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09.03.2010
Leider musste der für diese Veranstaltung vorgesehene Ko-Referent völlig unabsehbar absagen, weil er wegen eines technischen Defekts seiner Maschine in Bangladesh fest saß. Dennoch erlebten die Zuhörer in Kempten eine interessante Veranstaltung.
Einen ersten Einblick gibt der Bericht von TV-Allgäu, den Sie hier ansehen können:
Bericht des TV Allgäu über die Veranstaltung
ReferentInnen
Adi Sprinkart
MdL, agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, Ökobauer
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Dokument
Der UN-Klimagipfel in Kopenhagen verlief enttäuschend, die Ergebnisse waren mager. Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitete die Klimaverhandlungen mit Berichten, Kommentaren und eigenen Veranstaltungen. Wir dokumentieren die wichtigsten Beiträge.
In einem gemeinsamen Hintergrundpapier zeigen Germanwatch und die Heinrich-Böll-Stiftung ausführlich Greenwashing-Gefahren auf und bieten wichtige Backgroundinformationen zu den Verhandlungen der mehr als 100 Regierungschefs.
Substanz oder Greenwash-Show? Die Zeit für Halbheiten ist vorbei (Download des E-Papers)
Die jüngsten Berechnungen von Wissenschaftlern zeigen, dass wir von heute an bis zum Jahr 2050 nur noch 750 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen dürfen, wenn wir den weltweiten Temperaturanstieg unter 2 Grad halten wollen – jede Steigerung darüber hinaus gilt weder als technisch noch finanziell beherrschbar. Das heißt, dass jedem der heute knapp sieben Milliarden Erdenbürger noch rund 110 Tonnen CO2 zustehen. Doch bei dieser Verteilung hakt es gewaltig...
Die Broschüre "Wärmer ist uncool" der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt in einfachen Worten, welche Probleme der Klimawandel mit sich bringt und warum die Länder des Südens den Preis für die Klimasünden der Industrienationen zahlen. Für die UN-Klimakonferenz bietet das Heft wichtige Informationen, aber auch alternative Ansätze, die einen Beitrag für eine umwelt- und klimafreundlichere Zukunft leisten können.
"Wärmer ist uncool" (Download des E-Papers)
Außerdem immer lesenswert: das Blog "Klima der Gerechtigkeit".
Unter der Überschrift "Geld für den Klimaschutz - wie muss eine neue Klima-Finanzarchitektur aussehen?" kommentiert Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, die Ergebnisse des Klimagipfels:
"Die Erwartungen an neue Finanztransfers für den Klimaschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern waren groß. Mit Zusagen bis zu 30 Milliarden US-Dollars für die nächsten drei Jahre haben sich die Industrieländer erst einmal Zeit gekauft. Eine neue Klima-Finanzarchitektur muss erst noch ausgehandelt werden. Das Prinzip der Gerechtigkeit und Fairness kam weder bei den Zielen zur Verminderung von Emissionen noch bei der Verteilung der Finanzlasten in Kopenhagen zum Zuge."
Lesen Sie den gesamten Kommentar.
"Trotz Kopenhagen - die grüne Zukunft hat schon begonnen", meint Ralf Fücks, Vorstandsmitglied der Heinrich Böll Stiftung, zu den Perspektiven nach Kopenhagen und verleiht so seiner Zuversicht Ausdruck, dass die ökologische Transformation der Industriegesellschaft so oder so weitergehen wird.
Den gesamten Text finden Sie hier.
Nach Kopenhagen der Weltuntergang? - Das fragt der Politikwissenschaftler Helmut Wiesenthal in einer umfangreichen Analyse für die Heinrich Böll Stiftung. Seine Meinung: "Der Klimagipfel von Kopenhagen war nicht ergebnislos. Er hat immerhin deutlich gemacht, warum wir in diesen Jahren nicht mit einem weltweiten Klima-Abkommen rechnen sollten, das sowohl problemgerecht als auch verbindlich ist. Denn das Debakel von Kopenhagen führt uns das Ende jener Weltordnung vor Augen, in der den Staaten Europas eine Führungsrolle zukommt. Wer dennoch von Europa aus Einfluss auf die Entwicklung des Weltklimas nehmen will, dem bleibt nur eines: eine überzeugende Demonstration, wie Klimaschutz und Prosperität vereinbar sein können."
Den kompletten Text finden Sie hier. Oder Sie laden ihn sich als PDF-Dokument (17 Seiten, 80 KB) herunter.
