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27.03.2009 - 19:00
Ein Theaterstück über die aufhaltsame Privatisierung des Wassers
Das Trinkwasser wird knapp. Dadurch empfiehlt es sich für das nach profitablen Anlagen suchende Kapital. Kein Land, das nicht versucht, die Wasserversorgung zu privatisieren.
Keine Privatisierung, der nicht Katzenjammer folgt. Die Konzerne investieren nicht ausreichend ins Netz, die Qualität des Wassers sinkt, ein Großteil der Angestellten wird entlassen, die Wasserpreise steigen horrend.
Trotz diese Erfahrungen wird mit Hilfe kurzsichtiger oder korrupter Politiker, aber auch mit Hilfe der Weltbank und sogar mit Unterstützung des deutschen BMZ die Privatisierung der Wasserversorgung weiter vorangetrieben. Weltweit stehen die Menschen dagegen auf, dass ihnen ihr wichtigstes öffentliches Gut entrissen wird.
Im Mittelpunkt des Stückes steht der "Wasserkrieg von Cochabamba" im Jahr 2000 in Bolivien. Nach Tariferhöhungen bis zu 300 %, der Enteignung ihrer Brunnen und dem Ansinnen, selbst für aufgefangenes Regenwasser an den Bechtel-Konzern zu zahlen, ging die Bevölkerung auf die Barrikaden. Vier Monate lang tobte der Kampf. Am Ende verließen die Manager fluchtartig das Land, und das Wasser ging wieder in die öffentliche Hand zurück.
Mit dieser Handlung werden andere Schauplätze des Kampfes verbunden: vor allem Berlin, aber auch Hamburg, Münster, Beilrode-Arzberg, London Jakarta, Manila u.a. Die Figuren im Stück sind ausgedacht, der zugrundeliegende Sachverhalt ist es nicht. In dieser Gangsterkomodie ist leider nur wenig erfunden. Die Inszenierung führt im Stil eines Comics die weltweite Auseinandersetzung um das Wasser vor: Szenen des Verbrechens, des Leidens und des Aufbegehrens, des organisierten Protestes und des Siegs.
Die Privatisierungen sind aufhaltbar.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich bei:
ReferentInnen
Die Berliner Compagnie ist ein Theater, das sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigt. 1982 hervorgegangen aus der Friedensbewegung, versteht es sich als alternatives politisches Tourneetheater.
Veranstaltungsort
Stadthalle Langenzenn
Kosten
Vorverkauf; 14,00 (12,00 ermäßigt), Abendkasse 16,00
Partner
Weltladen Caracol, Langenzenn
Art der Veranstaltung
Theateraufführung
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25.03.2009
Gibt es so etwas wie einen "klugen Konsum", der Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen nützt und zugleich den Abstand zwischen armen und reichen Teilen der Welt verringert?
Dieser Frage gingen Maria J. Welfens vom Wuppertal-Institut und Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender von TransFair, in zwei inhaltsreichen Vorträgen nach. Die Antwort: Ja, der Konsument und die Konsumentin haben zweifellos "Nachfragemacht" und können so die Produktpolitik der Unternehmen beeinflussen. Doch ebenso wichtig sind Rahmenbedingungen, die von der Politik gesetzt werden müssen, und ein neues Verantwortungsgefühl für Nachhaltigkeit und soziale Verpflichtung in den Unternehmen selbst.
Wir können Ihnen die umfangreichen Präsentationen, die den Vorträgen zugrunde lagen, als PDF-Dateien zum unentgeltlichen Herunterladen anbieten.
Präsentation von Dr. Maria J. Welfens (ca. 10 MB)
Präsentation von Heinz Fuchs (ca. 10 MB)
ReferentInnen
Dr. Maria Jolanta Welfens
Projektleiterin in der Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren" am Wuppertal-Institut
Heinz Fuchs
Vorstandsvorsitzender von TransFair, Evangelischer Entwicklungsdienst, Bereich Unternehmensverantwortung und Tourism Watch
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
Mission EineWelt
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07.03.2009
"Der Ausstieg ist möglich und notwendig!"
