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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

05.10.2011 - 19:30

Mädelsache! - Frauen in der Neonazi-Szene

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsextremistische Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.

Auf der Basis von Insiderwissen und universitärer Forschung informiert der Abend, wo völkische "Sippen" bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen. Thematisiert wird die Rolle und Verantwortung von Politik und Verfassungsschutzbehörden. Im Blick sind außerdem Strategien gegen die rechtsextremistische Unterwanderung der Gesellschaft.

 

Einlassvorbehalt:
Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung
getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Downloads zum Artikel

Maedelsache_Augsburg.pdf


ReferentInnen

Andrea Röpke
Politologin, freie Journalistin, Spezialgebiet Rechtsextremismus
Autorin von "Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene", Berlin 2011


Veranstaltungsort
Augsburg, DIAKO – Hotel am alten Park, Großer Saal, Frölichstr. 17


Kosten
5,- / 3,- EUR (ermäßigt für SchülerInnen und Studierende)


Partner

Evangelisches Forum

Augsburger Friedensinitiative (AFI)

Friedrich-Ebert-Stiftung

DFG-VK

Bündnis für Menschenwürde

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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04.10.2011 - 19:30

Mädelsache! - Frauen in der Neonazi-Szene

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsextremistische Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.

Auf der Basis von Insiderwissen und universitärer Forschung informiert der Abend, wo völkische "Sippen" bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen. Thematisiert wird die Rolle und Verantwortung von Politik und Verfassungsschutzbehörden. Im Blick sind außerdem Strategien gegen die rechtsextremistische Unterwanderung der Gesellschaft.

 

Einlassvorbehalt:
Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung
getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

ReferentInnen

Andrea Röpke
Politologin, freie Journalistin, Spezialgebiet Rechtsextremismus
Autorin von "Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene", Berlin 2011


Veranstaltungsort
Bamberg, Grüner Saal der Harmonie, Schillerplatz 7


Kosten
Eintritt frei - Anmeldung erforderlich!


Partner

Projektstelle gegen Rechtsextremismus, Bad Alexandersbad

Evangelisches Bildungswerk Bamberg

Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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04.10.2011 - 19:00 bis 05.10.2011 - 01:00

Umbrüche in Nordafrika

Fast jeder kennt die beindruckenden Bilder von den Protestierenden auf dem Tahrirplatz in Kairo, fast jeder hat schon mal von der Jasminrevolution in Tunesien gehört.  Aber nicht nicht nur Ägypten und Tunesien sind in Bewegung, der gesamte nordafrikanische Raum steht vor einer Zäsur. In Libyen wurde das Regime Gaddafi von NATO und Rebellen mit militärischer Gewalt beseitigt, die Proteste und Unruhen in Algerien hören nicht auf, und der König von Marokko verspricht angesichts anhaltender Kundgebungen Reformen. Nur wenig aber erfährt man hierzulande über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die mit den "Umbrüchen in Nordafrika" einhergehen.

Diesem Informationsdefizit möchten wir mit unserer Veranstaltung begegnen. Im Focus stehen dabei die Demokratiebewegungen in den Ländern Nordafrikas sowie die Rolle der Frauen. Mit einer Kombination aus Podiumsdiskussion, Foto- und Plakatausstellung und Musik wollen wir die politischen und die kulturellen Veränderungen  sowie das Lebensgefühl im nordafrikanischen  Raum dem Publikum zu vermitteln.

Die Veranstaltung wird von Radio Lora live übertragen.

ReferentInnen

Podiumsdiskussion um 19:30 Uhr  mit:

  • Dr. Atef Botros (Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps Universität Marburg)
  • Hoda Salah (Politologin, FU Berlin)
  • Münchner/innen ägyptischer, tunesischer und algerischer Herkunft
  • Zuschaltung zu einem ägyptischen und tunesischen Aktivisten

Konzert  um 22.00 Uhr mit Nomad Sound System ( Electro-Rai aus Tunesien und Algerien)  

Veranstaltungsort
München, Ampere/Muffatwerk, Zellstraße 4


Kosten
10,- / ermäßigt 7,- EUR


Partner

Radio Lora

Sarah Mara Kulturmanagement


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion / Ausstellung / Konzert



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05.09.2011

Auf gepackten Koffern – als Flüchtling in Deutschland

 
Podiumsdiskussion am 5. September in Rosenheim

Einen ausführlichen Bericht über die Podiumsdiskussion, die den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete, können Sie hier lesen:

"Kein Flüchtling gehört in ein Gefängnis“ – gelungene Podiumsdiskussion zum Thema Abschiebung und Abschiebehaft


Ein Blick in die Ausstellung

Bei Radio Regenbogen gab es eine interessante Sendung anlässlich der Veranstaltungsreihe, die wir hier gerne als MP3-Dateien dokumentieren. Autorin der Beiträge war Kerstin Decker. Wir danken der Autorin und Radio Regenbogen für Erlaubnis zur Veröffentlichung des Beitrags.

Flash ist Pflicht!

Beitrag zur Veranstaltungsreihe in Radio Regenbogen, Teil 1


Flash ist Pflicht!

Teil 2


Flash ist Pflicht!

Teil 3


Empfohlene Weblinks

migro.blogsport.de

Veranstaltungsort
Rosenheim


Partner

Initiativkreis Migration Rosenheim


Art der Veranstaltung
Ausstellung und Veranstaltungsreihe



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27.06.2011 - 19:00

Bürgermacht - Die Zukunft demokratischer Beteiligung

In einer Demokratie geht alle Macht vom Volk aus. Doch für immer weniger Menschen ist dieser Grundsatz reale Erfahrung: Sie fühlen sich von "denen da oben" schlecht regiert, ihre Belange scheinen bei politischen Entscheidungen keine Rolle zu spielen.

Politik(er)verdrossenheit im Großen geht einher mit Engagement in überschaubaren Initiativen und Projekten. Das Prinzip der repräsentativen Demokratie stößt an seine Grenzen.

Nötig ist eine strukturelle Aufwertung der Bürgerbeteiligung - das erfordert jedoch eine veränderte Haltung auf beiden Seiten: Die Bürgerinnen und Bürger müssen selbstbewusst neue Wege der Mitgestaltung einfordern, die Politik muss bereit sein, die Kompetenzen der Bürger anzuerkennen und Macht zu teilen

ReferentInnen

Prof. Dr. Roland Roth
Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Mitglied der Bundestags-Enquete-Kommission "Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements"

 

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie


Kosten
7,- EUR/ermäßigt: 6,- EUR


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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24.06.2011

TAT.ORT Globalisierung

Dritte Erlanger Themenwoche

Unter dem Titel "TAT.ORT Globalisierung" widmete sich die 3. Erlanger Themenwoche dem Spannungsfeld von wirtschaftlichen und politischen Prozessen im Kontext der Globalisierung und deren konkreten Auswirkungen vor Ort. Das Programm umfasste sowohl Vorträge und Diskussionen aus den Bereichen der Politik, Ökonomie und Theologie, als auch eine praktische Auseinandersetzung mit möglichen Handlungsalternativen.

Freitag, 24.06.11: Green New Deal. Antwort auf die Klimakrise?  
Im Podiumsgespräch mit Uwe Kekeritz (Volkswirt und Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Fürth) und Tadzio Müller (Klimaaktivist, Politikwissenschaftler und Publizist) werden Ursprünge und positive Besetzung des Begriffs New Deal unter Roosevelt in den USA erläutert, sowie die Frage nach dem Nutzen eines Programms gestellt, das – zwar unter grünen Vorzeichen – wieder auf Wachstum ausgelegt ist und innerhalb des Systems einer liberalen Marktwirtschaft bleiben würde. Kekeritz vertritt eine pragmatische Position, die den Plan eines 'grünen New Deal' verteidigt, ein auf erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung abzielendes Investitionsprogramm. Das sei einerseits ein notwendiger Anfang und andererseits ein gangbarer Weg für eine mit unterschiedlichen Positionen und Kompromissen funktionierende Politik. Müller weist auf innere Widersprüche des Programms hin und fordert ein grundlegendes Umdenken, das sich nicht mit einem Kapitalismus 'in grün' zufriedengibt, sondern Fragen nach Wohlstandsverteilung, globaler Gerechtigkeit und Umweltzerstörung zu den Wurzeln unseres Wirtschaftssystems trägt. Daran anknüpfend wurde auch die jeweilige Form politischen Engagements thematisiert bzw. die Frage nach Haltungen, Erfolg und Effekt beim Engagement in sozialen Bewegungen bzw. organisiert in Form politischer Parteien und institutionalisierter Politik.

