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07.02.2007
Zur neuen Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien
Erneuerbare Energien schützen das Klima und nützen der Wirtschaft
Wer das Klima schützen will, hat - jedenfalls in Bezug auf die erneuerbaren Energien - vielfältige Handlungsmöglichkeiten. Dass dies nicht nur der Umwelt nützt, sondern auch regionale Wirtschaftskreisläufe stützt, Arbeitsplätze vor Ort schafft und die regionale Wertschöpfung erhöht, das konnten Johannes van Bergen (am Beispiel der Stadtwerke Schwäbisch Hall), Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker (am Beispiel der Solarenergie) und Birgit Baindl (für einen konkreten Landkreis) eindrucksvoll deutlich machen.
Die Referent/inn/en wiesen aber auch nachdrücklich darauf hin, dass die größte "Energiequelle" - das Energiesparen und die effiziente Energieerzeugung mittel Kraft-Wärme-Kopplung - noch weitgehend ungenutzt ist. Hier sei vor allem auch die Politik gefordert, für bessere Rahmenbedingungen und auch finanzielle Förderung zu sorgen. Entscheidend sei aber auch die individuelle Verhaltensänderung beim "Endverbraucher", sei es beim Stand-by-Verbrauch oder beim Einsatz von Energiesparlampen.
Wir dokumentieren die Beiträge unserer Referent/inn/en als PDF-Dateien zum unentgeltlichen Herunterladen.
Johannes van Bergen (ca. 1,8 MB)
Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker (ca. 1,25 MB)
Birgit Baindl (ca. 8 MB)
ReferentInnen
Johannes van Bergen
Geschäftsführer Stadtwerke Schwäbisch Hall
Birgit Baindl
Vorstand von "ZIEL 21" (Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck e.V.)
Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker
FH München, Vorstandsmitglied Solarenergieförderverein Nürnberg
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
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24.01.2007
Zur Zukunft von Energie- und Umweltpolitik
Renaissance der Atomkraft? - Auf keinen Fall!
Dass es eine Renaissance der Atomenergie nicht geben wird, darin waren sich die beiden Referenten unserer gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg durchgeführten Veranstaltung einig. Das kam - jedenfalls im Falle von Dr. Klemens Gesell, der ja nicht nur Umweltbürgermeister in Nürnberg ist, sondern auch CSU-Mitglied - für etliche der Anwesenden doch etwas überraschend.
Im Folgenden dokumentieren wir die Präsentationen der beiden Referenten als PDF-Deateien zum unentgeltlichen Herunterladen.
Dr. Klemens Gsell: Energiepolitik und Klimaschutz in Nürnberg
Dr. Gerd Rosenkranz: Renaissance der Atomenergie?
ReferentInnen
Dr. Gerd Rosenkranz
Leiter Politik und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Umwelthilfe e. V., Berlin, Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"
Dr. Klemens Gsell
3. Bürgermeister, Umweltreferent, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Nürnberg
Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus "eckstein", Burgstr. 1-3
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
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11.10.2006
Handlungsmöglichkeiten - Gestaltungsoptionen - Modellprojekte
Städte, Gemeinden und ganze Regionen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Wirtschaftsstrukturen befinden sich im Umbruch, die Folgen des demographischen Wandels werden spürbar, die - "gefühlte" oder tatsächliche - Standortkonkurrenz als Folge der Globalisierung erfordert Reaktionen, soziale Segregationserscheinungen müssen bearbeitet werden - und das alles vor dem Hintergrund leerer Kassen. Stadt- und Regionalplanung müssen sich diesen Herausforderungen stellen - auf allen räumlichen Ebenen.
Unsere Tagung versuchte, Antworten auf diese komplexen Fragen zu finden, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zu geben. Anhand von konkreten Projekten und Modellvorhaben wurde die Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt, die Kommunal- und Regionalpolitik auch heute - unter zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen - noch hat.
Wir dokumentieren die Beiträge der Tagung als PDF-Dateien.
