden. Auch Maurer sieht in den örtlichen Verbrauchsschwerpunkten den wesentlichen Ansatz- und Ausgangspunkt sowohl für Maßnahmen für eine bessere Energieeffizienz als auch für den Einsatz erneuerbarer Energien. Die eigenen Liegenschaften der Kommune haben dabei für ihn Vorzeige- und Vorbildcharakter.
Weitere Informationen: Präsentation von Erich Maurer als PDF-Datei
Leitfaden Energienutzungsplan
Wolfdieter von Trotha skizzierte den Beitrag, den genossenschaftliche Konzepte bei der Umsetzung der Energiewende leisten können. So ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg bei den Energiegenossenschaften zu verzeichnen, vor allem im Bereich Photovoltaik und Wärmeversorgung. 2011 wurde die erste Windgenossenschaft gegründet. In Bayern gibt es mittlerweile 127 Energiegenossenschaften – Tendenz steigend. Als demokratische Eigentumsform, in der jedes Mitglied unabhängig von der Höhe der Kapitalbeteiligung eine Stimme hat, bietet sich die Genossenschaft zur Einbindung bürgerlichen Engagements bei der Energiewende an. Durch unterschiedliche Gestaltung der Genossenschaftsstruktur ist es auch möglich, Kommunen und evtl. Regionalversorger wie auch die Bürger/innen einzubinden. Es besteht großes Potenzial für mehr Energie-Genossenschaften zur Umsetzung der regionalen Energieautarkie. Für jedes Energiethema existiert eine vorteilhafte genossenschaftliche Konzeption.
Weitere Informationen: Präsentation von Wolfdieter von Trotha als PDF-Datei
http://www.gv-bayern.de/GVB-Site/Public/Genogruendung/Homepage
Genossenschaftsverband Bayern: Gestaltung der Energiewende nach genossenschaftlichen Prinzipien
Irina Rau gab einen interessanten Überblick über die Ergebnisse von Forschungsprojekten, die sich mit der Akzeptanz von Energiewende-Projekten von Seiten der Bürger/innen befassten. Grundsätzlich ist diese Akzeptanz sehr groß: 70,7 % befürworten solche Projekte, 10,8 % engagieren sich sogar aktiv für deren Umsetzung. Dagegen werden sie nur von 15,3 % abgelehnt und von 3,2 % mit aktivem Widerstand begleitet. Je nach der angewandten Technologie, dem Standort und den spezifischen Planungsverfahren kann die Akzeptanz jedoch durchaus unterschiedlich ausfallen. Die Transparenz des Planungsverfahrens ist für die Akzeptanz von besonders großer Bedeutung. Auch Bürgerinitiativen spielen eine wichtige vermittelnde Rolle, weil sie als Ansprechpartner großes Vertrauen genießen. Auch die Frage der regionalen Gerechtigkeit ist für die Akzeptanz von großer Bedeutung. Es empfiehlt sich deshalb zum einen eine möglichst frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung am Planungsprozess auch durch informelle Verfahren. Außerdem sollte deutlich gemacht werden, dass solche Projekte für die Region von wirtschaftlichem Vorteil sind. Die Untersuchungen zeigen ganz deutlich, dass die Opposition gegen Energiewende-Projekte am stärksten ist, wenn auswärtige Initiatoren ohne wirkliche Bürgerbeteiligung handeln und eigenen Profit generieren wollen. Haben jedoch glaubwürdige Kräfte der heimischen Region Planung, Betrieb und Ökonomie in der Hand, steigt die Akzeptanz wesentlich; damit ist meist auch die Perspektive günstigerer Strompreise verbunden.
Weitere Informationen: Präsentation von Irina Rau zum Herunterladen
Irina Rau/Götz Walter/Jan Zoellner: Wahrnehmung von Bürgerprotesten im Bereich erneuerbarer Energien - Von NIMBY-Opposition zu kommunaler Emanzipation. Umweltpsychologie 2/11, S. 37-51
Aktivität und Teilhabe – Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Beteiligung steigern. Projektabschlussbericht
http://www-e.uni-magdeburg.de/upsy/akzeptanz/index.php
Claudia Bosse und Markus Büchler beschäftigten sich v.a. mit den Zielkonflikten zwischen Landschafts- und Naturschutz auf der einen und dem Einsatz erneuerbarer Energien auf der anderen Seite. Man müsse dabei die emotionale Bindung viele Bürger/innen an die Landschaft, die stark mit Identitäts- und Heimatgefühlen verbunden sei, ernst nehmen. Zu bedenken sei aber auch, dass es in unseren Regionen sicherlich keine echte Naturlandschaft mehr gibt, sondern eine Kulturlandschaft. Und diese habe sich schon immer verändert und werde sich natürlich auch durch Energiewende-Projekte weiter verändern. Zudem - so Büchler – ist die Energienutzung schon immer ein selbstverständlicher und auch landschaftsprägender Landschaftsbestandteil (z.B.: AKW, Kohlekraftwerke und Braunkohleabbau, Stromtrassen, Wasserkraftnutzung). Da es eine grundsätzliche Sympathie für die Energiewende gibt, kommt es v.a. auch darauf an, etwaige Irrtümer und Vorurteile gegenüber bestimmten EE-Projekten auszuräumen und die Vorteile gerade für die jeweiligen Regionen (Wertschöpfung vor Ort) herauszuarbeiten. Wichtig: Wenn die Bürger/innen selbst beteiligt sind, dann erhöht das die Akzeptanz erheblich.
