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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

05.10.2011 - 19:00

Konzert für Amazonien

Stimme - Klänge - Bilder

Das Konzert zum Schutz des Regenwaldes ist eine farbenfrohe Collage aus leidenschaftlicher Musik, Bildern, persönlichen Zeugnissen und Reflexionen. Neben dem künstlerischen Genuss ermöglicht es einen ungewöhnlichen, sinnlichen Zugang zu der fundamentalen Frage, was wir von indigenen Völkern lernen können. Kann die Beschäftigung mit den Lebensweisen indigener Völker helfen, ein radikales Umdenken in unserer Gesellschaft zu fördern? Ist es möglich, gemeinsame Strategien zur Bewältigung der aktuellen globalen Krisen zu entwickeln? Wie können dabei auch diejenigen profitieren, die am wenigsten zu diesen Krisen beigetragen haben und doch am stärksten von den Auswirkungen betroffen sind?

Grupo Sal, sechs Musiker aus Argentinien, Chile, Portugal und Deutschland, mischt zeitgenössische Musikelemente mit traditioneller Folklore. Grupo Sal versetzt die Zuhörer in fremde Welten, schafft Brüche und verdichtet Atmosphären. Die leidenschaftliche Musik ermutigt das Publikum, angesichts der Thematik des Abends nicht in der Geste der Betroffenheit zu berharren, sondern voll Lebenslust Perspektiven für eine bessere Welt zu schaffen.

Mit Bildern und Formenspielen, die vor den Augen des Publikums auf dem Lichtprojektor gemalt und gleichzeitig projiziert werden, schaft der Lichtkünstler Mehrdad Zaeri eine ganz eigene und sehr bewegende Interpretationder Thematik.

 

Empfohlene Weblinks

www.grupo-sal.de

ReferentInnen

Abadio Green
Ethnolinguist, Sprecher der Indigenen Kolumbiens

Thomas Brose
Agraringenieur und Entwicklungspolitologe, Geschäftsführer in der europäischen Geschäftstelle des Klima-Bündnisses und verantwortlich für die Kooperation mit der Dachorganisation der indigenen Völker Amazoniens COICA

Grupo Sal
Seit über 25 Jahren ist Grupo Sal im deutschsprachigen Europa die "Stimme Lateinamerikas". Sechs Musiker tragen mit ihrem individuellen Stil zu einer einzigartigen Interpretation lateinamerikanischer Musik bei. Die Vertrautheit mit zeitgenössischer und klassischer Musik prägt das Arrangement traditioneller und politischer Folklore jenseits von Klischees. Eigenständige Kompositionen erweitern das Repertoire moderner lateinamerikanischer Liedermacher. Charakteristisch für Grupo Sal ist das inspirierte Zusammenspiel von Virtuosität und Leidenschaft.

Mehrdad Zaeri
Live-Projektionen

Veranstaltungsort
Pappenheim, Landvolkshochshcule


Kosten
Vorverkauf: 10 EUR , erm. 7 EUR; Abendkasse: 12 EUR, erm. 9 EUR


Partner

Evangelische Landvolkshochschule Pappenheim (LVHS)

Evangelische Landjugend in Bayern e.V. (ELJ)

 


Art der Veranstaltung
Konzert-Collage



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15.09.2011 bis 05.10.2011

Entwicklungsland D – eine Ausstellung über uns und die Welt

30 Jahre Dritte Welt Laden Erlangen e. V.

Das 30-jährige Jubiläum des Erlanger Dritte Welt Ladens ist Anlass für eine Ausstellung mit reichhaltigem Begleitprogramm. Vor 30 Jahren hieß die deutsche Entwicklungspolitik noch "Entwicklungshilfe" – wir helfen den unterentwickelten Ländern sich so zu entwickeln, dass sie wie wir werden. Doch schon damals fragten sich viele Menschen: Ist das wirklich das Ziel? Was heißt eigentlich Entwicklung und wie kann Entwicklung erreicht werden?

