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27.02.2011 - 19:00
Die Erinnerungen des Dichters Iakovos Kampanellis aus seiner Zeit als Häftling im Konzentrationslager Mauthausen, insbesondere nach der Befreiung am 5. Mai 1945, gehören in Griechenland zur Allgemeinbildung. Das 1963 erschienene Buch hat dort schon die 34. Auflage erreicht.
Es ist ein grosser Verdienst von Dr. Franz Richard Reiter, dem Verleger (Ephelant Verlag, Wien), dass dieses wichtige Buch nun endlich auch in deutscher Sprache erschienen ist. Für die hervorragende Übersetzung ist Elena Strubakis eine staatliche Auszeichnung in Österreich zugesprochen worden.
Der Musikverein Philharmonia wird in 9-köpfiger Besetzung die weltberühmte Mauthausen Cantata aufführen. Mikis Theodorakis hat unter diesem Titel Gedichte von Iakovos Kampanellis vertont.

Empfohlene Weblinks
www.elektrobuch.de/clubvoltaire/veranstaltungen/2011_1/02_strubakis.htm
ReferentInnen
Buch von Iakovos Kampanellis
Musik von Mikis Theodorakis
Es lesen ELENA STRUBAKIS und DR. FRANZ RICHARD REITER
Orchester: MUSIKVEREIN PHILHARMONIA
Veranstaltungsort
München, Anton-Fingerle-Bildungszentrum, Schlierseestr. 47, U2/S-Bahn Giesing
Kosten
15,- EUR / ermäßigt 12,- EUR
Partner
Club Voltaire München
Oistros e.V.
VVN/BdA München (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen)
Art der Veranstaltung
Lesung und Konzert
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Dokument
Der Arbeitskreis Ökologie der Studierendenvertretung der Universität Würzburg hat in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung den „Leitfaden für nachhaltiges Leben &
Studieren“ erstellt. Das Ziel der Broschüre ist es, Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni Tipps für nachhaltiges Verhalten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Uni zu geben. Dabei geht es unter anderem um die Themen nachhaltiger Konsum, Energiesparen, Recycling und Mobilität.
Der Arbeitskreis hofft dadurch die Menschen an der Uni Würzburg zu bewussterem und nachhaltigerem Verhalten zu bewegen. Dabei werden bewusst nicht nur die Konsequenzen des eigenen Handelns auf den Klimawandel aufgezeigt, sondern insbesondere konkrete Vorschläge gemacht, wie die Leserinnen und Leser ihr Leben selbst nachhaltig gestalten können.
Diese von Studierenden sorgfältig recherchierte und verfasste Broschüre wird kostenlos an der Uni verteilt werden. Nach der Fertigstellung der Broschüre im August 2010 wird sie auch als PDF-Dokument unter http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/arbeitskreise/ak_oekologie/ zum Betrachten und Herunterladen bereitstehen.
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25.02.2010
Veranstaltungsreihe "Wem gehört die Welt? - Die 'Gemeingüter' und ihre Bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft"
Wie kann die Wissens- und Kulturallmende so genutzt werden, dass sie allen nützt?
Nicht zuletzt die Digitalisierung der Informationsverarbeitung hat den Umgang mit dem für unsere Gesellschaft so wichtigen "Grundstoff" Wissen, Information, aber auch Kultur und Bildung in das Zentrum politischer Debatten gerückt.
Diese Fragen standen im Mittelpunkt des letzten Abends unserer Veranstaltungsreihe.
Es diskutierten (von links nach rechts) sehr angeregt:
Alexander Wolf (Geschäftsführer CELAS, GEMA-Syndikus für internationale Rechtsfragen), Dietlind Klemm (Moderation) und Philipp Frisch (Netzwerk Freies Wissen).
Wir dokumentieren die Präsentationen zu den einleitenden Statements der Referenten hier als PDF-Dateien:
Alexander Wolf: Urheberrechtsverletzungen im Internet – Piraterieverfolgung. Die Strategie der GEMA (ca. 130 KB)
Philipp Frisch: Wem gehört das Wissen der Welt ? - Geistiges Eigentum als virtuelles Öl des 21. Jahrhunderts (ca. 5,3 MB)
Dieser Beitrag wird unter einer CC-BY-Lizenz veröffentlicht. genaueres dazu hier:
Ausschnitte aus den Wortbeiträgen der Diskussion finden Sie demnächst ebenfalls hier!