Weitere Informationen: Präsentation von Markus Büchler und Claudia Bosse zum Herunterladen
Leitfaden zur Zulassung von Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen. Anregungen für Gemeinden
Positionspapier zur Windenergie im Landkreis Freising
Weiterentwicklung der BN-Positionen zu Erneuerbaren Energien in den Bereichen Photovoltaik-Freiland-Anlagen und Windkraftwerken
Johann Gerdenitsch befasste sich – am Beispiel der „Solar- und Denkmalstadt“ Fürth mit dem Zielkonflikt zwischen Denkmalschutz und Solaranlagen. In Fürth ist dies v.a. deshalb ein Problem, weil große Teile der Innenstadt als Einzeldenkmäler oder im Ensemble unter Denkmalschutz stehen. Zwar ist es in Fürth dennoch gelungen Solaranlagen mit 15 MW Leistung zu installieren. Aber die Konflikte mit dem Denkmalschutz waren vorprogrammiert und wurden in aller Regel zuungunsten der energetischen Nutzung „gelöst“. So wurde die Gewinnung von Sonnenstrom vom Rathausdach nicht genehmigt. Im Ortsteil Unterfarrnbach dagegen konnten trotz des Ensembleschutzes viele Solardächer auf den von der Straße abgewandten Dachseiten installiert werden (v.a. auf Scheunen und Ställen in diesem landwirtschaftlich geprägten Ortsteil, aber auch auf einigen Wohngebäuden). Gerdenitsch zeigte sich enttäuscht, dass es bisher nicht gelungen sei, den Denkmalschutz von der Denkmalverträglichkeit von Solaranlagen zu überzeugen, appellierte jedoch, den Kampf noch nicht aufzugeben.
Weitere Informationen: Präsentation von Johann Gerdenitsch als PDF-Datei
Johann Gerdenitsch: Solar- und Denkmalstadt Fürth. Konflikte zwischen Solarenergienutzung und historischem Städtebau. In: DIFU (Hrsg.): Klimaschutz und Denkmalschutz. Schutz für Klima und Denkmal – kommunale Praxisbeispiele zum Klimaschutz bei denkmalgeschützten Gebäuden. DIFU. Köln 2011, S. 55-64
Literaturhinweise - Materialien - Links:
Helmut Bröll: Baurechtliche Erleichterungen für energetische Maßnahmen an Gebäuden. In: Bayerischer Gemeindetag 2/2012, S. 66-68
DIFU (Hrsg.): Klimaschutz und Denkmalschutz. Schutz für Klima und Denkmal – kommunale Praxisbeispiele zum Klimaschutz bei denkmalgeschützten Gebäuden. DIFU. Köln 2011 (auch als PDF-Datei zum Herunterladen!)
Wolfgang George/Thomas Berg (Hrsg.): Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben. Pabst, Lengerich/Berlin/Wien 2011
Bernd Hirschl/Steven Salecki/Timo Böther/Katharina Heinbach: Wertschöpfungseffekte durch Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg. Endbericht. Berlin 2011
Stefan Pützenbacher: Erneuerbare Energien vs. Denkmalschutz. Steht das Denkmalschutzrecht dem Umweltschutz entgegen? In: Publicus 2012.2, S. 18f.
Andreas Schröder/Pao-Yu Oei/Christian v. Hirschhausen/Clemens Gerbaulet: In Ruhe planen: Netzausbau in Deutschland und Europa auf den Prüfstand. In: DIW Wochenbericht 20/2012, S. 3-12 (auch zum Herunterladen als PDF-Datei!)