Samstag, 25.06.11: Demokratische Bank und Gemeinwohlökonomie: Die Frage nach Alternativen
Christian Felber (Publizist, Mit-Gründer von Attac-Österreich und "Erfinder" der Gemeinwohlökonomie) skizzierte in seinem Vortrag zunächst die jüngere Geschichte der globalen Ökonomie und zeichnete anhand von Ereignissen wie der Freigabe der Wechselkurse 1973 oder der Zulassung von Hedgefonds 2004 nach, wie komplett liberalisierte Finanzmärkte mitverantwortlich sind für die heutige Wirtschafts- und Finanzkrise seien.  Es wurde gefragt, ob gängige Schlagworte wie Wettbewerb, Leistung, Effizienz, Freiheit oder Wachstum nicht resignifiziert werden können im Sinne der bayr. Verfassung Art. 151 ('Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl'), also bspw. 'effizient' nicht auf Wettbewerb und Konkurrenz abzielt, sondern auf Kooperation und gelingende Beziehungen. Als Konsequenz vertrat Felber die konkrete Initiative einer 'Gemeinwohlökonomie', die demokratisch und partizipativ vor Ort aufgebaut wird und deren Bestandteil z.B. das Projekt einer demokratischen Bank ist, wie sie in Österreich 2013 starten wird. Als Initiative vor Ort wurde von der Erlanger Attac-Gruppe eine AG 'Gemeinwohlökonomie' gegründet. 

Sonntag, 26.06.11: Lateinamerikas neue Linke. Ist eine andere Politik möglich?
Prof. Dr. Walther L. Bernecker (Professor für Auslandswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der FAU in Nürnberg, Autor und Experte für spanische und lateinamerikanische Geschichte) erörterte in seinem Vortrag anhand der unterschiedlichen Entwicklungen in Brasilien, Uruguay, Venezuela, Ecuador und Bolivien seit dem Ende der Diktaturen der 70er und 80er Jahre in Lateinamerika die Voraussetzungen, Entstehung und gegenwärtiger Stand der in sehr unterschiedlichen Graden linken Regierungen in Lateinamerika. Im Fazit stellte Bernecker fest, dass es eine einheitliche linke Struktur in Lateinamerika nicht gebe und die Regierungen grob in zwei unterschiedliche Tendenzen gefasst werden können, nämlich eine personalistisch und radikal-linkspopulistischere Variante und eine pragmatische, eher sozialdemokratische Variante. Gemeinsam sei dem Linkstrend in Lateinamerika u.a. die Ablehnung des vor allem US-amerikanischen Wirtschaftsliberalismus und Initiativen zur Verbesserung von Bildungssystem und Sozialstaat.

Montag, 27.06.11: 'Das Sterntalerprojekt' - Leben ohne Geld?!
In einem Podiumsgespräch mit Heidemarie Schwermer (Therapeutin, Lehrerin, Buchautorin, lebt seit 15 Jahren ohne Geld) wurde vor allem Biographisches und die 'Lebensphilosophie', ohne Geld zu leben, thematisiert, wobei die politischen Implikationen gemäß des Programms der Themenwoche im Vordergrund standen. Wie lässt sich damit den Zwängen eines scheinbar unausweichlichen ökonomischen Systems entgehen, welche konkreten Nachteile und Probleme, aber auch Herausforderungen und Ängste sind damit verbunden? Für Heidemarie Schwermer bedeutet ihr Lebensentwurf letztlich ein mehr an Lebensqualität, menschlicher Nähe und auch spiritueller Bereicherung, wobei sie betonte, dass sie ihren Lebensentwurf nicht als unbegrenzt verallgemeinerbar sieht. 

Dienstag 28.06.11: TatOrt Erlangen - Forum Erlanger Projekte und Initiativen
Erlanger Aktive stellten sich und ihre Auffassung der Globalisierung vor Ort vor. Themenbereiche waren: Menschenrechte (bspw. Amnesty, AG Medizin und Menschenrechte), Bildung (bspw. Bildungsstreik, Linke und Kritische Studierende), Ökologie (bspw. JBN, Ökosoziales Forum). 

