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19.05.2009
5. Abend der Reihe "Europa hat die Wahl"
Am letzten Abend unserer Veranstaltungsreihe befassten wir uns unter dem Motto
Vision und Realität
mit den Grundsätzen für mögliche Alternativen.
Alternativen zum Bestehenden zu denken gerät oft unter den Verdacht des Utopischen oder Illusionären. Gleichwohl müssen sie gedacht werden, um Handlungsspielräume auszuloten. In diesem Sinn stellten wir die Thesen von Christian Felber zur Diskussion, die eine demokratische, soziale und ökologische Weiterentwicklung der EU intendieren.
Sie können sich den Beitrag von Christian Felber als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.
ReferentInnen
Christian Felber
studierte Politologie, Soziologie und Psychologie, ist Mitbegründer von Attac Österreich und freier Publizist. Titel seines letzten Buches: "Neue Werte für die Wirtschaft – Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus", Wien
Partner
Evangelische Stadtakademie München
attac München
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14.05.2009
Barack Obama gilt als der erste E-Präsident. Den Einsatz des Internets und anderer neuer Medien im Wahlkampf hat er in völlig neue Dimensionen geführt. Er nennt sich selbst "Blackberry-süchtig" und hat die transparenteste Regierung der US-Geschichte versprochen. Die Bürger sollen deren Vorgehen permanent im Netz verfolgen und Gesetzesinitiativen einsehen können.
Christoph von Marschall, Autor der Biographie "Barack Obama. Der schwarze Kennedy", hat Obama anderthalb Jahre im Wahlkampf begleitet, beobachtete seine ersten Wochen im Amt aus nächster Nähe in Washington. Hier seine Eindrücke:
"115 Tage ist Barack Obama jetzt US-Präsident.
Sind es wirklich erst 115 Tage? Er ist medial omnipräsent. Barack Obama hat bereits drei Auslandsreisen absolviert (Kanada, Europa samt einem Abstecher in den Irak, Lateinamerika) und an vier internationalen Gipfeln teilgenommen (G 20, Nato, EU/USA, OAS). Er hat in unzähligen Bereichen die Politik seines Vorgängers George W. Bush korrigiert, von Irak und Afghanistan über Guantanamo und die Besteuerung bis zum Klimawandel und der Kontrolle internationaler Finanzkonzerne. Derweil hielt die First Family Amerika und die Welt über Wochen mit der Auswahl eines Hunds und der Anlage eines Gemüsegartens vor dem Weißen Haus in Atem. In gefühlter Zeit ist der neue Präsident länger im Amt als die rechnerischen 115 Tage. Und das natürlich auch dank seiner Medienpräsenz.
Andererseits sind die zählbaren Resultate, an denen man gewöhnlich Regierungshandeln bemisst, noch mager. Er hat viele Reden gehalten und so die Atmosphäre im Land verändert – sowie die Art, wie die Welt auf Amerika blickt. Größere Gesetzgebungserfolge sucht man jedoch vergebens. Seine Regierungsmannschaft ist noch lückenhaft. Dem Finanzminister, zum Beispiel, fehlen ein Stellvertreter und Staatssekretäre, die er doch gerade in der Krise dringend bräuchte. Wichtige Partner wie Deutschland müssen wohl noch Wochen darauf warten, wer US-Botschafter in ihrer Hauptstadt wird...."
Der gesamte Vortragstext als PDF-Datei zum Herunterladen.
ReferentInnen
Christoph von Marschall
US-Korrespondent der Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel" in Washington, D.C., Autor der Biographie "Der schwarze Kennedy", Orell Füssli Verlag
Partner
Amerika-Haus München
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12.05.2009 - 19:00
4. Abend der Reihe "Europa hat die Wahl"

Unsere Referenten von links nach rechts:
Barbara Lochbihler, Moderatorin Renate Börger und Tobias Pflüger
Am vierten Abend unserer Veranstaltungsreihe fragten wir nach der
EU als Global Player?
und thematisierten den Zusammenhang von Friedensprojekt, Militärmacht und "Festung Europa".
