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01.11.2011 - 08:15 bis 11.11.2011 - 17:25
Im Jahr 2006 waren wir erstmals in Israel und Palästina. Fünf Jahre danach bieten wir wieder eine Bildungsreise dorthin an.
Im Mittelpunkt stehen diesmal folgende Fragen:
Wir besuchen voraussichtlich: Tel Aviv, Haifa, Nazareth, die Golan-Höhen, Tiberias am See Genezareth, Ramallah, Jericho, Jerusalem, Bethlehem, das Tote Meer, den Wüstenkibbuz Mashabim, die Höhlensysteme von Tel Maresha und die Negev-Wüste. Wir treffen GesprächspartnerInnen aus der Politik, der Zivilgesellschaft und der Kultur in Israel und in Ramallah/der Westbank.
Mit Hilfe der Unterstützung durch die Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv und Ramallah können wir Einblicke hinter die Kulissen und Mauern bieten.
Die detaillierte Ausschreibung mit dem genauen Besuchsprogramm, den Reisekonditionen sowie den notwendigen Formalitäten können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
ReferentInnen
Reiseleitung:
Annette Goerlich und Gerhard Pitz, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Gesa Tiedemann, Petra Kelly Stiftung, Bayern
Kosten
1.240.- € im Doppelzimmer / 1.540.- € im Einzelzimmer (nur in begrenzter Zahl möglich)
Partner
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Art der Veranstaltung
Bildungsreise
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01.11.2011 bis 30.11.2011
Eine Veranstaltungsreihe im EineWeltHaus
Die Volksgruppe der Sinti und Roma bildet seit Jahrhunderten die größte Minderheit in Europa. Die EU-Osterweiterung brachte Freizügigkeit für die BürgerInnen der Beitrittsstaaten und damit auch für die osteuropäischen Roma. Auf der Suche nach
Arbeit und besseren Lebensbedingungen kommen viele seither in die „alten“ EU-Staaten. Hier brechen längst überwunden geglaubte Vorurteile wieder auf und treffen neu eingereiste Roma gleichermaßen wie seit 600 Jahren in Deutschland ansässige Sinti. Besondere Aktualität hat das Thema auch durch die geplante Abschiebung von rund 10.000 Roma-Flüchtlingen in den Kosovo. In ihrer früheren Heimat erwartet sie tiefstes soziales Elend und Schutzlosigkeit vor Gewaltausbrüchen. Nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, mit dem Völkermord während des Nationalsozialismus, ermöglicht das Gelingen einer gemeinsamen Zukunft.
Die Ausstellung „Sinti und Roma in Europa zu Hause“ greift daher die Kontinuität der Diskriminierungen in allen Bereichen des täglichen Lebens auf. Sie zeigt aber auch die Vielfalt der Lebensformen, die Eigeninitiative und Selbstorganisation der Sinti und Roma – in München, Deutschland und Europa.
Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsflyer, den Sie als PDF-Datei herunterladen können.
Downloads zum Artikel
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Foyer, Schwanthalerstraße 80/Rgb.
Kosten
Ausstellung: Eintritt frei! / Begleitveranstaltungen: siehe Programm
Partner
Interkulturelles Forum e.V.
Madhouse München gGmbH
Münchner Flüchtlingsrat
Projekt Sinti und Roma/Junge Arbeit/
Diakonie Hasenbergl e.V.
Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.
Kulturreferat der LH München
Art der Veranstaltung
Ausstellung und Begleitveranstaltungen
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28.10.2011 bis 29.10.2011
3. Panafrikanismus Kongress
Der 3. Panafrikanismus-Kongress in München ist ausführlich dokumentiert auf der Website www.panafrikanismusforum.net
Sie finden dort:
- Videoaufnahmen von den wichtigsten Redebeiträgen
- eine auführliche Fotogalerie
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
München
Partner
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
ABeZe (Afrikanische Begegnungzentrum e.V.)