Rainer Bohne, Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung, Geschäftsführer SRL, Berlin
Die Gestaltung der schrumpfenden Stadt - ein Überblick
Vortragstext und Tabellen
Ostthüringen - Anpassungsstrategien für ländliche Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang
Christoph Bachmann, FB Stadtplanung, Stadtentwicklung und Landschaftsplanung, Stadt Borken
Schwalm-Eder-West - eine heterogene Region baut um
Präsentation
Stefanie Rohbeck, Fachbereich Zentrale Verwaltung und Stadtentwicklung, Dietzenbach
Dietzenbach 2030 - definitiv unvollendet
Präsentation und Vortragstext
Hans-Dieter Weber, IBA-Koordinator, Merseburg
Merseburg: neue Milieus - neue Chancen
Präsentation
Heike Brückner, Landschaftsarchitektin, IBA-Büro, Dessau
"Zukunft hat in Dessau Tradition"
Präsentation
Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Bremen
Wilhelmshaven - Kooperation beim Stadtumbau
Präsentation
Dr. Albrecht Göschel, langjähriger DIFU-Mitarbeiter, Berlin
Konsequenzen für die kommunale Planungspraxis
Impulsreferat
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
Art der Veranstaltung
Tagung
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12.05.2006
Effizient - dezentral - regenerativ !
Kommunalpolitischer Kongress
Energie der Zukunft: effizient und erneuerbar
Ein Umsteuern in der kommunalen Energiepolitik nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der lokalen Wirtschaft
Die Tage von Uran, Kohle, Erdöl und Erdgas sind gezählt, deshalb muss Energie effizient genutzt und baldmöglichst auf der Basis erneuerbarer Energiequellen erzeugt werden. Das war das Fazit einer energiepolitischen Tagung, zu der sich am vergangenen Wochenende mehr als 70 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auf Einladung des GRIBS-Bildungswerks und der Petra-Kelly-Stiftung im Bildungshaus der Karmeliten in Bamberg trafen. Die vorwiegend grünen und grünnahen Kreis-, Stadt-, und Gemeinderäte lernten dabei vorbildliche Energieprojekte aus ganz Deutschland kennen.
Das ausführliche Auftaktreferat hielt MdB Hans-Josef Fell, energiepolitischer Experte der grünen Bundestagsfraktion. Er stellte die weltweiten Zusammenhänge der Energieträger dar, ebenso wie die Situation in Deutschland und die Möglichkeiten der zukünftigen Energieerzeugung. Er berichtete, dass derzeit die nachwachsenden Rohstoffe einen ernormen "Aufwind" erfahren; z.B. werden vermehrt "Plastik"-Tüten aus Maisstärke verwendet, diese sind zudem auch noch lt. der Verpackungsverordnung DSD-gebührenfrei. Aufgrund des ständig steigenden Ölpreises werden immer mehr Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder mit regenerativen Energien wirtschaftlich. Dem kann sich auch kein Kreis-, Stadt- oder Gemeinderat mehr entziehen. Hans-Josef Fells Empfehlung: früher abgelehnte Anträge zu erneuerbaren Energien und Effizienzanlagen mit aktuellen Primärenergiepreisen durchrechnen lassen! So kann aufgezeigt werden, dass der Rat mit seiner damaligen Ablehnung der Gemeinde großen Schaden zugeführt hat (Steuergelder)!
Die Folien aus dem Vortrag "Erneuerbare Energien als Chance und Aufgabe" und weitere Informationen sind auf der Homepage von Hans-Josef Fell zu finden.
Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bis zum Jahr 2030 vollkommen energieautark sein und sich nur mit nachwachsenden Energien aus der Region versorgen. Dieses Ziel sei - wie Birgit Baindl von der lokalen Initiative "Ziel 21" berichtete - nicht nur aus umweltpolitischen Gründen formuliert worden, sondern weil der Einkauf von Öl, Gas und Kohle der Region extrem viel Kaufkraft entziehe. "Durch die Versorgung mit erneuerbaren Energien aus dem Landkreis bleibt die Wertschöpfung in der Region und gleichzeitig können viele neue Arbeitsplätzen geschaffen werden", betonte Baindl.