Inzwischen wird Entwicklung nicht mehr nur als Einbahnstraße gesehen, sondern es setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass auch wir uns „entwickeln“ müssen, dass wir nicht so weitermachen können wie in den letzten Jahrzehnten. Die Ausstellung „Entwicklungsland Deutschland“ macht auf diese Paradoxie aufmerksam: Entwicklungsländer, das sind eben heute nicht mehr nur die Länder der sog. Dritten Welt, sondern in zunehmendem Maße die reichen Länder des Nordens mit ihren weder ökologisch noch sozial zukunftsfähigen Lebens- und Produktionsweisen.

Ausstellung und Begleitprogramm sollen Mut machen, den eigenen Lebensstil zu ändern, hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung: So.-Di.: 11-14 Uhr / Mi.-Sa.: 11-18 Uhr

Das Begleitprogramm:

Ausstellungseröffnung mit dem Film „SEKEM – aus der Kraft der Sonne“
Donnerstag, 15. September, 17.00 Uhr

Film: Kein Brot für Öl – Regenwaldvernichtung für Biosprit in Kolumbien
Montag 19. September, 18 Uhr

Film: China Blue
Dienstag,20. September, 20 Uhr

Konzert für Amazonien – Stimmen Klänge Bilder
Regenwald – zwischen Bewahrung und Zerstörung
Freitag, 23. September, 19.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)

Film: BIRD WATCHERS. Das Land der Roten Menschen
Dienstag, 27. September, 20 Uhr

Film: Water Makes Money
Donnerstag, 29. September, 20 Uhr

Wir und die Welt - Gottesdienst zum Erntedankfest
Sonntag, 2. Oktober, 10 Uhr

Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zu den einzelnen Veranstaltungen des Begleitprogramms finden Sie hier im Gesamtprogramm und auf der Homepage des Dritte Welt Ladens Erlangen:

www.dritte-welt-laden-erlangen.de

 

Downloads zum Artikel

DWL_ER__Ausstellung-Begleitprogramm.pdf


Empfohlene Weblinks

www.dritte-welt-laden-erlangen.de

Veranstaltungsort
Erlangen, Neustädter Kirche


Kosten
Bitte im Programm schauen!


Partner

Dritte Welt Laden Erlangen

Evangelische Gemeinde Erlangen Neustadt

Volkshochschule der Stadt Erlangen


Art der Veranstaltung
Ausstellung / Filme /Konzert



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06.06.2011 bis 12.06.2011

Veranstaltungsreihe "festival contre le racisme"

Montag: Manfred Dahlmann - Emanzipation und Kritik.

Zur Eröffnung des Festivals sprach Manfred Dahlmann, Verleger beim ca ira Verlag und Publizist, über die Kritik am Emanzipationsbegriff. So stellte er die Frage, warum statt "Glück" oder "Freiheit" seit nun mehr fast 40 Jahren nur noch Emanzipation als Wunschziel ausgegeben wird und ob es wirklich einfach nur ein anderer Begriff ist oder er bewusst Freiheit und Glück ersetzt. Vor allem am Beispiel des Umgangs linker Gruppen mit dem Grundgesetz und den darin kodifizierten Rechten zeigte er Tendenzen und Gedankengänge die, statt die Strukturen der Emanzipation aufzubauen und zu fordern, vor allem versuchen im Namen der Emanzipation Strukturen mit Inhalt aufzufüllen und statt der Befreiung des Individuums vor allem das Durchsetzten des sog. „Gemeinwohls“ im Sinn haben. 
 

Dienstag: Sylke Stricker - Emanzipation und Behinderung

Sylke Stricker ist peer-counselorin im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V., Erlangen. In einem historischen Abriss zur Krüppelbewegung thematisierte sie unterschiedliche Sichtweisen auf Behinderung und behinderte Menschen. Sie erklärte, wie aus der Kritik am Umgang mit behinderten Menschen, der von den Aktivist_innen der Krüppelbewegung als segregierend und herabwürdigend begriffen wurde, alternative Strukturen wie das ZSL geboren wurden. Hier sollen behinderte Menschen ermutigt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, etwa mit Hilfe des Persönlichen Budgets oder der Persönlichen Assistenz. Mitarbeiter_innen des ZSL beteiligen sich auf nationaler und internationaler Ebene an politischer Arbeit, so auch bei der Ausarbeitung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Anschluss gab es eine Diskussion, die sich unter anderem um die Frage der bezahlten Care-Arbeit und die Definition von Behinderung drehte.

