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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

11.10.2006

Stadt und Region im Umbruch

Handlungsmöglichkeiten - Gestaltungsoptionen - Modellprojekte

Städte, Gemeinden und ganze Regionen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Wirtschaftsstrukturen befinden sich im Umbruch, die Folgen des demographischen Wandels werden spürbar, die - "gefühlte" oder tatsächliche - Standortkonkurrenz als Folge der Globalisierung erfordert Reaktionen, soziale Segregationserscheinungen müssen bearbeitet werden - und das alles vor dem Hintergrund leerer Kassen. Stadt- und Regionalplanung müssen sich diesen Herausforderungen stellen - auf allen räumlichen Ebenen.

Unsere Tagung versuchte, Antworten auf diese komplexen Fragen zu finden, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zu geben. Anhand von konkreten Projekten und Modellvorhaben wurde die Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt, die Kommunal- und Regionalpolitik auch heute - unter zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen - noch hat.

Wir dokumentieren die Beiträge der Tagung als PDF-Dateien.

Rainer Bohne, Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung, Geschäftsführer SRL, Berlin
Die Gestaltung der schrumpfenden Stadt - ein Überblick
Vortragstext und Tabellen

Ostthüringen - Anpassungsstrategien für ländliche Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang

Christoph Bachmann, FB Stadtplanung, Stadtentwicklung und Landschaftsplanung, Stadt Borken
Schwalm-Eder-West - eine heterogene Region baut um
Präsentation

Stefanie Rohbeck, Fachbereich Zentrale Verwaltung und Stadtentwicklung, Dietzenbach
Dietzenbach 2030 - definitiv unvollendet
Präsentation und Vortragstext

Hans-Dieter Weber, IBA-Koordinator, Merseburg
Merseburg: neue Milieus - neue Chancen
Präsentation

Heike Brückner, Landschaftsarchitektin, IBA-Büro, Dessau
"Zukunft hat in Dessau Tradition"
Präsentation

Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Bremen
Wilhelmshaven - Kooperation beim Stadtumbau
Präsentation

Dr. Albrecht Göschel, langjähriger DIFU-Mitarbeiter, Berlin
Konsequenzen für die kommunale Planungspraxis
Impulsreferat


Partner

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung


Art der Veranstaltung
Tagung



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12.05.2006

Energie in der Kommune

Effizient - dezentral - regenerativ !

 

Kommunalpolitischer Kongress

Energie der Zukunft: effizient und erneuerbar

Ein Umsteuern in der kommunalen Energiepolitik nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der lokalen Wirtschaft

Die Tage von Uran, Kohle, Erdöl und Erdgas sind gezählt, deshalb muss Energie effizient genutzt und baldmöglichst auf der Basis erneuerbarer Energiequellen erzeugt werden. Das war das Fazit einer energiepolitischen Tagung, zu der sich am vergangenen Wochenende mehr als 70 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auf Einladung des GRIBS-Bildungswerks und der Petra-Kelly-Stiftung im Bildungshaus der Karmeliten in Bamberg trafen. Die vorwiegend grünen und grünnahen Kreis-, Stadt-, und Gemeinderäte lernten dabei vorbildliche Energieprojekte aus ganz Deutschland kennen.

Das ausführliche Auftaktreferat hielt MdB Hans-Josef Fell, energiepolitischer Experte der grünen Bundestagsfraktion. Er stellte die weltweiten Zusammenhänge der Energieträger dar, ebenso wie die Situation in Deutschland und die Möglichkeiten der zukünftigen Energieerzeugung. Er berichtete, dass derzeit die nachwachsenden Rohstoffe einen ernormen "Aufwind" erfahren; z.B. werden vermehrt "Plastik"-Tüten aus Maisstärke verwendet, diese sind zudem auch noch lt. der Verpackungsverordnung DSD-gebührenfrei. Aufgrund des ständig steigenden Ölpreises werden immer mehr Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder mit regenerativen Energien wirtschaftlich. Dem kann sich auch kein Kreis-, Stadt- oder Gemeinderat mehr entziehen. Hans-Josef Fells Empfehlung: früher abgelehnte Anträge zu erneuerbaren Energien und Effizienzanlagen mit aktuellen Primärenergiepreisen durchrechnen lassen! So kann aufgezeigt werden, dass der Rat mit seiner damaligen Ablehnung der Gemeinde großen Schaden zugeführt hat (Steuergelder)!