Die Europäische Union möchte im Konzert der Großmächte eine wichtigere Rolle spielen. Bisher war sie außenpolitisch oft wenig handlungsfähig. Mit dem neu geschaffenen Amt des Hohen Vertreters für Außen- und Sicherheitspolitik soll sich das ändern. Auch das militärische Zusammenspiel soll effektiver werden.
Den Vortragstext von Tobias Pflüger ("Imperium Europa: Das militärische Fundament der Wirtschaftsmacht EU") können wir Ihnen als PDF-Datei zum Herunterladen anbieten.
ReferentInnen
Barbara Lochbihler
Kandidatin Bündnis90/Die Grünen für das Europaparlament, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International
Tobias Pflüger
parteiloser Abgeordneter im Europäischen Parlament in der Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL), Begründer der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., Tübingen
Partner
Evangelische Stadtakademie München
attac München
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05.05.2009
3. Abend der Reihe "Europa hat die Wahl"
Am dritten Abend unserer Veranstaltungsreihe fragten wir
Vorrang für das Kapital?
und befassten uns mit dem Thema "Marktfreiheit und soziale Rechte".
Die EU hat als Binnenmarkt begonnen. Und immer noch sind die Marktfreiheiten ihr wichtigster Motor. Soziale Schutzbestimmungen auf nationaler Ebene gelten vielfach als Wettbewerbsverzerrung und werden durch den Europäischen Gerichtshof für unrechtmäßig erklärt. Auf der anderen Seite hätte die EU als starker Binnenmarkt möglicherweise die Chance, im globalen Wettbewerb mehr soziale Standards durchzusetzen als einzelne Staaten.
Wie nutzt sie diese Chance?
Martin Runge und Gerold Schwarz versuchten, diese Frage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
Zum Nachlesen verweisen wir auf die von Gerold Schwarz herausgegebene Web-Zeitung "Europa im Blick". Einen Überblick über die von ihm verfassten Artikel finden Sie hier.
Einen Einblick in die von Martin Runge vertretene Position gibt der von ihm verfasste Aufsatz "Europa in welcher Verfassung?".
ReferentInnen
Dr. Martin Runge
MdL, europa- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Bayerischen Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Gerold Schwarz
Sprecher der EU-AG von Attac Deutschland, Herausgeber der Web-Zeitung "Europa im Blick", Hamburg
Partner
Evangelische Stadtakademie München
attac München
Art der Veranstaltung
Abendveranstaltung
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25.04.2009
Das Verhältnis von Demokratie und Schule ist facettenreich, es umfasst viele verschiedene Aspekte und findet auf unterschiedlichsten Ebenen statt. Unsere Tagung beleuchtete das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. In Vorträgen und Workshops wurden die verschiedenen Felder demokratischer Beteiligung vorgestellt und diskutiert.
Wir dokumentieren die uns vorliegenden Beiträge als PDF-Dateien.

Kurt Edler
Schritte zu einer demokratischeren Schule (30 KB)

Bernhard Jehle
Kommunale Selbstverwaltung und Schuldemokratie (60 KB)
Die wesentlichen Thesen und Ergebnisse der Vorträge und Workshops wurden zum Abschluss der Tagung mit den bildungspolitischen Experten der Landtagsfraktionen diskutiert.