 

Mittwoch: Floris Biskamp - Homonationalismus?

In seinem Referat stellte Floris Biskamp zunächst Gay-Liberation und Queer als zwei Konzepte der LGBTQI* vor und gegeneinander, um dann die beiden Konflikte Homo-Normativität und Homo-Nationalismus zu diskutieren. Dabei vertrat er die These, dass im Theorieansatz des Othering schon der Rassismusvorwurf angelegt sei und die Theorie damit für bestimmte Phänomene blind mache – so zum Beispiel für verbreiteten LGBTQI*-Hass unter dem Islam zugeordneten Menschen. In der Diskussion wurde diese Frage weiter diskutiert und vor allem die Frage verhandelt, inwiefern dann eine Praxis, die genau diesen Fehler nicht begeht, überhaupt denkbar sei, wenn sie gleichzeitig auch nicht in gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit umschlagen will. 

 

Donnerstag: Roger Behrens: Der Sound der falschen Freiheit - Pop und Emanzipation

In seinem Vortrag unternahm Roger Behrens den Versuch, Popkultur historisch und theoretisch zu fassen. Zu diesem Zweck zeichnete er zunächst eine Geschichte der öffentlichen Kultur und ihrer gesellschaftlich-ökonomischen Existenzbedingungen nach und unternahm dabei jeweils Befragungen hinsichtlich ihrer Beziehung zu dem, was Emanzipation zu nennen wäre. Er untermalte seine Ausführungen mit Beispielen in Bild und Ton, was den Vortrag recht kurzweilig erscheinen ließ. Die Diskussion im Anschluss war vor allem von Verständnisfragen und der Frage nach der Existenz des autonomen Individuums „Künstler_in“ geprägt. 

 

Emanzipatorische Filmnacht

Nach fünf Abenden mit Vorträgen stand der Samstagabend im Zeichen des Films. Zwei Filme, ein Spielfilm und ein Dokumentarfilm, sollten die verschiedener Möglichkeiten ausloten, sich filmisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Bei Lars von Triers  Dogma-Film „Idioten“ ging es nicht nur um die befreienden Möglichkeiten der Beschränkung, sondern auch inhaltlich um die Frage, wie Glück und Freiheit wirklich zu erlangen sind. Ganz in APPD Manier versuchen die Protagonist_innen diese durch das finden ihres „inneren Idioten“ zu finden. Selbstverdummung als Schritt der Selbsterkenntnis. Die Probleme, die sowohl unter den Teilnehmer_innen des Experiments als auch mit der Umwelt entstehen, steigern sich dann bis zu einer unerwarteten Klimax. 

Der zweite Film war eine Dokumentation über die israelische Punkszene und den Konflikt, in den die beiden Identitäten (Punk - Israeli) geraten. So wird sowohl der Punkbewegung als auch dem Staat Israel ein emanzipatorisches Moment zugesprochen. Die einen, weil sie mit den Werten, Erwartungen und der Ästhetik ihrer Ausgangsgesellschaften brechen und diese destruktiv dekonstruieren. Der andere, weil es endlich einer der am meisten und umfassendsten verfolgten Gruppen der Welt eine Heimat gibt. Einen Ort, an dem sie Manager_innen und Putzkräfte, Polizist_innen und Kriminelle und Milliardär_innen und Obdachlose sein können, ohne dass das aus ihrer Religion, Kultur hergeleitet wird bzw. ein geheimer Plan unterstellt wird. Aber wie gehen nun jüdische Punks damit um, sowohl in dem Land leben zu können, dass es ihnen erlaubt von der Gesellschaft einfach nur als Punks betrachtet zu werden, statt ihnen als „jüdische“ Punks alles mögliche zu unterstellen bzw. zu verwehren und andererseits gerade eben Punks sind, weil sie diese Gesellschaft zum Kotzen finden. Neben der allgemeinen Frage und der Vorstellung der Szene und ihren Aktivist_innen, geht der Film auch auf israelische Spezifika ein wie dem dreijährigen Wehrdienst für beide Geschlechter und den Problemen, um diesen herumzukommen. 