Mittwoch 29.06.11: Kapitalismus und Religion – Religion als Ware?
In seinem Vortrag übte Heri Böttcher (evangelischer Theologe, Pastoralreferent und engagiert im Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar) grundsätzliche Kritik an einem Kapitalismus, der sich parallelisieren lässt mit den Heilsversprechen einer Kultreligion.

Freitag, 01.07.11: Abschlusskonzert mit 'Karamelo Santo': Ska-Reaggae-Punk aus Mendoza, Argentinien

Veranstaltungsort
Erlangen


Partner

Network Of Young Altermondialists (NOYA), Erlangen


Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe



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10.06.2011 - 20:00

Unruhe im Untergrund: Protest der Worte

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Protest in München seit 1945

Vier Slam-Poet/inn/en, die sich inhaltlich mit Protest auf ganz verschiedenen Ebenen beschäftigen, laden zu einem wortgewaltigen Abend.

Mit dabei sind der britische Spoken Word Star Kate Tempest (London), Grög (München), Andy Strauß (Münster) und Lars Ruppel (Marburg). DJ Rayl Patzak mixt in einem exklusiven DJ Set berühmte Reden und Gedichte und gibt ihnen eine ganz neue Bedeutung.

Moderation: Ko Bylanzky

Empfohlene Weblinks

www.protest-muenchen.de/programm/detail/article/14/unruhe-im-untergrund-protest-der-worte.html

Veranstaltungsort
München, Unterführung am Friedensengel (Luitpoldbrücke)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Art der Veranstaltung
Lesung und Kunst (Aktionen)



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07.06.2011 - 20:00

Europäischer "Heimatschutz"

Der Vortrag gibt einen Überblick über die europäische "Homeland Security", ihre Akteure, Pläne und Forschungsprojekte.

Durch den Vertrag von Lissabon erhält die EU neue Kompetenzen zum Ausbau ihres Sicherheitsapparats. Hinzu kommt eine "Strategie der inneren Sicherheit", die eine Zusammenarbeit zwischen Polizeien, Militär und Geheimdiensten vereinfachen soll. Die Sicherheitsindustrie forscht hierfür an technischen Werkzeugen, um Überwachung und Kontrolle zu automatisieren und gegen jedes abweichende Verhalten in Stellung zu bringen.

ReferentInnen

Matthias Monroy
Journalist, Berlin

 

Veranstaltungsort
Erlangen, IG-Metall-Saal, Friedrichstr. 7


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Verein zur Förderung alternativer Medien e.V., Erlangen


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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06.06.2011 bis 12.06.2011

Veranstaltungsreihe "festival contre le racisme"

Montag: Manfred Dahlmann - Emanzipation und Kritik.

Zur Eröffnung des Festivals sprach Manfred Dahlmann, Verleger beim ca ira Verlag und Publizist, über die Kritik am Emanzipationsbegriff. So stellte er die Frage, warum statt "Glück" oder "Freiheit" seit nun mehr fast 40 Jahren nur noch Emanzipation als Wunschziel ausgegeben wird und ob es wirklich einfach nur ein anderer Begriff ist oder er bewusst Freiheit und Glück ersetzt. Vor allem am Beispiel des Umgangs linker Gruppen mit dem Grundgesetz und den darin kodifizierten Rechten zeigte er Tendenzen und Gedankengänge die, statt die Strukturen der Emanzipation aufzubauen und zu fordern, vor allem versuchen im Namen der Emanzipation Strukturen mit Inhalt aufzufüllen und statt der Befreiung des Individuums vor allem das Durchsetzten des sog. „Gemeinwohls“ im Sinn haben. 
 

Dienstag: Sylke Stricker - Emanzipation und Behinderung

Sylke Stricker ist peer-counselorin im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V., Erlangen. In einem historischen Abriss zur Krüppelbewegung thematisierte sie unterschiedliche Sichtweisen auf Behinderung und behinderte Menschen. Sie erklärte, wie aus der Kritik am Umgang mit behinderten Menschen, der von den Aktivist_innen der Krüppelbewegung als segregierend und herabwürdigend begriffen wurde, alternative Strukturen wie das ZSL geboren wurden. Hier sollen behinderte Menschen ermutigt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, etwa mit Hilfe des Persönlichen Budgets oder der Persönlichen Assistenz. Mitarbeiter_innen des ZSL beteiligen sich auf nationaler und internationaler Ebene an politischer Arbeit, so auch bei der Ausarbeitung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Anschluss gab es eine Diskussion, die sich unter anderem um die Frage der bezahlten Care-Arbeit und die Definition von Behinderung drehte.