Umweltbundesamt: Aufbruch ins neue Zeitalter – Elemente einer nachhaltigen Energieversorgung. In: Schwerpunkte 2012
http://relaunch.100-prozent-erneuerbar.de/
http://www.100-ee-kongress.de/
http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/index.php
http://www.bioenergiedorf.info/
http://www.kommunal-erneuerbar.de/
http://www.wege-zum-bioenergiedorf.de/
http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de/67.html
ReferentInnen
Claudia Bosse
Dipl.-Ing., Landschaftsarchitektin, Gemeinderätin, Neufahrn
Grontmij GmbH Raum & Umwelt München, Valpichlerstr. 49, 80686 München, Fon: (089) 889497-76
E-Mail: claudia.bosse@grontmij.de
Internet: http://www.grontmij.de/DE/Muenchen/Pages/muenchen.aspx
Markus Büchler
Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur, M.A. Geschichte und Philosophie, Mitarbeiter bei Dr. Anton Hofreiter MdB
slius GmbH - Werkstatt für Webdesign & Grafik, Freisinger Str. 7, 85764 Oberschleißheim, Fon: (089) 31597215, Fax: (089) 31594561
E-Mail: buechler@slius.de
Internet: www.slius.de
Johann Gerdenitsch
Dipl.-Ing., Solarbeauftragter der Stadt Fürth, Amt für Umweltplanung, Abfallwirtschaft und städtische Forste
Königsplatz 2, 90762 Fürth, Fon: (0911) 974-1250, Fax: (0911) 974-1252
E-Mail: johann.gerdenitsch@fuerth.de
Dieter Gewies
1. Bürgermeister, Furth bei Landshut, GRIBS-Vorstand
Am Rathaus 6, 84095 Furth, Fon: (08704) 9119-27
E-Mail: dieter.gewies@vg-furth.de
Internet: http://www.furth-bei-landshut.de/
Ludwig Hartmann
MdL, energiepolitischer Sprecher Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Stadtrat, Landsberg/Lech
Maximilianeum, 81627 München, Fon: (089) 4126-2989
E-Mail: ludwig.hartmann@gruene-fraktion-bayern.de
Internet: http://www.ludwig-hartmann.de/ und http://www.gruene-fraktion-bayern.de/abgeordnete/ludwig-hartmann
Erich Maurer
Geschäftsführer, Energieagentur Nordbayern
Geschäftsstelle Nürnberg, Landgrabenstr. 94, 90443 Nürnberg, Fon: (0911) 994396-0, Fax: (0911) 994396-6
E-Mail: maurer@ea-nb.de
Internet: www.energieagentur-nordbayern.de
Dr. Peter Pluschke
Dipl.-Chemiker, Dr. rer. nat., Umweltreferent, Stadt Nürnberg, Lenkungskreis Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN)
Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
Internet: http://www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/
Irina Rau
Dipl.-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsgruppe Umweltpsychologie an der Universität des Saarlandes, Außenstelle an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fon: (0391) 811-153
E-Mail: irina.rau@fg-upsy.com
Internet: www.fg-umwelt.de
Wolfdieter von Trotha
Gründungsberatung, Genossenschaftsverband Bayern e. V.
Türkenstraße 22-24 80333 München, Fon: (089) 2868-3562, Fax: (089) 2868-3575
E-Mail: gruendungsberatung@gv-bayern.de
Internet: www.gv-bayern.de
Veranstaltungsort
Abensberg
Partner
GRIBS-Bildungswerk e.V.
Art der Veranstaltung
Tagung
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10.05.2012 - 14:00 bis 11.05.2012 - 15:30
Das baukulturelle Erbe unserer Städte unterliegt vielfältigen Ansprüchen Dritter: der ökonomischen Verwertung, der energetischen Ertüchtigung, der adäquaten Nutzung für die Stadtbürger, um nur einige zu nennen. All dies löst städtebauliche Spannungen aus und - planerisches Handeln. Konzepte für die Zukunftsfähigkeit der historischen Städte im Sinne einer Erhöhung der Alltagstauglichkeit jenseits einer Festivalisierung sind gefragt.
Im Mittelpunkt der Tagung steht deshalb die Frage der planerischen Bewältigung von Problemen des gesellschaftlichen Wandels in Städten mit starkem historischen Kontext.
Bamberg wurde als Tagungsort gewählt, weil diese Stadt nicht nur exemplarisch für eine typische deutsche Welterbestadt steht, sondern weil hier 2012 die Landesgartenschau stattfindet, die die die Frage einer Nachnutzung einer Industrieanlage stellt, die bedeutendes Beispiel der industriellen Architekturggeschichte der Stadt war.
Das detaillierte Programm der Tagung können Sie dem Aussschreibungsflyer entnehmen, den Sie sich als PDF-Datei herunterladen können.
Empfohlene Weblinks
www.srl.de/dateien/dokumente/de/programmflyer_hjt_bamberg.pdf
ReferentInnen
Dr. Ulrike Laible, Welterbemanagement Bamberg
Carola Neugebauer, TU Dresden
Hathumar Drost, Transferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz, Potsdam
Harald Lang, Leiter Stadtplanungsamt Bamberg
Peter Boie, SES Stadtentwicklungsgesellschaft Stralsund GmbH
Dr. Ulrike Wendland, Landesamt für Denkmalpflege, Halle
Nadya König-Lehrmann, Geschäftsstelle des Zweckverbands Oberes Mittelrheintal
Richard Mühlmann, Projektleiter Welterbekoordination, Stadt Regensburg
Dr. Marta Doehler-Behzadi, BM für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin
André Zaman, LUWOGE, Ludwigshafen
Kerstin Camenisch, Geschäftsführerin Stiftung Ferien im Baudenkmal, Zürich
Michael Bräuer, Architekt, Rostock
Veranstaltungsort
Bamberg, Gelände der Landesgartenschau
Kosten
SRL-Mitglieder 120 EUR / Nichtmitglieder: 190 EUR / Studierende SRL-Mitglieder: 60 EUR - In den Tagungsgebühren enthalten ist das Catering während der Tagung, das Buffet am Abend des 10. Mai sowie eine Dreitageskarte für die Landesgartenschau.
