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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

10.05.2007

Das Klima der Zukunft - Perspektiven, Visionen, Handlungsmöglichkeiten

Reihe: Steigende Meere - verdorrende Landschaften

 

Ursachen, Folgen, Perspektiven des Klimawandels

Klimawandel kann noch verhindert werden!

Im Mittelpunkt des letzten Abends unserer Klima-Reihe stand ein - optimistischer! - Blick in die Zukunft: Unsere Referenten zeigten auf, wie der Klima-Wandel noch abgewendet werden kann und was Politik und Wirtschaft dafür tun können.

Wir dokumentieren die Beiträge als PDF-Dateien zum unentgeltlichen Herunterladen.

Ruth Paulig, MdL 
Klimaschutz - dringend und durchsetzbar
PDF-Datei (ca. 1 MB)

Dr. Wolfgang Sachs 
Gipfelstürmer im Umweltraum
PDF-Datei (ca. 100 KB)

Matthias Kopp 
Unternehmen und Klimawandel
PDF-Datei (ca. 1,2 MB)


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Evangelische Stadtakademie München



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19.04.2007

Mobil sein - ohne das Klima zu ruinieren

Zum Zusammenhang von Klima- und Verkehrspolitik

Die Verkehrspolitik wird allzu oft vergessen, wenn es um mögliche Strategien gegen den Klimawandel geht. Dabei ist der Verkehr sehr wohl in nicht unbeträchtlichem Ausmaß an der zu befürchtenden Erderwärmung beteiligt. Diese Problematik wird sich noch verschärfen, wenn Länder wie China oder Indien den gegenwärtig beschrittenen Weg zur Automobilisierung weitergehen.

Präsentationen der Referenten zum Download!

Prof. Dr. Josef Michael Schopf, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien
Verkehrswende gegen Klimawandel 
Präsentation als PDF-Datei (ca. 800 KB)

Daniel Bongardt, Dipl.-Sozialwissenschaftler, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik
Was die Schwellenländer im Verkehrsbereich gegen den Klimawandel tun können 
Präsentation als PDF-Datei (ca. 500 KB)

Bernd Sluka, Vorsitzender VCD, Landesverband Bayern
Forderungen an Politik und Automobilhersteller 
Präsentation als PDF-Datei (ca. 1 MB)


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Evangelische Stadtakademie München



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29.03.2007

Energ(et)isch handeln gegen Klimawandel

Reihe: Steigende Meere - verdorrende Landschaften

 

Ursachen, Folgen, Perspektiven des Klimawandels

Wenn der Klimawandel noch gestoppt oder wenigsten gemildert werden soll, dann wird die Energiepolitik eines der wichtigsten Handlungsfelder sein, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. Doch gerade dieses Politikfeld gehört - und das nicht erst seit heute - zu den umstrittensten Themenkomplexen überhaupt.

Diskussionsbeiträge als Download!

Statement von Stefan Ulreich, E.ON Energie AG, Bereich Energiepolitik

Statement von Dr. Gerd Rosenkranz, Deutsche Umwelthilfe

Statement von Dr. Uwe Hartmann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Vorstandsmitglied Bundesverband Erneuerbare Energie


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Evangelische Stadtakademie München



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08.03.2007

Ist das Klima noch zu retten? Die Erderwärmung und ihre Folgen

Reihe: Steigende Meere - verdorrende Landschaften

 

Ursachen, Folgen, Perspektiven des Klimawandels

Vortrag und Präsentation von Prof. Dr. Peter Höppe, GeoRisikoForschung, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

PDF-Datei (ca. 1,8 MB)


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Evangelische Stadtakademie München



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07.02.2007

Blühende Wirtschaft und blühende Umwelt?