So ließ sich das Fazit der Tagung "Atomkraft am Ende?" zusammenfassen. Schon in seiner Begrüßung hatte Landshuts 2. Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner der Hoffnung Ausdruck verliehen, das Fragezeichen im Tagungstitel möge am Schluss der Tagung in ein Ausrufzeichen verwandelt werden...
Dr. Felix Matthes vom Öko-Institut verwies die Behauptung, nach der Abschaltung der AKW entstehe eine "Stromlücke", ins Reich der Legende. Eine Entlastung bei der CO2-Produktion könne durch längere Laufzeiten von Atomkraftwerken ebensowenig erreicht werden wie eine Verringerung der Stromkosten für die VerbraucherInnen. Die einzig erfolgversprechende Strategie für die Zukunft besteht - so Matthes - neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in mehr Energieffizienz (Stichwort: Kraft-Wärme-Kopplung) und Energieeinsparung. So könne allein durch das Abschalten von Nachspeicherheizungen die benötigte elektrische Leistung um 10% verringert werden.
Rebecca Harms, grüne Europaabgeordnete, forderte eine ergebnisoffene Standortsuche nach einem geeigneten Atommülllager. Sie monierte, dass sich die Bundesrepublik in dieser Hinsicht nach wie vor auf dem Stand der siebziger Jahre befinde und sich weigere, die Konzepte der vergangenheit zu überprüfen. Ein neues Suchverfahren sei unabdingbar. Dabei müsse die Transparenz des Verfahrens und eine optimale Partizipation der BürgerInnen gewährleistet werden.
Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut in München erläuterte die Ergebnisse der sog. Kinderkrebsstudie. Ihr Fazit: "Die Strahlenbelastung in KKW-Nähe ist bislang die einzig plausible Erklärung für die erhöhte Leukämierate, auch wenn die Größe des Effekts dem gegenwärtigen Stand der radiobiologischen Wissens widerspricht." Andere Erklärungen seien unplausibel.
Isar 1, das bei Landshut gelegene AKW, ist ein akutes Sicherheitsrisiko, so die These von Oda Becker, unabhängige Gutachterin für Kernkrafttechnik aus Hannover. diese Altanlage sei störanfällig, was durch den Alterungsprozess noch potenziert werde. Becker verwies auf die Gefahr von Bränden, die Korrosion in Rohrleitungen, Auslegungsdefizite und das hohe Risiko durch Terrorangriffe.
100% erneuerbare Energien in Europa sind möglich - das konnte Rainer Hinrichs-Rahlwes, während der rot-grünen Koalition Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium und jetzt Vorstandsmitglied im Bundesverband Erneuerbare Energien, eindrucksvoll nachweisen. Erneuerbare Energien bieten - so Hinrichs - ein unerschöpfliches Potenzial für nachhaltige und sichere Energieversorgung und zur Reduzierung der Treibhausgase. Der Umstieg in wenigen Jahrzehnten sei sowohl notwendig als auch möglich - vorausgesetzt die notwendigen Rahmenbedingungen werden rechtzeitig geschaffen.
Die Präsentationen von vier Vorträgen liegen als PDF-Dateien vor und können unentgeltlich heruntergeladen werden:
Präsentation von Dr. Felix Chr. Matthes (ca. 190 KB)
Präsentation von Karin Wurzbacher (ca. 1,2 MB)
Präsentation von Oda Becker (ca. 450 KB)
Präsentation von Rainer Hinrichs-Rahlwes (ca. 3,8 MB)
Einige Eindrücke von der Tagung vermittelt unsere Bildergalerie.
