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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

24.01.2007

Renaissance der Atomenergie?

Zur Zukunft von Energie- und Umweltpolitik

Renaissance der Atomkraft? - Auf keinen Fall!

Dass es eine Renaissance der Atomenergie nicht geben wird, darin waren sich die beiden Referenten unserer gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg durchgeführten Veranstaltung einig. Das kam - jedenfalls im Falle von Dr. Klemens Gesell, der ja nicht nur Umweltbürgermeister in Nürnberg ist, sondern auch CSU-Mitglied - für etliche der Anwesenden doch etwas überraschend.

Im Folgenden dokumentieren wir die Präsentationen der beiden Referenten als PDF-Deateien zum unentgeltlichen Herunterladen.

Dr. Klemens Gsell: Energiepolitik und Klimaschutz in Nürnberg

Dr. Gerd Rosenkranz: Renaissance der Atomenergie?

ReferentInnen

Dr. Gerd Rosenkranz
Leiter Politik und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Umwelthilfe e. V., Berlin, Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"

Dr. Klemens Gsell
3. Bürgermeister, Umweltreferent, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Nürnberg

Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus "eckstein", Burgstr. 1-3


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg



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09.12.2006

Werte für den Wettbewerb

Unternehmer/innen in gesellschaftlicher Verantwortung

Widersprüche ausleuchten

Massenentlassungen bei steigenden Renditen, üppige Managergehälter und spektakuläre Firmenpleiten – mit den von vielen Unternehmen proklamierten ethischen Leitbildern und moralischen Standards will das nicht recht zusammenpassen.

Also einmal mehr nur Wortgeklingel der Marketingstrategen?

Die Debatte um Werte, Nachhaltigkeit und Verantwortung ist jedenfalls in vollem Gange und wird nicht zuletzt von den Unternehmen kräftig befeuert. Die Teilnehmenden der Tagung "Werte für den Wettbewerb" hatten am 9. Dezember 2006 in der Evangelischen Stadtakademie in München reichlich Gelegenheit, diese Entwicklung zu beleuchten und dabei insbesondere über Anspruch und Wirklichkeit unternehmerischen Handelns in und für die Gesellschaft zu diskutieren. 
"Der Graben zwischen Teilen der Wirtschaft und der Gesellschaft wird größer", stellte Andreas Buchner, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsverbandes UnternehmensGrün und Vertreter der Petra-Kelly-Stiftung, in seiner einführenden Begrüßung fest.

Viele Manager könnten die Empörung über ihre Entscheidungen und ihr Auftreten schlicht nicht nachvollziehen. Umgekehrt fehlt der Bevölkerungsmehrheit jedes Verständnis für eine allein auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmenspolitik. Diese Verständnislosigkeit auf beiden Seiten sei insofern problematisch, als Wirtschaft und Gesellschaft keine getrennten Sphären darstellten. So habe beispielsweise "eine familienfreundliche Personalpolitik gesellschaftliche Auswirkungen" – und zwar auch dann, wenn diese allein an den Unternehmensinteressen orientiert sei.

Dieser Einschätzung folgten auch die Vertreterinnen der beiden anderen veranstaltenden Organisationen. In ihren Grußworten betonten Jutta Höcht-Stöhr (Evangelische Stadtakademie München) und Ute Brümmer (Heinrich-Böll-Stiftung) beide die Notwendigkeit, Widersprüche in der Wertediskussion deutlich zu benennen, dabei aber die Interessen und Motive der Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft vorurteilsfrei zu untersuchen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. 

Gewinnstreben nicht amoralisch

Als einen wesentlichen Grund für die überzogenen Erwartungen an die Wirtschaft machte Prof. Dr. André Habisch von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die unreflektierte Übernahme der kantschen Pflichtethik für die Beurteilung ökonomischer Entscheidungen aus. Streben nach Umsatz und Gewinn seien nach dieser Sichtweise von vornherein moralisch bedenklich, während sich das Individuum als gesellschaftlicher Akteur stets auf ethisch sicherem Fundament bewegen könne.

Für Habisch handelt jeder Unternehmer oder Manager moralisch korrekt, wenn er für die Existenz und den Erfolg des Unternehmens notwendige Entscheidungen fällt und diese nicht im Widerspruch zu übergeordneten Normen wie der Rechtsordnung stünden. Dementsprechend seien auch gesellschaftliche Aktivitäten eines Unternehmens (Corporate Social Responsibility – CSR beziehungsweise Corporate Citizenship) zu beurteilen: "Dieses Engagement soll Wettbewerbsvorteile bringen." Allerdings müsse jedes Unternehmen einen optimierten Einsatz bringen, nötig seien "Professionalität, Offenheit und ständige Evaluation".