Von links nach rechts: Eduard Nöth (CSU), Thomas Gehring (Grüne), Dr. Klemens Gsell (Schulbürgermeister der Stadt Nürnberg), Hans-Peter Kastenhuber (Nürnberger Nachrichten, Gesprächsleitung), Günther Felbinger (Freie Wähler), Alexander Liebel (FDP)
ReferentInnen
Kurt Edler
Deutsche gesellschaft für Demokratiepädagogik, Referatsleiter im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung der Hansestadt Hamburg
Bernhard Jehle
Direktor des Pädagogischen Instituts der Stadt Nürnberg
Nicolas Lahovnik
Landesschülersprecher Bayern
Monika Murphy
Jenaplan-Schule Nürnberg
Dr. Mathias Rösch
Schulmuseum Nürnberg
Dr. Mona Kilau
Christian-Ernst-Gymnasium, Erlangen
Partner
Pädagogisches Institut Nürnberg
akademie caritas-pirckheimer-haus Nürnberg
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.
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22.04.2009
Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft
In den letzten Jahren konnte die NPD nicht nur Wahlerfolge in Ost und West verbuchen. Gemeinsam mit den außerhalb der Parlamente agierenden "Freien Kameradschaften" ist es ihr auch gelungen, vielerorts eine rechte Alltagskultur zu etablieren.
Dabei stützt sich die NPD auf ein bundesweites Netzwerk von Kameradschaften, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen sowie Organisationen, die oftmals als scheinbar harmlose Bürgerinitiativen agieren.
Doch auch im Gewand des Biedermannes werden die alten völkischen Botschaften verbreitet. Hinter der vermeintlichen Bürgernähe steht eine straff geführte Organisation - und die Zahl rechtsextremer Gewalttaten nimmt weiter zu.
Andrea Röpke hat anhand einer Power Point Präsentation dargestellt, wie sich die neuen Strategien, Entwicklungen und Veränderungen in der NPD gestalten. Dabei kam u.a. zur Sprache, wie wichtig die Kameradschaften für die Basisarbeit der NPD sind, welche Menschen in welchen Positionen welche Rolle spielen in der Partei und wie die Erziehung der Kinder aussieht.
Im Vorfeld der Veranstaltung gab es Anmeldungen aus der rechten Szene sowie eindeutige Aufrufe auf rechten Internetseiten, zu kommen und zu stören. Dieses hat sich herumgesprochen bis zur Polizei, die das Ganze sehr ernst genommen hat und deshalb zahlreich anwesend war am Veranstaltungsort sowie durch einen Hund die Räume hat überprüfen lassen.
Wir hatten dann auch "Besuch" von einigen Damen und Herren, die vor den Türen mit einer NPD-Fahne herumgefuchtelt haben, bis zum Einlass haben sich allerdings nur wenige vorgewagt (wahrscheinlich abgeschreckt durch die vielen Polizisten).
Wir sind den Aktiven von a.i.d.a. sehr dankbar, dass sie uns dabei unterstützt haben, die Nasen aus der rechten Szene zu identifizieren und sie davon abzuhalten unsere Diskussion zu stören, da weder wir noch die Mitarbeiter unseres Mitveranstalters der Evangelischen Stadtakademie diese Herrschaften kennen.
Radio Lora hat über die Veranstaltung eine dreiteilige Sendung ausgestrahlt, die hier auch als Podcast erhältlich ist.
Empfohlene Weblinks
ReferentInnen
Andrea Röpke
Politologin und freie Journalistin mit dem Spezialgebiet: Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. Neben den diversen Fernsehmagazinen wie "Panorama", "Fakt", "Kennzeichen D" und "Spiegel TV" wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in "Spiegel", "Focus" und "Stern" veröffentlicht. 2007 als "Reporterin des Jahres" und mit dem Medienpreis "Leuchtturm" des Netzwerks Recherche ausgezeichnet.
Mitherausgeberin des Buches: „Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft“ , Ch. Links Verlag, Berlin 2008,
Partner
Evangelische Stadtakademie München
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21.04.2009
1. Abend der Reihe "Europa hat die Wahl"
Am 7. Juni wählt Europa sein neues Parlament. Die Wahlbeteiligung lag bei der letzten Wahl 2004 bei 45,5 %. Das war historischer Tiefststand. Nach wie vor ist den Bürgerinnen und Bürgern die EU-Ebene weniger wichtig als die nationale oder die Landesebene. Sie scheint weit weg und wenig gestaltbar. Dabei werden hier Entscheidungen getroffen, die auf nationaler und lokaler Ebene umgesetzt werden müssen und jeden Einzelnen betreffen.
