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04.10.2011 bis 22.10.2011
Ein Ausstellungsprojekt
I can´t relax in Europe.
Es entspannt sich schwer, angesichts der tödlichen Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Also den Strandkorb vom offenem Meer flux abgewendet. Abkehr und Abwehr statt Schutz lautet die Devise. Wir, also die EU, halten eine bestens funktionierende Abschottungs- und Abschiebungsmaschinerie am Laufen, die tagtäglich Tote produziert. Wir, also die Öffentlichkeit, nehmen das zur Kenntnis und begegnen dem hausgemachten Flüchtlingsdrama größtenteils mit fatalem Desinteresse.
Dem etwas entgegen zu setzen gibt es dieses Jahr, zusätzlich zum Rage against Abschiebung Festival, die Lampedusa Beach Party. Mit ihr wollen wir unsere Themen sichtbarer machen. Ab dem 4.10. verwandelt sich der Farbenladen nach und nach in einen Indoor-Strand mit Strandbar der anderen, verstörenden Art. Eine Gruppe von KünstlerInnen haben sechs der legendären Feierwerk-Strandkörbe zur Verfügung gestellt bekommen, um sie thematisch zu gestalten. Die Ergebnisse sind so unterschiedlich, wie die beteiligten KünstlerInnen.
Rechnen Sie mit vielem – aber mit einem nicht – dass es gemütlich wird – trotz der Strandkörbe.
Details über das Ausstellungsprojekt, die umfangreichen Begleitveranstaltungen sowie die beteiligten Künsteler/innen erfahren Sie im Ausschreibungsflyer, den Sie als PDF-Datei herunterladen können.
Downloads zum Artikel
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
München, "Farbenladen" des Feierwerks, Hansastr. 31 (tägl. 15-20 Uhr)
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Bayerischer Flüchtlingsrat
bordermonitoring.eu
Art der Veranstaltung
Ausstellung mit Begleitprogramm
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04.10.2011
Fast jeder kennt die beindruckenden Bilder von den Protestierenden auf dem Tahrirplatz in Kairo, fast jeder hat schon mal von der Jasminrevolution in Tunesien gehört. Aber nicht nicht nur Ägypten und Tunesien sind in Bewegung, der gesamte nordafrikanische Raum steht vor einer Zäsur. In Libyen wurde das Regime Gaddafi von NATO und Rebellen mit militärischer Gewalt beseitigt, die Proteste und Unruhen in Algerien hören nicht auf, und der König von Marokko verspricht angesichts anhaltender Kundgebungen Reformen. Nur wenig aber erfährt man hierzulande über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die mit den "Umbrüchen in Nordafrika" einhergehen.
Diesem Informationsdefizit möchten wir mit unserer Veranstaltung begegnen. Im Focus stehen dabei die Demokratiebewegungen in den Ländern Nordafrikas sowie die Rolle der Frauen. Mit einer Kombination aus Podiumsdiskussion, Foto- und Plakatausstellung und Musik wollen wir die politischen und die kulturellen Veränderungen sowie das Lebensgefühl im nordafrikanischen Raum dem Publikum zu vermitteln.
Die Veranstaltung wird von Radio Lora live übertragen.
ReferentInnen
Podiumsdiskussion um 19:30 Uhr mit:
Konzert um 22.00 Uhr mit Nomad Sound System ( Electro-Rai aus Tunesien und Algerien)
Veranstaltungsort
München, Ampere/Muffatwerk, Zellstraße 4
Kosten
10,- / ermäßigt 7,- EUR
Partner
Radio Lora
Sarah Mara Kulturmanagement
Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion / Ausstellung / Konzert
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26.09.2011 bis 27.09.2011
Auswirkungen der Umbrüche in Nordafrika auf traditionelle Themen der Friedenspädagogik
FriedenspädagogInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind seit einigen Jahren in einem Netzwerk verbunden, um sich über aktuelle Themen und gemeinsame Veranstaltungen zu verständigen. Ende 2010 entstand im Arbeitskreis der Wunsch, nicht nur PädagogInnen, sondern eine breitere „Friedens-Öffentlichkeit“ einzuladen, um die traditionellen Themen Antimilitarismus und Gewaltfreiheit aufzugreifen und als aktuelle Herausforderung für friedenspolitisches und friedenspädagogisches Engagement zu diskutieren.