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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09.05.2012 - 19:30
Die Paasauer Neue Presse berichtete am 11. Mai über unsere Veranstaltung - wir zitieren im Folgenden den Bericht:
Fassade, Intrigen, Macht
Über den Alltag in der Kommunalpolitik
Von Stella Smentek
Zwei rote Ampeln auf dem Weg zur Arbeit – eigentlich kein Drama. Doch auf so mancher Bürgerversammlung wird das zum Thema Nummer Eins. "Es ist wirklich armselig, was ich auf solchen Veranstaltungen bereits erlebt habe", verrät Eva Leipprand. Das soll sich ändern.
Deshalb hat die Grünen-Politikerin ein Buch geschrieben, in einer Lesung hat sie dies am Mittwochabend in der Europa-Bücherei vorgestellt. "Politik zum Selbermachen. Eine Gebrauchsanweisung." Hier beschreibt die 65-Jährige, die von 2002 bis 2008 Augsburgs erste grüne Kulturbürgermeisterin war, den Alltag in der deutschen Kommunalpolitik. Ein Bericht von der Basis.
"Ich bin selbst als Quereinsteigerin in die Politik gekommen und möchte in diesem Buch meine Erfahrungen schildern", so Leipprand. Von der ersten Sitzung im Ortsverein über den Wahlkampf bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse – die Politikerin beschreibt die täglichen Arbeitsabläufe "sehr anschaulich", wie Stimmen aus dem Publikum anerkennend bemerken.
Bei Leipprand kommen auch die zahlreichen Hürden nicht zu kurz – Fassade, Intrigen, Macht. "Die Realität ist manchmal unglaublich", weiß die ehemalige Gymnasiallehrerin.
Macht Politik dann überhaupt Spaß? "Auf jeden Fall", entgegnet Leipprand, "es betrifft ja auch jeden von uns." Der Leser darf in ihrem Buch selbst aktiv werden. In den jeweiligen Kapiteln werden alltägliche Geschehnisse dargestellt, am Ende steht dann die Frage: Was würdest du tun? Vier Antwortmöglichkeiten gibt es, einen Lösungsteil auch. Bestens informiert, steht der Karriere in der Kommunalpolitik nun nichts mehr im Wege. Doch wozu sollten sich die Bürger überhaupt politisch beteiligen? "Es ist fahrlässig, sich im Sessel zurückzulehnen und nur über die Politiker zu schimpfen", so die Autorin. "Immerhin bestimmen sie über uns." Und die meisten Entscheidungen seien immer noch von der Basis abhängig.
Klar, alle Wähler werden niemals zufrieden sein. "Es können eben nicht alle gleichzeitig eine grüne Ampel haben", sagt Leipprand, "sonst funktioniert das System nicht mehr."
ReferentInnen
Eva Leipprand wurde 1947 in Erlangen geboren und ist in Nürnberg und München aufgewachsen. Sie studierte Anglistik und Geschichte in Würzburg und München, war dann Gymnasiallehrerin in Stuttgart. Seit 1989 lebt sie in Augsburg und war (von 2002 bis 2008) die erste grüne Kulturbürgermeisterin der Stadt. Sie arbeitet als freie Autorin und Literaturkritikerin und ist stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion.
Eva Leipprand ist außerdem Mitglied im Stiftungsrat der Petra-Kelly-Stiftung und sitzt auch in unserer Mitgliederversammlung.
Veranstaltungsort
Passau
Partner
Europabücherei Passau
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26.04.2012
Die Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung der demokratischen Kultur, für mehr Partizipation, für Transparenz und Offenheit bei Planungsverfahren, auch und gerade bei Infrastrutkur-Projekten. So lassen sich die Ergebnisse unserer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Nürnberger Eckstein zusammenfassen.