Ausländerbeirat der Landeshauptstadt München
Kurt Eisner Verein/Rosa-Luxemburg-Stiftung
Katholischer Fonds
Art der Veranstaltung
Kongress
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21.10.2011
Eine musikalische Reise zum Volk der Uiguren
Dietmar Hasse von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Bericht über die politische Situation der Uighuren in China. Das Volk der Uighuren, die ursprünglichen Bewohner von Ostturkestan (heute Xinxiang), werden seit 1949 seit ihrer Vereinnahmung durch die chinesische Regierung politisch verfolgt und ihrer kulturellen Identität beraubt. Ihr Schicksal ist ähnlich dem des tibetischen Volkes. Kashgar, die ehemalige Hauptstadt der Uighuren, wird seit 2009 durch sogenannte Umbauarbeiten zur Erdbeben-Sicherheit systematisch dem Erdboden gleich gemacht. Die traditionellen Lehmbauten werden abgerissen und durch sozialistische Einheitsbauten ersetzt.

Dietmar Haase von der GfbV mit der Märchenerzählerin Nurnissam Schäufele
Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages, wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass die Veranstaltung „Ein Frühstück in Kashgar verlängert das Leben“ den Künstlern aus dem uighurischen Volk eine Plattform bietet, ihre Kultur zu präsentieren und auf ihre politische Situation aufmerksam zu machen. Sie unterstützt die friedenspolitische Absicht dieser Veranstaltung und bedankt sich für die Anreise aller uighurischen KünstlerInnen, die hier in Deutschland und den Niederlanden im Exil leben.

Die Künstlerinnen der Karawane
Das Musiker-Ensemble Mashrap unter der Leitung von Kamil Abas spielte traditionelle Instrumente und Musik der Uighuren, die Sängerin Gülendem Abas präsentierte Volks-Gesänge der Uighuren. Die Übersetzerin und Märchenerzählerin Nurnissam Schäufele erzählte Märchen, Gedichte und Geschichten, die sie selbst aus dem Uighurischen ins Deutsche übersetzt hat.
Die Tänzerin Klare Abdusalam präsentierte traditionelle Tänze. Und Dorothee Hollender und Stefan Schael lasen Auszüge aus dem Buch „Die Himmelsstürmerin“ (von der Autorin Alexandra Cavelius), die Biographie der Rebiya Kadeer, die als Mutter der Uighuren bezeichnet wird, eine Menschenrechtlerin, die viele Jahre im chinesischen Gefängnis erleiden musste und nun in den USA im Exil lebt. Stefan Schael sang gemeinsam mit dem Publikum deutsche Volkslieder über den Frieden und die Liebe als Geschenk an die uighurischen Künstler. Die schamanische Heilerin Uma Uschi Omland sang und trommelte zur Heilung für das uighurische Volk, das von Verfolgung und Vernichtung durch die chinesische Regierung bedroht ist.
Die Reise zum Volk der Uighuren, das Kennenlernen ihrer Musik, Tänze, Märchen und Gedichte sowie ihrer politischen Situation brachte dem Publikum eine weitgehend unbekannte Welt näher, die Menschen und die reiche Kultur eines fernen Volkes, das vom Untergang bedroht ist und deshalb des Schutzes der Weltgemeinschaft bedarf.

Das Musiker-Ensemble Mashrap
Empfohlene Weblinks
ReferentInnen
Veranstaltungsort
Nürnberg
Partner
Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. in Zusammenarbeit mit KUF im Südpunkt
Kulturreferat der Stadt Nürnberg
Art der Veranstaltung
Konzert
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14.10.2011
Frauen in den Demokratiebewegungen Nordafrikas setzen sich für Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen ein. In den Medien wurden sie als treibende Kraft der Revolution beschrieben. Frauen sind in der arabischen Welt zum Symbol der Transformation in der Region geworden. Es ist wichtig, dass die Stimmen der Frauen auch in diesen Reformprozessen gehört werden. Allerdings besteht die neue politische Elite wieder ausschließlich aus Männern. So gibt es beispielsweise im ägyptischen Verfassungsausschuss keine einzige Frau.