Eine interessante Veröffentlichung zu diesem Themenkreis ist der folgende Reader von der Heinrich-Böll-Stiftung:
Copy.Right.Now!
Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht
Reader downloaden (PDF, 136 Seiten, 1,3 MB)

Der Beitrag von Philipp Frisch
Der Beitrag von Alexander Wolf
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Dokument
Jeder fünfte Schüler verlässt in Deutschland die Schule mit erheblichen Bildungsdefiziten. Diese Schüler haben Probleme im Arbeitsleben und können an Politik und Kultur nur eingeschränkt teilhaben. Insgesamt geht es um rund zwei Millionen Jugendlichen – häufig sind sie männlich mit Migrationshintergrund. Ihnen drohen Arbeitslosigkeit und sozialer Ausschluss. Diese Bildungsarmut ist nicht nur ein Makel für die Betroffenen, sie ist auch für Staat und Gesellschaft ein Problem.
Die Schule hat mit dem Wandel der Sozialstruktur und der Arbeitswelt nicht Schritt gehalten. Bei allen Verbesserungsbemühungen werden die Lern- und Lebenschancen von bildungsarmen Kindern und Jugendlichen immer noch zu wenig beachtet. Aus diesem Befund zieht die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung in der vorliegenden Empfehlung einen radikalen Schluss: Sie will die "Risikogruppe" ins Zentrum der Bildungsreform stellen. Darüber hinaus geht es um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt. Die Schulkommission plädiert für eine nicht diskriminierende Leistungsorientierung. Sie rückt die individuelle Förderung und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Mittelpunkt.
Die Empfehlung der Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung ist mit ergänzenden und weiterführenden Beiträgen als Band 3 der Schriften zu Bildung und Kultur erschienen. Sie können die 60-seitige Publikation bei uns als PDF-Datei (knapp 1 MB) herunterladen:
Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf. Wie Bildungsarmut nicht weiter vererbt wird
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30.08.2009
Der Reiseverlauf
Sonntag, 30. August
9:00 h: Treffpunkt Flughafen München, Terminal 2, Ebene 4, Infoschalter. Flug mit Lufthansa ab München 11:05 Uhr – an Belgrad 12:30 Uhr Fahrt zum Hotel. Nach dem Einchecken Begrüßungscafe, Vorstellung der Gruppe und des Programms. Danach kleine Tour durch Belgrad. Am Abend gemeinsames Essen mit Andrej Ivanji, Korrespondent der taz und des Wiener Standard in Belgrad, der uns in die politischen Verhältnisse Serbiens aus journalistischer Sicht einführte. Mit dabei waren auch Wolfgang Klotz, Leiter des hbs Büros in Belgrad und die Projektkoordinatorin der hbs in Belgrad, Paola Petric. Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.
Montag, 31. August
Ein ganzer Tag in Belgrad. Wir besuchten das königliche Gelände im Stadtteil Dedinje den königlichen sowie den weißen Palast. Am frühen Nachmittag gab es ein Gespräch in der deutschen Botschaft mit dem ständigen Vertreter des Botschafters, Hans-Ulrich Südbeck. Anschließend Treffen mit der Präsidentin des Helsinki Komitee für Menschenrechte in Serbien, Sonja Biserko in einem soziokulturellen Zentrum.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.
Dienstag, 1. September
Wir verlassen Serbien und passieren die Grenze zu Bosnien–Herzegowina. Gegen Mittag erreichen wir Srebrenica. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Memorial Center Potocari.
Am Nachmittag Gespräche mit Vertreterinnen der Vereinigungen „Mütter von Srebrenica“ und „Frauen von Srebrenica“ sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Srebrenicas, Camil Durakovic und dem Vertreter der islamischen Religionsgemeinschafttt, Imam Damir ef. Imamovic. Der Vertreter der christlich-orthodoxen Religionsgemeinschaft, Pope Zeljko Teofilovic konnte seine Teilnahme leider nicht zusagen.
Anschließend Weiterfahrt nach Tuzla. Ankunft am frühen Abend.
Gemeinsames Abendessen im Hotel. Übernachtung im Hotel Tuzla in Tuzla.