Stine Marg vom Göttinger Institut für Demokratieforschung berichtete über die Ergebnisse einiger empirischer Studien (die wichtigsten Ergebnisse finden sich in der Präsentation, die Sie als PDF-Datei herunterladen können), die sich mit der Analyse aktueller Protestbewegungen befasst hatten. Knapp zusammengefasst handelt es sich bei der Mehrzahl der dort aktiven Menschen um eher ältere, überdurchschnittlich gut ausgebildete Menschen mit gesichertem Einkommen und meist längerer Protesterfahrung. Grün-Wähler sind unter ihnen deutlich überrepräsentiert. Insgesamt handelt es sich überwiegend um besserverdienendes Bürgertum, Arbeiter sind höchst selten. Obwohl in den Protestbewegungen ein deutliches Bekenntnis zu demokratischen Werten feststellbar ist, gibt es gleichzeitig aber auch eine große Skepsis gegenüber der Funktionsweise der politischen Institutionen und große Unzufriedenheit mit den handelnden Politikern. Dem korrespondiert ein großer Wunsch nach Ausweitung der demokratischen Partizipation.
Stine Marg warnte aber davor, zusätzliche oder verstärkte Beteiligungsangebote als Erfolgsgaranten gegen anzusehen, die ein aufkommen von Protestbewegungen von vornherein vermeiden würden. Zudem würden diese Beteiligungsangebote nur selektiv von bestimmten Bevölkerungsschichten wahrgenommen. Es stelle sich deshalb die Frage, was mit denen passiere, die dabei „außen vor“ blieben. Auch Volks- und Bürgerentscheide sind ihrer Ansicht nach keine Allheilmittel, da dabei oft sehr komplexe Sachverhalte auf Ja-/Nein-Fragen verkürzt werden müssten.
Weitere Informationen:
Stine Marg: Alles nur Nimbys?
Göttinger Institut für Demokratieforschung: Stuttgart 21 nach dem
Schlichtungsverfahren. Ergebnisse einer zweiten Untersuchung zu den Protesten gegen Stuttgart 21 (PDF-Datei)
Göttinger Institut für Demokratieforschung: Die Proteste gegen den Flughafen Berlin Brandenburg (BER/BBI). Eine explorative Analyse der Protestteilnehmer (PDF-Datei)
Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, sprach sich demgegenüber sehr dezidiert für eine Verbesserung der Partizipation der BürgerInnen aus. Gerade bei den brennenden Zukunftsfragen sei es wichtig, die Kompetenz der BürgerInnen ganz bewusst einzubeziehen. Ganz entscheidend sei dabei, dass faire Verfahren zum Einsatz kämen. Eine so geartete bessere Partizipation sei schon an sich eine echte Innovation. Und mit ihrer Hilfe könne die anstehende Frage angegangen werden, was denn im 21. Jahrhundert als zukunftsfähige Infrastruktur betrachten werden müsse.
Für Bause ist eine entscheidende Voraussetzung gelingender Partizipation, dass die BürgerInnen alle notwendigen Informationen so frühzeitig wie möglich zur Verfügung gestellt werden. Transparenz und Offenheit auf Seiten der Verwaltung und der Politik seien unabdingbar. Nur auf diese Weise könne das Misstrauen, das derzeit oft noch das Verhältnis zwischen Planenden und Betroffenen beherrsche, nachhaltig abgebaut werden. Ein Informationsfreiheitsgesetz, das den BürgerInnen das Recht auf diese Informationen einräumt, nannte Margarete Bause einen ganz wichtigen Schritt auf diesem Weg.
Sie empfahl, öfters auf das Verfahren der Planungszelle zurückzugreifen, mit dem ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt auf der Basis optimaler Fachinformationen Lösungswege für Probleme ausarbeiten könne, bei denen sich die Politik oft überfordert zeige. Allerdings müssten so zustande gekommene Ergebnisse von der Politik auch ernst genommen werden. Wenn partizipativ gewonnene Empfehlungen dagegen in der Schublade verschwinden, würde sich dies demotivierend auf die BürgerInnen auswirken.
Verbesserte Verfahren und faire Regeln bei der Bürgerbeteiligung könnten – so das Fazit von Margarete Bause – zu einer veränderten Planungskultur führen, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhe und so eine befriedende Wirkung habe.

ReferentInnen
Veranstaltungsort
Nürnberg
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
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21.04.2012 - 10:00 bis 17:30
Politikmanagement-Grundlagenseminar
Was nützen die besten Ideen, die besten Programme, die besten Veranstaltungen, wenn die Öffentlichkeit nichts davon erfährt? Gefragt ist also eine gewisse Professionalität in der Selbstdarstellung, aber auch die Fähigkeit, mit den Medien-Macher/inne/n erst einmal ins Gespräch zu kommen.
Unser Seminar gibt Hilfestellung für eine gezielte und überzeugende Öffentlichkeitsarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Inhalte:
- Blick hinter die Kulissen der Redaktionsbüros.
- Tipps für die inhaltliche und äußere Gestaltung von Pressemitteilungen und Berichten.
- Schreibübungen mit individuellem Feedback.