ReferentInnen
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10.02.2009
Machenschaften eines Biotech-Konzerns
Die Journalistin und Autorin Marie-Monique Robin
schilderte eindrucksvoll den über 100 Interessierten, mit welch fragwürdigen Aktivitäten der Monsanto-Konzern mittlerweile zum größten Saatguthersteller weltweit avanciert ist. Sie zeigte die Gefahren auf, die von den Produkten und der Macht des Konzerns ausgehen. 90 Prozent (!!) der heute angebauten gentechnisch veränderten Organismen, darunter Soja, Raps und Mais, sind Monsanto-Patente. Damit ist der Konzern nicht nur wesentlich dafür verantwortlich, dass sich gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf der ganzen Welt ausbreiten, ohne dass deren Folgen für Mensch und Natur ernsthaft geprüft oder kontrolliert würden. Bald könnte der "Big Brother" der Biotech-Landwirtschaft, seit 2005 größter Saatgutproduzent der Welt, die gesamte Nahrungsmittelkette kontrollieren.
Marie-Monique Robin wies vor allem auf drei Probleme eindringlich hin:
Sepp Daxenberger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bayerischen Landtag und seit Jahrzehnten als Öko-Bauer tätig, beleuchtete die politische Seite des Einsatzes von GVO in der Landwirtschaft und kritisierte vor allem die Haltung der Bayerischen Staatsregierung. zwar sei neuerdings ein Abrücken von alten Positionen feststellbar. Dies sei aber solange nicht glaubwürdig, wie der GVO-Anbau in Bayern auf Flächen passiere, die dem Freistaat Bayern gehören. Daxenberger forderte neben einer Veränderung der politischen Rahmenbedingungen aber auch alle Anwsenden auf, sich aktiv für eine Gentechnik-freie Landwirtschaft einzusetzen und auch das eigene Verbraucherverhalten entsprechend auszurichten.
Das Buch:
Marie-Monique Robin
MIT GIFT UND GENEN
Wie der Biotech-Konzern Monsanto
unsere Welt verändert
Deutsche Verlagsanstalt, München 2009
463 Seiten
Weiterführende Informationen und Links:
Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
Betriebsmitteldatenbank für den ökologischen Landbau und Nahrungsmittelherstellung ohne Gentechnik
Gentechnikfreie Regionen in Deutschland
Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft
Marion Ruppaner, Bund Naturschutz in Bayern e. V.
Tel.: 0911 81 87 8-20
Mail
Internet
Informationsdienst Gentechnik
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Bundestagsfraktion: Gentechnik auf dem Acker
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Bundestagsfraktion: Vielfalt statt Agro-Gentechnik
Das Podium (von links nach rechts): Marie-Monique Robin, Herbert Fuehr (Moderation) und Sepp Daxenberger
Empfohlene Weblinks
www.gentechnikfreie-regionen.de
www.bund-naturschutz.de/fakten/gentechnologie/buendnis-bayern.html
www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/95/95233.gentechnik_auf_dem_acker.pdf
Partner
Deutsche Verlagsanstalt
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22.11.2008
Ergebnisse der Kinderkrebsstudie
Risiken älter werdender Kernkraftwerke
Welchen Anteil an der Krebsentstehung hat die radioaktive Strahlung und auf welche Ursachen sind die Ergebnisse der bun-desweiten Kinderkrebsstudie zurückzuführen?
Dies diskutierten im ersten Teil der süddeutschen Fachtagung "Atomkraftwerke und die Folgen" Umweltschützer und Ärzte. Der Ulmer Facharzt für Allgemeinmedizin Reinhold Thiel stellte die Ergebnisse der Kinderkrebsstudie vor. Diese im Auftrag der Bundesregierung gemachte Untersuchung hat die Hauptfragestellung:
Verursachen radioaktive Emissionen aus den deutschen Kernkraftwerken eine Zu nahme von Krebserkrankungen bei Kleinkindern?
Da man praktisch nicht messen kann, mit wie viel Strahlung ein Mensch in der Vergangenheit belastet wurde, einigten sich die Experten darauf, die Entfernung zwischen den Wohnorten der Kleinkinder und den Kernkraftwerken als Ersatzgröße für die Strahlenbelastung zu messen.
Ergebnis der Studie:
Je näher ein Kleinkind an einem Kernkraftwerk wohnt, desto größer ist die Gefahr, dass es an Krebs, speziell an Leukämie erkrankt. Die meisten Formen der Leukämie gelten aber gerade als strahleninduziert.