 

Abschlusssymposium

Das recht gut besuchte Abschlusssymposium unternahm den Versuch, die in der Woche aufgeworfenen Fragen und Themen noch einmal aufzugreifen und nach einer Essenz aus diesen zu suchen.  

Zuerst referierten Thomas Lörner und Steve Kastner die Kritik an verschiedenen Emanzipationsbewegungen mit der Kritischen Theorie Adornos und wandten sich hierbei vor allem gegen feministische Patriachatskritik. Im Anschluss versuchten Vincent Gengnagel und Tilman Kallenbach anti-essentialistische Zugänge stark zu machen. Im Anschluss kam es zu einer Diskussion, die viele offengebliebene Fragen der Woche noch einmal aufwarf.

ReferentInnen


Veranstaltungsort
Bamberg


Partner

Antifaschismus/Antirassismus- und Gleichstellungsreferat der Studierendenvertretung Bamberg



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23.03.2011 - 20:00

50 Jahre türkische Migration – eine kulturpolitische Bilanz

2011 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland zum 50. Mal. Das Filmfestival Türkei / Deutschland widmet diesem besonderen Jubiläum ein Sonderthema und wird das Zusammenleben von Deutschen und Türken in den letzten fünf Jahrzehnten auf kulturpolitischer Ebene beleuchten.

Wie sieht die kulturpolitische Bilanz nach 50 Jahren Gastarbeiteranwerbung aus? Welche Spuren haben türkische Einflüsse in der Kulturszene Deutschlands hinterlassen? Wie steht es um den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern? Welche kultur- und gesellschaftspolitischen Konzepte sind notwendig, um Potentiale weiterzuentwickeln? Welche Rolle spielt dabei ein Festival wie das Filmfestival Türkei / Deutschland?

Der berühmte türkische Schauspieler und Regisseur Tunçel Kurtiz wird im Rahmen des Sonderthemas seinen Film „E5 – Die Gastarbeiterstraße - E5 Ölüm Yolu“ (1978) und die Dokumentation „In fremder Erde - Yabancı Topraklarda“ (2001) von Ayhan Salar vorstellen und mit dem Festivalpublikum diskutieren.

ReferentInnen

Tunçel Kurtiz

Die graue Eminenz des Theaters und Kinos steht seit fast 50 Jahren auf der Bühne, spielte in zahlreichen Theaterstücken, inszenierte selbst Werke und schrieb Drehbücher.

Auf der internationalen Kunstbühne ist der facettenreiche Wanderschauspieler ein gern gesehener Gast und spielte in großen Projekten von Peter Brook, Peter Stein und Yilmaz Güney. Als Schauspieler überrascht er in verschiedensten Rollen und Sprachen immer wieder das Publikum. 1978 drehte er den Dokumentarfilm "E5 – Die Gastarbeiterstraße" über die sogenannte Gastarbeiterroute, die bis 1985 als E 5 bezeichnet wurde, und u. a. türkische Arbeitsmigranten, mit ihrer Heimat verband. Dem deutschen Publikum ist der wandernde Geschichtenerzähler vor allem durch seine Hauptrolle in Fatih Akıns "Auf der anderen Seite" bekannt.