Mittwoch, 2. September
Am Vormittag Gespräch mit Dzemila Agic (Leiterin) und Sabina Jukan (Umweltexpertin) beim Zentrum für Ökologie und Energie in Tuzla. Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Sarajevo. Unterwegs unternahmen wir einen kleinen Ausflug in die Sarajevo umgebenden Berge. Auf einer Wanderung mit gemeinsamem Picknick erkundeten wir die herrliche Natur um den mit 1524 Metern höchsten Berg der Umgebung, den Crepoljsko. Am späten Nachmittag Ankunft in Sarajevo.
Abend zur freien Verfügung.
Donnerstag, 3. September
Vormittags Stadtführung durch Sarajevo an die sich die Besichtigung des Sarajevo-Tunnels anschloss, der während der Belagerung der Stadt Anfang der 90er Jahre eigens zur Versorgung der Einwohner/innen und als Fluchtweg errichtet wurde.
Am Nachmittag gab uns die Leiterin des Böll Büros in Sarajevo, Mirela Grünther-Decevic einen Einblick in die Arbeit der Stiftung in Bosnien-Herzegowina. Danach Gespräche mit Sasa Madacki und Miroslav Zivanovic vom Menschenrechtszentrum der Universität Sarajevo sowie mit Srdan Dizdarevic vom Helsinki Komitee für Menschenrechte in BiH.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Bosnia in Sarajevo
Freitag, 4. September
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Herzegowina nach Mostar. Am Vormittag trafen wir bei einem Zwischenstopp in Konjic mit Amir Variscic einen Vertreter der Umweltorganisation „Grüne Neretva“. Ankunft in Mostar war am frühen Nachmittag. Nach dem Einchecken in Hotel besichtigten wir die zum UNESCO–Kulturerbe gehörende Altstadt.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar
Samstag, 5. September
Vormittag: Gespräche mit ProjektpartnerInnen der Böll Stiftung, u.a. mit dem Schriftsteller Veselin Galato. Nachmittags Ausflug zu den in einer Karstlandschaft gelegenen Quellen der Buna.
Gemeinsames Abendessen mit Abschlussgespräch. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar
Sonntag, 6. September
9:00 h: Nach dem Frühstück Fahrt mit dem Bus zum Flughafen nach Sarajevo.
Flug mit Lufthansa ab Sarajevo 13:00 Uhr – an München 14:30 Uhr
Partner
Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V.
Art der Veranstaltung
Bildungsreise
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09.07.2009
1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch
Vortragstext von Bernhard Bueb jetzt online erhältlich!
Im Mittelpunkt des 1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch stand ein Vortrag des ebenso bekannten wie umstrittenen Pädagogen Dr. Bernhard Bueb, der jahrzehntelang die Internats-Schule Schloss Salem geleitet hat.
Den Vortragstext können Sie hier als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.
ReferentInnen
Dr. Bernhard Bueb
30 Jahre Leiter der Internats-Schule Schloss Salem
Partner
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Thomas-Dehler-Stiftung
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25.04.2009
Das Verhältnis von Demokratie und Schule ist facettenreich, es umfasst viele verschiedene Aspekte und findet auf unterschiedlichsten Ebenen statt. Unsere Tagung beleuchtete das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. In Vorträgen und Workshops wurden die verschiedenen Felder demokratischer Beteiligung vorgestellt und diskutiert.
Wir dokumentieren die uns vorliegenden Beiträge als PDF-Dateien.

Kurt Edler
Schritte zu einer demokratischeren Schule (30 KB)

Bernhard Jehle
Kommunale Selbstverwaltung und Schuldemokratie (60 KB)
Die wesentlichen Thesen und Ergebnisse der Vorträge und Workshops wurden zum Abschluss der Tagung mit den bildungspolitischen Experten der Landtagsfraktionen diskutiert.