Die Kernkraftwerke und ihre Wissenschaftler sagen jedoch, dass die radioaktiven Emissionen ihrer Atomanlagen weit unter den Grenzwerten lägen und insofern nicht die Ursache der überhöhten Zahl von Krebserkrankungen in der Nachbarschaft der Kernkraftwerke sein könnten.
Hier setzte der Vortrag des Münchner Mediziners und Professors für Strahlenbiologie Edmund Lengfelder ein: Es ist schärfsten zu rügen, dass die Grenzwerte nicht vorrangig dem Gesundheitsschutz dienen und dass sogar Wissenschaftler zu Fälschungen bereit waren, um die Folgen der Kernkraftwerke zu verschleiern. Neben Pestiziden und Benzol verursache auch die natürliche Strahlung viele Krebskrankheiten. Als Strahlung teffe uns sowohl die aus dem Weltall kommende Höhenstrahlung, wie auch die aus der Erde kommende terrestrische Strahlung. Beide verursachten zweifelsohne Tumore. Hinzu käme aber auch in beträchtlichem Maße die aus technischen Anlagen rührende Strahlung. Zu viel Röntgen sowie die radioaktiven Gase und Abwässer aus den Kernkraftwerken seien in Deutschland für jährlich hunderte von Krebserkrankungen verantwortlich.
Heftig kritisierte Professor Lengfelder anhand von Zitaten der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP), dass bei der Festlegung von Grenzwerten für die Atomanlagen sowohl die Gefahr von Krebserkrankungen vernachlässigt wird als auch dem geschäftlichen Interesse der Anlagenbetreiber ein skandalös hohes Gewicht zugebilligt würde. Leitlinie für die Bestimmung der Strahlengrenzwerte sei die Gefahr von Missbildungen der nächsten Generation bei Eltern bis 3o Jahren gewesen, nicht aber der Schutz der Bevölkerung vor Strahlenkrankheiten.
Die Hintergründe der Festlegung der Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch die Atomanlagen war den meisten Tagungsbesuchern neu und löste heftige Reaktionen aus.
Der Berliner Physiker Wolfgang Neumann stellte dar, dass die radioaktiven Emissionen von den Kernkraftwerken selber gemessen werden. Der Staat kontrolliere lediglich und messe einige Immissionswerte. Veröffentlicht würden jedoch nur zusammengefasste Werte, keine Spitzenwerte. Einblick in Einzelmessungen und Messprotokolle würden unter dem Vorwand "Geschäftsgeheimnis" verweigert.
Sie werden älter, sie werden gefährlicher
Im zweiten Teil der Tagung schilderte der Physiker Neumann, der auch in Ausschüssen der Reaktorsicherheitskommission mitgearbeitet hat, dass die heute noch laufenden alten Atomkraftwerke auf Konzepten der 1960er Jahre basieren. Damals hat man beispielsweise versucht, die Anlagen gegen den Absturz von Starfightern zu wappnen. Die Bedrohung durch den Absturz heute im Verkehr befindlicher Flugzeugtypen wie auch durch Terrorangriffe rühre aus erheblich größeren "Kalibern". Diesen seien fast alle deutschen Kernkraftwerke nicht gewachsen.
Auffällig sei auch, dass in den alten deutschen Atomkraftwerken bei den im abgeschalteten Zustand möglichen Untersuchungen immer wieder Risse und Korrosion an unerwarteten Stellen in den Rohren und Armaturen gefunden würden. Selbst die mit der Zeit nachlassende Isolationswirkung von Kabeln bereite Sorgen. Diese habe bisher schon zu mehreren Bränden in Atomkraftwerken geführt.
Da in Kernkraftwerken die Materialien wie in anderen technischen Anlagen durch die Temperaturen und Drücke sowie deren Veränderungen belastet würden, und zusätzlich noch der materialschwächenden Neutronenstrahlung ausgesetzt seien, würden die Störungen in den alten Anlagen zunehmen, wie die AKW in Biblis, Brunsbüttel und Krümmel drastisch gezeigt hätten.