Die Folien aus dem Vortrag "Erneuerbare Energien als Chance und Aufgabe" und weitere Informationen sind auf der Homepage von Hans-Josef Fell zu finden.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bis zum Jahr 2030 vollkommen energieautark sein und sich nur mit nachwachsenden Energien aus der Region versorgen. Dieses Ziel sei - wie Birgit Baindl von der lokalen Initiative "Ziel 21" berichtete - nicht nur aus umweltpolitischen Gründen formuliert worden, sondern weil der Einkauf von Öl, Gas und Kohle der Region extrem viel Kaufkraft entziehe. "Durch die Versorgung mit erneuerbaren Energien aus dem Landkreis bleibt die Wertschöpfung in der Region und gleichzeitig können viele neue Arbeitsplätzen geschaffen werden", betonte Baindl.

Präsentation als PDF-Datei

Joachim Lorenz, berufsmäßiger Stadtrat und Referent für Gesundheit und Umwelt in München, schilderte die Erfolge der Landeshauptstadt beim Klimaschutz. Ein Ämter übergreifendes kommunales Energiemanagement, gezielte Energie- und Förderberatung, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Stadt sowie spezielle Münchner Förderprogrammen tragen dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. "Das nützt nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch den städtischen Haushalt spürbar", weshalb, wie Lorenz ausführte, neuerdings auch der Münchner Kämmerer die Energiesparprogramme finanziell unterstütze.

Präsentation als PDF-Datei

Kommunale Stadtwerke können zum Motor für Energiesparen und erneuerbare Energien werden und wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie - wie beispielsweise die Stadtwerke Schwäbisch Hall - ihre gesamte Firmenphilosophie und ihre Tätigkeitsfelder genau darauf ausrichten. Das konnte Dipl.-Ing. Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, seinen Zuhörern mit einer Vielzahl von Beispielen vermitteln. Es sei für vorausschauend handelnde Stadtwerke betriebswirtschaftlich zwingend notwendig, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energie in Form von Kraft-Wärme-Kopplung effizient einzusetzen, weil in einigen Jahren Erdgas und Erdöl nicht mehr zu bezahlbaren Preisen vorhanden seien. Schwäbisch Hall setzt deshalb bewusst und wirtschaftlich erfolgreich auf den verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, das wachsende Angebot von Contracting-Leistungen, den Einsatz von Netzleittechnik und die Investition in erneuerbare Energien.

Präsentation als PDF-Datei

Wie es einer Gemeinde schon heute möglich ist, ihren gesamten Bedarf an Strom und Wärme durch erneuerbare Energien zu decken, erläuterte Volker Ruwisch, Projektmitarbeiter beim Bioenergiedorf Jühnde (Niedersachsen). Strom und Wärme werden dort vollständig mit vor Ort erzeugtem Biogas und aus Holzhackschnitzeln der örtlichen Wälder erzeugt. "Das schafft nicht nur ein sicheres Einkommen für die ortsansässigen Landwirte, sondern auch sichere und kalkulierbare Energiepreise sowie Versorgungssicherheit und fördert nicht zuletzt die Dorfgemeinschaft", fasste Ruwisch zusammen.

Weitere Informationen zum Bioenergiedorf Jühnde:
Homepage Jühnde
Homepage Forschungsprojekt zum Bioenergiedorf an der Uni Göttingen
Präsentation als PDF-Datei (7 MB)

Wolfgang Böhm von der Energieagentur Oberfranken zeigte auf, welches Energiesparpotenzial vor allem in kommunalen Liegenschaften besteht. "Leider werden diese Potenziale noch viel zu wenig genutzt, obwohl man hier oft mit geringem finanziellen Aufwand sehr große Erfolge erzielen kann", betonte Böhm. Die Energieagentur Oberfranken hilft den Kommunen, aber auch Privatpersonen und Gewerbebetrieben, diese Einsparpotenziale aufzufinden und zu realisieren.