ReferentInnen
Ulrich Graser
Redakteur, Nürnberger Nachrichten
Veranstaltungsort
München, Grünes Stadtbüro, Sendlinger Str. 47
Kosten
40,-/30,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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24.03.2012 - 10:00 bis 17:30
Wer sich in Initiativen, Vereinen, Verbänden und Parteien engagiert, der tut dies in aller Regel ehrenamtlich. Doch die Mitglieder, aber auch die Öffentlichkeit erwartet von solchen Initiativen und Organisationen professionelle Arbeit. Dies gilt insbesondere für die jeweiligen Vorstandsmitglieder. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen, aber auch der Zeitaufwand.
Unser Seminar trägt dazu bei, Klarheit in die Strukturen, Ziele und Inhalte des ehrenamtlichen Engagements und der Vorstandsarbeit zu bringen. Themen können – je nach Interesse und Bedarf der Teilnehmenden – dabei sein: Aufgabenverteilung, Teamarbeit, Zeitmanagement, effektive Gestaltung von Sitzungen, Innen- und Außendarstellung der Organisation, Mitgliederwerbung und -betreuung.
Das Seminar wendet sich an Vorstandsmitglieder, aber auch an andere Engagierte in Politik und Verbandsarbeit, vor allem auch an in der Kommunalpolitik engagierte Menschen. Es eignet sich auch alle an einer solchen Arbeit Interessierten, die sich frühzeitig fit machen wollen für ihr Engagement.
Ziel des Seminars ist es, Anregungen und Vorschläge für die konkrete Gestaltung des eigenen Engagements zu vermitteln. Patentrezepte aber gibt es nicht und dürfen auch nicht erwartet werden.
Veranstaltungsnummer: 3-12-07
ReferentInnen

Peter Gack
Dipl.-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer GRIBS-Kommunalbüro, Stadtrat, Bamberg

Dr. Gerd Rudel
Politologe, Bildungsreferent, Petra-Kelly-Stiftung, Bamberg
Veranstaltungsort
Würzburg, Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1
Kosten
40,-/erm. 30,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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21.03.2012 - 19:30
Lesung mit Eva Leipprand
Einsichten einer kommunalpolitischen Insiderin
„Ja, so erleben wir das hier in Fürth auch!“ – Das war die spontane Reaktion mancher Besucher/in nach der Lesung aus Eva Leipprands Buch „Politik zum Selbermachen“. Die grüne Stadträtin und ehemalige Bürgermeisterin aus Augsburg hatte – gleichermaßen lehrreich, unterhaltsam wie auch nachdenklich stimmend – die wichtigsten Kapitel aus ihrem kommunalpolitischen Insiderbericht vorgetragen.
Eva Leipprand war in die Buchhandlung Jungkunz nach Fürth gekommen, um ihre „Gebrauchsanweisung“ für die Kommunalpolitik in 22 Lektionen vorzustellen. Es ging um die ersten Schritte der „Seiteneinsteigerin“ in die Politik, wie sich die Autorin und Literaturkritikerin Leipprand selbst bezeichnete, um die Gedanken und Gefühle am Wahlabend, um die Frage, ob man als in die Stadtspitze gewählte Politikerin sich einen Dienstwagen „gönnen“ soll oder eben doch lieber nicht. Das Kapitel über ihre Erfahrungen am Info-Stand ließ sie jedoch bewusst aus: „Ich will ja niemanden demotivieren, der sich vielleicht mit dem Gedanken trägt, in die Kommunalpolitik einzusteigen“, erklärte sie schmunzelnd. Am wichtigsten war Eva Leipprand das Kapitel, das sich mit dem „Bürgerwillen“ befasst. Der nämlich ist gar nicht so einfach zu begreifen, weil er sich allzu oft in widerstreitenden Aussagen von divergierenden Interessengruppen manifestiere. Das Gemeinwohl, der Blick auf das Stadtinteresse als Ganzes, komme dabei sehr oft zu kurz. Aber darum müsse es in der Kommunalpolitik – so ihr Plädoyer in der engagiert geführten Diskussion – letztlich immer gehen. Bürgerbeteiligung muss deshalb ihrer Meinung nach möglichst frühzeitig und mit offenen Formen (Planungszellen, runde Tische und ähnliches) durchgeführt werden. Gerade in diesem Punkte konnte sie sich der Zustimmung des Fürther Publikums sicher sein, das von den Erfahrungen im Zusammenhang mit den Planungen für die „Neue Mitte“ berichtete.

ReferentInnen
Eva Leipprand wurde 1947 in Erlangen geboren und ist in Nürnberg und München aufgewachsen. Sie studierte Anglistik und Geschichte in Würzburg und München, war dann Gymnasiallehrerin in Stuttgart. Seit 1989 lebt sie in Augsburg und war (von 2002 bis 2008) die erste grüne Kulturbürgermeisterin der Stadt. Sie arbeitet als freie Autorin und Literaturkritikerin und ist stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion.