Insgesamt sieht Habisch einen steigenden Bedarf. Durch die Globalisierung induzierte Prozesse bewirken eine "Neujustierung öffentlicher Güter". Der Staat verliere als "Erzwingungsinstanz" zunehmend an Bedeutung. Von daher seien Bereiche wie Ausbildung, Kultur, Verkehr und regionaler Arbeitsmarkt als Betätigungsfelder einer aktiven Bürgergesellschaft prädestiniert. In anderen Ländern wie Dänemark, Niederlande oder USA habe die Bürgergesellschaft diese Rolle bereits erfolgreich übernommen. Trotz guter Ansätze gebe es in Deutschland noch einigen Nachholbedarf, nicht zuletzt, "weil den Politikern der Mut fehlt, Ansprüche der Bürger an den Staat zurückzuweisen".

In der folgenden Diskussion widersprachen mehrere Teilnehmende der Einschätzung, dass der Staat als Akteur ausfiele. Viele Probleme, auch auf internationaler Ebene wie der WTO, seien nur durch einen starken und handlungsfähigen Staat in den Griff zu bekommen. Für Habisch eine "typisch deutsche Antwort auf die Globalisierung", die die Bedeutung und die Möglichkeiten von CSR weit unterschätzt.

"Im Einklang mit der Natur"

Karl Ludwig Schweisfurth war Manager in der traditionellen Fleischverarbeitung ("Herta") und wandte sich schließlich von dort herrschenden Produktionsmethoden ab. Als Gründer und Inhaber der Hermannsdorfer Landwerkstätten (Glonn) stellt er heute nach streng biologischen Methoden her, auch seine bäuerlichen Lieferanten hat er auf diese Qualitätsgrundsätze verpflichtet.

Die Zuweisung persönlicher Verantwortung an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, deren Identifikation mit Produkten und dem Unternehmen und nicht zuletzt die Produkte selbst seien unter ethischen Gesichtspunkten, so Schweisfurth, per se wichtige Werte, die dem Leitprinzip "Bewahrung der Schöpfung" genügen müssten. Selbstverständlich ergäben sich daraus auch Vorteile auf dem Markt. Allerdings stellte Schweisfurth ebenso klar: "Hermannsdorf ist eine kapitalistische Veranstaltung".

Die Konzepte, da ist sich Schweisfurth sicher, lassen sich auch auf die Landwirtschaften der Entwicklungs- und Schwellenländer übertragen. "Das Argument der Agroindustrie, nur mithilfe von Dünger, Chemie und Gentechnik lasse sich die Menschheit ernähren, stimmt nicht". Denn der Hunger in vielen Regionen der Welt sei keine Frage des Angebots, sondern der ungerechten Verteilung.

Neue Einsichten

Die Teilnehmenden hatten nun im Folgenden Gelegenheit, in verschiedenen Foren Referentinnen und Referenten zu speziellen Themen zu hören. Dazu gehörten unter anderem die Bereiche Mitarbeiterbeteiligung, Standortwahl, unternehmerische Verantwortung und familiengerechte Personalpolitik.  In diesen Foren dominierte die Unternehmenspraxis, und dabei nahmen viele Teilnehmende neue Einsichten mit nach Hause – etwa bei der Frage, wie eine familienfreundliche Personalpolitik aussehen könne: Denn während sich der öffentliche Fokus und die Politik stark auf die Kinderbetreuung richtet, ist in vielen Unternehmen die Unterstützung kranker und betagter Angehöriger ein Thema von steigender Relevanz für die kurz- und mittelfristige Betriebsorganisation.

Auch das Thema "Mitarbeiterbeteiligung" – zum Zeitpunkt der Tagung wurde auf Bundesebene heftig über das Thema "Investivlohn" diskutiert – stellte sich bei näherer Betrachtung sehr viel differenzierter dar. Denn neben der Frage der Vergütung und Eigenkapitalbildung ist auch der Nutzen für den Unternehmenserfolg insgesamt zu bedenken: Stefan Fritz von der Gesellschaft für Innerbetriebliche Zusammenarbeit GmbH (Forchheim/Oberfranken) konnte dazu mit einigen interessanten empirischen Fakten aufwarten, etwa dass Unternehmen mit Beteiligung in der Regel einen signifikant höheren Umsatz haben, in Forschung und Entwicklung wesentlich innovativer sind und damit letztlich produktiver arbeiten. 
Vor überzogenen Erwartungen bei Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility warnte Petra Kinzl, Mitglied der Geschäftsleitung der betapharm Arzneimittel GmbH (Augsburg). "Erfolg ist nur schwer quantifizierbar", bei Investoren und Banken kann dies Probleme bereiten. Insgesamt hätten sich die CSR-Aktivitäten für das Unternehmen aber gelohnt. Es habe einen "spürbare Imageänderung bei Endkunden und im Handel gegeben".