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28.01.2010
Zwischen Vielfalt und Verwertung
Die genetische Vielfalt – egal ob es dabei um Menschen, Tiere oder Pflanzen geht – ist einer der größten Reichtümer auf dieser Erde. Molekularbiologie und Gentechnologie haben – im Verein mit dem Streben nach wirtschaftlicher Rendite – zu immer stärkeren Versuchen geführt, die genetischen Ressourcen zu privatisieren. Patente auf Saatgut und auf (Nutz-) Tiere sind nur Beispiele dafür, wie diese Entwicklung die Biodiversität gefährden.
Wie kann das Gemeingut „genetische Vielfalt“ erhalten und für eine nachhaltige Nutzung bewahrt werden?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Abends unserer Veranstaltungsreihe zur Wiederentdeckung" der Gemeingüter.
Wir dokumentieren die Beiträge von Benedikt Härlin und Gregor Kaiser als MP3-Dateien.
Der Beitrag von Benedikt Härlin
Der Beitrag von Gregor Kaiser
ReferentInnen
Benedikt Härlin (rechts)
Leiter des Büros Berlin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Gregor Kaiser (links)
Sozialwissenschaftler und Forstwirt, Doktorand an der Uni Kassel
Moderation:
Dietlind Klemm (Mitte)
Redakteurin, Bayerischer Rundfunk
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26.11.2009
Gemeingut, Privateigentum oder was sonst?
Die Ressource Wasser ist eine unverzichtbare Basis menschlichen Lebens. Sie geht der Gemeinschaft aber immer mehr verloren, wenn sie privatisiert, zur Ware und der allgemeinen Verfügung entzogen wird.
Das Konzept der "Gemeingüter" ist eine Alternative zu dieser Entwicklung, die gleichermaßen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit anstrebt.
Am ersten Abend unserer Gemeingüter-Reihe stellte Silke Helfrich, Mitherausgeberin und -autorin des Buchs "Wem gehört die Welt? - Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter", das Konzept der Gemeingüter vor, gab einen Überblick, was Gemeingüter sind und welche Organisationsformen bzw. Institutionen es für ihre Bewirtschaftung gibt, und erläuterte dieses Konzept am Beispiel des gemeinguts Wasser.
Ihre Präsentation kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Außerdem können Sie sich ihren Vortrag als MP3-Datei anhören.
Prof. Dr. Ulrich Scheele, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Oldenburg, ging auf die Organisation der Wasserwirtschaft in den Industrienationen ein, thematisierte v.a. Privatisierungs und Deregulierungstendenzen und erläuterte die Rolle des privaten Sektors in den Entwicklungsländern im Hinblick auf die Millennium-Ziele und das das Menschenrecht auf Wasser.
Seine Präsentation kann hier ebenfalls als PDF-Datei heruntergeladen werden (Teil 1 und Teil 2). Auch der Vortrag von Prof. Scheele ist als MP3-Datei abrufbar.
Vortrag von Silke Helfrich, Teil 1
Vortrag von Silke Helfrich, Teil 2
Vortrag von Silke Helfrich, Teil 3
Vortrag von Silke Helfrich, Teil 4
Vortrag von Prof. Scheele, Teil 1
Vortrag von Prof. Scheele, Teil 2
Vortrag von Prof. Scheele, Teil 3
Vortrag von Prof. Scheele, Teil 4
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19.11.2009
Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie
Auf dem Podium (von links nach rechts): Alexander Kromer, Jürgen Hennemann, Mischa Salzmann (Moderation), Dr. Weert Canzler, Peter Gack
Elektroauto wird "Rennreise-Limousine" ablösen
Ein ökologischer Umbau des Mobilitätssystems und der Autoindustrie ist überfällig. Und dieser Umbau muss wesentlich schneller vonstatten gehen als bisher, wenn der "Standort Deutschland" nicht dauerhaft beschädigt werden soll. Das war das einhellige Fazit der Diskussion "Grüne Wege aus der Autokrise", die die Petra-Kelly-Stiftung im Spiegelsaal der Harmonie veranstaltete.
