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19.02.2003
Eine Vortragsreihe für Eltern, Lehrer, Fachkräfte und Selbstbehauptungstraining für Schülerinnen und Schüler
Ausgehend von der Tatsache, dass das Problem "Mobbing in Schulen" zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist bzw. nicht öffentlich diskutiert wird, entschied sich der AK Familien in Gostenhof, hierzu eine Veranstaltungsreihe für verschiedene Zielgruppen anzubieten.
Der erste Informationsabend am 19.2. 03 war an die Eltern gerichtet. Mit einem sehr anschaulichen Vortrag erfuhren die Eltern, wie ein Mobbingprozess innerhalb eines Klassenverbandes entstehen kann und welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen. Den größten Raum nahmen die Informationen ein, was Eltern tun können, diesen Kreislauf zu unterbrechen und zwar auf Seiten des Opfers und auf Seiten des Täters. Die anschließende Diskussion offenbarte, dass genau die betroffenen Eltern unsere Veranstaltung besuchten, die mit der Vermittlungsrolle der Schule bei diesem Problem unzufrieden waren.
Die zweite Veranstaltung am 26. 2. 03 Richtete sich an die Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte und gab zunächst Grundinformationen. Ein wichtiger Aspekt für diese Zielgruppe war die Frage, wie man einen Fall von „Mobbing“ in der Klasse erkennen kann. Ganz wichtig ist dabei, dass dem Opfer geholfen werden muss und es nicht als Verlierer aus diesem Mobbing-Prozess hervorgehen darf. Dabei kommt den Schulen und den Lehrern eine Schlüsselfunktion zu. Die Schule muss aktiv werden und je nach Gegebenheit in Zusammenarbeit mit den Eltern den Täter in die Schranken weisen. Der Vortrag endete mit Hinweisen auf zusätzliche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb der Schule.
Der dritte Termin „Mobbing unter Schüler/innen" war für türkische Eltern gedacht.
Diese Veranstaltung war von gleichem Inhalt wie die für deutsche Eltern, nur wurde der Aspekt „Migration“ als Ursache von Mobbing deutlicher diskutiert und beraten. Für die türkischen Eltern war es ganz wichtig zu erfahren, dass sie sich in jedem Fall an die Schule, an die Klassenlehrer/innen wenden müssen und dass „Mobbing“ auch bei deutschen Schüler/innen anzutreffen ist.
Die beiden Selbstbehauptungstrainings, eines für Jungen, eines für Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren waren die praktischen Angebote für die betroffenen Schüler/innen selber.
Bei den Mädchen mussten Anmeldungen zurückgewiesen werden, da der Andrang zu groß war. Bei den Jungen kamen die Anmeldungen spärlicher. Offensichtlich ist bei den Jungs bzw. den Eltern von Jungen das Bewusstsein, Probleme anzugehen, weniger ausgeprägt.
Partner
Arbeitskreis Frauen und Familien in Gostenhof
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09.06.2002
Claudia Roth, ehemals Managerin von "Ton, Steine, Scherben", ist als Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Partei. Die Musikgruppe "Ton, Steine, Scherben" war sehr politisch. Später ging Claudia Roth "ganz" in die Politik. Wo ist dort Kultur? Shary Reeves ist Schauspielerin, spielt u.a. in "Marienhof" (ARD-Serie). Sie beobachtet die Geschehnisse auf der politischen Bühne sehr kritisch.
Shary Reeves und Claudia Roth
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23.01.2002
Denkmalschutz braucht Staat und Privatinitiative
"Privatinitiative statt staatlicher Gängelung?" - diese provokante Frage hatte die Petra-Kelly-Stiftung als Motto einer gemeinsam mit der Akademie für politische Bildung in Tutzing veranstalteten Tagung formuliert, die sich mit den Perspektiven des Denkmalschutzes auseinandersetzte. Die überwiegende Antwort der TeilnehmerInnen - ein illustrer Kreis aus Behördenvertretern, Architekten, Kommunalpolitikern und Mitgliedern von Denkmalschutz-Bürgerinitiativen - war ein beherztes "Sowohl-als auch".
Rund eineinhalb Jahre, nachdem eine von Dieter Hoffmann-Axthelm für die Bundestagsfraktion der Grünen verfasste "Streitschrift" für erheblichen Wirbel im bundesdeutschen Blätterwald und in Denkmalpflege-Kreisen gesorgt hatte, schien die Gelegenheit reif für eine Bilanz der Debatte und einen Blick in die Zukunft. Dass dies nicht einfach sein würde, dass die Fronten ziemlich verhärtet sind, dass Polemik immer noch vorherrscht, wo jetzt eher der Blick auf Gemeinsamkeiten notwendig wäre, zeigten bereits die beiden Einleitungsreferate von Dieter Martin vom Institut für Denkmalpflege der Universität Bamberg und renommierten Kommentator der bundesdeutschen Denkmalschutzgesetze sowie von Hoffmann-Axthelm selbst. Martin beharrte darauf, dass das rechtliche "System des Denkmalschutzes" zwar im Detail verbesserungswürdig, im Ganzen jedoch in sich schlüssig sei und Gewähr für "willkürfreien" Denkmalschutz biete. Hoffmann-Axthelm seinerseits plädierte wieder für eine "Entstaatlichung" der Denkmalpflege - ohne genau angeben zu können, wie denn der Denkmalschutz in - wie von ihm vorgeschlagen - öffentlich-rechtlicher Form organisiert sein solle. Seine Verweise auf das Ausland - England und Schweiz - blieben vage und nicht recht überzeugend.