Mythos Standort

Die Verlagerung von Unternehmensteilen oder der Firma insgesamt ins Ausland ist für viele Unternehmer und Manager in Zeiten globalisierter Märkte eine mögliche Alternative. Die Gründe für den Weggang sind unterschiedlich und reichen von niedrigeren Personalkosten, Steuern und Umweltstandards über die Nähe zu den Zielmärkten bis hin zur Inanspruchnahme von Fördermitteln oder Infrastrukturhilfen.

Dr. Thomas Gambke, Geschäftsführer Schott Electronics GmbH (Landshut), und Roland Stelzer, Geschäftsführer Elmerex – Gebrüder Elmer & Zweifel GmbH (Bempflingen), sahen beide Vorteile im Auslandengagement. Beide betonten aber, dass Steuervorteile und vermeintlich niedrigere Personalkosten den Blick auf andere Probleme verstellten. Dazu gehörten insbesondere Qualifikation der Mitarbeiter, kulturelle Barrieren, das Rechtssystem, Korruption und Kriminalität sowie die soziale und politische Stabilität insgesamt.

Bleibt die Zentrale im Deutschland, stelle sich darüber hinaus die Frage nach Vertrauenspersonen vor Ort, Betreuungsaufwand und Informationsfluss. Auch dass viele deutsche Banken dem Auslandengagement ihrer Geschäftskunden skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen, müsse bedacht werden.

Für Stelzer stoße das Auslandengagement gerade dort an Grenzen, wo ökologische Standards für die Produktqualität entscheidend sind. Hier habe es etwa bei potenziellen chinesischen Partnern immer wieder unüberbrückbare "mentale Differenzen" gegeben. Hinzu kämen historische Motive, die bei der Akzeptanz von Investitionen gerade in Osteuropa nicht zu unterschätzen seien. Gambke zu seinen Erfahrungen in Tschechien: "Die deutsche Geschichte kann einen dort auch heute noch schnell einholen".

Braucht der Mittelstand CSR?

Bei der von Bascha Mika, Chefredakteurin der "taz" (Berlin), moderierten Abschlussdiskussion wurde zunächst heftig über die Frage diskutiert, ob und gegebenenfalls wie lange ein Unternehmen mit unlauterem Auftreten gegen die öffentliche Meinung durchhalten könne. "Kurzfristig ja, langfristig wird das Unternehmen Probleme bekommen", meinte Gottfried Härle, Brauerei Clemens Härle (Leutkirch) und Mitglied im Vorstand von UnternehmensGrün. Prof. Dr. Hubert Kleinert, Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden, ehemals Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Hessen, bezweifelte dies hingegen: "Es gibt Gewöhnungseffekte", auch sei "das moralische Gefühl der Zeitgenossen nicht frei von Wankelmütigkeit".

In der Runde war man sich jedoch bald einig, man wolle als mittelständische Unternehmer nicht mit den "Großen" in einen Topf geworfen werden. Karl Ludwig Schweisfurth: "Wir dürfen den Ackermännern nicht das Bild vom Unternehmertum überlassen". Im Übrigen, so Markus C. Müller, ubitexx GmbH (München), Stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU), habe es der Mittelstand gar nicht nötig, durch spezielle CSR-Aktivitäten zu glänzen. "Manche Mittelständler bezeichnen irgendwann Dinge als CSR, die sie schon immer gemacht haben".

Gottfried Härle war diese Haltung dann doch zu unscharf, gesellschaftliches Engagement eines Unternehmens dürfe seiner Meinung nach durchaus hervorgehoben werden. "Hingegen sollte man gesetzeskonformes Verhalten nicht mit CSR verwechseln". So weit wollte sein Kollege Schweisfurth schon gar nicht gehen, "wer sich als Unternehmer anständig verhält, der braucht kein CSR". Für Müller hingegen ist unternehmerisches Handeln vor allem Verantwortung für das eigene Unternehmen, die sich nur mittelbar auf die Gesellschaft übertrage. Dazu gehörten auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: "Die Aufgabe des Unternehmers ist es nicht, Arbeitsplätze zu schaffen" – eine Position, die im Publikum nicht ohne Widerspruch blieb.