Präsentation als PDF-Datei
Joachim Lorenz, berufsmäßiger Stadtrat und Referent für Gesundheit und Umwelt in München, schilderte die Erfolge der Landeshauptstadt beim Klimaschutz. Ein Ämter übergreifendes kommunales Energiemanagement, gezielte Energie- und Förderberatung, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Stadt sowie spezielle Münchner Förderprogrammen tragen dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. "Das nützt nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch den städtischen Haushalt spürbar", weshalb, wie Lorenz ausführte, neuerdings auch der Münchner Kämmerer die Energiesparprogramme finanziell unterstütze.
Präsentation als PDF-Datei
Kommunale Stadtwerke können zum Motor für Energiesparen und erneuerbare Energien werden und wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie - wie beispielsweise die Stadtwerke Schwäbisch Hall - ihre gesamte Firmenphilosophie und ihre Tätigkeitsfelder genau darauf ausrichten. Das konnte Dipl.-Ing. Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, seinen Zuhörern mit einer Vielzahl von Beispielen vermitteln. Es sei für vorausschauend handelnde Stadtwerke betriebswirtschaftlich zwingend notwendig, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energie in Form von Kraft-Wärme-Kopplung effizient einzusetzen, weil in einigen Jahren Erdgas und Erdöl nicht mehr zu bezahlbaren Preisen vorhanden seien. Schwäbisch Hall setzt deshalb bewusst und wirtschaftlich erfolgreich auf den verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, das wachsende Angebot von Contracting-Leistungen, den Einsatz von Netzleittechnik und die Investition in erneuerbare Energien.
Präsentation als PDF-Datei
Wie es einer Gemeinde schon heute möglich ist, ihren gesamten Bedarf an Strom und Wärme durch erneuerbare Energien zu decken, erläuterte Volker Ruwisch, Projektmitarbeiter beim Bioenergiedorf Jühnde (Niedersachsen). Strom und Wärme werden dort vollständig mit vor Ort erzeugtem Biogas und aus Holzhackschnitzeln der örtlichen Wälder erzeugt. "Das schafft nicht nur ein sicheres Einkommen für die ortsansässigen Landwirte, sondern auch sichere und kalkulierbare Energiepreise sowie Versorgungssicherheit und fördert nicht zuletzt die Dorfgemeinschaft", fasste Ruwisch zusammen.
Weitere Informationen zum Bioenergiedorf Jühnde:
Homepage Jühnde
Homepage Forschungsprojekt zum Bioenergiedorf an der Uni Göttingen
Präsentation als PDF-Datei (7 MB)
Wolfgang Böhm von der Energieagentur Oberfranken zeigte auf, welches Energiesparpotenzial vor allem in kommunalen Liegenschaften besteht. "Leider werden diese Potenziale noch viel zu wenig genutzt, obwohl man hier oft mit geringem finanziellen Aufwand sehr große Erfolge erzielen kann", betonte Böhm. Die Energieagentur Oberfranken hilft den Kommunen, aber auch Privatpersonen und Gewerbebetrieben, diese Einsparpotenziale aufzufinden und zu realisieren.
Weitere Informationen:
Homepage Energieagentur Oberfranken
Die Exkursion zum Dom durch die Altstadt Bambergs brachte es ans Tageslicht: der mit vielen denkmalpflegerischen Auflagen belegte Dom wird mit Hilfe intelligenter Nutzung mit Wärme, Frischluft und geregelter Feuchtigkeit für den Sandstein versorgt. Ein kleiner Dachs (BHKW 5,5 el von Senertec, Schweinfurt) liefert Wärme und Strom, eine computergeregelte Anlage fühlt die benötigte Feuchtigkeit ab und pustet diese bei Bedarf ins Innere des mittelalterlichen Gebäudes. Interessant: die Erzdiözese Bamberg hat einen Beschluss gefasst, dass bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen 50 Prozent CO2-Einsparung erreicht werden muss.
Partner
GRIBS-Bildungswerk e.V.