Weitere Informationen:
Homepage Energieagentur Oberfranken

Die Exkursion zum Dom durch die Altstadt Bambergs brachte es ans Tageslicht: der mit vielen denkmalpflegerischen Auflagen belegte Dom wird mit Hilfe intelligenter Nutzung mit Wärme, Frischluft und geregelter Feuchtigkeit für den Sandstein versorgt. Ein kleiner Dachs (BHKW 5,5 el von Senertec, Schweinfurt) liefert Wärme und Strom, eine computergeregelte Anlage fühlt die benötigte Feuchtigkeit ab und pustet diese bei Bedarf ins Innere des mittelalterlichen Gebäudes. Interessant: die Erzdiözese Bamberg hat einen Beschluss gefasst, dass bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen 50 Prozent CO2-Einsparung erreicht werden muss.

 


Partner

GRIBS-Bildungswerk e.V.



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18.04.2006

20 Jahre Tschernobyl

Eine Liquidatorin berichtet

Natalia Manzurova, eine der LiquidatorInnen, warals ausgebildete Radiobiologin von 1987 bis 1991 in Tschernobyl bei den Aufräumarbeiten beteiligt. Sie erzählte von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und den Arbeiten, die nach der Explosion des Blocks 4 der Tschernobyl-Reaktoren von den LiquidatorInnen zu leisten waren. Trotz der immens hohen Strahlung waren unmittelbar nach der Katastrophe Menschen damit beschäftigt, den Reaktorbrand zu löschen. Die LiquidatorInnen mussten unter schwierigsten Bedingungen dafür sorgen, dass die Freisetzung von Radioaktivität aus dem explodierten Reaktor gestoppt wird. Mit eindrucksvollen Bildern veranschaulichte Frau Manzurova die Auswirkungen der Havarie vor Ort und erzählte vom Leid und Elend der Betroffenen, seien es die an den Aufräumarbeiten Beteiligten oder die Bevölkerung, die – leider viel zu spät – evakuiert wurde, um nie mehr in ihre Häuser zurückzukehren.

Nachdem sich der Gesundheitszustand von Natalia Manzurova in den Folgejahren zunehmend verschlechterte und sie schließlich von der Regierung als Invalidin anerkannt wurde, gründete sie 1999 den "Verband der Tschernobyl-Invaliden", den sie seither auch leitet.

Dipl. Phys. Karin Wurzbacher schilderte die Auswirkungen, die der Reaktorunfall in Tschernobyl bei uns verursacht hat. Gerade in Süddeutschland ist auch heute noch eine hohe radioaktive Belastung bedingt durch den Tschernobyl-Fallout und -Washout vorhanden. Während in Ernteprodukten von Äckern und Wiesen kaum noch radioaktives Cäsium nachzuweisen ist, können Waldprodukte zum Teil noch erheblich belastet sein. Frau Wurzbacher zeigte mit Bezug auf die derzeitige Energiedebatte auf, dass eine Energiewende – weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien – keine Utopie ist.


Partner

Umweltinstitut München e.V.

Women in Europe for a Common Future (WECF),


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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30.03.2006

Mythos Atomkraft - Ein Wegweiser

Atomkritisches Know-How wird aktualisiert

Nach dem "Ausstiegskompromiss" der rot-grünen Koalition schien es einige Zeit, als sei die Atomkraft tatsächlich ein Auslaufmodell. Das hat sich – leider – geändert. Angesichts galoppierender Ölpreise (Peak-oil scheint nicht mehr weit entfernt!) und der drohenden Klimakatastrophe versucht die Atomlobby verstärkt, sich wieder ins Gespräch zu bringen. Auf der anderen Seite zeigt gerade der 20. Jahrestag des GAU in Tschernobyl am 26. April 2006, welch immense Risiken diese Technologie in sich birgt und welch verheerende Folgen es hat, wenn diese Risiken plötzlich nicht mehr beherrschbar sind.

Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, dass dem "Mythos Atomkraft" – am besten, ehe er überhaupt entstehen kann – eine grundlegende Aufklärung über die Fakten gegenübergestellt wird. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin in Auftrag gegebene Studie gleichen Titels fasst den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Atomenergie zusammenfassen. 

Die Studie steht auch als Online-Dokument (PDF-Format) zum unentgeltlichen Download zur Verfügung.

Die Einleitung von Gerd Rosenkranz, die sehr guten Überblick über die Quintessenz der Studie gibt und hervorragend geschrieben ist, ist ebenfalls als Download erhältlich.