Wie weit die Politik auf das gesellschaftliche Engagement der Unternehmer bauen kann und sollte, diskutierte die Runde am Ende der Veranstaltung. Johannes Singhammer Mitglied des Bundestages für die CSU und Ministerialrat a.D., sieht die Politik durchaus im Zwiespalt: "Der Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, gleichzeitig aber auch die Leistungsfähigkeit der Untenehmen sichern". Gottfried Härle und Hubert Kleinert forderten von der Politik klare Grenzen bei der Abgabe von Aufgaben an die Unternehmen. Sonst bestehe die Gefahr, so Härle, dass beispielsweise ein Unternehmen das örtliche Theater unterstützt und am Ende den Spielplan bestimmt.


Partner

UnternehmensGrün

Heinrich-Böll-Stiftung

Evangelische Stadtakademie, München


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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11.11.2006

PPP - Zauberformel oder Scheinlösung?

Private Public Partnership in der Kommune

 

Grundlagen - Projekte - Perspektiven

PPP: Keine Zauberformel, sondern bestenfalls Einzelfall-Lösung

PPP-Projekte - das machten alle ReferentInnen sehr deutlich - sind keine Patentlösung für die Finanzprobleme der Kommunen. Nur Kommunen, die sich auch Investitionen in der herkömmlichen Weise leisten könnten, sind in der Lage, auf PPP zurückzugreifen. Denn auch mit PPP ist eine langfristige - allerdings sehr transparente - finanzielle Belastung verbunden.

Deshalb gilt: In jedem Einzelfall muss sorgfältig geprüft werden, ob PPP angewendet werden kann und wirtschaftlich günstiger ist als eine herkömmliche Investitionsfinanzierung.

Die im Seminar vorgestellten Beispiele - ein bereits realisiertes aus dem Bereich Sport und Freizeit und ein in der Planung befindliches aus dem Bereich Schulsanierung - verdeutlichten und veranschaulichten diese Einschätzung. Beide Beispiele zeig-ten auch, wie komplex die rechtliche und planerische Materie ist und wie groß die Anforderungen an die durchführenden Verwaltungen sind. 

Wir stellen Ihnen die Vorträge und Präsentationen als PDF-Dateien zur Verfügung:

Dr. Busso Grabow, Deutsches Institut für Urbanistik
Überblick über PPP-Projekte in Deutschland
Präsentation

Helge Pols, PPP Task Force im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen für PPP im Bund
Präsentation

Gabriele Engel, Ministerialrätin, Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern
PPP im staatlichen und kommunalen Hochbau in Bayern
Präsentation

Albrecht Müller, Stadtoberbaurat, Hochbauamt Stadt Freiburg
Schulsanierung in Freiburg mit PPP
Präsentation

Hubert Buhl, 1. Bürgermeister, Sonthofen
Kurz- und Familienfreizeitbad Sonthofen
Text und Präsentation

 



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11.10.2006

Stadt und Region im Umbruch

Handlungsmöglichkeiten - Gestaltungsoptionen - Modellprojekte

Städte, Gemeinden und ganze Regionen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Wirtschaftsstrukturen befinden sich im Umbruch, die Folgen des demographischen Wandels werden spürbar, die - "gefühlte" oder tatsächliche - Standortkonkurrenz als Folge der Globalisierung erfordert Reaktionen, soziale Segregationserscheinungen müssen bearbeitet werden - und das alles vor dem Hintergrund leerer Kassen. Stadt- und Regionalplanung müssen sich diesen Herausforderungen stellen - auf allen räumlichen Ebenen.

Unsere Tagung versuchte, Antworten auf diese komplexen Fragen zu finden, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zu geben. Anhand von konkreten Projekten und Modellvorhaben wurde die Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt, die Kommunal- und Regionalpolitik auch heute - unter zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen - noch hat.

Wir dokumentieren die Beiträge der Tagung als PDF-Dateien.

Rainer Bohne, Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung, Geschäftsführer SRL, Berlin
Die Gestaltung der schrumpfenden Stadt - ein Überblick
Vortragstext und Tabellen

Ostthüringen - Anpassungsstrategien für ländliche Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang

Christoph Bachmann, FB Stadtplanung, Stadtentwicklung und Landschaftsplanung, Stadt Borken
Schwalm-Eder-West - eine heterogene Region baut um
Präsentation

Stefanie Rohbeck, Fachbereich Zentrale Verwaltung und Stadtentwicklung, Dietzenbach
Dietzenbach 2030 - definitiv unvollendet
Präsentation und Vortragstext

Hans-Dieter Weber, IBA-Koordinator, Merseburg
Merseburg: neue Milieus - neue Chancen
Präsentation

Heike Brückner, Landschaftsarchitektin, IBA-Büro, Dessau
"Zukunft hat in Dessau Tradition"
Präsentation

Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Bremen
Wilhelmshaven - Kooperation beim Stadtumbau
Präsentation

Dr. Albrecht Göschel, langjähriger DIFU-Mitarbeiter, Berlin
Konsequenzen für die kommunale Planungspraxis
Impulsreferat


Partner

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung


Art der Veranstaltung
Tagung



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11.09.2006

Alt - agil - aktiv!