Die Ausgangsthese war: Die Wahrnehmung und die kritische Diskussion von Rüstungsexporten, die gesellschaftliche und politische Bewertung von Militär und das Bewusstsein über den wachsenden Erfahrungsschatz von Gewaltfreiheit haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Die jüngsten Ereignisse in Nordafrika fordern dringend eine aktuelle Verortung dieser Themen in der Friedensbewegung und in der Friedenspädagogik.
Zwei Referate thematisierten den aktuellen Stand von Antimiltarismus: Werner Wintersteiner (Universität Klagenfurt) differenzierte unter dem Titel "Vom edlen Krieger zum traurigen Krieger"" die unterschiedlichen Ausprägungen des Militarismus vom feudalen Bellizismus über den patriotischen und rassistisch-imperialistischen Militarismus, dem links-revolutionären Militarismus bis zu den Erscheinungsformen des modernen Söldnertums und des Militarismus in Demokratien. Der Anknüpfungspunkt für die Friedenspädagogik liegt vor allem im "banal militarism" im Sinne der kulturellen Praktiken, die die Kontinuität des Militarismus gewährleisten.
Marc von Boemcken, BICC, gab einen Überblick über Rüstungspolitik und Rüstungsexporte, stellte die Top Ten der Rüstungsexporteure und der Importeure vor und beschrieb v.a. die Rütungsaktivitäten und ihre Akteure im nordafrikanischen Raum und Nahen Osten. Beeindruckend fanden die FriedenspädagogInnen, dass die weltweiten Rüstungsausgaben seit 2000 um 49% gestiegen sind. Infos zum Thema sind zu finden unter www.ruestungsexport.info.
Das Thema Gewaltfreiheit wurde von Reiner Steinweg eingebracht. Er referierte über Gewaltfreiheit in Ägypten, d.h. zur Frage: Wie konnte es passieren, dass der Aufstand in Ägypten im ersten Halbjahr 2011 weitgehend gewaltfrei verlief. In der Diskussion wurde (wie so oft) bedauernd festgestellt, dass wir viel zu wenig Wissen über gewaltfreie politische Veränderungsprozesse haben. Es gibt nun aber eine Bibliographie zum Thema Gewaltfreiheit, zusammengestellt von Reiner Steinweg:
www.friedenspaedagogik.de/service/literatur/bibliographie_gewaltfreiheit_und_soziale_verteidigung
Die Themen wurden in Arbeitsgruppen weiter bearbeitet: Eine Arbeitsgruppe tauschte sich über Theorie und Praxis der Jungenarbeit als Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonzepten aus. In einer weiteren Arbeitsgruppe wurden Strategien in Reaktion auf die Kooperationsverträge zwischen Bundeswehr und den meisten Kultusministerien in Deutschland erörtert.
Die Tagung hatte insgesamt knapp 40 Teilnehmende. Ein Teil kam aus dem Nürnberger Raum, der überwiegende Teil aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und aus der Schweiz. Die Teilnehmenden fanden es wichtig, dass an den „Traditionsthemen“ Gewaltfreiheit und Antimiltarismus angeknüpft wurde und überlegt, wie im pädagogischen Bereich, in der Friedensforschung und im öffentlich Diskurs darauf gedrungen werden kann, sich mit diesen Themen wieder mehr zu beschäftigen.
Veranstaltungsort
Stein bei Nürnberg
Partner
Arbeitskreis Friedenspädagogik in der AFK
Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. München (AGFP)
ASEPaix, association des educateurs a la paix
Institut für Friedenspädagogik Tübingen (ift)
Institut für Konfliktbearbeitung und Mediation (ikm)
Zentrum für Friedensforschung Friedenspädagogik an der Universität Klagenfurt
Art der Veranstaltung
Fachgespräch
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15.09.2011 bis 05.10.2011
30 Jahre Dritte Welt Laden Erlangen e. V.
Das 30-jährige Jubiläum des Erlanger Dritte Welt Ladens ist Anlass für eine Ausstellung mit reichhaltigem Begleitprogramm. Vor 30 Jahren hieß die deutsche Entwicklungspolitik noch "Entwicklungshilfe" – wir helfen den unterentwickelten Ländern sich so zu entwickeln, dass sie wie wir werden. Doch schon damals fragten sich viele Menschen: Ist das wirklich das Ziel? Was heißt eigentlich Entwicklung und wie kann Entwicklung erreicht werden?