Ursache für die unverminderte Konfrontation könnte der - gewiss missverständliche - Begriff der "Entstaatlichung" sein, der bei engagierten Denkmalschützern schnell das Schreckensszenario eines von gesetzlichen Regelungen nicht mehr behinderten freien Spiels der Marktkräfte enstehen lässt, bei dem schützenswerte Gebäude in Privathand umstandslos der Abrissbirne zum Opfer fallen würden. Doch davon kann keine Rede sein. So haben die Grünen in einem Eckpunktepapier vom September 2001 mittlerweile deutlich klar gestellt, dass es gelte, den "Denkmalschutz als staatliche Aufgabe" zu erhalten und demokratisch weiter zu entwickeln und gleichzeitig eine "Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für den Denkmalschutz" zu erreichen. Wer wollte diesen Zielvorgaben widersprechen?
So wurde im Verlauf der Tagung auch deutlich, dass es etliche gemeinsame Anknüpfungspunkte zwischen den auf den ersten Blick so divergierenden Positionen gibt. Einig sind sich nämlich alle, wenn es um eine Verbreiterung des Denkmalschutzgedankens in die Gesellschaft, um eine Stärkung bürgerschaftlichen Engagements jenseits der staatlichen Denkmalpflege geht. Und einen Konsens gibt es wohl auch hinsichtlich der Notwendigkeit, dass sich auch die Denkmalschutzbehörden selbst verändern müssen: weg von der obrigkeitsstaatlichen Oktroyierung von für viele Denkmalbesitzer nicht nachvollziehbaren Auflagen, hin zur Beratung, zur Hilfe bei der Suche nach guten und kostengünstigen Lösungen für die Gestaltung von Bauvorhaben in denkmalgeschützten Gebäuden. Offenheit dafür signalisierte der oberste bayerische Denkmalschützer, Generalkonservator Egon Johannes Greipl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege: "Die Bauherren müssen die Denkmalpflege nicht als einen Teil des Problems begreifen, sondern als einen Teil der Lösung."
Wie stark bürgerschaftliches Engagement für den Denkmalschutz heute schon ist, demonstrierten eindrucksvoll die VertreterInnen der nach Tutzing eingeladenen Bürgerinitiativen aus ganz Bayern. Stand am Beginn dieser Initiativen meist die "Wut" über den geplanten oder tatsächlichen Abriss eines als wertvoll empfundenen Gebäudes, so entwickelten diese Bürgervereinigungen rasch umfangreiche Aktivitäten, die über Protest und Demonstrationen weit hinaus gingen. Die "Altstadtfreunde Nürnberg" beispielsweise haben mittlerweile mit hohem finanziellem Aufwand 18 Nürnberger Häuser gekauft, vor dem Verfall gerettet und in vorbildlicher Weise saniert. Auch in Coburg konnte die Gemeinschaft Stadtbild Coburg - mit finanzieller Unterstützung eines ansässigen Unternehmens - Zuschüsse zu etlichen Sanierungen und Renovierungen geben. Die "Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg" hat ihre Tätigkeit inzwischen über den Bereich des Denkmalschutzes hinaus längst ausgeweitet und ist als "Träger öffentlicher Belange" ein anerkannter Partner in Sachen Stadtentwicklung. Dem "Forum Passau" ist es mit einer regelmäßig erscheinenden Zeitung gelungen, einen kritischen Farbtupfer in die schwarz eingefärbte Passauer Presselandschaft zu setzen, der die Bürgerschaft mit Hintergrundinformationen versorgt, die anderswo eben nicht zu lesen sind. Der "Jura-Haus-Verein" in Eichstätt kümmert sich nicht nur um den vom Abriss bedrohten Häuserbestand im Altmühltal, sondern wirkt durch Patenschaften für gefährdete Denkmäler mittlerweile auch in Mecklenburg-Vorpommern.
Nicht immer freilichlich ist dieses Engagement von Erfolg gekrönt, wie das "Forum Augsburg lebenswert" bei seinen Bemühungen um den Erhalt des einmaligen Ensembles im so genannten "Textilviertel" erleben musste. Hier setzte sich das Interesse des kapitalkräftigen Investors gegen alle Empfehlungen von Denkmal- und Heimatpflege durch. Seine Pläne wurden vom Stadtrat abgesegnet. Der Folgerung "Hier hätten wir uns durchaus mehr "staatliche Gängelung"; im Sinne des Denkmalschutzes gewünscht!" konnten die anwesenden VertreterInnen der Bürgerinitiativen aus eigener Erfahrung nur zustimmen.
Dr. Gerd Rudel
Die Dokumentation der Tagung ist im Rahmen unserer "Kommunalpolitischen Schriftenreihe" erschienen und kann als PDF-Dokument unentgeltlich heruntergeladen werden.
Partner
Akademie für politische Bildung Tutzing
Art der Veranstaltung
Tagung
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Dokument
Trainings und Konzepte zur interkulturellen Arbeit
Die Dokumentation der Tagung mit Beiträgen von u.a. Prof. Dr. Karl-Heinz Flechsig, Stefan Schmid, Bernhard Apel sowie Wolfgang Dressler (insg. 30 Seiten) können Sier als PDF-Datei (390 KB) unentgeltlich herunter laden.
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20.10.2000
Aktuelle Ansätze kommunaler Gewaltprävention
Tagungsdokumentation als PDF-Datei (420 KB) zum unentgeltlichen Herunterladen!
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