Veranstaltungsort
Nürnberg, Künstlerhaus, Festsaal


Partner

16. Filmfestival Türkei / Deuschland


Art der Veranstaltung
Film und Gespräch



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15.03.2011 bis 31.03.2011

Asientage 2011

Vortrag: Mangos gegen Kinderprostitution, Zucker gegen Armut
Kurzfristig ergab sich die Möglichkeit, einen aktuellen Bericht von der im Frühjahr stattgefundenen Projektreise zu Partnern des Fairen Handels auf den Philippinen mit ins Programm aufzunehmen. Ute Michallik, Geschäftsführerin des Weltladens und Teilnehmerin der Reise, berichtete von der Arbeit der Produzenten Alter Trade (Zucker), der Preda-Stiftung und kleinerer, vor allem kunsthandwerklich tätiger Produzenten. In Wort und Bild zeigte sie auch Einblicke in politische, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen des Landes sowie die Chancen, die Fairer Handel den Menschen eröffnet.

Vortrag: Die Kultur des Alten und neuen Korea
Der Vortrag der neuen Stadtbücherei zeigte Aspekte Koreas aus erster Hand: Die Referentin Jung-Ja Holm ist selbst in Korea geboren und  lebt seit mehreren Jahren in Augsburg

Ein Tag für Tibet
Aus kalendarischen Gründen und wegen der Ferienzeit fand der Tibet-Tag dieses Mal erst in der Woche nach dem Internationalen Tibettag am 10. März statt. In den Räumen der Neuen Stadtbücherei haben dazu Infostände, Filmbeitrag und ein Vortrag stattgefunden. Bereits im Vorfeld wurde mit Info-Aktionen im Weltladen und dem hissen der Tibetischen Flagge auf die Situation in Tibet aufmerksam gemacht.

Der Referent Winfried Pfeffer, Tibet-Kenner und Leiter des Kailash-Haues in Freiburg, ging auf die aktuelle Situation in Tibet im Spannungsfeld zwischen Politik und dem Weg des Dalai Lama ein. Dabei kamen Umweltfragen ebenso zur Sprache wie die derzeitigen Veränderungen der die politischen Strukturen. Am 20. März, einen Tag nach der Veranstaltung, haben die Exil-Tibeter einen neuen Premierminister (Kalon Tripa) und ihr Parlament (Chithui) gewählt. Der Jurist Lobsang Sangay wird sein Amt als neu gewählter Ministerpräsident voraussichtlich am 14. August 2011 antreten. Der Dalai Lama hat sich zurückgezogen und ist nur noch geistliches Oberhaupt der Tibeter.

Konzert: Gesang der Stille
Der bekannte Musiker und Künstler David Lindner kam über die Vermittlung des Fairtrade-Importeurs Akar nach Augsburg. Er ist bundesweit unter anderem mit zahlreichen Buchveröffentlichungen zum Thema Klangschalen bekannt. Kompetent führte er in die faszinierende Welt der Klangschalen ein und berichtet über seinen Besuch einer Manufaktur in Nepal, wo Klangschalen noch auf traditionelle Weise gefertigt werden. Weiter stellt er das Instrument in die kulturellen Zusammenhänge und informiert zum Beispiel, wie sich Tibetische Klangschalen von Japanischen unterscheiden. Die Goldschmiede-Kapelle der Anna-Kirche boteinen ansprechenden Rahmen für diese Veranstaltung.

Dia-Vortrag: Eindrücke Chinas
In Bildern und Berichten wurde hier die aktuelle Situation in China mit kulturellen, sozialen und politischen Hintergründen beleuchtet. Referenten waren Margarete und Martin Aulbach, die aktuell von einer China-Reise zurückgekehrt sind. Die beiden Pädagogen informierten anhand von anschaulichen Beispielen und Eindrücken ihrer Reise und forderten zur Auseinandersetzung auf. Neben prägnanten Fotos und einer ansprechenden Präsentation waren es auch die politischen und kulturellen Hintergrundinformationen, die zur Diskussion einluden.

Info-Abend: Asien in tausend TönenDie ehrenamtliche CD-Gruppe des Weltladens veranstaltete im Zeitraum der Asientage einen Info-Abend zu konkreten Beispielen der Weltmusik aus Asien mit Hörbeispielen. 