Inzwischen wird Entwicklung nicht mehr nur als Einbahnstraße gesehen, sondern es setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass auch wir uns „entwickeln“ müssen, dass wir nicht so weitermachen können wie in den letzten Jahrzehnten. Die Ausstellung „Entwicklungsland Deutschland“ macht auf diese Paradoxie aufmerksam: Entwicklungsländer, das sind eben heute nicht mehr nur die Länder der sog. Dritten Welt, sondern in zunehmendem Maße die reichen Länder des Nordens mit ihren weder ökologisch noch sozial zukunftsfähigen Lebens- und Produktionsweisen.
Ausstellung und Begleitprogramm sollen Mut machen, den eigenen Lebensstil zu ändern, hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Die Öffnungszeiten der Ausstellung: So.-Di.: 11-14 Uhr / Mi.-Sa.: 11-18 Uhr
Das Begleitprogramm:
Ausstellungseröffnung mit dem Film „SEKEM – aus der Kraft der Sonne“
Donnerstag, 15. September, 17.00 Uhr
Film: Kein Brot für Öl – Regenwaldvernichtung für Biosprit in Kolumbien
Montag 19. September, 18 Uhr
Film: China Blue
Dienstag,20. September, 20 Uhr
Konzert für Amazonien – Stimmen Klänge Bilder
Regenwald – zwischen Bewahrung und Zerstörung
Freitag, 23. September, 19.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Film: BIRD WATCHERS. Das Land der Roten Menschen
Dienstag, 27. September, 20 Uhr
Film: Water Makes Money
Donnerstag, 29. September, 20 Uhr
Wir und die Welt - Gottesdienst zum Erntedankfest
Sonntag, 2. Oktober, 10 Uhr
Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zu den einzelnen Veranstaltungen des Begleitprogramms finden Sie hier im Gesamtprogramm und auf der Homepage des Dritte Welt Ladens Erlangen:
www.dritte-welt-laden-erlangen.de
Downloads zum Artikel
DWL_ER__Ausstellung-Begleitprogramm.pdf
Empfohlene Weblinks
www.dritte-welt-laden-erlangen.de
Veranstaltungsort
Erlangen, Neustädter Kirche
Kosten
Bitte im Programm schauen!
Partner
Dritte Welt Laden Erlangen
Evangelische Gemeinde Erlangen Neustadt
Volkshochschule der Stadt Erlangen
Art der Veranstaltung
Ausstellung / Filme /Konzert
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05.09.2011
Podiumsdiskussion am 5. September in Rosenheim
Einen ausführlichen Bericht über die Podiumsdiskussion, die den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete, können Sie hier lesen:

Ein Blick in die Ausstellung
Bei Radio Regenbogen gab es eine interessante Sendung anlässlich der Veranstaltungsreihe, die wir hier gerne als MP3-Dateien dokumentieren. Autorin der Beiträge war Kerstin Decker. Wir danken der Autorin und Radio Regenbogen für Erlaubnis zur Veröffentlichung des Beitrags.
Beitrag zur Veranstaltungsreihe in Radio Regenbogen, Teil 1
Teil 2
Teil 3
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
Rosenheim
Partner
Initiativkreis Migration Rosenheim
Art der Veranstaltung
Ausstellung und Veranstaltungsreihe
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24.06.2011
Dritte Erlanger Themenwoche
Unter dem Titel "TAT.ORT Globalisierung" widmete sich die 3. Erlanger Themenwoche dem Spannungsfeld von wirtschaftlichen und politischen Prozessen im Kontext der Globalisierung und deren konkreten Auswirkungen vor Ort. Das Programm umfasste sowohl Vorträge und Diskussionen aus den Bereichen der Politik, Ökonomie und Theologie, als auch eine praktische Auseinandersetzung mit möglichen Handlungsalternativen.
Freitag, 24.06.11: Green New Deal. Antwort auf die Klimakrise?