Dr. Weert Canzler von der Projektgruppe Mobilität am Wissenschaftszentrum Berlin skizzierte in seiner einleitenden Präsentation (hier als PDF-Datei), dass das dominante Leitbild der Autoindustrie, die schwere, schnelle "Rennreise-Limousine" mit großer Reichweite, ausgedient habe. Das Auto der Zukunft ist laut Canzler ein "Elektromobil als Element eines umfassenden intermodalen Verkehrsangebots". Ein derartiges "vernetztes öffentliches Auto" müsse an vielen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs verfügbar sein und werde dann elektronisch geortet, gebucht und auch abgerechnet. Solche E-Mobile seien maximal 48 Stunden buchbar und würden mit zertifiziertem Strom aus regenerativen Energien geladen. Canzler betonte, dass ein solches neues Mobilitätssystem zwar überfällig sei, aber nicht von selbst kommen werde: "Wir brauchen eine verstärkte Kooperation von Autoindustrie, Energieversorgungsunternehmen und öffentlichen Verkehrsmitteln, um diesen Umbau beschleunigt voranzutreiben." Zudem müsse die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, z.B. durch entsprechende Förderprogramme für Elektroautos.
Alexander Kromer, Abteilungsleiter bei der Bosch GmbH in Bamberg, wies in der von Mischa Salzmann, Radio Bamberg, souverän geleiteten Diskussion darauf hin, dass am Elektroauto schon aus Gründen der Energieeffizienz kein Weg vorbei führe. In der Übergangsphase werde es allerdings noch eine geraume Zeit eine Vielfalt von Antriebsarten nebeneinander geben. "Große Sorge" bereite ihm die Tatsache, dass in Deutschland der notwendige Umbau zu spät und zu langsam angegangen werde. Wenn sich ein Land wie China an die Spitze der Elektromobilitätsbewegung setze, werde Deutschland womöglich abgehängt.
Auch Jürgen Hennemann, Betriebsrat beim Autozulieferer FTE automotive in Ebern, erwartet vorerst ein Nebeneinander von E-Mobilität vor allem in den Städten und herkömmlichen Motoren im ländlichen Raum. Wichtig – so Hennemann – sei, dass Mobilität weiterhin bezahlbar bleibe. Das sei auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Deutlich Kritik übte Hennemann an Finanzinvestoren, denen es lediglich darum gehe, maximale Profite aus den Betrieben zu ziehen. Die für die Zukunft der deutschen Autoindustrie und ihrer Zulieferer unabdingbaren Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben dabei nämlich auf der Strecke.
Der Bamberger GAL-Stadtrat Peter Gack ging vor allem auf die Rahmenbedingungen für einen ökologischen Umbau des Mobilitätssystems ein: "Entscheidend ist, dass endlich die wahren Preise für die Mobilität verlangt werden." Zudem müsse die Nutzung eines Elektro-Autos als modularer Bestandteil eines öffentlichen Verkehrssystems deutlich teurer sein als der herkömmliche ÖPNV. Der ÖPNV müsse das Rückgrat des Mobilitätssystems bleiben, auch im ländlichen Raum. Hier könnten Elektromobilität und bedarfsorientierte Angebote einander gut ergänzen.
Dr. Gerd Rudel, Bildungsreferent der veranstaltenden Petra-Kelly-Stiftung, betonte in seinem Schlusswort, die insgesamt vierteilige Reihe zum Umbau der Autoindustrie und des Mobilitätssystems habe gezeigt, dass "alte Fronten" sich zunehmend auflösen: "Industrie, Umweltverbände, Gewerkschaften und Politik gehen in einem konstruktiven Diskurs aufeinander zu." Dies sei ein ermutigendes Ergebnis der Veranstaltungen, das für die Zukunft auf entsprechend gemeinsames Handeln hoffen lasse.

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12.11.2009
Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie
Von links nach rechts: Robert Henrich, Prof. Dr. Andreas Knie, Holger Laschka, Tomi Engel, Norbert Lenhard
In unserer dritten Veranstaltung zum Umbau der Autoindustrie diskutierte Prof. Dr. Andreas Knie, Ko-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise", mit Robert Henrich (Daimler AG), Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Schaeffler AG, und Tomi Engel vom Fachausschuss Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie.
In seiner einleitenden Präsentation (als PDF-Datei zum Herunterladen!) zeigte Knie die derzeitigen Probleme der Autoindustrie, die Veränderungen im Mobilitätsverhalten und die Perspektiven eines multi-modalen Verkehrssystems auf, in dem E-Autos vor allem als öffentliche Verkehrsmittel eine wesentliche Rolle spielen.