Lesung: Mit dem Wind fliehen von Ranjith Henayaka
Kurzfristig konnte der Autor Ranjith Henayaka Arachchi für einen Vortrag in Augsburg gewonnen werden. Er schildert in seinem Buch in bewegender Form das Schicksal des jungen Tamilen Nathan und seiner Familie. In den Machtkämpfen tamilischer Guerillagruppen wird er ebenso mit dem Tod bedroht wie von der Gewalt der offiziellen Machthaber. Nathan gelingt die Flucht nach Deutschland. Der Autor gibt in seinem Buch einer Wirklichkeit ein Gesicht, die viele nur aus Medienberichten kennen. Er zeigt, was es heißt, um Leib und Leben fürchten zu müssen. Und er entlarvt eine Politik, die in Deutschland und Europa auf dem Rücken von Flüchtlingen betrieben wird.

 

Veranstaltungsort
Augsburg


Partner

Werkstatt Solidarische Welt e.V. und Weltladen GmbH

amnesty international Augsburg

Bündnis 90/ Die Grünen

Kino Liliom

Neue Stadtbücherei Augsburg

Stadt Augsburg

Tür an Tür e.V.



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Dokument

Leitfaden für nachhaltiges Leben & Studieren

Der Arbeitskreis Ökologie der Studierendenvertretung der Universität Würzburg hat in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung den „Leitfaden für nachhaltiges Leben & Studieren“ erstellt. Das Ziel der Broschüre ist es, Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni Tipps für nachhaltiges Verhalten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Uni zu geben. Dabei geht es unter anderem um die Themen nachhaltiger Konsum, Energiesparen, Recycling und Mobilität. 

Der Arbeitskreis hofft dadurch die Menschen an der Uni Würzburg zu bewussterem und nachhaltigerem Verhalten zu bewegen. Dabei werden bewusst nicht nur die Konsequenzen des eigenen Handelns auf den Klimawandel aufgezeigt, sondern insbesondere konkrete Vorschläge gemacht, wie die Leserinnen und Leser ihr Leben selbst nachhaltig gestalten können.

Diese von Studierenden sorgfältig recherchierte und verfasste Broschüre wird kostenlos an der Uni verteilt werden. Nach der Fertigstellung der Broschüre im August 2010 wird sie auch als PDF-Dokument unter http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/arbeitskreise/ak_oekologie/ zum Betrachten und Herunterladen bereitstehen.



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25.02.2010

Wem gehören Wissen und Kultur? - Zwischen "open access" und "copyright"

Veranstaltungsreihe "Wem gehört die Welt? - Die 'Gemeingüter' und ihre Bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft"

Wie kann die Wissens- und Kulturallmende so genutzt werden, dass sie allen nützt?

Nicht zuletzt die Digitalisierung der Informationsverarbeitung hat den Umgang mit dem für unsere Gesellschaft so wichtigen "Grundstoff" Wissen, Information, aber auch Kultur und Bildung in das Zentrum politischer Debatten gerückt.

  • Wie weit dürfen private Schutz- und Kontrollrechte auf diese Ressourcen ausgedehnt werden?
  • Was leisten „Open Access“-Modelle?
  • Können „Creative Commons“ oder Freie Lizenzen einen Umgang mit Informationen, Kultur und Wissen garantieren, der diese als Gemeingut erhält?
  • Wie können die berechtigten Interessen der Wissensproduzenten und Kulturschaffenden berücksichtigt werden?
  • Kann die viel diskutierte "Kulturflatrate" eine Lösung bieten?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des letzten Abends unserer Veranstaltungsreihe.

Es diskutierten (von links nach rechts) sehr angeregt:

Die Podiumsteilnehmer der Diskussion

Alexander Wolf (Geschäftsführer CELAS, GEMA-Syndikus für internationale Rechtsfragen), Dietlind Klemm (Moderation) und Philipp Frisch (Netzwerk Freies Wissen).