ReferentInnen

Dr. Felix Matthes
Öko-Institut, Koordination Bereich "Energie & Klimaschutz", Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"

Dr. Ludwig Trautmann-Popp
Energiereferent, Bund Naturschutz in Bayern


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin



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16.03.2006

Wohlstand für alle?

Wirtschafts- und sozialpolitische Perspektiven in einer globalisierten Welt

Die drängenden Fragen der Gegenwart sind bekannt: Mehr als 4 Millionen Menschen in Deutschland suchen einen Arbeitsplatz, viele sind von Armut bedroht. Gleichzeitig gibt es so viel Privatvermögen wie noch nie. Trotzdem stehen die öffentlichen Haushalte kurz vor der Pleite. Auch der stattfindende demografische Wandel und die Globalisierung der Wirtschaft sowie die zunehmenden Ansprüche von Staaten wie Brasilien, Indien oder China auf eine Teilhabe an Wachstum und Entwicklung stellen die Gerechtigkeitsfrage kurz- und langfristig, national wie global neu.

Gerechte Politik muss eine Antwort auf die Probleme in einer veränderten Welt geben. Wie können die genannten Krisenerscheinungen Erfolg versprechend "bearbeitet" werden? Wie kann eine Gesellschaft erreicht werden, in der alle am Wohlstand teilhaben können? Welche "Modelle" gibt es dafür? Sind die beschriebenen Probleme überhaupt im Rahmen der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft "lösbar"?

Wohlstand ist mehr als materieller Wohlstand!
Die erste Veranstaltung unserer Wohlstandsreihe befasste sich vor allem mit dem Begriff des Wohlstands:

  • Was ist Wohlstand?
  • Ist Wohlstand nur als materieller Wohlstand zu verstehen?
  • Wie steht es mit dem Wohlstand der öffentlichen Hände?
  • Muss im privaten Bereich nicht auch für "Zeit- und Beziehungswohlstand" gesorgt werden?
  • Und wie sieht es mit der Verteilung des Wohlstands weltweit aus?

Auf diese Fragen gaben die Referent/inn/en des Abends sich ergänzende Antworten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dr. Manfred Linz wies v. a. auf die Notwendigkeit des "öffentlichen" Wohlstands hin, der durch die Betonung des "privaten" Güter-Wohlstands massiv gefährdet sei. Prof. Dr. Birgit Mahnkopf zeigte die globalen Folgen des westlichen Wohlstandsmodells eindrucksvoll auf. Und Prof. Dr. Markus Vogt ging insbesondere auf aktuelle Ansätze ein, konkret und praktisch Alternativen zu diesem auf Wachstum und Besitzindividualismus beruhenden Wohlstandsmodell zu entwickeln.

Im Folgenden geben wir einige Hinweise auf weiterführende, von unseren Referenten verfasste Literatur, die zur Vertiefung der Diskussion beitragen können:

Manfred Linz: Was wird dann aus der Wirtschaft? - Über Suffizienz, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit (PDF, 0,1 MB)
Download

Manfred Linz: Weder Mangel noch Übermaß. Über Suffizienz und Suffizienzforschung (PDF, 221 KB)
Download

Birgit Mahnkopf: Grenzen der Globalisierung. Politik, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft (zusammen mit Elmar Altvater), Münster (Westfälisches Dampfboot), 6. völlig überarbeitete Auflage 2004, 600 Seiten

Birgit Mahnkopf: Management der Globalisierung. Akteure, Strukturen und Perspektiven (Herausgabe und Beiträge), Berlin 2003 (edition sigma), 355 Seiten

Birgit Mahnkopf: Globale öffentliche Güter - für menschliche Sicherheit und Frieden, Berlin 2003 (Berliner Wissenschaftsverlag), 217 Seiten

Zahlreiche Veröffentlichungen von Prof. Dr. Markus Vogt finden Sie hier:
Download Literaturverzeichnis

 

ReferentInnen

Dr. Manfred Linz
Wuppertal-Institut, Leiter des Forschungsprojekts "Ökosuffizienz und Lebensqualität"

Prof. Dr. Birgit Mahnkopf
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik 

Prof. Dr. Markus Vogt
Professor für Christliche Sozialethik, Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern



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17.11.2005

Mit oder ohne Wachstum in welche Zukunft?