Der arabische Frühling hat die gesamte Region verändert, da sind sich die ExpertInnen einig. Die Menschen erwarten nach der Revolution, dass es ihnen besser geht, stattdessen zeichnet sich zunächst eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse ab. Die Wirtschaft etwa in Tunesien und Ägypten leidet, weil Touristen und Investoren ausbleiben. Dem Entsprechend steigt die Arbeitslosigkeit und die Unzufriedenheit mit dem Übergangsregime. Welche Regierungsmodelle nach dem Sturz eines Regimes zum Tragen kommen, ist ebenfalls unklar. Auf der Veranstaltung führte ein Vortrag über die Zukunftsperspektiven nach dem arabischen Frühling von Dr. Asiem El Difraoui, Stiftung Wissenschaft und Politik, in das Thema ein. Zur arabischen Welt gebe es zur Zeit mehr Fragen als Antworten. Er stellte mögliche Zukunftsszenarien der Demokratieentwicklung im arabischen Raum vor. Es sei völlig offen, ob die Revolutionen in demokratische Systeme enden, Bürgerkrieg und Staatsverfall die Folge seien oder neue Diktaturen entstünden. Darüber hinaus stelle sich auch die Frage, welche Rolle die religiösen Kräfte künftig spielen werden. Es kann sein, dass der politische Islam und die konservativen Mächte in der Politik mehr Einfluss bekommen. Aber es gebe Hoffnung auf mehr Demokratie. Das sei natürlich ein sehr langer Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen sei, so El Difraoui.
Anschließend referierte May Elmahdi, freiberufliche Journalistin, zum Thema „Aufbruch in die Demokratie: Was erwarten Frauen nach der Revolution?“. Sie betonte, dass die Situation von Frauen in der arabischen Welt von vielen sozioökonomischen, kulturellen, inneren und globalen Faktoren abhänge: der staatlichen Politik, den regionalen Entwicklungen, der internationalen Politik, den persönlichen Zugehörigkeiten, dem feministischen Diskurs und dem Konflikt mit dem Staat und den konservativen Kräften. Die Bürgerrechte seien nicht mit Frauenrechten gleichzusetzen. So hat Jordanien beispielsweise in der neuen Verfassung einen Artikel verändert: „Männer und Frauen sind nicht gleichberechtigte Bürger“. Es gebe aber auch gute Beispiele. Der Anteil der tunesischen Frauen ist in den meisten neuen Parteien groß. In hohen Positionen sind sie vor allem in Frauenkomitees aktiv. Das größte Problem liege in der Öffentlichkeit. So kann sich die Mehrheit der Ägypter beispielsweise nicht vorstellen, eine Frau als Präsidentin oder Polizistin zu sehen.
Die Podiumsdiskussion mit den ExpertInnen wurde von Esther Saoub, SWR, ehemalige ARD-Korrespondentin in Kairo, moderiert. Mit einem einführenden Vortrag zur aktuellen Lage in Ägypten gab Hoda Salah, Kultur- und Politikwissenschaftlerin, Impulse für die Podiumsdiskussion unter dem Titel „Demokratieentwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Chancen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft“. Frau Salah betonte, dass auch wenn die Revolution nicht alle ihre Ziele erreichen könne eines feststeht: Sie hat die Angst der ÄgypterInnen vor den alten Eliten, dem Staat, dem Sicherheitsapparat und den Religionsautoritäten gebrochen. Viele BürgerInnen betonen ihre Bürger- und Menschenrechte und agieren viel selbstbewusster. Die Revolutionen in der arabischen Welt hätten die Bevölkerungen näher zu einander geführt. Bei den Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Strömungen gehe es vor allem um die Frage, wie die Verfassung des neuen Ägyptens gestaltet werde. Welche Rolle soll die Religion spielen? Wird Ägypten ein islamitischer Staat?
Salah hob hervor, wie selbstverständlich Frauen und Männer Seite an Seite gegen das Mubarak-Regime demonstrierten und in den Zelten auf dem Tahrirplatz übernachteten, ohne dass es zu Belästigungen kam. Das repressive Regime habe nach Einschätzung von Salah die Männer früher dazu verleitet, ihre Frustration an den Frauen auszulassen. Die Demokratiebewegung habe den Menschen nun ihre Würde zurückgegeben und den gegenseitigen Respekt zwischen den Geschlechtern befördert. Die Zivilgesellschaft sei aufgewacht und dies mache sie zuversichtlich für die Entwicklung Ägyptens. Weit weniger optimistisch äußerte sich El Difraoui. Er mahnte dringende wirtschaftliche Unterstützung und Kulturaustausch zwischen der arabischen Welt und Europa an, damit die Region nicht in Gewalt versinke. Vor allem die ökonomische Situation habe sich für die Bevölkerung seit der Revolution kein bisschen verändert, was den radikalen Kräften Vorschub leisten könne.