Leben und Wohnen im Alter

Deutschland wird älter - daran besteht kein Zweifel. Es wird mehr alte Menschen geben, darunter viele Hochbetagte, aber auch "Senioren und Seniorinnen", die agil, fit und unternehmungslustig sind. Leben und Wohnen im Alter - das wird in Zukunft vielfältig und facettenreich sein. Das klassische Alten- und Pflegeheim ist für die wachsende Gruppe älterer Menschen in Deutschland keine attraktive Zukunftsaussicht. Die meisten wollen auch im hohen Alter möglichst selbstbestimmt leben und wohnen, am besten in den eigenen vier Wänden.

Unsere Tagung beschäftigte sich mit den verschiedenen alternativen Wohnformen und stellt konkrete Praxismodelle vor, die den individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werden wollen. 

Wir dokumentieren die uns vorliegenden Beiträge der Tagung als PDF-Dateien.

Holger Adolph, Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin
Unser Bild des Alters - Lebensformen im Wandel
Präsentation und Vortragstext

Andrea Rau, Institut für Mobilität & Verkehr (imove), TU Kaiserslautern
mobil & barrierefrei - Altsein im öffentlichen Raum
Präsentation

Heike Skok, Dipl. Soz.
Alter(n) und Geschlecht
Präsentation

Sonja Thiele, SIMBA, Germering
Betreutes Wohnen
Präsentation

Klaus Wuttig, Seniorenforschungsgruppe SENTHA, TU Berlin
Senioren und Technik
Präsentation

Petra Hüttner, Senioren- und Stiftungsamt, Regensburg
Füreinander und Miteinander Miteinander - Engagement im Alter
Präsentation

Rudi Schmid-Geiger, Dipl.-Sozioalpädagoge, Stadt Amtzell
Jung und Alt gemeinsam
Präsentation

Marita Gerwien, Seniorennetzwerk, Stadt Arnsberg
Engagement im Alter: konkret
Präsentation





 


Partner

Akademie für Politische Bildung Tutzing


Art der Veranstaltung
Tagung



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12.05.2006

Energie in der Kommune

Effizient - dezentral - regenerativ !

 

Kommunalpolitischer Kongress

Energie der Zukunft: effizient und erneuerbar

Ein Umsteuern in der kommunalen Energiepolitik nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der lokalen Wirtschaft

Die Tage von Uran, Kohle, Erdöl und Erdgas sind gezählt, deshalb muss Energie effizient genutzt und baldmöglichst auf der Basis erneuerbarer Energiequellen erzeugt werden. Das war das Fazit einer energiepolitischen Tagung, zu der sich am vergangenen Wochenende mehr als 70 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auf Einladung des GRIBS-Bildungswerks und der Petra-Kelly-Stiftung im Bildungshaus der Karmeliten in Bamberg trafen. Die vorwiegend grünen und grünnahen Kreis-, Stadt-, und Gemeinderäte lernten dabei vorbildliche Energieprojekte aus ganz Deutschland kennen.

Das ausführliche Auftaktreferat hielt MdB Hans-Josef Fell, energiepolitischer Experte der grünen Bundestagsfraktion. Er stellte die weltweiten Zusammenhänge der Energieträger dar, ebenso wie die Situation in Deutschland und die Möglichkeiten der zukünftigen Energieerzeugung. Er berichtete, dass derzeit die nachwachsenden Rohstoffe einen ernormen "Aufwind" erfahren; z.B. werden vermehrt "Plastik"-Tüten aus Maisstärke verwendet, diese sind zudem auch noch lt. der Verpackungsverordnung DSD-gebührenfrei. Aufgrund des ständig steigenden Ölpreises werden immer mehr Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder mit regenerativen Energien wirtschaftlich. Dem kann sich auch kein Kreis-, Stadt- oder Gemeinderat mehr entziehen. Hans-Josef Fells Empfehlung: früher abgelehnte Anträge zu erneuerbaren Energien und Effizienzanlagen mit aktuellen Primärenergiepreisen durchrechnen lassen! So kann aufgezeigt werden, dass der Rat mit seiner damaligen Ablehnung der Gemeinde großen Schaden zugeführt hat (Steuergelder)!