Wir dokumentieren die Präsentationen zu den einleitenden Statements der Referenten hier als PDF-Dateien:

Alexander Wolf: Urheberrechtsverletzungen im Internet – Piraterieverfolgung. Die Strategie der GEMA (ca. 130 KB)

Philipp Frisch: Wem gehört das Wissen der Welt ? - Geistiges Eigentum als virtuelles Öl des 21. Jahrhunderts (ca. 5,3 MB)
Dieser Beitrag wird unter einer CC-BY-Lizenz veröffentlicht. genaueres dazu hier:
 

Ausschnitte aus den Wortbeiträgen der Diskussion finden Sie demnächst ebenfalls hier!

Eine interessante Veröffentlichung zu diesem Themenkreis ist der folgende Reader von der Heinrich-Böll-Stiftung:

Copy.Right.Now!
Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht
Reader downloaden (PDF, 136 Seiten, 1,3 MB)

Flash ist Pflicht!

Der Beitrag von Philipp Frisch


Flash ist Pflicht!

Der Beitrag von Alexander Wolf


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Wem gehören die Gene?
Wem gehört das Wasser?
Manifest: Gemeingüter stärken. Jetzt!




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Dokument

Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf

Titelseite Jeder fünfte Schüler verlässt in Deutschland die Schule mit erheblichen Bildungsdefiziten. Diese Schüler haben Probleme im Arbeitsleben und können an Politik und Kultur nur eingeschränkt teilhaben. Insgesamt geht es um rund zwei Millionen Jugendlichen – häufig sind sie männlich mit Migrationshintergrund. Ihnen drohen Arbeitslosigkeit und sozialer Ausschluss. Diese Bildungsarmut ist nicht nur ein Makel für die Betroffenen, sie ist auch für Staat und Gesellschaft ein Problem.

Die Schule hat mit dem Wandel der Sozialstruktur und der Arbeitswelt nicht Schritt gehalten. Bei allen Verbesserungsbemühungen werden die Lern- und Lebenschancen von bildungsarmen Kindern und Jugendlichen immer noch zu wenig beachtet. Aus diesem Befund zieht die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung in der vorliegenden Empfehlung einen radikalen Schluss: Sie will die "Risikogruppe" ins Zentrum der Bildungsreform stellen. Darüber hinaus geht es um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt. Die Schulkommission plädiert für eine nicht diskriminierende Leistungsorientierung. Sie rückt die individuelle Förderung und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Mittelpunkt.

Die Empfehlung der Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung ist mit ergänzenden und weiterführenden Beiträgen als Band 3 der Schriften zu Bildung und Kultur erschienen. Sie können die 60-seitige Publikation bei uns als PDF-Datei (knapp 1 MB) herunterladen:

Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf. Wie Bildungsarmut nicht weiter vererbt wird
 

 



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30.08.2009

Bildungsreise: Serbien/Bosnien-Herzegowina

Der Reiseverlauf

Sonntag, 30. August
9:00 h: Treffpunkt Flughafen München, Terminal 2, Ebene 4, Infoschalter. Flug mit Lufthansa ab München 11:05 Uhr – an Belgrad 12:30 Uhr Fahrt zum Hotel. Nach dem Einchecken Begrüßungscafe, Vorstellung der Gruppe und des Programms. Danach kleine Tour durch Belgrad. Am Abend gemeinsames Essen mit Andrej Ivanji, Korrespondent der taz und des Wiener Standard in Belgrad, der uns in die politischen Verhältnisse Serbiens aus journalistischer Sicht einführte. Mit dabei waren auch Wolfgang Klotz, Leiter des hbs Büros in Belgrad und die Projektkoordinatorin der hbs in Belgrad, Paola Petric.  Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.

Montag, 31. August
Ein ganzer Tag in Belgrad. Wir besuchten das königliche Gelände im Stadtteil Dedinje den königlichen sowie den weißen Palast. Am frühen Nachmittag gab es ein Gespräch in der deutschen Botschaft mit dem ständigen Vertreter des Botschafters, Hans-Ulrich Südbeck. Anschließend Treffen mit der Präsidentin des Helsinki Komitee für Menschenrechte in Serbien, Sonja Biserko in einem soziokulturellen Zentrum.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.