Veranstalter der Tagung war die Bürgerinitiative FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V., die Ärzteorganisation IPPNW, der Bund Naturschutz und die Petra Kelly Stiftung.
R.K.
ReferentInnen
Professor Dr. med. Dr. h.c Edmund Lengfelder
Strahlenbiologe und Arzt
Reinhold Thiel
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. Alfred Körblein
Physiker und Statistikexperte
Wolfgang Neumann
Diplomphysiker
Raimund Kamm
FORUM und BN Augsburg
Christine Kamm
MdL, Petra-Kelly-Stiftung
Partner
FORUM
Bund Naturschutz
IPPNW
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20.11.2008
Warum scheitern so viele verkehrspolitische Projekte, die eigentlich auf stimmigen Ideen und nachhaltigen Konzepten beruhen? Das war die Ausgangsfrage, die unsere gemeinsam mit dem Planerverband SRL durchgeführte Tagung prägte. Denn genau dieses Problem kennt wohl jeder, der sich intensiv mit Verkehrspolitik befasst, meist aus eigener leidvoller Erfahrung.
Im Mittelpunkt der Tagung stand deshalb der Planungsprozess, in dessen Verlauf diese Konzepte und Ideen umgesetzt werden sollen. Worauf ist dabei zu achten? Welche "Verbündeten" kann man gewinnen? Wie soll man mit "Opponenten" umgehen? Wie kann die Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing für das Projekt gestaltet werden?
Solche und ähnliche Fragen stellten sich die Teilnehmenden und versuchten in vier Foren, die sich mit konkreten Projektideen befassten, eine stimmige Antwort darauf zu finden.
Wir dokumentieren die Vorträge der Tagung sowie die Ergebnisse der einzelnen Foren.

Ute Jansen:
Ansätze nachhaltiger Verkehrspolitik. Beispiele - Erfolgsfaktoren - Hemmnisse
Präsentation von Ute Jansen (ca. 200 KB)
Mechtild Stiewe:
Vom Konzept zur Umsetzung - der Planungsprozess als Erfolgsfaktor
Präsentation von Mechtild Stiewe (ca. 200 KB)
Literaturhinweis:
Herbert Kemming u.a.: Nachhaltige Verkehrspolitik - Akteure und Prozess. Ein Leitfaden, ILS NRW Schriften 206, Dortmund 2007
Forum 1: "Shared Space" in einer Kleinstadt
Szenario (ca. 200 KB)
Präsentation von Jörg Thiemann-Linden (ca. 3,7 MB)
Ergebnisse des Forums (ca. 20 KB)
Weiterführende Links zum Thema "Shared Space":
Europäisches "Shared Space"-Forschungsprojekt
Wolfgang Pohl: Shared Space - die Zukunft des öffentlichen Raumes?
"Shared Space"-Pilotprojekt in Bohmte, Niedersachsen
Arndt Schwab: Mischflächen - "Shared Space" und "Begegnungszonen"
Jürgen Gerlach/Rob Methorst/Dirk Boenke/Jens Leven: Sinn und Unsinn von Shared Space. Zur Versachlichung einer populären Gestaltungsphilosophie
Forum 2: Verbesserung des ÖPNV-Angebots im ländlichen Raum
Szenario (ca. 70 KB)
Ergebnisse des Forums (ca. 20 KB)
Forum 3: Autoarme Innenstadt in einem städtischen Oberzentrum
Szenario (ca. 100 KB)
Ergebnisse des Forums (ca. 15 KB)
Forum 4: Radverkehrsförderung in einer Mittelstadt
Szenario (ca. 70 KB)
Ergebnisse des Forums (ca. 10 KB)
Fahrradportal: Internetpräsenz des "Nationalen Radverkehrsplans" mit zahlreichen Praxisbeispielen, Literaturdatenbank, Terminhinweisen etc.