Im Podiumsgespräch mit Uwe Kekeritz (Volkswirt und Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Fürth) und Tadzio Müller (Klimaaktivist, Politikwissenschaftler und Publizist) werden Ursprünge und positive Besetzung des Begriffs New Deal unter Roosevelt in den USA erläutert, sowie die Frage nach dem Nutzen eines Programms gestellt, das – zwar unter grünen Vorzeichen – wieder auf Wachstum ausgelegt ist und innerhalb des Systems einer liberalen Marktwirtschaft bleiben würde. Kekeritz vertritt eine pragmatische Position, die den Plan eines 'grünen New Deal' verteidigt, ein auf erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung abzielendes Investitionsprogramm. Das sei einerseits ein notwendiger Anfang und andererseits ein gangbarer Weg für eine mit unterschiedlichen Positionen und Kompromissen funktionierende Politik. Müller weist auf innere Widersprüche des Programms hin und fordert ein grundlegendes Umdenken, das sich nicht mit einem Kapitalismus 'in grün' zufriedengibt, sondern Fragen nach Wohlstandsverteilung, globaler Gerechtigkeit und Umweltzerstörung zu den Wurzeln unseres Wirtschaftssystems trägt. Daran anknüpfend wurde auch die jeweilige Form politischen Engagements thematisiert bzw. die Frage nach Haltungen, Erfolg und Effekt beim Engagement in sozialen Bewegungen bzw. organisiert in Form politischer Parteien und institutionalisierter Politik.
Samstag, 25.06.11: Demokratische Bank und Gemeinwohlökonomie: Die Frage nach Alternativen
Christian Felber (Publizist, Mit-Gründer von Attac-Österreich und "Erfinder" der Gemeinwohlökonomie) skizzierte in seinem Vortrag zunächst die jüngere Geschichte der globalen Ökonomie und zeichnete anhand von Ereignissen wie der Freigabe der Wechselkurse 1973 oder der Zulassung von Hedgefonds 2004 nach, wie komplett liberalisierte Finanzmärkte mitverantwortlich sind für die heutige Wirtschafts- und Finanzkrise seien. Es wurde gefragt, ob gängige Schlagworte wie Wettbewerb, Leistung, Effizienz, Freiheit oder Wachstum nicht resignifiziert werden können im Sinne der bayr. Verfassung Art. 151 ('Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl'), also bspw. 'effizient' nicht auf Wettbewerb und Konkurrenz abzielt, sondern auf Kooperation und gelingende Beziehungen. Als Konsequenz vertrat Felber die konkrete Initiative einer 'Gemeinwohlökonomie', die demokratisch und partizipativ vor Ort aufgebaut wird und deren Bestandteil z.B. das Projekt einer demokratischen Bank ist, wie sie in Österreich 2013 starten wird. Als Initiative vor Ort wurde von der Erlanger Attac-Gruppe eine AG 'Gemeinwohlökonomie' gegründet.
Sonntag, 26.06.11: Lateinamerikas neue Linke. Ist eine andere Politik möglich?
Prof. Dr. Walther L. Bernecker (Professor für Auslandswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der FAU in Nürnberg, Autor und Experte für spanische und lateinamerikanische Geschichte) erörterte in seinem Vortrag anhand der unterschiedlichen Entwicklungen in Brasilien, Uruguay, Venezuela, Ecuador und Bolivien seit dem Ende der Diktaturen der 70er und 80er Jahre in Lateinamerika die Voraussetzungen, Entstehung und gegenwärtiger Stand der in sehr unterschiedlichen Graden linken Regierungen in Lateinamerika. Im Fazit stellte Bernecker fest, dass es eine einheitliche linke Struktur in Lateinamerika nicht gebe und die Regierungen grob in zwei unterschiedliche Tendenzen gefasst werden können, nämlich eine personalistisch und radikal-linkspopulistischere Variante und eine pragmatische, eher sozialdemokratische Variante. Gemeinsam sei dem Linkstrend in Lateinamerika u.a. die Ablehnung des vor allem US-amerikanischen Wirtschaftsliberalismus und Initiativen zur Verbesserung von Bildungssystem und Sozialstaat.
Montag, 27.06.11: 'Das Sterntalerprojekt' - Leben ohne Geld?!