Zukunftsszenarien und politische Alternativen

Was sagt die Zukunftsforschung zum Thema "Wachstum"? Welche Szenarien gibt es und was sind ihre Folgen? Wie reagiert die Politik auf diese Herausforderungen?

Mit unserem Blick in die Zukunft ist die Veranstaltungsreihe "Wachstum, Wachstum - über alles?" abgeschlossen.

Die Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Rolf Kreibich können Sie als PDF-Datei herunterladen.

ReferentInnen

Prof. Dr. Rolf Kreibich
Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin

Margarete Bause
MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag



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04.11.2005

atomfrei denken

Wege in eine Welt ohne Nuklearwaffen und Atomenergie

 

Ein Symposium in memoriam Robert Jungk und Carl Amery

Das Symposium "atomfrei denken" wollte "Wege in eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie" aufzeigen. Allgemeine Ziele waren:

  • die Herstellung von Öffentlichkeit für die Thematik, nämlich die Nutzung der Nukleartechnologie und der Versuch, diese riskante und damit konflikt-behaftete Technologie zu überwinden;
  • die Sensibilisierung von Menschen, die bereit sind, sich mit dieser Thematik zu befassen;
  • die Motivierung von Menschen, sich in diesem Themenbereich zu engagieren.

Im Einzelnen sollte

  • Aufmerksamkeit auf die sogenannte atomare Teilhabe, d.h. die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland gelenkt werden;
  • deutlich gemacht werden, wie kurz der Weg von der zivilen zur militärischen Nutzung der Kernenergie ist;
  • die Rolle der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) kritisch hinterfragt werden;
  • und die Notwendigkeit einer UN-Agentur für erneuerbare Energien deutlich gemacht werden.

Beim Eröffnungspodium unter dem Titel "Ob Bombe oder Strom – beide Seiten sind tödlich" wurde der Zusammenhang von ziviler und militärischer Nutzung der Kern-energie eingehend diskutiert. Die weiteren drei Blöcke waren (erneut) gegliedert in, "Schlachtfeld", "Müllhalde" und "Sonnenplatz".

Beim "Schlachtfeld" stand die in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung nicht bekannten "atomaren Teilhabe" in Deutschland im Mittelpunkt.

Bei der "Müllhalde" wurde der kurze Weg von der zivilen zur militärischen Nutzung der Kernenergie und die kritische Rolle der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) diskutiert.

Beim "Sonnenplatz" wurde die Idee und Notwendigkeit einer UN-Agentur für erneuer-bare Energien erläutert bzw. hervorgehoben und die positiven Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der erneuerbaren Energien herausgestellt.

ReferentInnen

Claus Biegert, NFF Award
Wolfgang Lohbeck, Abrüstungsexperte "Greenpeace"
Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz 
Prof. Klaus Traube, Physiker, NFF Award 2000
Eva Quistorp, MdEP a.D., "Frauen für Frieden", "Kampagne Atomwaffen abschaffen"
Dr. Peter Becker, "International Lawyers Against Nuclear Arms"
Prof. Hans-Peter Dürr, Astrophysiker, Träger des "Right Livelihood Award"
Roland Egger, Atomstopp International - WISE Austria
Sepp Daxenberger, Bürgermeister in Waging/Obb., Bayerischer Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Hermann Scheer, MdB. "Eurosolar"


Partner

Nuclear Free Future Award Berghof

Stiftung für Konfliktforschung GmbH

IPPNW Deutschland



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28.10.2005

"GUT LEBEN!"

Regional und nachhaltig in der Einen Welt

Ziel der Veranstaltung war es, persönliche Einstellungen (zu Konsum, Umwelt, Natur usw.) zu überprüfen und eine veränderte Kultur des persönlichen Handelns in Erwägung zu ziehen. Des weiteren war beabsichtigt, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer Ideen und Ansätze, "anders besser" zu leben zu schaffen und – zumindest punktuell – die Umsetzung entsprechender Ideen zu initieren.
Es sollte deutlich werden, dass es möglich ist: "Anders besser leben!"