Die Folien aus dem Vortrag "Erneuerbare Energien als Chance und Aufgabe" und weitere Informationen sind auf der Homepage von Hans-Josef Fell zu finden.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bis zum Jahr 2030 vollkommen energieautark sein und sich nur mit nachwachsenden Energien aus der Region versorgen. Dieses Ziel sei - wie Birgit Baindl von der lokalen Initiative "Ziel 21" berichtete - nicht nur aus umweltpolitischen Gründen formuliert worden, sondern weil der Einkauf von Öl, Gas und Kohle der Region extrem viel Kaufkraft entziehe. "Durch die Versorgung mit erneuerbaren Energien aus dem Landkreis bleibt die Wertschöpfung in der Region und gleichzeitig können viele neue Arbeitsplätzen geschaffen werden", betonte Baindl.

Präsentation als PDF-Datei

Joachim Lorenz, berufsmäßiger Stadtrat und Referent für Gesundheit und Umwelt in München, schilderte die Erfolge der Landeshauptstadt beim Klimaschutz. Ein Ämter übergreifendes kommunales Energiemanagement, gezielte Energie- und Förderberatung, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Stadt sowie spezielle Münchner Förderprogrammen tragen dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. "Das nützt nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch den städtischen Haushalt spürbar", weshalb, wie Lorenz ausführte, neuerdings auch der Münchner Kämmerer die Energiesparprogramme finanziell unterstütze.

Präsentation als PDF-Datei

Kommunale Stadtwerke können zum Motor für Energiesparen und erneuerbare Energien werden und wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie - wie beispielsweise die Stadtwerke Schwäbisch Hall - ihre gesamte Firmenphilosophie und ihre Tätigkeitsfelder genau darauf ausrichten. Das konnte Dipl.-Ing. Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, seinen Zuhörern mit einer Vielzahl von Beispielen vermitteln. Es sei für vorausschauend handelnde Stadtwerke betriebswirtschaftlich zwingend notwendig, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energie in Form von Kraft-Wärme-Kopplung effizient einzusetzen, weil in einigen Jahren Erdgas und Erdöl nicht mehr zu bezahlbaren Preisen vorhanden seien. Schwäbisch Hall setzt deshalb bewusst und wirtschaftlich erfolgreich auf den verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, das wachsende Angebot von Contracting-Leistungen, den Einsatz von Netzleittechnik und die Investition in erneuerbare Energien.

Präsentation als PDF-Datei

Wie es einer Gemeinde schon heute möglich ist, ihren gesamten Bedarf an Strom und Wärme durch erneuerbare Energien zu decken, erläuterte Volker Ruwisch, Projektmitarbeiter beim Bioenergiedorf Jühnde (Niedersachsen). Strom und Wärme werden dort vollständig mit vor Ort erzeugtem Biogas und aus Holzhackschnitzeln der örtlichen Wälder erzeugt. "Das schafft nicht nur ein sicheres Einkommen für die ortsansässigen Landwirte, sondern auch sichere und kalkulierbare Energiepreise sowie Versorgungssicherheit und fördert nicht zuletzt die Dorfgemeinschaft", fasste Ruwisch zusammen.

Weitere Informationen zum Bioenergiedorf Jühnde:
Homepage Jühnde
Homepage Forschungsprojekt zum Bioenergiedorf an der Uni Göttingen
Präsentation als PDF-Datei (7 MB)

Wolfgang Böhm von der Energieagentur Oberfranken zeigte auf, welches Energiesparpotenzial vor allem in kommunalen Liegenschaften besteht. "Leider werden diese Potenziale noch viel zu wenig genutzt, obwohl man hier oft mit geringem finanziellen Aufwand sehr große Erfolge erzielen kann", betonte Böhm. Die Energieagentur Oberfranken hilft den Kommunen, aber auch Privatpersonen und Gewerbebetrieben, diese Einsparpotenziale aufzufinden und zu realisieren.

Weitere Informationen:
Homepage Energieagentur Oberfranken

Die Exkursion zum Dom durch die Altstadt Bambergs brachte es ans Tageslicht: der mit vielen denkmalpflegerischen Auflagen belegte Dom wird mit Hilfe intelligenter Nutzung mit Wärme, Frischluft und geregelter Feuchtigkeit für den Sandstein versorgt. Ein kleiner Dachs (BHKW 5,5 el von Senertec, Schweinfurt) liefert Wärme und Strom, eine computergeregelte Anlage fühlt die benötigte Feuchtigkeit ab und pustet diese bei Bedarf ins Innere des mittelalterlichen Gebäudes. Interessant: die Erzdiözese Bamberg hat einen Beschluss gefasst, dass bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen 50 Prozent CO2-Einsparung erreicht werden muss.