In einem Podiumsgespräch mit Heidemarie Schwermer (Therapeutin, Lehrerin, Buchautorin, lebt seit 15 Jahren ohne Geld) wurde vor allem Biographisches und die 'Lebensphilosophie', ohne Geld zu leben, thematisiert, wobei die politischen Implikationen gemäß des Programms der Themenwoche im Vordergrund standen. Wie lässt sich damit den Zwängen eines scheinbar unausweichlichen ökonomischen Systems entgehen, welche konkreten Nachteile und Probleme, aber auch Herausforderungen und Ängste sind damit verbunden? Für Heidemarie Schwermer bedeutet ihr Lebensentwurf letztlich ein mehr an Lebensqualität, menschlicher Nähe und auch spiritueller Bereicherung, wobei sie betonte, dass sie ihren Lebensentwurf nicht als unbegrenzt verallgemeinerbar sieht.
Dienstag 28.06.11: TatOrt Erlangen - Forum Erlanger Projekte und Initiativen
Erlanger Aktive stellten sich und ihre Auffassung der Globalisierung vor Ort vor. Themenbereiche waren: Menschenrechte (bspw. Amnesty, AG Medizin und Menschenrechte), Bildung (bspw. Bildungsstreik, Linke und Kritische Studierende), Ökologie (bspw. JBN, Ökosoziales Forum).
Mittwoch 29.06.11: Kapitalismus und Religion – Religion als Ware?
In seinem Vortrag übte Heri Böttcher (evangelischer Theologe, Pastoralreferent und engagiert im Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar) grundsätzliche Kritik an einem Kapitalismus, der sich parallelisieren lässt mit den Heilsversprechen einer Kultreligion.
Freitag, 01.07.11: Abschlusskonzert mit 'Karamelo Santo': Ska-Reaggae-Punk aus Mendoza, Argentinien
Veranstaltungsort
Erlangen
Partner
Network Of Young Altermondialists (NOYA), Erlangen
Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe
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19.05.2011 - 19:30
Nach mittlerweile fast zehn Jahren, die der Einsatz der ISAF (International Security Assistance Force) in Afghanistan nun schon dauert, haben einige der beteiligte Staaten ihre Truppen mittlerweile abgezogen oder angekündigt, dies zu tun. Immer stärker fokussiert sich die Diskussion auf das für 2014 geplante Ende der Kampfeinsätze.
Aber was ist mit den Menschen, zu dessen Schutz diese Truppen überhaupt erst ins Land gekommen sind? Wie könnten Bedingungen aussehen, unter denen ein vollständiger Truppenabzug denkbar wäre? Was würde es bedeuten, übergäbe man die Verantwortung der von endemischer Korruption und Unfähigkeit gekennzeichneten Regierung Karzai, die über wenig Legitimität und Akzeptanz im Land verfügt? Was sind die innerafghanischen Prioritäten für die Entwicklungsperspektiven des Landes?
Wie kann zivile Unterstützung nach dem Abzug der ISAF-Truppen stabil gehalten werden, um die afghanische Bevölkerung nicht im Stich zu lassen? Wie kann ein Machtvakuum verhindert werden? Könnten Hilfs- und Entwicklungsorganisationen ohne militärischen Schutz im Land sicher arbeiten? Wie kann das Umfeld für demokratische Entwicklungen in dem Krisen- und Kriegsland Afghanistan gestärkt werden?
ReferentInnen
Bente Scheller
Leiterin des Büros Kabul der Heinrich Böll Stiftung
Veranstaltungsort
München, Amerika-Haus, Karolinenplatz 3
Kosten
Eintritt frei!
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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11.04.2011 - 19:30
In den Zuckeranbaugebieten Nicaraguas sind in den letzten Jahren über 4.000 Arbeiter an Nierenversagen gestorben. Zwei RepräsentantInnen der Organisation ANAIRC berichten über die Hintergründe dieser Situation. ANAIRC ist eine Vereinigung betroffener ehemaliger Zuckerrohrarbeiter, die durch den langjährigen Pestizideinsatz an chronischer Niereninsuffizienz leiden.