Von links nach rechts: Eduard Nöth (CSU), Thomas Gehring (Grüne), Dr. Klemens Gsell (Schulbürgermeister der Stadt Nürnberg), Hans-Peter Kastenhuber (Nürnberger Nachrichten, Gesprächsleitung), Günther Felbinger (Freie Wähler), Alexander Liebel (FDP)
ReferentInnen
Kurt Edler
Deutsche gesellschaft für Demokratiepädagogik, Referatsleiter im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung der Hansestadt Hamburg
Bernhard Jehle
Direktor des Pädagogischen Instituts der Stadt Nürnberg
Nicolas Lahovnik
Landesschülersprecher Bayern
Monika Murphy
Jenaplan-Schule Nürnberg
Dr. Mathias Rösch
Schulmuseum Nürnberg
Dr. Mona Kilau
Christian-Ernst-Gymnasium, Erlangen
Partner
Pädagogisches Institut Nürnberg
akademie caritas-pirckheimer-haus Nürnberg
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.
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29.11.2008
In verschiedenen Zusammenhängen werden von wertkonservativen Kreisen, vor allem von den Kirchen, Thesen verfochten, die einer Zementierung historisch bedingter Privilegien der beiden christlichen Kirchen und dem Monopolanspruch auf gesellschaftliche Werte gleichkommen würden.
Solche Thesen lauten z.B.:
- Die abendländische Gesellschaft fußt allein auf christlichen Grundwerten.
- Ohne Religion kann es keinen Wertekonsens geben.
- Ein weltanschaulich neutraler Staat darf selbst keinen Werteunterricht erteilen.
Eine andere These hat ähnlich große Verbreitung gefunden: "Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann."
Sie stammt vom ehemaligen Verfassungsrechtler Böckenförde.
Diese Behauptung, die auch als "Böckenförde-Diktum" bekannt ist, dient heute zur Begründung von Partnerschaften zwischen Staat und Kirchen, sei es bei der Erziehung, bei der Gesetzgebung und nicht zuletzt bei der Alimentierung der Religionsgesellschaften.
Immenses Interesse und interessante Vorträge
Einen ersten Einblick in Inhalte und Verlauf der äußerst gut besuchten Veranstaltung gibt der Bericht von Florian Laber auf der Website unseres Kooperationspartners, der Humanistischen Union.
Wenn Sie sich für die Vorträge im Detail interessieren, können Sie diese unentgeltlich als PDF-Dateien herunterladen:
Vortrag von Dr. Michael Schmidt-Salomon (ca. 110 KB)
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Kreß (ca. 150 KB)
Vortrag von Werner Fuß (ca. 90 KB)
ReferentInnen
Dr. Michael Schmidt-Salomon
Philosoph/Schriftsteller, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Mastershausen
Prof. Dr. Hartmut Kreß
Professor für Systematische Theologie, insb. Ethik, in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn
Werner Fuß
Gymnasiallehrer, Stellv. Vorsitzender des Fachverband Ethik, München
Partner
HUMANISTISCHE UNION e.V., RV München-Südbayern
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10.06.2008
Bologna-Prozess:
Unumkehrbar, aber Verbesserungen notwendig
Die Europäisierung des Hochschulraums, die gegenwärtig unter der Überschrift „Bologna-Prozess“ abläuft, ist unumkehrbar. Aber die Umsetzung dieses Prozesses in Deutschland ist in vieler Hinsicht verbesserungsbedürftig. So lässt sich eine – trotz Kellerwetter und EM – sehr gut besuchte Podiumsdiskussion zusammenfassen, die die Petra-Kelly-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Grüner Hochschulgruppen in Bayern an der Bamberger Universität durchführte.
Dr. Andreas Poltermann (ganz links) von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin brach eine Lanze für Europäisierung der Hochschulen: Diese sei ein wichtiger Ansatz der Wiedervereinigung Europas, der gerade den mittel- und osteuropäischen Staaten positive Perspektiven gebe und ihnen das „Gefühl der Zugehörigkeit“ vermittle. Dieser Aspekt des Bologna-Prozesses müsse – so Poltermann – gegenüber den anderen Zielen des Bologna-Prozesses wie höhere Effizienz und bessere Berufsorientierung des Studiums wieder in den Vordergrund gerückt werden.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen jedoch die konkreten Auswirkungen der Umsetzung in Deutschland: die Modularisierung der Studieninhalte, die vielerorts zu einer starken Verschulung geführt haben, und die Zweistufigkeit des Studienabschlusses mit Bachelor und Master, die an die Stelle der herkömmlichen Abschlüsse (wie Diplom und Staatsexamen) treten soll. MdL Ulrike Gote (2. von rechts), hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, bezweifelte, dass die bisherige, allerdings recht zögerliche Umsetzung in Bayern dem eigentlichen Ziel einer qualitativen Verbesserung des Studiums gedient habe. Prof. Reinhard Zintl (ganz rechts), Vizepräsident der Uni Bamberg, warnte davor, den Bachelor-Abschluss zu instrumentalisieren, um 60% der Studierenden „auszufiltern“ und ihnen den Weg zum Master zu verbauen. „Der Bachelor wird nur dann eine Chance sein, wenn er eine erste Berufsqualifikation bietet, die dann – nach einigen Jahren Berufserfahrung mit einem weiteren Studium und dem Master-Abschluss vertieft werden kann“, betonte Zintl, der dafür plädierte, den Bachelor als „Abschluss eigener Würde“ zu betrachten.