Eva Leipprand ist außerdem Mitglied im Stiftungsrat der Petra-Kelly-Stiftung und sitzt auch in unserer Mitgliederversammlung.
Veranstaltungsort
Fürth
Partner
Buchhandlung Jungkunz, Fürth
Art der Veranstaltung
Lesung und Diskussion
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08.03.2012
Ein Konzept für lebenswerte öffentliche Straßenräume
Shared Space ist ein verkehrsplanerisches Konzept mit Zukunft – das ist das optimistische Fazit einer Tagung der Petra-Kelly-Stiftung und des Planerverbands SRL in der Würzburger Kolping-Akademie. Fast 100 Planer/innen, Kommunalpolitiker/innen, Verwaltungsfachleute und NGO-Mitglieder aus ganz Deutschland waren gekommen, um sich über die Philosophie dieses Verkehrskonzepts und die damit im In- und Ausland gemachten Erfahrungen zu informieren.
Sabine Lutz, langjährige Mitarbeiterin des Shared Space-„Erfinders“ Hans Mondermann, gab einen Überblick über die Gestaltungsgrundlagen und Ziele des Konzepts, das sich am besten als „Verkehrsraum für alle“ übersetzen lässt. Denn in Shared-Space-Bereichen wird der öffentliche Raum geteilt, alle Verkehrsteilnehmenden sind gleichberechtigt. Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme werden großgeschrieben, auf Verkehrzeichen wird weitgehend verzichtet. Ganz wichtig war Lutz die „Prozesshaftigkeit“ der Shared-Space-Idee: Es gehe dabei nicht darum, ein fertiges Konzept einfach umzusetzen, sondern es müssten Lösungen immer wieder optimiert werden, in steter Zusammenarbeit mit den Betroffenen und Beteiligten.
Die Präsentation von Sabine Lutz als PDF-Datei (ca. 7 MB)
Wie gut dieses Konzept auch in Großstädten mit hoher Verkehrsbelastung funktioniert, demonstrierte der Verkehrsplaner Dr. Michael Frehn am Beispiel Duisburgs. Dort wurden in den vergangenen Jahren der zentrale Opernplatz und mehrere Stadtteilzentren nach dem Shared-Space-Prinzip umgestaltet. Mit insgesamt sehr großem Erfolg, sowohl was die Verkehrssicherheit angeht als auch hinsichtlich der Akzeptanz bei der Bevölkerung.
Die Präsentation von Michael Frehn als PDF-Datei (ca. 8,5 MB)
Einen sehr pragmatischen und in mittlerweile zehnjähriger Praxis bewährten Weg zur Umsetzung des Shared-Space-Gedankens hat die Schweiz gefunden: die sog. „Begegnungszone“, die Thomas Schweizer, der Geschäftsleiter des Verbands „Fussverkehr Schweiz“ vorstellte. Drei einfache Regeln gelten dort: Tempo 20, Vorrang für die Fußgänger, die die gesamte Fläche benutzen dürfen, sowie Parken nur auf den dafür markierten Flächen. Diese Begegnungszonen haben sich in ganz unterschiedlichen städtebaulichen Situationen bewährt: in Wohngebieten ebenso wie auf zentralen städtischen Plätzen mit hoher Kfz-Belastung.
Die Präsentation von Thomas Schweizer als PDF-Datei (ca. 4,5 MB)
Text von Thomas Schweizer zu den Begegnungszonen (ca. 700 KB)
Ob und wie Shared Space in Deutschland straßenverkehrsrechtlich umgesetzt werden kann, steht im Mittelpunkt einer von der „Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen“ herausgegebenen Handreichung, die einer der Mitverfasser, der Verkehrsplaner Dr. Wolfgang Haller vorstellte. Seine Antwort war klar: Es geht und es ist sinnvoll, weil Shared Space die Aufenthaltsqualität stärkt und die Überquerbarkeit der Straßen verbessert. Aber das Konzept sollte nicht flächenhaft und nicht ohne eindeutige Regeln umgesetzt werden. Und eine Umgestaltung des Straßenraums ist für den Erfolg in der Regel Voraussetzung.
Präsentation von Wolfgang Haller als PDF-Datei (ca. 8,5 MB)
Text von Wolfgang Haller zu Shared Space in den Regelwerken (ca. 80 KB)
In der Praxis ist es allerdings immer noch vielerorts schwierig, Shared-Space-Pläne umzusetzen, wie Martin Kaufmann, Bürgermeister im baden-württembergischen Rudersberg, am Beispiel seiner Gemeinde deutlich machte. Er versucht seit einigen Jahren, eine Durchgangsstraße im Ortszentrum als Shared-Space-Bereich zu gestalten und muss dabei mit vielfältigen Widerständen vor allem in der Ministerialbürokratie kämpfen.