Zur neuen Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien

Erneuerbare Energien schützen das Klima und nützen der Wirtschaft

Wer das Klima schützen will, hat - jedenfalls in Bezug auf die erneuerbaren Energien - vielfältige Handlungsmöglichkeiten. Dass dies nicht nur der Umwelt nützt, sondern auch regionale Wirtschaftskreisläufe stützt, Arbeitsplätze vor Ort schafft und die regionale Wertschöpfung erhöht, das konnten Johannes van Bergen (am Beispiel der Stadtwerke Schwäbisch Hall), Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker (am Beispiel der Solarenergie) und Birgit Baindl (für einen konkreten Landkreis) eindrucksvoll deutlich machen.

Die Referent/inn/en wiesen aber auch nachdrücklich darauf hin, dass die größte "Energiequelle" - das Energiesparen und die effiziente Energieerzeugung mittel Kraft-Wärme-Kopplung - noch weitgehend ungenutzt ist. Hier sei vor allem auch die Politik gefordert, für bessere Rahmenbedingungen und auch finanzielle Förderung zu sorgen. Entscheidend sei aber auch die individuelle Verhaltensänderung beim "Endverbraucher", sei es beim Stand-by-Verbrauch oder beim Einsatz von Energiesparlampen.

Wir dokumentieren die Beiträge unserer Referent/inn/en als PDF-Dateien zum unentgeltlichen Herunterladen.

Johannes van Bergen (ca. 1,8 MB)

Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker (ca. 1,25 MB)

Birgit Baindl (ca. 8 MB)

ReferentInnen

Johannes van Bergen
Geschäftsführer Stadtwerke Schwäbisch Hall

Birgit Baindl
Vorstand von "ZIEL 21" (Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck e.V.)

Prof. Dr.-Ing. Gerd Becker
FH München, Vorstandsmitglied Solarenergieförderverein Nürnberg


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Evangelische Stadtakademie Nürnberg



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24.01.2007

Renaissance der Atomenergie?

Zur Zukunft von Energie- und Umweltpolitik

Renaissance der Atomkraft? - Auf keinen Fall!

Dass es eine Renaissance der Atomenergie nicht geben wird, darin waren sich die beiden Referenten unserer gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg durchgeführten Veranstaltung einig. Das kam - jedenfalls im Falle von Dr. Klemens Gesell, der ja nicht nur Umweltbürgermeister in Nürnberg ist, sondern auch CSU-Mitglied - für etliche der Anwesenden doch etwas überraschend.

Im Folgenden dokumentieren wir die Präsentationen der beiden Referenten als PDF-Deateien zum unentgeltlichen Herunterladen.

Dr. Klemens Gsell: Energiepolitik und Klimaschutz in Nürnberg

Dr. Gerd Rosenkranz: Renaissance der Atomenergie?

ReferentInnen

Dr. Gerd Rosenkranz
Leiter Politik und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Umwelthilfe e. V., Berlin, Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"

Dr. Klemens Gsell
3. Bürgermeister, Umweltreferent, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Nürnberg

Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus "eckstein", Burgstr. 1-3


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Evangelische Stadtakademie Nürnberg



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11.10.2006

Stadt und Region im Umbruch

Handlungsmöglichkeiten - Gestaltungsoptionen - Modellprojekte

Städte, Gemeinden und ganze Regionen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Wirtschaftsstrukturen befinden sich im Umbruch, die Folgen des demographischen Wandels werden spürbar, die - "gefühlte" oder tatsächliche - Standortkonkurrenz als Folge der Globalisierung erfordert Reaktionen, soziale Segregationserscheinungen müssen bearbeitet werden - und das alles vor dem Hintergrund leerer Kassen. Stadt- und Regionalplanung müssen sich diesen Herausforderungen stellen - auf allen räumlichen Ebenen.

Unsere Tagung versuchte, Antworten auf diese komplexen Fragen zu finden, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zu geben. Anhand von konkreten Projekten und Modellvorhaben wurde die Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt, die Kommunal- und Regionalpolitik auch heute - unter zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen - noch hat.

Wir dokumentieren die Beiträge der Tagung als PDF-Dateien.