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist um einiges zurückgegangen. Nicht nur Wirtschaftsfachleute beklagen das geringe Wachstum. Sie meinen, nur stärkeres Wachstum könne die Konjunktur beleben. Aber ist Wachstum "um jeden Preis" überhaupt sinnvoll? Tatsache ist, dass Wachstum nicht unendlich zunehmen kann; es gibt rein mathematisch Grenzen. Und ökologische Grenzen gibt es auch; das ist seit über dreißig Jahren bekannt.

Es liegt in der gegenwärtigen Situation auch die Chance, die bisherigen Abläufe und vor allem auch das persönliche Verhalten zu überprüfen.

Es gibt ein zentrales Dilemma: Das Wissen um die ökologischen Zusammenhänge und die möglichen negativen Folgen (z.B. Klimaänderungen) unverändert sorg- und verantwortungslosen Verhaltens ist zwar bei vielen Menschen vorhanden, aber es wird von den wenigsten in konkretes Verhalten umgesetzt.

Im Workshop am Samstag wurde eingehender darüber nachgedacht und diskutiert, wie ein verändertes Verhalten aussehen kann.

Am Abend vorher fand eine Podiumsdiskussion statt, wobei sich die Referent/innen sehr gut ergänzten. Barbara Rütting, MdL, mit ihren politischen und konkreten Ideen v.a. hinsichtlich Tierschutz und Ernährung und andererseits Gerhard Breidenstein mit eher grundsätzlichen, ethischen und spirituellen Vorstellungen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Natur und Umwelt.

In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, wie schwer sich viele Menschen mit Veränderungen tun, wenn sie sich "moralisch unter Druck gesetzt" fühlen. Zukünftige Debatten zu verändertem Verhalten sollten diese "Abwehr" noch mehr berücksichtigen.

ReferentInnen

Gerhard Breidenstein
evangelischer Theologe und Mitbegründer der Initiative "Aufbruch - anders besser leben"

Barbara Rütting
MdL, Schauspielerin und Autorin einer Vielzahl von Koch-, Gesundheits- und Kinderbüchern



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21.10.2005

Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland Rechtliche Grundlagen - Stand - Perspektiven

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die bereits Ende 2000 in Kraft getreten ist, wird die gesamte Wasserpolitik auf eine neue Grundlage stellen. Der nachhaltige Umgang mit dem Wasser steht dabei im Mittelpunkt - egal, ob es um den Gewässer- und Hochwasserschutz, die Wasserversorgung oder die Abwasserentsorgung geht. Bis wann die Ziele erreicht und welche Schritte dafür unternommen werden müssen, ist detailliert festgelegt. Unser Fachseminar informierte über die neue rechtliche Grundlage der Wasserpolitik, skizzierte den Stand ihrer Umsetzung in Deutschland und im Freistaat Bayern und thematisierte speziell die Folgen der WRRL für die Kommunen.

Alle Vorträge liegen als PDF-Dateien vor

"EU-Wasserrahmenrichtlinie: Inhalt und Stand der Umsetzung in Deutschland"
Hans-Peter Ewens (ca. 440 KB)

"Folgen der WRRL für die Kommunen"
Werner Schmid (ca. 100 KB)

"Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie: Bestandsaufnahme in Bayern"
Jens Jedlitschka (ca. 2,7 MB)

"Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Bayern aus Sicht des LBV"
Ulrike Lorenz (ca. 2,7 MB)

"Partizipation im Umsetzungsprozess der Wasserrahmenrichtlinie - Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten "
Inga Lutosch (ca. 170 KB)

 


Partner

Ökologische Bildungsstätte Mitwitz



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13.10.2005

"Gut leben" - geht das nur mit Wachstum?

"Handouts" hier als PDF-Dateien erhältlich

Die einleitenden Statements unserer Referenten haben wir in Kurzform als PDF-Dateien bereitgesellt: 

- Statement von Prof. Scherhorn

- Statement von Markus Grünewald

Weitere Informationen zu den angesprochenen Themen finden Sie hier:

http://www.wupperinst.org/Seiten/org-einheiten/qp-suffizienz.html

http://www.der-nachhaltige-warenkorb.de

ReferentInnen

Prof. Dr. Gerhard Scherhorn
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Leiter der Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren"

Markus Grünewald
imug Institut für Markt - Umwelt ? Gesellschaft an der Universität Hannover



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