Am ersten Abend unserer Veranstaltungsreihe stellten wir die Frage
Ein Buch mit sieben Siegeln?
und befassten uns mit den Vertragsgrundlagen der EU heute.
Wir dokumentieren Zusammenfassungen der Beiträge von Dr. Henning Arp und von Dr. Anne Karrass als PDF-Datei.
ReferentInnen
Dr. Henning Arp
Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in München
Dr. Anne Karrass
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac, wissenschaftliche Mitarbeiterin von MdB Ottmar Schreiner (SPD) in Berlin
Kosten
Partner
Evangelische Stadtakademie München
attac München
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05.03.2009
Die Ausstellung in der Stadtbücherei Erlangen erinnert an die heute (fast) vergessene revolutionäre Aufbruchstimmung und den räterepublikanischen "Freistaat Baiern". Fotos, Kurzbiografien, zeitgeschichtliche Dokumente und Quellentexte geben Auskunft über den "liberalsten Staat, den es je auf deutschem Boden gab" (Willi Winkler, SZ vom 14.7.08). Auch die Ereignisse in der Region - z. B. die Ausrufung der Räterepublik in Fürth - werden dargestellt.
Der 90. Jahrestag der Ausrufung der Räterepublik in Bayern bietet einen guten Anknüpfungspunkt, um sich mit dieser Episode der bayerischen Geschichte zu befassen. Der große zeitliche Abstand ermöglicht es vielleicht auch, sich dieser Zeit etwas vorurteilsloser zu nähern und Schluss zu machen mit der Dämonisierung, die die bayerische Räterepublik zumeist erfahren musste.
Besonders interessant am Ausstellungskonzept ist der lokal und regional orientierten Ansatz: die Ausstellung beleuchtet nicht nur die Ereignisse in München, sondern befasst sich bewusst auch mit den Erscheinungsformen der Räterepublik in der "fränkischen Provinz". Verdienstvoll ist auch der Versuch, speziell die Rolle der Frauen in der Räterepublik zu thematisieren.
Rätedemokratische Prinzipien - das zeigt der Blick in die Geschichte - kommen immer wieder zum Tragen in Zeiten gesellschaftlichen und politischen Umbruchs. Das war nicht nur 1919 der Fall, sondern (zum Beispiel) auch in der antiautoritären Studentenbewegung der 60er Jahre oder in den sog. Neuen Sozialen Bewegungen der 70er und 80er Jahre. Auch da wurde über imperatives Mandat, Rotationsprinzip und Abwählbarkeit diskutiert. Die Druckwellen dieser Diskussionen ereichten bekanntlich sogar noch die damals neu gegründete Partei "DIE GRÜNEN", deren erste Bundestagsfraktion nach zwei Jahren fast komplett "rotierte" und ausgetauscht wurde. Dass von einer Rotation der MandatsträgerInnen heute auch bei den GRÜNEN so gut wie gar nicht mehr die Rede ist (Ausnahmen bestätigen die Regel!), zeigt aber auch, dass sich solche rätedemokratischen Regeln auf Dauer nur schwer durchsetzen lassen, wenn sie in einem ansonsten traditionell parlamentarisch strukturierten Umfeld nur von einer einzelnen Partei praktiziert werden.
Dennoch: In einer Zeit, in der die Wahlbeteiligung auf dramatische Tiefen sinkt, in der die allseits zu beobachtende Partei- und Politikerverdrossenheit in eine Demokratieverdrossenheit umzuschlagen droht, verdienen alle Maßnahmen und Instrumente verstärkte Aufmerksamkeit, die eine lebendige Demokratie und eine echte Einbeziehung der BürgerInnen in politische Entscheidungsprozesse ermöglichen. Vor diesem Hintergrund verdienen auch rätedemokratische Ansätze wieder mehr Beachtung.