 


Partner

GRIBS-Bildungswerk e.V.



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11.05.2006

Wohlstand und Verteilungsgerechtigkeit durch Grundeinkommen?

Reihe "Wohlstand für alle?"

Wohlstand hat immer auch mit der Verteilung des erwirtschafteten materiellen Reichtums zu tun. Wie und bis zu welchem Maße dies "gerecht" geschehen kann, steht schon immer im Zentrum wirtschafts- und sozialpolitischer Debatten.

  • Wie kann "Verteilungsgerechtigkeit" erreicht werden?
  • Können aktuelle Vorschläge wie die Forderung nach einem "Grundeinkommen" weiterhelfen?
  • Lässt sich eine solche "armutsfeste Grundsicherung" nur in reichen, ohnehin "privilegierten" Ländern durchsetzen?
  • Wie sieht es international aus?
  • Und wie soll die zur Finanzierung eines solchen Grundeinkommens notwendige Umverteilung erreicht werden?

Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens erscheint für viele die Basis eines neuen sozialstaatlichen Modells und ein Weg zu mehr Verteilungsgerechtigkeit.

Zahlreiche Informationen zu diesem Modell finden sich auf der Internetpräsenz des Netzwerks Grundeinkommen und auf der Website des Kongresses "Grundeinkommen 2005: In Freiheit tätig sein". Eine Zusammenfassung des Beitrags von Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn können Sie als PDF-Datei herunterladen. Eine kritische Sicht auf das Grundeinkommen hat Albrecht Müller, wie Sie auf den NachDenkSeiten nachlesen können.

Dass das Grundeinkommen auch aus Unternehmer-Sicht eine durchaus vernünftige Maßnahme sein kann, zeigt Christine Bauer-Jelinek in ihrem Beitrag für unsere Veranstaltung auf, den wir als PDF-Datei zum Download anbieten.

ReferentInnen

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/Main, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Öffentliche Wirtschaft und Soziale Sicherung

Christine Bauer-Jelinek
Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin, Leiterin Institut für Macht-Kompetenz, Vorsitzende der MIK - Intitiative für Mikro-UnternehmerInnen

Albrecht Müller
Nationalökonom, Herausgeber der "NachDenkSeiten.de"



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06.04.2006

Modell Skandinavien?

Europäische Sozialstaatsmodelle im Vergleich

 

Reihe "Wohlstand für alle?"

Sozialsysteme im Vergleich

Wie soll der Sozialstaat in Deutschland zukünftig gestaltet, wie finanziert werden?

Mit dieser kontroversen Frage befassten wir uns am zweiten Abend unserer Veranstaltungsreihe "Wohlstand für alle?"

Die Thesen unserer beiden Sozialstaatsexperten machen wir Ihnen als PDF-Dateien zugänglich:

Prof. Dr. Christoph Butterwegge:
Alternativen der Wohlfahrtsstaatsentwicklung: Steuerfinanzierung sozialer Leistungen oder Bürgerversicherung?

Dr. Daniel Dettling:
Soziale Gerechtigkeit in Europa – Wie erfolgreich sind die Mitgliedsstaaten?



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30.03.2006

Mythos Atomkraft - Ein Wegweiser

Atomkritisches Know-How wird aktualisiert

Nach dem "Ausstiegskompromiss" der rot-grünen Koalition schien es einige Zeit, als sei die Atomkraft tatsächlich ein Auslaufmodell. Das hat sich – leider – geändert. Angesichts galoppierender Ölpreise (Peak-oil scheint nicht mehr weit entfernt!) und der drohenden Klimakatastrophe versucht die Atomlobby verstärkt, sich wieder ins Gespräch zu bringen. Auf der anderen Seite zeigt gerade der 20. Jahrestag des GAU in Tschernobyl am 26. April 2006, welch immense Risiken diese Technologie in sich birgt und welch verheerende Folgen es hat, wenn diese Risiken plötzlich nicht mehr beherrschbar sind.

Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, dass dem "Mythos Atomkraft" – am besten, ehe er überhaupt entstehen kann – eine grundlegende Aufklärung über die Fakten gegenübergestellt wird. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin in Auftrag gegebene Studie gleichen Titels fasst den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Atomenergie zusammenfassen. 