Die Zuckerbetriebe, die zu den einflussreichsten Unternehmen Zentralamerikas gehören, weisen jede Schuld an den Erkrankungen zurück, erkrankte Arbeiter werden einfach entlassen. Durch den Agrosprit-Boom werden sich diese untragbaren Zustände weiter verschärfen. Denn die Europäische Union setzt zunehmend auf die Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff. Seit Anfang des Jahres ist das ökologisch höchst umstrittene Benzin E 10 mit einem Ethanolgehalt von 10 Prozent auf dem Markt. Dies steigert die Ethanolimporte der EU, auch aus Nicaragua, wo inzwischen immer mehr Zucker zu Ethanol verarbeitet wird.
ReferentInnen
Carmen Rios
Vorsitzende des Verbandes, der von chronischen Nierenerkrankung Betroffen in Nicaragua (ANAIRC).
Camilo Navas
studiert Journalismus und engagiert sich in einer Unterstützergruppe von ANAIRC
Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, Weltraum U09
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit
Umweltinstitut München e. V.
Münchner Umwelt-Zentrum e.V.
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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23.03.2011 - 20:00
2011 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland zum 50. Mal. Das Filmfestival Türkei / Deutschland widmet diesem besonderen Jubiläum ein Sonderthema und wird das Zusammenleben von Deutschen und Türken in den letzten fünf Jahrzehnten auf kulturpolitischer Ebene beleuchten.
Wie sieht die kulturpolitische Bilanz nach 50 Jahren Gastarbeiteranwerbung aus? Welche Spuren haben türkische Einflüsse in der Kulturszene Deutschlands hinterlassen? Wie steht es um den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern? Welche kultur- und gesellschaftspolitischen Konzepte sind notwendig, um Potentiale weiterzuentwickeln? Welche Rolle spielt dabei ein Festival wie das Filmfestival Türkei / Deutschland?
Der berühmte türkische Schauspieler und Regisseur Tunçel Kurtiz wird im Rahmen des Sonderthemas seinen Film „E5 – Die Gastarbeiterstraße - E5 Ölüm Yolu“ (1978) und die Dokumentation „In fremder Erde - Yabancı Topraklarda“ (2001) von Ayhan Salar vorstellen und mit dem Festivalpublikum diskutieren.
ReferentInnen
Tunçel Kurtiz
Die graue Eminenz des Theaters und Kinos steht seit fast 50 Jahren auf der Bühne, spielte in zahlreichen Theaterstücken, inszenierte selbst Werke und schrieb Drehbücher.
Auf der internationalen Kunstbühne ist der facettenreiche Wanderschauspieler ein gern gesehener Gast und spielte in großen Projekten von Peter Brook, Peter Stein und Yilmaz Güney. Als Schauspieler überrascht er in verschiedensten Rollen und Sprachen immer wieder das Publikum. 1978 drehte er den Dokumentarfilm "E5 – Die Gastarbeiterstraße" über die sogenannte Gastarbeiterroute, die bis 1985 als E 5 bezeichnet wurde, und u. a. türkische Arbeitsmigranten, mit ihrer Heimat verband. Dem deutschen Publikum ist der wandernde Geschichtenerzähler vor allem durch seine Hauptrolle in Fatih Akıns "Auf der anderen Seite" bekannt.
Veranstaltungsort
Nürnberg, Künstlerhaus, Festsaal
Partner
16. Filmfestival Türkei / Deuschland
Art der Veranstaltung
Film und Gespräch
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15.03.2011 bis 31.03.2011
Vortrag: Mangos gegen Kinderprostitution, Zucker gegen Armut
Kurzfristig ergab sich die Möglichkeit, einen aktuellen Bericht von der im Frühjahr stattgefundenen Projektreise zu Partnern des Fairen Handels auf den Philippinen mit ins Programm aufzunehmen. Ute Michallik, Geschäftsführerin des Weltladens und Teilnehmerin der Reise, berichtete von der Arbeit der Produzenten Alter Trade (Zucker), der Preda-Stiftung und kleinerer, vor allem kunsthandwerklich tätiger Produzenten. In Wort und Bild zeigte sie auch Einblicke in politische, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen des Landes sowie die Chancen, die Fairer Handel den Menschen eröffnet.