ReferentInnen
May Elmahdi
freiberufliche Journalistin
Hoda Salah
Kultur- und Politikwissenschaftlerin
Dr. Asiem El Difraoui
Stiftung Wissenschaft und Politik
Veranstaltungsort
München
Partner
Frauenakademie München e.V.
BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
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11.10.2011 - 19:00
Die Zeiten einer gesicherten Welternährung gehen zu Ende. Durch Klimawandel, Verlust der Bodenfruchtbarkeit, durch industrielle Monokultur und die Anfälligkeit der Gentech-Pflanzen werden weltweit die Nahrungsmittel knapp. Wir stehen angesichts von mehr als sechs Milliarden zu versorgenden Menschen vor einer Welternährungskrise.
Ein "Weiter-so", eine Fortführung der Komplizenschaft zwischen Politik und Monopolisten führt in die Katastrophe.
Welche Chancen haben Wissenschaft, internationale Politik und nicht zuletzt wir VerbraucherInnen, um die Bedrohung noch abzuwenden?
ReferentInnen
Dr. Wilfried Bommert
Agrarwissenschaftler, Journalist, Leiter der WDR-Umweltredaktion
Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Kosten
€ 7,-/ ermäßigt: 6,- EU
Partner
Evangelische Stadtakademie München
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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05.10.2011 - 19:00
Stimme - Klänge - Bilder
Das Konzert zum Schutz des Regenwaldes ist eine farbenfrohe Collage aus leidenschaftlicher Musik, Bildern, persönlichen Zeugnissen und Reflexionen. Neben dem künstlerischen Genuss ermöglicht es einen ungewöhnlichen, sinnlichen Zugang zu der fundamentalen Frage, was wir von indigenen Völkern lernen können. Kann die Beschäftigung mit den Lebensweisen indigener Völker helfen, ein radikales Umdenken in unserer Gesellschaft zu fördern? Ist es möglich, gemeinsame Strategien zur Bewältigung der aktuellen globalen Krisen zu entwickeln? Wie können dabei auch diejenigen profitieren, die am wenigsten zu diesen Krisen beigetragen haben und doch am stärksten von den Auswirkungen betroffen sind?
Grupo Sal, sechs Musiker aus Argentinien, Chile, Portugal und Deutschland, mischt zeitgenössische Musikelemente mit traditioneller Folklore. Grupo Sal versetzt die Zuhörer in fremde Welten, schafft Brüche und verdichtet Atmosphären. Die leidenschaftliche Musik ermutigt das Publikum, angesichts der Thematik des Abends nicht in der Geste der Betroffenheit zu berharren, sondern voll Lebenslust Perspektiven für eine bessere Welt zu schaffen.
Mit Bildern und Formenspielen, die vor den Augen des Publikums auf dem Lichtprojektor gemalt und gleichzeitig projiziert werden, schaft der Lichtkünstler Mehrdad Zaeri eine ganz eigene und sehr bewegende Interpretationder Thematik.
Empfohlene Weblinks
ReferentInnen
Abadio Green
Ethnolinguist, Sprecher der Indigenen Kolumbiens
Thomas Brose
Agraringenieur und Entwicklungspolitologe, Geschäftsführer in der europäischen Geschäftstelle des Klima-Bündnisses und verantwortlich für die Kooperation mit der Dachorganisation der indigenen Völker Amazoniens COICA
Grupo Sal
Seit über 25 Jahren ist Grupo Sal im deutschsprachigen Europa die "Stimme Lateinamerikas". Sechs Musiker tragen mit ihrem individuellen Stil zu einer einzigartigen Interpretation lateinamerikanischer Musik bei. Die Vertrautheit mit zeitgenössischer und klassischer Musik prägt das Arrangement traditioneller und politischer Folklore jenseits von Klischees. Eigenständige Kompositionen erweitern das Repertoire moderner lateinamerikanischer Liedermacher. Charakteristisch für Grupo Sal ist das inspirierte Zusammenspiel von Virtuosität und Leidenschaft.