Literaturhinweis:
Juliane Krause/Edzard Hildebrandt: Modellvorhaben "Fußgänger-und fahrradfreundliche Stadt". Schlussbericht, Umweltbundesamt, September 2005
Kapitel "Schlussfolgerungen" als PDF-Datei (ca. 80 KB)
Partner
SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Regionalgruppe Bayern
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09.06.2008
Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte eines neuen Wachstumsmarktes
Der Produktion von Biodiesel in Ländern der sog. "Dritten Welt" (aber nicht nur dort!) ist derzeit heftig umstritten.
Einerseits bietet der Biodieselanbau diesen Ländern die Chance, als Lieferant von Agrotreibstoffen internationale Märkte zu erschließen: Niedrige Lohnkosten und große Flächen ziehen eine wachsende Zahl ausländischer Investoren ins Land. Sie bringen Know-how und Technologien mit und schaffen Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Und der Einsatz von Biodiesel ist in Zeiten eines extrem steigenden Ölpreises natürlich eine verlockende und zudem umweltverträglich erscheinende Alternative zu herkömmlichem Benzin.
Auf der anderen Seite weisen Kritiker des Biodiesel-Booms auf die negativen sozialen und ökologischen Folgen hin, wenn die Kraftstoffproduktion auf Kosten des Anbaus dringend benötigter Nahrungsmittel geht. Die steigenden Lebensmittelpreise werden nicht zuletzt mit dem zunehmenden Biodiesel-Anbau in Verbindung gebracht. Und wenn für die Biodiesel-Produktion ökologisch wertvolle Regenwälder gerodet werden müssen, dann steht auch die Umweltbilanz dieses Treibstoffs in Frage.
Unsere Diskussion versuchte, diesen Fragen nachzugehen - unter anderem am konkreten Beispiel Äthiopiens.
Auf dem Podium (von links nach rechts):
Christian Peters-Berries (Landesbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Äthiopien), Dr. Sandra Altherr (Pro wildlife), Moderatorin Christine Chemnitz (Referentin für internationalen Agrarhandel der Heinrich-Böll-Stiftung), Reinhard Kaiser (Leiter der Unterabteilung Erneuerbare Energien im BMU) und Ruth Paulig (MdL)
Wir dokumentieren die uns vorliegenden Statements der PodiumsdiskutantInnen:
Präsentation von Reinhard Kaiser (PDF-Datei, ca. 0,6 MB)
Statement von Christian Peters-Berries (PDF-Datei, ca. 20 KB)
Präsentation von Christian Peters-Berries (PDF-Datei, ca. 0,2 MB)
Statement von Sandra Altherr (PDF-Datei, ca. 60 KB)
ReferentInnen
Reinhard Kaiser
Leiter der Unterabteilung Erneuerbare Energien im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Ruth Paulig
MdL, Diplom-Biologin, umweltpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
Christian Peters-Berries
Heinrich-Böll-Stiftung, Büro Addis Abeba
Dr. Sandra Altherr
Pro Wildlife e.V., München
Partner
Heinrich-Böll-Stiftung
Pro Wildlife e.V.
Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion
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10.03.2008
Verkehrspolitische Strategien zum Klimaschutz
Die Bedrohung durch den Klimawandel ist in aller Mund. Dabei steht die Verkehrspolitik zunehmend auf dem Prüfstand. Denn der Ausstoß von CO2 trägt wesentlich zur Erderwärmung bei.
Dies wird sich verschärfen, wenn Länder wie China oder Indien den Weg zur Automobilisierung weitergehen. Was tun?
Welche Probleme damit verbunden sind und welche Handlungsmöglichkeiten zum Gegensteuern es gibt, zeigte Susanne Böhler vom Wuppertal-Institut bei unserer Veranstaltung in ihrer Präsentation in eindrucksvoller Weise auf.
Die Präsentation können Sie hier als PDF-Datei (ca. 7,2 MB - entsprechend lange Ladezeit!) herunterladen.
Die Präsentation von Armin Mack können wir Ihnen leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht anbieten.