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18.04.2006
Eine Liquidatorin berichtet
Natalia Manzurova, eine der LiquidatorInnen, warals ausgebildete Radiobiologin von 1987 bis 1991 in Tschernobyl bei den Aufräumarbeiten beteiligt. Sie erzählte von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und den Arbeiten, die nach der Explosion des Blocks 4 der Tschernobyl-Reaktoren von den LiquidatorInnen zu leisten waren. Trotz der immens hohen Strahlung waren unmittelbar nach der Katastrophe Menschen damit beschäftigt, den Reaktorbrand zu löschen. Die LiquidatorInnen mussten unter schwierigsten Bedingungen dafür sorgen, dass die Freisetzung von Radioaktivität aus dem explodierten Reaktor gestoppt wird. Mit eindrucksvollen Bildern veranschaulichte Frau Manzurova die Auswirkungen der Havarie vor Ort und erzählte vom Leid und Elend der Betroffenen, seien es die an den Aufräumarbeiten Beteiligten oder die Bevölkerung, die – leider viel zu spät – evakuiert wurde, um nie mehr in ihre Häuser zurückzukehren.
Nachdem sich der Gesundheitszustand von Natalia Manzurova in den Folgejahren zunehmend verschlechterte und sie schließlich von der Regierung als Invalidin anerkannt wurde, gründete sie 1999 den "Verband der Tschernobyl-Invaliden", den sie seither auch leitet.
Dipl. Phys. Karin Wurzbacher schilderte die Auswirkungen, die der Reaktorunfall in Tschernobyl bei uns verursacht hat. Gerade in Süddeutschland ist auch heute noch eine hohe radioaktive Belastung bedingt durch den Tschernobyl-Fallout und -Washout vorhanden. Während in Ernteprodukten von Äckern und Wiesen kaum noch radioaktives Cäsium nachzuweisen ist, können Waldprodukte zum Teil noch erheblich belastet sein. Frau Wurzbacher zeigte mit Bezug auf die derzeitige Energiedebatte auf, dass eine Energiewende – weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien – keine Utopie ist.
Partner
Umweltinstitut München e.V.
Women in Europe for a Common Future (WECF),
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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30.03.2006
Atomkritisches Know-How wird aktualisiert
Nach dem "Ausstiegskompromiss" der rot-grünen Koalition schien es einige Zeit, als sei die Atomkraft tatsächlich ein Auslaufmodell. Das hat sich – leider – geändert. Angesichts galoppierender Ölpreise (Peak-oil scheint nicht mehr weit entfernt!) und der drohenden Klimakatastrophe versucht die Atomlobby verstärkt, sich wieder ins Gespräch zu bringen. Auf der anderen Seite zeigt gerade der 20. Jahrestag des GAU in Tschernobyl am 26. April 2006, welch immense Risiken diese Technologie in sich birgt und welch verheerende Folgen es hat, wenn diese Risiken plötzlich nicht mehr beherrschbar sind.
Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, dass dem "Mythos Atomkraft" – am besten, ehe er überhaupt entstehen kann – eine grundlegende Aufklärung über die Fakten gegenübergestellt wird. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin in Auftrag gegebene Studie gleichen Titels fasst den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Atomenergie zusammenfassen.
Die Studie steht auch als Online-Dokument (PDF-Format) zum unentgeltlichen Download zur Verfügung.
Die Einleitung von Gerd Rosenkranz, die sehr guten Überblick über die Quintessenz der Studie gibt und hervorragend geschrieben ist, ist ebenfalls als Download erhältlich.
ReferentInnen
Dr. Felix Matthes
Öko-Institut, Koordination Bereich "Energie & Klimaschutz", Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"
Dr. Ludwig Trautmann-Popp
Energiereferent, Bund Naturschutz in Bayern
Partner
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
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16.03.2006
Wirtschafts- und sozialpolitische Perspektiven in einer globalisierten Welt
Die drängenden Fragen der Gegenwart sind bekannt: Mehr als 4 Millionen Menschen in Deutschland suchen einen Arbeitsplatz, viele sind von Armut bedroht. Gleichzeitig gibt es so viel Privatvermögen wie noch nie. Trotzdem stehen die öffentlichen Haushalte kurz vor der Pleite. Auch der stattfindende demografische Wandel und die Globalisierung der Wirtschaft sowie die zunehmenden Ansprüche von Staaten wie Brasilien, Indien oder China auf eine Teilhabe an Wachstum und Entwicklung stellen die Gerechtigkeitsfrage kurz- und langfristig, national wie global neu.