Mehrdad Zaeri
Live-Projektionen
Veranstaltungsort
Pappenheim, Landvolkshochshcule
Kosten
Vorverkauf: 10 EUR , erm. 7 EUR; Abendkasse: 12 EUR, erm. 9 EUR
Partner
Evangelische Landvolkshochschule Pappenheim (LVHS)
Evangelische Landjugend in Bayern e.V. (ELJ)
Art der Veranstaltung
Konzert-Collage
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04.10.2011 bis 22.10.2011
Ein Ausstellungsprojekt
I can´t relax in Europe.
Es entspannt sich schwer, angesichts der tödlichen Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Also den Strandkorb vom offenem Meer flux abgewendet. Abkehr und Abwehr statt Schutz lautet die Devise. Wir, also die EU, halten eine bestens funktionierende Abschottungs- und Abschiebungsmaschinerie am Laufen, die tagtäglich Tote produziert. Wir, also die Öffentlichkeit, nehmen das zur Kenntnis und begegnen dem hausgemachten Flüchtlingsdrama größtenteils mit fatalem Desinteresse.
Dem etwas entgegen zu setzen gibt es dieses Jahr, zusätzlich zum Rage against Abschiebung Festival, die Lampedusa Beach Party. Mit ihr wollen wir unsere Themen sichtbarer machen. Ab dem 4.10. verwandelt sich der Farbenladen nach und nach in einen Indoor-Strand mit Strandbar der anderen, verstörenden Art. Eine Gruppe von KünstlerInnen haben sechs der legendären Feierwerk-Strandkörbe zur Verfügung gestellt bekommen, um sie thematisch zu gestalten. Die Ergebnisse sind so unterschiedlich, wie die beteiligten KünstlerInnen.
Rechnen Sie mit vielem – aber mit einem nicht – dass es gemütlich wird – trotz der Strandkörbe.
Details über das Ausstellungsprojekt, die umfangreichen Begleitveranstaltungen sowie die beteiligten Künsteler/innen erfahren Sie im Ausschreibungsflyer, den Sie als PDF-Datei herunterladen können.
Downloads zum Artikel
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
München, "Farbenladen" des Feierwerks, Hansastr. 31 (tägl. 15-20 Uhr)
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Bayerischer Flüchtlingsrat
bordermonitoring.eu
Art der Veranstaltung
Ausstellung mit Begleitprogramm
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04.10.2011
Fast jeder kennt die beindruckenden Bilder von den Protestierenden auf dem Tahrirplatz in Kairo, fast jeder hat schon mal von der Jasminrevolution in Tunesien gehört. Aber nicht nicht nur Ägypten und Tunesien sind in Bewegung, der gesamte nordafrikanische Raum steht vor einer Zäsur. In Libyen wurde das Regime Gaddafi von NATO und Rebellen mit militärischer Gewalt beseitigt, die Proteste und Unruhen in Algerien hören nicht auf, und der König von Marokko verspricht angesichts anhaltender Kundgebungen Reformen. Nur wenig aber erfährt man hierzulande über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die mit den "Umbrüchen in Nordafrika" einhergehen.
Diesem Informationsdefizit möchten wir mit unserer Veranstaltung begegnen. Im Focus stehen dabei die Demokratiebewegungen in den Ländern Nordafrikas sowie die Rolle der Frauen. Mit einer Kombination aus Podiumsdiskussion, Foto- und Plakatausstellung und Musik wollen wir die politischen und die kulturellen Veränderungen sowie das Lebensgefühl im nordafrikanischen Raum dem Publikum zu vermitteln.
Die Veranstaltung wird von Radio Lora live übertragen.
ReferentInnen
Podiumsdiskussion um 19:30 Uhr mit:
Konzert um 22.00 Uhr mit Nomad Sound System ( Electro-Rai aus Tunesien und Algerien)
Veranstaltungsort
München, Ampere/Muffatwerk, Zellstraße 4
Kosten
10,- / ermäßigt 7,- EUR
Partner
Radio Lora
Sarah Mara Kulturmanagement
Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion / Ausstellung / Konzert
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26.09.2011 bis 27.09.2011
Auswirkungen der Umbrüche in Nordafrika auf traditionelle Themen der Friedenspädagogik
FriedenspädagogInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind seit einigen Jahren in einem Netzwerk verbunden, um sich über aktuelle Themen und gemeinsame Veranstaltungen zu verständigen. Ende 2010 entstand im Arbeitskreis der Wunsch, nicht nur PädagogInnen, sondern eine breitere „Friedens-Öffentlichkeit“ einzuladen, um die traditionellen Themen Antimilitarismus und Gewaltfreiheit aufzugreifen und als aktuelle Herausforderung für friedenspolitisches und friedenspädagogisches Engagement zu diskutieren.