Rainer Bohne, Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung, Geschäftsführer SRL, Berlin
Die Gestaltung der schrumpfenden Stadt - ein Überblick
Vortragstext und Tabellen

Ostthüringen - Anpassungsstrategien für ländliche Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang

Christoph Bachmann, FB Stadtplanung, Stadtentwicklung und Landschaftsplanung, Stadt Borken
Schwalm-Eder-West - eine heterogene Region baut um
Präsentation

Stefanie Rohbeck, Fachbereich Zentrale Verwaltung und Stadtentwicklung, Dietzenbach
Dietzenbach 2030 - definitiv unvollendet
Präsentation und Vortragstext

Hans-Dieter Weber, IBA-Koordinator, Merseburg
Merseburg: neue Milieus - neue Chancen
Präsentation

Heike Brückner, Landschaftsarchitektin, IBA-Büro, Dessau
"Zukunft hat in Dessau Tradition"
Präsentation

Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Bremen
Wilhelmshaven - Kooperation beim Stadtumbau
Präsentation

Dr. Albrecht Göschel, langjähriger DIFU-Mitarbeiter, Berlin
Konsequenzen für die kommunale Planungspraxis
Impulsreferat


Partner

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung


Art der Veranstaltung
Tagung



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12.05.2006

Energie in der Kommune

Effizient - dezentral - regenerativ !

 

Kommunalpolitischer Kongress

Energie der Zukunft: effizient und erneuerbar

Ein Umsteuern in der kommunalen Energiepolitik nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch der lokalen Wirtschaft

Die Tage von Uran, Kohle, Erdöl und Erdgas sind gezählt, deshalb muss Energie effizient genutzt und baldmöglichst auf der Basis erneuerbarer Energiequellen erzeugt werden. Das war das Fazit einer energiepolitischen Tagung, zu der sich am vergangenen Wochenende mehr als 70 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auf Einladung des GRIBS-Bildungswerks und der Petra-Kelly-Stiftung im Bildungshaus der Karmeliten in Bamberg trafen. Die vorwiegend grünen und grünnahen Kreis-, Stadt-, und Gemeinderäte lernten dabei vorbildliche Energieprojekte aus ganz Deutschland kennen.

Das ausführliche Auftaktreferat hielt MdB Hans-Josef Fell, energiepolitischer Experte der grünen Bundestagsfraktion. Er stellte die weltweiten Zusammenhänge der Energieträger dar, ebenso wie die Situation in Deutschland und die Möglichkeiten der zukünftigen Energieerzeugung. Er berichtete, dass derzeit die nachwachsenden Rohstoffe einen ernormen "Aufwind" erfahren; z.B. werden vermehrt "Plastik"-Tüten aus Maisstärke verwendet, diese sind zudem auch noch lt. der Verpackungsverordnung DSD-gebührenfrei. Aufgrund des ständig steigenden Ölpreises werden immer mehr Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder mit regenerativen Energien wirtschaftlich. Dem kann sich auch kein Kreis-, Stadt- oder Gemeinderat mehr entziehen. Hans-Josef Fells Empfehlung: früher abgelehnte Anträge zu erneuerbaren Energien und Effizienzanlagen mit aktuellen Primärenergiepreisen durchrechnen lassen! So kann aufgezeigt werden, dass der Rat mit seiner damaligen Ablehnung der Gemeinde großen Schaden zugeführt hat (Steuergelder)!

Die Folien aus dem Vortrag "Erneuerbare Energien als Chance und Aufgabe" und weitere Informationen sind auf der Homepage von Hans-Josef Fell zu finden.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bis zum Jahr 2030 vollkommen energieautark sein und sich nur mit nachwachsenden Energien aus der Region versorgen. Dieses Ziel sei - wie Birgit Baindl von der lokalen Initiative "Ziel 21" berichtete - nicht nur aus umweltpolitischen Gründen formuliert worden, sondern weil der Einkauf von Öl, Gas und Kohle der Region extrem viel Kaufkraft entziehe. "Durch die Versorgung mit erneuerbaren Energien aus dem Landkreis bleibt die Wertschöpfung in der Region und gleichzeitig können viele neue Arbeitsplätzen geschaffen werden", betonte Baindl.