Gerechte Politik muss eine Antwort auf die Probleme in einer veränderten Welt geben. Wie können die genannten Krisenerscheinungen Erfolg versprechend "bearbeitet" werden? Wie kann eine Gesellschaft erreicht werden, in der alle am Wohlstand teilhaben können? Welche "Modelle" gibt es dafür? Sind die beschriebenen Probleme überhaupt im Rahmen der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft "lösbar"?
Wohlstand ist mehr als materieller Wohlstand!
Die erste Veranstaltung unserer Wohlstandsreihe befasste sich vor allem mit dem Begriff des Wohlstands:
Auf diese Fragen gaben die Referent/inn/en des Abends sich ergänzende Antworten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dr. Manfred Linz wies v. a. auf die Notwendigkeit des "öffentlichen" Wohlstands hin, der durch die Betonung des "privaten" Güter-Wohlstands massiv gefährdet sei. Prof. Dr. Birgit Mahnkopf zeigte die globalen Folgen des westlichen Wohlstandsmodells eindrucksvoll auf. Und Prof. Dr. Markus Vogt ging insbesondere auf aktuelle Ansätze ein, konkret und praktisch Alternativen zu diesem auf Wachstum und Besitzindividualismus beruhenden Wohlstandsmodell zu entwickeln.
Im Folgenden geben wir einige Hinweise auf weiterführende, von unseren Referenten verfasste Literatur, die zur Vertiefung der Diskussion beitragen können:
Manfred Linz: Was wird dann aus der Wirtschaft? - Über Suffizienz, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit (PDF, 0,1 MB)
Download
Manfred Linz: Weder Mangel noch Übermaß. Über Suffizienz und Suffizienzforschung (PDF, 221 KB)
Download
Birgit Mahnkopf: Grenzen der Globalisierung. Politik, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft (zusammen mit Elmar Altvater), Münster (Westfälisches Dampfboot), 6. völlig überarbeitete Auflage 2004, 600 Seiten
Birgit Mahnkopf: Management der Globalisierung. Akteure, Strukturen und Perspektiven (Herausgabe und Beiträge), Berlin 2003 (edition sigma), 355 Seiten
Birgit Mahnkopf: Globale öffentliche Güter - für menschliche Sicherheit und Frieden, Berlin 2003 (Berliner Wissenschaftsverlag), 217 Seiten
Zahlreiche Veröffentlichungen von Prof. Dr. Markus Vogt finden Sie hier:
Download Literaturverzeichnis
ReferentInnen
Dr. Manfred Linz
Wuppertal-Institut, Leiter des Forschungsprojekts "Ökosuffizienz und Lebensqualität"
Prof. Dr. Birgit Mahnkopf
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik
Prof. Dr. Markus Vogt
Professor für Christliche Sozialethik, Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern
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17.11.2005
Zukunftsszenarien und politische Alternativen
Was sagt die Zukunftsforschung zum Thema "Wachstum"? Welche Szenarien gibt es und was sind ihre Folgen? Wie reagiert die Politik auf diese Herausforderungen?
Mit unserem Blick in die Zukunft ist die Veranstaltungsreihe "Wachstum, Wachstum - über alles?" abgeschlossen.
Die Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Rolf Kreibich können Sie als PDF-Datei herunterladen.
ReferentInnen
Prof. Dr. Rolf Kreibich
Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin
Margarete Bause
MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
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04.11.2005
Wege in eine Welt ohne Nuklearwaffen und Atomenergie
Ein Symposium in memoriam Robert Jungk und Carl Amery
Das Symposium "atomfrei denken" wollte "Wege in eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie" aufzeigen. Allgemeine Ziele waren:
Im Einzelnen sollte
Beim Eröffnungspodium unter dem Titel "Ob Bombe oder Strom – beide Seiten sind tödlich" wurde der Zusammenhang von ziviler und militärischer Nutzung der Kern-energie eingehend diskutiert. Die weiteren drei Blöcke waren (erneut) gegliedert in, "Schlachtfeld", "Müllhalde" und "Sonnenplatz".