Robert Henrich stellte das überaus erfolgreiche Car2Go-Projekt in Ulm vor, an dem mittlerweile bereits 15.000 Ulmer teilnehmen (das sind weit mehr 10% der Stadtbevölkerung und erheblich mehr als 20% der FührerscheinbesitzerInnen!). Dieses Projekt entwickelt sich für den Konzern allmählich zu einem Exportschlager und wird demnächst in Austin/Texas umgesetzt. Henrich beklagte die in Deutschland (im Gegensatz zu den Erfahrungen, die er im Ausland gemacht hat) äußerst restriktiven und oft bürokratischen Rahmenbedingungen, die solche innovativen Projekte hierzulande immer noch behindern.
Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Autozulieferers Schaeffler KG, sah zwar die Notwendigkeit eines Umbaus sowohl der Autoindustrie als auch des Mobilitätssystems, bezweifelte aber, ob das Elektro-Auto dabei wirklich eine so hervorragende Rolle spielen werde. Er warnte davor, die Entwicklung dabei allein den Marktkräften zu überlassen und forderte eine demokratisch legitimierte und sozial gerechte Weiterentwicklung. Zudem dürfe der ländliche Raum nicht "abgehängt" werden.
Tomi Engel, Leiter des Fachausschusses Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, betonte, dass es mittel- bis langfristig keinerlei Alternative zur Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien gebe. Nur so ließen sich die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen und gleichzeitig individuelle Mobilität gewährleisten. Das Elektroauto werde zudem eine wichtige Rolle im Gesamtsystem erneuerbarer Energie spielen, da die dafür benötigten Batterien als Speichermedien der EE große Bedeutung im Lastmanagement hätten.
Das zahlreiche Publikum bereicherte die intensive und sehr interessante Diskussion, die vom Schweinfurter TV- und Rundfunkmoderator Holger Laschka geleitet wurde, mit einigen sehr fachkundigen Fragen und Beiträgen. Insbesondere die Garantie der Mobilität auch im ländlichen Raum sowie ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz waren dabei die wesentlichen Anliegen. Am Rande der Veranstaltung präsentierten passionierte Schweinfurter E-Mobil-Fahrer einige ihrer Fahrzeuge....
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15.10.2009
Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie
In unserer zweiten Veranstaltung zum Umbau der Autoindustrie diskutierte Dr. Weert Canzler, Ko-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise", mit Dr. Thomas Becker von BMW und Dieter Janecek, dem grünen Landesvorsitzenden in Bayern. In seiner einleitenden Präsentation , zeigte Canzler (im Bild oben ganz links) die derzeitigen Probleme der Autoindustrie und die Perspektiven eines multi-modalen Verkehrssystems auf, in dem E-Autos vor allem als öffentliche Verkehrsmittel eine wesentliche Rolle spielen. Das Verkehrssystem der Zukunft sieht er im Zusammenspiel verschiedener Mobilitätsmöglichkeiten (Carsharing, Rent-a-bike, Autovermietung, ÖPNV, günstige Zugverbindungen etc.).
Dr. Thomas Becker (zweiter von rechts) von BMW räumte ein, dass sich die Stellung des Autos ändere. Jedoch gäbe es Bürger, die individuell mobil bleiben möchten, also auf ein Auto nicht verzichten wollten. Er betonte, dass kein Autobauer seinen Spritverbrauch in den letzten Jahren so enorm gedrosselt habe wie BMW, zudem forsche man bereits aktiv an Alternativen, sowohl im Bereich des Wasserstoffantriebs als auch bei den E-cars.
Dieter Janecek (ganz rechts) lebt bereits das alternative Verkehrskonzept, bestehend aus einem Mix aus Faltrad, Carsharing, Mietwagen, rent a bike und Bahn. Er wies darauf hin, dass es für den Bürger in Großstädten kein Problem sei, auf das Auto zu verzichten, der ländliche Raum jedoch noch deutlich besser an den ÖPNV angebunden werden müsse.
Die Diskussion wurde von Thomas Fromm (SZ-Wirtschaftsredaktion, zweiter von links) moderiert.
Ein Artikel von Thomas Fromm in der Süddeutschen Zeitung vom 9. Dezember 2009 bezieht sich auf wesentliche Inhalte unserer Veranstaltung. Hier geht es zu diesem Beitrag (als PDF-Datei).