Die Ausstellung in Erlangen (und ihre Begleitveranstaltungen) bietet insofern nicht nur historisch interessanten "Stoff", sondern auch Anknüpfungspunkte für aktuelle demokratietheoretische Diskussionen.
Weitere Informationen auf der Homepage zur Ausstellung.
Einige Eindrücke von der Ausstellungseröffnung und der Ausstellung selbst können Sie in unserer Bildergalerie gewinnen.
Empfohlene Weblinks
Partner
Verein zur Förderung alternativer Medien e.V., Erlangen
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29.11.2008
Rechte, Pflichten, Haftung, Strafbarkeit
Kommunale Aufsichtsratsmitglieder im Zwiespalt?
Immer mehr kommunale Aufgaben werden in privatrechtlich organisierte Gesellschaften ausgelagert und von Aufsichtsräten kontrolliert. In diesen Aufsichtsräten sitzen dann zumeist auch etliche kommunale Mandatsträger. Wessen Interessen sind sie verpflichtet? Dem Interesse der einzelnen Gesellschaft oder dem Interesse der sie entsendenden Gebietskörperschaft?
Diesem Zwiespalt ging unser Seminar nach und informierte über die rechtlichen Grundlagen der Tätigkeit in diesen Aufsichtsräten.
Wir dokumentieren die Präsentation unseres Referenten Dr. Werner Weber vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband.
Präsentation als PDF-Datei (ca. 100 KB)
ReferentInnen
Dr. Werner Weber, Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband
Partner
GRIBS-Bildungswerk e.V.
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29.11.2008
In verschiedenen Zusammenhängen werden von wertkonservativen Kreisen, vor allem von den Kirchen, Thesen verfochten, die einer Zementierung historisch bedingter Privilegien der beiden christlichen Kirchen und dem Monopolanspruch auf gesellschaftliche Werte gleichkommen würden.
Solche Thesen lauten z.B.:
- Die abendländische Gesellschaft fußt allein auf christlichen Grundwerten.
- Ohne Religion kann es keinen Wertekonsens geben.
- Ein weltanschaulich neutraler Staat darf selbst keinen Werteunterricht erteilen.
Eine andere These hat ähnlich große Verbreitung gefunden: "Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann."
Sie stammt vom ehemaligen Verfassungsrechtler Böckenförde.
Diese Behauptung, die auch als "Böckenförde-Diktum" bekannt ist, dient heute zur Begründung von Partnerschaften zwischen Staat und Kirchen, sei es bei der Erziehung, bei der Gesetzgebung und nicht zuletzt bei der Alimentierung der Religionsgesellschaften.
Immenses Interesse und interessante Vorträge
Einen ersten Einblick in Inhalte und Verlauf der äußerst gut besuchten Veranstaltung gibt der Bericht von Florian Laber auf der Website unseres Kooperationspartners, der Humanistischen Union.
Wenn Sie sich für die Vorträge im Detail interessieren, können Sie diese unentgeltlich als PDF-Dateien herunterladen:
Vortrag von Dr. Michael Schmidt-Salomon (ca. 110 KB)
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Kreß (ca. 150 KB)
Vortrag von Werner Fuß (ca. 90 KB)
ReferentInnen
Dr. Michael Schmidt-Salomon
Philosoph/Schriftsteller, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Mastershausen
Prof. Dr. Hartmut Kreß
Professor für Systematische Theologie, insb. Ethik, in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn
Werner Fuß
Gymnasiallehrer, Stellv. Vorsitzender des Fachverband Ethik, München
Partner
HUMANISTISCHE UNION e.V., RV München-Südbayern
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