Bianca Schnober (2. von links), Sprecherrätin der Bamberger Studierendenvertretung, wies v. a. auf die sozialen Folgen des Bologna-Prozesses hin: Wenn die Zulassung zum Master-Studium strikt von der Bachelor-Abschlussnote abhängig gemacht werde, dann werde dies die soziale Auslese verstärken. „Dann haben nur noch Studierende aus begütertem Haus, die sich ausschließlich auf das Studium konzentrieren können und nicht nebenbei jobben müssen, um das Studium zu finanzieren, eine reelle Chance.“ Auch ausländische Studierende seien benachteiligt – ganz im Gegensatz zu den hehren Zielen der Europäisierung.
Einig war sich das Podium in der Frage der Finanzen: Im Zuge des Bologna-Prozesses wird zwar – wie angestrebt – Zugänglichkeit der Universitäten verbessert und die Akademikerquote erhöht werden können. „Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel sind aber nicht in gleichem Maße gestiegen“, warnte Prof. Zintl vor einem „industrieförmigen Uni-betrieb, der nicht mehr erkennen lasse, was Universität eigentlich ausmache. Und Ulrike Gote ergänzte die Forderung nach mehr Geld für die Hochschulen pointiert: „Die Öffnung der Universitäten darf nicht bedeuten, für mehr Leute eine schlechtere Hochschulbildung anzubieten.“
ReferentInnen
Dr. Andreas Poltermann, Bildungsreferent Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Prof. Dr. Reinhard Zintl, Lehrstuhl für Politikwissenschaft I an der Universität Bamberg, Vizepräsident der Universität Bamberg
Ulrike Gote, MdL, Mitglied im Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur des Bayerischen Landtags, Bayreuth
Bianca Schnober, Vertreterin der Studierenden
Partner
CampusGrün Bayern - Landesverband Grüner Hochschulgruppen
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05.06.2008
In der demokratischen Gesellschaft ist die Verantwortungsübernahme durch die Bürger und Bürgerinnen von zentraler Bedeutung. Dennoch ist es leider immer noch nicht selbstverständlich, in den Schulen über Demokratiepädagogik und Verantwortungslernen nachzudenken.
Wenn aber die Schule die Schüler und Schülerinnen zu Demokratie und Verantwortung erziehen soll, müssen verantwortungspädagogisch wirksame Strukturen und Prozesse gestaltet werden. Dazu muss die Schule eine demokratische Lebensform realisieren.
Einige Schulen haben sich auf den Weg gemacht Anerkennung, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme als demokratiepädagogische Prozessmerkmale und Voraussetzungen für Teilhabe und Partizipation in ihrer Schulkultur zu verankern. Wie dies gelingen kann, zeigt Margaretha Rasfeld an einem konkreten Beispiel. Welche Möglichkeiten und Ansätze es hierfür in Bayern gibt, thematisiert Simone Tolle.
Wir dokumentieren die Redebeiträge:
Präsentation von Margaretha Rasfeld (PDF-Datei, ca. 0,6 MB)
Präsentation von Simone Tolle, MdL (PDF-Datei, ca. 45 KB)
Statement von Prof. Dr. Wolfgang Edelstein (PDF-Datei, ca. 25 KB)
ReferentInnen
Prof. Dr. Wolfgang Edelstein
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, DeGeDe
Margaretha Rasfeld
Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, bis 2007 Schulleiterin der Gesamtschule Essen Holsterhausen (AGENDA-Schule)
Simon Tolle
MdL, Bündnis 90/Die Grünen
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