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08.10.2009
Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie
Die für die deutsche Wirtschaft so wichtige Autoindustrie ist mehr als andere Branchen von der gegenwärtigen Krise betroffen. Schon vorher litt sie unter erheblichen Überkapazitäten, ihre Modellpalette genügte den Anforderungen des drohenden Klimawandels bei weitem nicht. Wirtschaftskrise und Klimawandel bieten insofern doppelten Anlass für ein Umdenken in Sachen Mobilität.Weert Canzler, Co-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise" zeigte Wege für den Umbau der Autoindustrie und ein klimagerechtes Mobilitätssystem auf.
Die seinem Vortrag zugrunde liegende Präsentation können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
Vpn links nach rechts:
Johann Horn (IG Metall), Weert Canzler, Dr. Gerd Rudel (Petra-Kelly-Stiftung), Thomas Kästner (E.ON Energie AG) und Dr. Anton Hofreiter (MdB)
(Quelle: Donaukurier)
ReferentInnen
Einführendes Referat:
Dr. Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin, Projektgruppe Mobilität
Diskussionspartner:
Johann Horn, 1. Bevollmächtigter IG Metall, Verwaltungsstelle Ingolstadt
Thomas Kästner, Leiter Bereich Energiepolitik, E.ON Energie AG
Dr. Anton Hofreiter, MdB, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Obmann im Ausschuss für Verkehr, Bau, Stadtentwicklung
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Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister
Die Autoindustrie befindet sich derzeit nicht nur in einer tiefen Konjunkturkrise, sondern in einer tiefgreifenden Strukturkrise. Notwendig ist deshalb ein weitreichender Wandel der Branche. Denn der Klimawandel, die tendenzielle Verknappung und Verteuerung von Öl, der Verkehrsüberdruck in vielen Städten und die neuen Mobilitätsbedürfnisse vieler Menschen werden die weltweite Nachfrage nach Automobilen stark verändern. Was gestern noch erfolgsträchtig schien – immer höher motorisierte, schwerere Autos zu bauen –, ist heute schon ein Auslaufmodell.
Vor diesem Hintergrund hat die Heinrich-Böll-Stiftung Dr. Weert Canzler und Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin beauftragt, Mobilitätskonzepte der Zukunft zu beschreiben. Das Strategiepapier "Grüne Wege aus der Autokrise: Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister" analysiert die gegenwärtige Krise und zeigt, wie sich die Nachfrage nach Mobilität in den urbanen Regionen ändern wird.
Die Diagnose lautet:
Schriften zur Ökologie, Band 4:
Grüne Wege aus der Autokrise
Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister
Ein Strategiepapier von Weert Canzler und Andreas Knie
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, Juni 2009, 32 Seiten
ISBN 978-3-86928-005-9
Das Strategiepapier kann hier unentgeltlich heruntergeladen werden (PDF, 36 Seiten, 704 KB).
Die Petra-Kelly-Stiftung hat diese Thematik im Herbst 2009 mit vier Veranstaltungen in bayerischen Städten, die eng mit der Autoindustrie verbunden sind, detailliert weiter verfolgt. Einzelheiten finden sie zu den jeweiligen Veranstaltungen im Rückblick.
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Dokument
Visionen künftigen Städtebaus und urbaner Lebensweisen
Die Hälfte der Menschheit lebt in Städten. Die Städte sind der Hort unserer Kultur, der Motor unserer Ökonomie, der Proberaum neuer Lebensweisen. Sie sind aber auch für den größten Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich: Die Ballungsräume treiben den Klimawandel voran und werden ihn trotz und wegen der vorhandenen technischen Möglichkeiten deutlich zu spüren bekommen. Neben dem Verkehr und der industriellen Produktion ist der gebäudebezogene Energieverbrauch eine der wesentlichen Ursachen des städtischen CO2-Ausstoßes. Wer dem Klimawandel zu Leibe rücken will, muss sich also mit der Bautätigkeit der Menschen befassen. "Greening the city" heißt nicht von ungefähr der neue Trend. Welche Antworten eine zukunftsfähige Stadtplanung und Architektur noch geben müssen - davon handeln die Beiträge der Expertinnen und Experten in diesem Band.
Schriften zur Ökologie, Band 5:
Urban Futures 2030
Visionen künftigen Städtebaus und urbaner Lebensweisen
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, Juni 2009, 96 Seiten, zahlreiche Photos
ISBN 978-3-86928-008-0
Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Tel. 030-285340
Fax: 030-28534109
E-Mail: info@boell.de
Der Band kann auch unentgeltlich als PDF-Datei (2,83 MB) heruntergeladen werden!
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