Beim "Schlachtfeld" stand die in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung nicht bekannten "atomaren Teilhabe" in Deutschland im Mittelpunkt.
Bei der "Müllhalde" wurde der kurze Weg von der zivilen zur militärischen Nutzung der Kernenergie und die kritische Rolle der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) diskutiert.
Beim "Sonnenplatz" wurde die Idee und Notwendigkeit einer UN-Agentur für erneuer-bare Energien erläutert bzw. hervorgehoben und die positiven Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der erneuerbaren Energien herausgestellt.
ReferentInnen
Claus Biegert, NFF Award
Wolfgang Lohbeck, Abrüstungsexperte "Greenpeace"
Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz
Prof. Klaus Traube, Physiker, NFF Award 2000
Eva Quistorp, MdEP a.D., "Frauen für Frieden", "Kampagne Atomwaffen abschaffen"
Dr. Peter Becker, "International Lawyers Against Nuclear Arms"
Prof. Hans-Peter Dürr, Astrophysiker, Träger des "Right Livelihood Award"
Roland Egger, Atomstopp International - WISE Austria
Sepp Daxenberger, Bürgermeister in Waging/Obb., Bayerischer Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Hermann Scheer, MdB. "Eurosolar"
Partner
Nuclear Free Future Award Berghof
Stiftung für Konfliktforschung GmbH
IPPNW Deutschland
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28.10.2005
Regional und nachhaltig in der Einen Welt
Ziel der Veranstaltung war es, persönliche Einstellungen (zu Konsum, Umwelt, Natur usw.) zu überprüfen und eine veränderte Kultur des persönlichen Handelns in Erwägung zu ziehen. Des weiteren war beabsichtigt, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer Ideen und Ansätze, "anders besser" zu leben zu schaffen und – zumindest punktuell – die Umsetzung entsprechender Ideen zu initieren.
Es sollte deutlich werden, dass es möglich ist: "Anders besser leben!"
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist um einiges zurückgegangen. Nicht nur Wirtschaftsfachleute beklagen das geringe Wachstum. Sie meinen, nur stärkeres Wachstum könne die Konjunktur beleben. Aber ist Wachstum "um jeden Preis" überhaupt sinnvoll? Tatsache ist, dass Wachstum nicht unendlich zunehmen kann; es gibt rein mathematisch Grenzen. Und ökologische Grenzen gibt es auch; das ist seit über dreißig Jahren bekannt.
Es liegt in der gegenwärtigen Situation auch die Chance, die bisherigen Abläufe und vor allem auch das persönliche Verhalten zu überprüfen.
Es gibt ein zentrales Dilemma: Das Wissen um die ökologischen Zusammenhänge und die möglichen negativen Folgen (z.B. Klimaänderungen) unverändert sorg- und verantwortungslosen Verhaltens ist zwar bei vielen Menschen vorhanden, aber es wird von den wenigsten in konkretes Verhalten umgesetzt.
Im Workshop am Samstag wurde eingehender darüber nachgedacht und diskutiert, wie ein verändertes Verhalten aussehen kann.
Am Abend vorher fand eine Podiumsdiskussion statt, wobei sich die Referent/innen sehr gut ergänzten. Barbara Rütting, MdL, mit ihren politischen und konkreten Ideen v.a. hinsichtlich Tierschutz und Ernährung und andererseits Gerhard Breidenstein mit eher grundsätzlichen, ethischen und spirituellen Vorstellungen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Natur und Umwelt.
In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, wie schwer sich viele Menschen mit Veränderungen tun, wenn sie sich "moralisch unter Druck gesetzt" fühlen. Zukünftige Debatten zu verändertem Verhalten sollten diese "Abwehr" noch mehr berücksichtigen.
ReferentInnen
Gerhard Breidenstein
evangelischer Theologe und Mitbegründer der Initiative "Aufbruch - anders besser leben"
Barbara Rütting
MdL, Schauspielerin und Autorin einer Vielzahl von Koch-, Gesundheits- und Kinderbüchern
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