Die Studie steht auch als Online-Dokument (PDF-Format) zum unentgeltlichen Download zur Verfügung.

Die Einleitung von Gerd Rosenkranz, die sehr guten Überblick über die Quintessenz der Studie gibt und hervorragend geschrieben ist, ist ebenfalls als Download erhältlich.

ReferentInnen

Dr. Felix Matthes
Öko-Institut, Koordination Bereich "Energie & Klimaschutz", Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"

Dr. Ludwig Trautmann-Popp
Energiereferent, Bund Naturschutz in Bayern


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin



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16.03.2006

Wohlstand für alle?

Wirtschafts- und sozialpolitische Perspektiven in einer globalisierten Welt

Die drängenden Fragen der Gegenwart sind bekannt: Mehr als 4 Millionen Menschen in Deutschland suchen einen Arbeitsplatz, viele sind von Armut bedroht. Gleichzeitig gibt es so viel Privatvermögen wie noch nie. Trotzdem stehen die öffentlichen Haushalte kurz vor der Pleite. Auch der stattfindende demografische Wandel und die Globalisierung der Wirtschaft sowie die zunehmenden Ansprüche von Staaten wie Brasilien, Indien oder China auf eine Teilhabe an Wachstum und Entwicklung stellen die Gerechtigkeitsfrage kurz- und langfristig, national wie global neu.

Gerechte Politik muss eine Antwort auf die Probleme in einer veränderten Welt geben. Wie können die genannten Krisenerscheinungen Erfolg versprechend "bearbeitet" werden? Wie kann eine Gesellschaft erreicht werden, in der alle am Wohlstand teilhaben können? Welche "Modelle" gibt es dafür? Sind die beschriebenen Probleme überhaupt im Rahmen der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft "lösbar"?

Wohlstand ist mehr als materieller Wohlstand!
Die erste Veranstaltung unserer Wohlstandsreihe befasste sich vor allem mit dem Begriff des Wohlstands:

  • Was ist Wohlstand?
  • Ist Wohlstand nur als materieller Wohlstand zu verstehen?
  • Wie steht es mit dem Wohlstand der öffentlichen Hände?
  • Muss im privaten Bereich nicht auch für "Zeit- und Beziehungswohlstand" gesorgt werden?
  • Und wie sieht es mit der Verteilung des Wohlstands weltweit aus?

Auf diese Fragen gaben die Referent/inn/en des Abends sich ergänzende Antworten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dr. Manfred Linz wies v. a. auf die Notwendigkeit des "öffentlichen" Wohlstands hin, der durch die Betonung des "privaten" Güter-Wohlstands massiv gefährdet sei. Prof. Dr. Birgit Mahnkopf zeigte die globalen Folgen des westlichen Wohlstandsmodells eindrucksvoll auf. Und Prof. Dr. Markus Vogt ging insbesondere auf aktuelle Ansätze ein, konkret und praktisch Alternativen zu diesem auf Wachstum und Besitzindividualismus beruhenden Wohlstandsmodell zu entwickeln.

Im Folgenden geben wir einige Hinweise auf weiterführende, von unseren Referenten verfasste Literatur, die zur Vertiefung der Diskussion beitragen können:

Manfred Linz: Was wird dann aus der Wirtschaft? - Über Suffizienz, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit (PDF, 0,1 MB)
Download

Manfred Linz: Weder Mangel noch Übermaß. Über Suffizienz und Suffizienzforschung (PDF, 221 KB)
Download

Birgit Mahnkopf: Grenzen der Globalisierung. Politik, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft (zusammen mit Elmar Altvater), Münster (Westfälisches Dampfboot), 6. völlig überarbeitete Auflage 2004, 600 Seiten

Birgit Mahnkopf: Management der Globalisierung. Akteure, Strukturen und Perspektiven (Herausgabe und Beiträge), Berlin 2003 (edition sigma), 355 Seiten

Birgit Mahnkopf: Globale öffentliche Güter - für menschliche Sicherheit und Frieden, Berlin 2003 (Berliner Wissenschaftsverlag), 217 Seiten

Zahlreiche Veröffentlichungen von Prof. Dr. Markus Vogt finden Sie hier:
Download Literaturverzeichnis

 

ReferentInnen

Dr. Manfred Linz
Wuppertal-Institut, Leiter des Forschungsprojekts "Ökosuffizienz und Lebensqualität"

Prof. Dr. Birgit Mahnkopf
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik 

Prof. Dr. Markus Vogt
Professor für Christliche Sozialethik, Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern



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