Die Präsentation von Marzin Kaufmann als PDF-Datei (ca. 3 MB)
Dass es aber auch viele optimistisch stimmende Beispiele für eine große Vielfalt von ganz verschiedenen und auf die jeweiligen städtebaulichen Gegebenheiten abgestimmten Shared-Space-Bereichen gibt, zeigte Jörg Thiemann-Linden vom Deutschen Institut für Urbanistik mit seiner abschließenden virtuellen Rundreise durch Deutschland, England, die Schweiz, Frankreich, Holland und Italien. Interessanterweise gibt es auch in Bayern, in dem die Staatsregierung dem Shared-Space-Gedanken eher distanziert gegenübersteht, etliche Beispiele für sehr gelungene Shared-Space-Umsetzungen. Thiemann-Linden verwies dabei auf Ingolstadt, Memmingen und Rosenheim sowie – im Bezirk Unterfranken – auf Aschaffenburg und Ochsenfurt.
Präsentation von Jörg Thiemann-Linden als PDF-Datei (ca. 6,5 MB)

Abschlussdiskussion mit allen Referent/inn/en - von links nach rechts: Dr. Michael Frehn, Thomas Schweizer, Dr. Wolfgang Haller, Katalin Saary (Moderation), Sabine Lutz, Jörg Thiemann-Linden, Martin Kaufmann.
Weitere Materialien und Literaturhinweise
Cornelius Bechtler u.a. (Hrsg.): Shared Space. Beispiele und Argumente für lebendige öffentliche Räume. AKP, Bielefeld 2010
Eine Rezension dieses Standardwerks finden Sie hier auf unserer Homepage.
Cycling Expertise I: Infrastructure. 4/2012: Shared Space (engl.)
Fussverkehr Schweiz: http://www.fussverkehr.ch/
Begegnungszonen in der Schweiz: http://www.begegnungszonen.ch/home/index.aspx
Stellungnahme der Bayerischen Staatsregierung zu Shared Space in Bayern (Juni 2010)
Jürgen Gerlach/Dirk Boenke/Jens Leven/Rob Methorst: Sinn und Unsinn von Shared Space – Zur Versachlichung einer populären Gestaltungsphilosophie
Jürgen Gerlach/Jörg Ortlepp/Heiko Voß : Shared Space - eine neue Gestaltungsphilosophie für Innenstädte? Beispiele und Empfehlungen für die Praxis
Shared Space. Raum für alle - Neue Perspektiven zur Raumentwicklung
Empfohlene Weblinks
In Verbindung stehende Veranstaltungen
Shared Space: Hoffnung für den öffentlichen Raum!?
ReferentInnen
Dr.-Ing.Michael Frehn
Planersocietät - Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation
Gutenbergstraße 34
44139 Dortmund
Fon: 0231/589696-10
Fax: 0231/589696-18
E-Mail: frehn@planersocietaet.de
Internet: http://www.planersocietaet.de/
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Haller
SHP Ingenieure
Plaza de Rosalia 1
30449 Hannover
Fon: 0511/3584 450
Fax: 0511/3584 477
E-Mail: W.Haller@shp-Ingenieure.de
Internet: www.shp-ingenieure.de
Martin Kaufmann
Bürgermeister
Gemeinde Rudersberg
Backnanger Str. 26
73635 Rudersberg
Fon: +49 (0)7183/3005-11
Fax: +49 (0)7183/3005-57
E-Mail: m.kaufmann@rudersberg.de
Internet: www.rudersberg.de
Sabine Lutz
SHARE Foundation, Groningen (NL)
Fon: 0031 6 4981 66 27
E-Mail: s.k.lutz@zonnet.nl
Thomas Schweizer
Fussverkehr Schweiz
Klosbachstrasse 48, 8032 Zürich
Fon: 043 488 40 32
E-Mail: thomas.schweizer@fussverkehr.ch
Internet: www.fussverkehr.ch
Jörg Thiemann-Linden
Dipl.-Geograf, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Arbeitsbereich Mobilität und Infrastruktur
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Fon: +49 (0)30-39001-138; Fax: +49 (0)30-39001-241
E-Mail: thiemann-linden@difu.de
Veranstaltungsort
Würzburg
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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14.01.2012 - 10:00 bis 17:00
Ein Workshop für MultiplikatorInnen
Das Seminar ist leider schon ausgebucht.
Im Jahr 2014 finden in Bayern die nächsten Kommunalwahlen statt. Dann sind wieder jede Menge Sitze in Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten zu besetzen.
Doch die Parteien tun sich immer schwerer, für diese Ehrenämter die notwendigen KandidatInnen zu finden und ihre Listen entsprechend aufzustellen.
Unser Workshop wendet sich an MultiplikatorInnen, die in den nächsten Monaten versuchen wollen, politisch interessierte für eine Kandidatur bei den nächsten Kommunalwahlen zu motivieren.
Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus "eckstein"
Kosten
Das Seminar ist leider schon ausgebucht!
Art der Veranstaltung
Tagesseminar
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