Präsentation als PDF-Datei

Joachim Lorenz, berufsmäßiger Stadtrat und Referent für Gesundheit und Umwelt in München, schilderte die Erfolge der Landeshauptstadt beim Klimaschutz. Ein Ämter übergreifendes kommunales Energiemanagement, gezielte Energie- und Förderberatung, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Stadt sowie spezielle Münchner Förderprogrammen tragen dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. "Das nützt nicht nur der Umwelt, sondern entlastet auch den städtischen Haushalt spürbar", weshalb, wie Lorenz ausführte, neuerdings auch der Münchner Kämmerer die Energiesparprogramme finanziell unterstütze.

Präsentation als PDF-Datei

Kommunale Stadtwerke können zum Motor für Energiesparen und erneuerbare Energien werden und wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie - wie beispielsweise die Stadtwerke Schwäbisch Hall - ihre gesamte Firmenphilosophie und ihre Tätigkeitsfelder genau darauf ausrichten. Das konnte Dipl.-Ing. Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, seinen Zuhörern mit einer Vielzahl von Beispielen vermitteln. Es sei für vorausschauend handelnde Stadtwerke betriebswirtschaftlich zwingend notwendig, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energie in Form von Kraft-Wärme-Kopplung effizient einzusetzen, weil in einigen Jahren Erdgas und Erdöl nicht mehr zu bezahlbaren Preisen vorhanden seien. Schwäbisch Hall setzt deshalb bewusst und wirtschaftlich erfolgreich auf den verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, das wachsende Angebot von Contracting-Leistungen, den Einsatz von Netzleittechnik und die Investition in erneuerbare Energien.

Präsentation als PDF-Datei

Wie es einer Gemeinde schon heute möglich ist, ihren gesamten Bedarf an Strom und Wärme durch erneuerbare Energien zu decken, erläuterte Volker Ruwisch, Projektmitarbeiter beim Bioenergiedorf Jühnde (Niedersachsen). Strom und Wärme werden dort vollständig mit vor Ort erzeugtem Biogas und aus Holzhackschnitzeln der örtlichen Wälder erzeugt. "Das schafft nicht nur ein sicheres Einkommen für die ortsansässigen Landwirte, sondern auch sichere und kalkulierbare Energiepreise sowie Versorgungssicherheit und fördert nicht zuletzt die Dorfgemeinschaft", fasste Ruwisch zusammen.

Weitere Informationen zum Bioenergiedorf Jühnde:
Homepage Jühnde
Homepage Forschungsprojekt zum Bioenergiedorf an der Uni Göttingen
Präsentation als PDF-Datei (7 MB)

Wolfgang Böhm von der Energieagentur Oberfranken zeigte auf, welches Energiesparpotenzial vor allem in kommunalen Liegenschaften besteht. "Leider werden diese Potenziale noch viel zu wenig genutzt, obwohl man hier oft mit geringem finanziellen Aufwand sehr große Erfolge erzielen kann", betonte Böhm. Die Energieagentur Oberfranken hilft den Kommunen, aber auch Privatpersonen und Gewerbebetrieben, diese Einsparpotenziale aufzufinden und zu realisieren.

Weitere Informationen:
Homepage Energieagentur Oberfranken

Die Exkursion zum Dom durch die Altstadt Bambergs brachte es ans Tageslicht: der mit vielen denkmalpflegerischen Auflagen belegte Dom wird mit Hilfe intelligenter Nutzung mit Wärme, Frischluft und geregelter Feuchtigkeit für den Sandstein versorgt. Ein kleiner Dachs (BHKW 5,5 el von Senertec, Schweinfurt) liefert Wärme und Strom, eine computergeregelte Anlage fühlt die benötigte Feuchtigkeit ab und pustet diese bei Bedarf ins Innere des mittelalterlichen Gebäudes. Interessant: die Erzdiözese Bamberg hat einen Beschluss gefasst, dass bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen 50 Prozent CO2-Einsparung erreicht werden muss.