Die Ausgangsthese war: Die Wahrnehmung und die kritische Diskussion von Rüstungsexporten, die gesellschaftliche und politische Bewertung von Militär und das Bewusstsein über den wachsenden Erfahrungsschatz von Gewaltfreiheit haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Die jüngsten Ereignisse in Nordafrika fordern dringend eine aktuelle Verortung dieser Themen in der Friedensbewegung und in der Friedenspädagogik.
Zwei Referate thematisierten den aktuellen Stand von Antimiltarismus: Werner Wintersteiner (Universität Klagenfurt) differenzierte unter dem Titel "Vom edlen Krieger zum traurigen Krieger"" die unterschiedlichen Ausprägungen des Militarismus vom feudalen Bellizismus über den patriotischen und rassistisch-imperialistischen Militarismus, dem links-revolutionären Militarismus bis zu den Erscheinungsformen des modernen Söldnertums und des Militarismus in Demokratien. Der Anknüpfungspunkt für die Friedenspädagogik liegt vor allem im "banal militarism" im Sinne der kulturellen Praktiken, die die Kontinuität des Militarismus gewährleisten.
Marc von Boemcken, BICC, gab einen Überblick über Rüstungspolitik und Rüstungsexporte, stellte die Top Ten der Rüstungsexporteure und der Importeure vor und beschrieb v.a. die Rütungsaktivitäten und ihre Akteure im nordafrikanischen Raum und Nahen Osten. Beeindruckend fanden die FriedenspädagogInnen, dass die weltweiten Rüstungsausgaben seit 2000 um 49% gestiegen sind. Infos zum Thema sind zu finden unter www.ruestungsexport.info.
Das Thema Gewaltfreiheit wurde von Reiner Steinweg eingebracht. Er referierte über Gewaltfreiheit in Ägypten, d.h. zur Frage: Wie konnte es passieren, dass der Aufstand in Ägypten im ersten Halbjahr 2011 weitgehend gewaltfrei verlief. In der Diskussion wurde (wie so oft) bedauernd festgestellt, dass wir viel zu wenig Wissen über gewaltfreie politische Veränderungsprozesse haben. Es gibt nun aber eine Bibliographie zum Thema Gewaltfreiheit, zusammengestellt von Reiner Steinweg:
www.friedenspaedagogik.de/service/literatur/bibliographie_gewaltfreiheit_und_soziale_verteidigung
Die Themen wurden in Arbeitsgruppen weiter bearbeitet: Eine Arbeitsgruppe tauschte sich über Theorie und Praxis der Jungenarbeit als Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonzepten aus. In einer weiteren Arbeitsgruppe wurden Strategien in Reaktion auf die Kooperationsverträge zwischen Bundeswehr und den meisten Kultusministerien in Deutschland erörtert.
Die Tagung hatte insgesamt knapp 40 Teilnehmende. Ein Teil kam aus dem Nürnberger Raum, der überwiegende Teil aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und aus der Schweiz. Die Teilnehmenden fanden es wichtig, dass an den „Traditionsthemen“ Gewaltfreiheit und Antimiltarismus angeknüpft wurde und überlegt, wie im pädagogischen Bereich, in der Friedensforschung und im öffentlich Diskurs darauf gedrungen werden kann, sich mit diesen Themen wieder mehr zu beschäftigen.
Veranstaltungsort
Stein bei Nürnberg
Partner
Arbeitskreis Friedenspädagogik in der AFK
Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. München (AGFP)
ASEPaix, association des educateurs a la paix
Institut für Friedenspädagogik Tübingen (ift)
Institut für Konfliktbearbeitung und Mediation (ikm)
Zentrum für Friedensforschung Friedenspädagogik an der Universität Klagenfurt
Art der Veranstaltung
Fachgespräch
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