ReferentInnen
Susanne Böhler
Dipl.-Ing., Programmleiterin Verkehrspolitik, Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt Energie GmbH
Armin Mack
Dipl.-Ing., Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung, Nürnberg
Partner
Evangelische Stadtakademie Nürnberg
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16.11.2007
... hin zu einem Lebensstil ohne Wirtschaftswachstum?
Kein Entkommen aus der "Wachstumsfalle"?
Das Paradigma des (Wirtschafts-) Wachstums scheint nach wie vor fest verankert zu sein: im Bewusstsein der Bürger/innen und Konsument/inn/en ebenso wie den Zielprojektionen der politischen und wirtschaftlichen Eliten. Doch auch Paradigmen verändern sich und sind veränderbar.
Wir gingen im Rahmen unserer Tagung auf die Suche nach Antworten:
Wir dokumentieren die Beiträge unserer Tagung - soweit sie uns digitalisiert vorliegen - als PDF-Dateien zum unentgeltlichen Download:
Prof. Dr. Mathias Binswanger
Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren?
Dr. Corinna Fischer
Warum die Menschen auf Wachstum fixiert sind - und was man dagegen tun kann (Präsentation und Text)
Dr. Peter Gensichen
Schrumpfen in Deutschland - Zum Zusammenhang von Suffizienz, Glück und Verzicht
Dr. Francois Schneider
Décroissance soutenable - Das Konzept des nachhaltigen Schrumpfens in Frankreich
Dr. Joachim Spangenberg
Nachhaltiges Wirtschaften und Wachstum (aus: Utopie kreativ, Februar 2002, S. 144-155)
Partner
SERI Deutschland
Forum Umwelt und Entwicklung, AG Lebensweise
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08.11.2007
Probleme - Perspektiven - Projekte
Welche Zukunft hat der ländliche Raum?
Soviel scheint sicher: es wird keine einheitliche Zukunft sein. Den ländlichen Raum gibt es ja schon längst nicht mehr. Es gibt ländlich strukturierte Regionen, die nach wie vor wachsen, ja sogar "boomen". Und es gibt Regionen, die unter wirtschaftlicher Auszehrung und schrumpfender Bevölkerung leiden.
Welche Perspektiven hat der ländliche Raum vor diesem Hintergrund? Wo gibt es Beispiele und Modelle, die für eine "zukunftsfähige", "nachhaltige" Regionalentwicklung stehen? Und nicht zuletzt: Welche Rolle wird dabei die Landwirtschaft spielen? Diesen Fragen wollten wir auf unserer Tagung aus unterschiedlichen Sichtweisen und am Beispiel konkreter Projekte nachgehen.
Beiträge zur Tagung werden dokumentiert!
Für alle Interessierten stehen die Präsentationen unserer Referent/inn/en als PDF-Dateien unentgeltlich zum Herunterladen zur Verfügung.
Prof. Dr. Alain Thierstein
Die Entwicklung der ländlichen Räume - Tendenzen und Perspektiven
Präsentation als PDF-Datei (ca. 1,5 MB)
Wolfgang Ritsch
Beispiel 1: Vorarlberg
Wie Architektur zu regionaler Identität und Wertschöpfung beitragen kann...
Präsentation als PDF-Datei (ca. 1,5 MB)
Günther Humer
Beispiel 2: Mühlviertel
Wie in ländlichen Regionen der Aufbruch Richtung Zukunft gelingen kann...
Präsentation als PDF-Datei (ca. 2,8 MB)
Birgit Baindl
Beispiel 3: Landkreis Fürstenfeldbruck
Wie ein Landkreis versucht, sich zu 100% mit erneuerbaren Energien zu versorgen...
Präsentation als PDF-Datei (ca. 10 MB)
Dr. Stephan Beetz
Beispiel 4: Brandenburg
Wie eine Region mit der Herausforderung des Schrumpfens umgeht...
Präsentation als PDF-Datei (ca. 0,5 MB)
Kurzbericht über die Tagung im augsburg.tv
Partner
SRL - Verband für Stadt-, Regional- und Landesplanung
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