Dienstag, 1. September
Wir verlassen Serbien und passieren die Grenze zu Bosnien–Herzegowina. Gegen Mittag erreichen wir Srebrenica. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Memorial Center Potocari.
Am Nachmittag Gespräche mit Vertreterinnen der Vereinigungen „Mütter von Srebrenica“ und „Frauen von Srebrenica“ sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Srebrenicas, Camil Durakovic und dem Vertreter der islamischen Religionsgemeinschafttt, Imam Damir ef. Imamovic. Der Vertreter der christlich-orthodoxen Religionsgemeinschaft, Pope Zeljko Teofilovic konnte seine Teilnahme leider nicht zusagen.
Anschließend Weiterfahrt nach Tuzla. Ankunft am frühen Abend.
Gemeinsames Abendessen im Hotel. Übernachtung im Hotel Tuzla in Tuzla.

Mittwoch, 2. September
Am Vormittag Gespräch mit Dzemila Agic (Leiterin) und Sabina Jukan (Umweltexpertin) beim Zentrum für Ökologie und Energie in Tuzla. Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Sarajevo. Unterwegs unternahmen wir einen kleinen Ausflug in die Sarajevo umgebenden Berge. Auf einer Wanderung mit gemeinsamem Picknick erkundeten wir die herrliche Natur um den mit 1524 Metern höchsten Berg der Umgebung, den Crepoljsko. Am späten Nachmittag Ankunft in Sarajevo.
Abend zur freien Verfügung.

Donnerstag, 3. September
Vormittags Stadtführung durch Sarajevo an die sich die Besichtigung des Sarajevo-Tunnels anschloss, der während der Belagerung der Stadt Anfang der 90er Jahre eigens zur Versorgung der Einwohner/innen und als Fluchtweg errichtet wurde.
Am Nachmittag gab uns die Leiterin des Böll Büros in Sarajevo, Mirela Grünther-Decevic einen Einblick in die Arbeit der Stiftung in Bosnien-Herzegowina. Danach Gespräche mit Sasa Madacki und Miroslav Zivanovic vom Menschenrechtszentrum der Universität Sarajevo sowie mit Srdan Dizdarevic vom Helsinki Komitee für Menschenrechte in BiH.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Bosnia in Sarajevo

Freitag, 4. September
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Herzegowina nach Mostar. Am Vormittag trafen wir bei einem Zwischenstopp in Konjic mit Amir Variscic einen Vertreter der Umweltorganisation „Grüne Neretva“. Ankunft in Mostar war am frühen Nachmittag. Nach dem Einchecken in Hotel besichtigten wir die zum UNESCO–Kulturerbe gehörende Altstadt.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar

Samstag, 5. September
Vormittag: Gespräche mit ProjektpartnerInnen der Böll Stiftung, u.a. mit dem Schriftsteller Veselin Galato. Nachmittags Ausflug zu den in einer Karstlandschaft gelegenen Quellen der Buna.
Gemeinsames Abendessen mit Abschlussgespräch. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar

Sonntag, 6. September
9:00 h: Nach dem Frühstück Fahrt mit dem Bus zum Flughafen nach Sarajevo.
Flug mit Lufthansa ab Sarajevo 13:00 Uhr – an München 14:30 Uhr


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V.


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



Link zur Bildergalerie


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09.07.2009

Erziehung zu Verantwortung in "unmoralischer" Zeit

1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch

Vortragstext von Bernhard Bueb jetzt online erhältlich!

Im Mittelpunkt des 1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch stand ein Vortrag des ebenso bekannten wie umstrittenen Pädagogen Dr. Bernhard Bueb, der jahrzehntelang die Internats-Schule Schloss Salem geleitet hat.

Den Vortragstext können Sie hier als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.

ReferentInnen

Dr. Bernhard Bueb
30 Jahre Leiter der Internats-Schule Schloss Salem


Partner

Friedrich-Ebert-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Thomas-Dehler-Stiftung



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