 


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GRIBS-Bildungswerk e.V.



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18.04.2006

20 Jahre Tschernobyl

Eine Liquidatorin berichtet

Natalia Manzurova, eine der LiquidatorInnen, warals ausgebildete Radiobiologin von 1987 bis 1991 in Tschernobyl bei den Aufräumarbeiten beteiligt. Sie erzählte von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und den Arbeiten, die nach der Explosion des Blocks 4 der Tschernobyl-Reaktoren von den LiquidatorInnen zu leisten waren. Trotz der immens hohen Strahlung waren unmittelbar nach der Katastrophe Menschen damit beschäftigt, den Reaktorbrand zu löschen. Die LiquidatorInnen mussten unter schwierigsten Bedingungen dafür sorgen, dass die Freisetzung von Radioaktivität aus dem explodierten Reaktor gestoppt wird. Mit eindrucksvollen Bildern veranschaulichte Frau Manzurova die Auswirkungen der Havarie vor Ort und erzählte vom Leid und Elend der Betroffenen, seien es die an den Aufräumarbeiten Beteiligten oder die Bevölkerung, die – leider viel zu spät – evakuiert wurde, um nie mehr in ihre Häuser zurückzukehren.

Nachdem sich der Gesundheitszustand von Natalia Manzurova in den Folgejahren zunehmend verschlechterte und sie schließlich von der Regierung als Invalidin anerkannt wurde, gründete sie 1999 den "Verband der Tschernobyl-Invaliden", den sie seither auch leitet.

Dipl. Phys. Karin Wurzbacher schilderte die Auswirkungen, die der Reaktorunfall in Tschernobyl bei uns verursacht hat. Gerade in Süddeutschland ist auch heute noch eine hohe radioaktive Belastung bedingt durch den Tschernobyl-Fallout und -Washout vorhanden. Während in Ernteprodukten von Äckern und Wiesen kaum noch radioaktives Cäsium nachzuweisen ist, können Waldprodukte zum Teil noch erheblich belastet sein. Frau Wurzbacher zeigte mit Bezug auf die derzeitige Energiedebatte auf, dass eine Energiewende – weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien – keine Utopie ist.


Partner

Umweltinstitut München e.V.

Women in Europe for a Common Future (WECF),


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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30.03.2006

Mythos Atomkraft - Ein Wegweiser

Atomkritisches Know-How wird aktualisiert

Nach dem "Ausstiegskompromiss" der rot-grünen Koalition schien es einige Zeit, als sei die Atomkraft tatsächlich ein Auslaufmodell. Das hat sich – leider – geändert. Angesichts galoppierender Ölpreise (Peak-oil scheint nicht mehr weit entfernt!) und der drohenden Klimakatastrophe versucht die Atomlobby verstärkt, sich wieder ins Gespräch zu bringen. Auf der anderen Seite zeigt gerade der 20. Jahrestag des GAU in Tschernobyl am 26. April 2006, welch immense Risiken diese Technologie in sich birgt und welch verheerende Folgen es hat, wenn diese Risiken plötzlich nicht mehr beherrschbar sind.

Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, dass dem "Mythos Atomkraft" – am besten, ehe er überhaupt entstehen kann – eine grundlegende Aufklärung über die Fakten gegenübergestellt wird. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin in Auftrag gegebene Studie gleichen Titels fasst den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Atomenergie zusammenfassen. 

Die Studie steht auch als Online-Dokument (PDF-Format) zum unentgeltlichen Download zur Verfügung.

Die Einleitung von Gerd Rosenkranz, die sehr guten Überblick über die Quintessenz der Studie gibt und hervorragend geschrieben ist, ist ebenfalls als Download erhältlich.

ReferentInnen

Dr. Felix Matthes
Öko-Institut, Koordination Bereich "Energie & Klimaschutz", Mitverfasser der Studie "Mythos Atomkraft"

Dr. Ludwig Trautmann-Popp
Energiereferent, Bund Naturschutz in Bayern


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin



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