Vortrag: Die Kultur des Alten und neuen Korea
Der Vortrag der neuen Stadtbücherei zeigte Aspekte Koreas aus erster Hand: Die Referentin Jung-Ja Holm ist selbst in Korea geboren und lebt seit mehreren Jahren in Augsburg
Ein Tag für Tibet
Aus kalendarischen Gründen und wegen der Ferienzeit fand der Tibet-Tag dieses Mal erst in der Woche nach dem Internationalen Tibettag am 10. März statt. In den Räumen der Neuen Stadtbücherei haben dazu Infostände, Filmbeitrag und ein Vortrag stattgefunden. Bereits im Vorfeld wurde mit Info-Aktionen im Weltladen und dem hissen der Tibetischen Flagge auf die Situation in Tibet aufmerksam gemacht.
Der Referent Winfried Pfeffer, Tibet-Kenner und Leiter des Kailash-Haues in Freiburg, ging auf die aktuelle Situation in Tibet im Spannungsfeld zwischen Politik und dem Weg des Dalai Lama ein. Dabei kamen Umweltfragen ebenso zur Sprache wie die derzeitigen Veränderungen der die politischen Strukturen. Am 20. März, einen Tag nach der Veranstaltung, haben die Exil-Tibeter einen neuen Premierminister (Kalon Tripa) und ihr Parlament (Chithui) gewählt. Der Jurist Lobsang Sangay wird sein Amt als neu gewählter Ministerpräsident voraussichtlich am 14. August 2011 antreten. Der Dalai Lama hat sich zurückgezogen und ist nur noch geistliches Oberhaupt der Tibeter.
Konzert: Gesang der Stille
Der bekannte Musiker und Künstler David Lindner kam über die Vermittlung des Fairtrade-Importeurs Akar nach Augsburg. Er ist bundesweit unter anderem mit zahlreichen Buchveröffentlichungen zum Thema Klangschalen bekannt. Kompetent führte er in die faszinierende Welt der Klangschalen ein und berichtet über seinen Besuch einer Manufaktur in Nepal, wo Klangschalen noch auf traditionelle Weise gefertigt werden. Weiter stellt er das Instrument in die kulturellen Zusammenhänge und informiert zum Beispiel, wie sich Tibetische Klangschalen von Japanischen unterscheiden. Die Goldschmiede-Kapelle der Anna-Kirche boteinen ansprechenden Rahmen für diese Veranstaltung.
Dia-Vortrag: Eindrücke Chinas
In Bildern und Berichten wurde hier die aktuelle Situation in China mit kulturellen, sozialen und politischen Hintergründen beleuchtet. Referenten waren Margarete und Martin Aulbach, die aktuell von einer China-Reise zurückgekehrt sind. Die beiden Pädagogen informierten anhand von anschaulichen Beispielen und Eindrücken ihrer Reise und forderten zur Auseinandersetzung auf. Neben prägnanten Fotos und einer ansprechenden Präsentation waren es auch die politischen und kulturellen Hintergrundinformationen, die zur Diskussion einluden.
Info-Abend: Asien in tausend TönenDie ehrenamtliche CD-Gruppe des Weltladens veranstaltete im Zeitraum der Asientage einen Info-Abend zu konkreten Beispielen der Weltmusik aus Asien mit Hörbeispielen.
Lesung: Mit dem Wind fliehen von Ranjith Henayaka
Kurzfristig konnte der Autor Ranjith Henayaka Arachchi für einen Vortrag in Augsburg gewonnen werden. Er schildert in seinem Buch in bewegender Form das Schicksal des jungen Tamilen Nathan und seiner Familie. In den Machtkämpfen tamilischer Guerillagruppen wird er ebenso mit dem Tod bedroht wie von der Gewalt der offiziellen Machthaber. Nathan gelingt die Flucht nach Deutschland. Der Autor gibt in seinem Buch einer Wirklichkeit ein Gesicht, die viele nur aus Medienberichten kennen. Er zeigt, was es heißt, um Leib und Leben fürchten zu müssen. Und er entlarvt eine Politik, die in Deutschland und Europa auf dem Rücken von Flüchtlingen betrieben wird.
Veranstaltungsort
Augsburg
Partner
Werkstatt Solidarische Welt e.V. und Weltladen GmbH
amnesty international Augsburg
Bündnis 90/ Die Grünen
Kino Liliom
Neue Stadtbücherei Augsburg
Stadt Augsburg
Tür an Tür e.V.
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