 

Mittwoch: Floris Biskamp - Homonationalismus?

In seinem Referat stellte Floris Biskamp zunächst Gay-Liberation und Queer als zwei Konzepte der LGBTQI* vor und gegeneinander, um dann die beiden Konflikte Homo-Normativität und Homo-Nationalismus zu diskutieren. Dabei vertrat er die These, dass im Theorieansatz des Othering schon der Rassismusvorwurf angelegt sei und die Theorie damit für bestimmte Phänomene blind mache – so zum Beispiel für verbreiteten LGBTQI*-Hass unter dem Islam zugeordneten Menschen. In der Diskussion wurde diese Frage weiter diskutiert und vor allem die Frage verhandelt, inwiefern dann eine Praxis, die genau diesen Fehler nicht begeht, überhaupt denkbar sei, wenn sie gleichzeitig auch nicht in gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit umschlagen will. 

 

Donnerstag: Roger Behrens: Der Sound der falschen Freiheit - Pop und Emanzipation

In seinem Vortrag unternahm Roger Behrens den Versuch, Popkultur historisch und theoretisch zu fassen. Zu diesem Zweck zeichnete er zunächst eine Geschichte der öffentlichen Kultur und ihrer gesellschaftlich-ökonomischen Existenzbedingungen nach und unternahm dabei jeweils Befragungen hinsichtlich ihrer Beziehung zu dem, was Emanzipation zu nennen wäre. Er untermalte seine Ausführungen mit Beispielen in Bild und Ton, was den Vortrag recht kurzweilig erscheinen ließ. Die Diskussion im Anschluss war vor allem von Verständnisfragen und der Frage nach der Existenz des autonomen Individuums „Künstler_in“ geprägt. 

 

Emanzipatorische Filmnacht

Nach fünf Abenden mit Vorträgen stand der Samstagabend im Zeichen des Films. Zwei Filme, ein Spielfilm und ein Dokumentarfilm, sollten die verschiedener Möglichkeiten ausloten, sich filmisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Bei Lars von Triers  Dogma-Film „Idioten“ ging es nicht nur um die befreienden Möglichkeiten der Beschränkung, sondern auch inhaltlich um die Frage, wie Glück und Freiheit wirklich zu erlangen sind. Ganz in APPD Manier versuchen die Protagonist_innen diese durch das finden ihres „inneren Idioten“ zu finden. Selbstverdummung als Schritt der Selbsterkenntnis. Die Probleme, die sowohl unter den Teilnehmer_innen des Experiments als auch mit der Umwelt entstehen, steigern sich dann bis zu einer unerwarteten Klimax. 

Der zweite Film war eine Dokumentation über die israelische Punkszene und den Konflikt, in den die beiden Identitäten (Punk - Israeli) geraten. So wird sowohl der Punkbewegung als auch dem Staat Israel ein emanzipatorisches Moment zugesprochen. Die einen, weil sie mit den Werten, Erwartungen und der Ästhetik ihrer Ausgangsgesellschaften brechen und diese destruktiv dekonstruieren. Der andere, weil es endlich einer der am meisten und umfassendsten verfolgten Gruppen der Welt eine Heimat gibt. Einen Ort, an dem sie Manager_innen und Putzkräfte, Polizist_innen und Kriminelle und Milliardär_innen und Obdachlose sein können, ohne dass das aus ihrer Religion, Kultur hergeleitet wird bzw. ein geheimer Plan unterstellt wird. Aber wie gehen nun jüdische Punks damit um, sowohl in dem Land leben zu können, dass es ihnen erlaubt von der Gesellschaft einfach nur als Punks betrachtet zu werden, statt ihnen als „jüdische“ Punks alles mögliche zu unterstellen bzw. zu verwehren und andererseits gerade eben Punks sind, weil sie diese Gesellschaft zum Kotzen finden. Neben der allgemeinen Frage und der Vorstellung der Szene und ihren Aktivist_innen, geht der Film auch auf israelische Spezifika ein wie dem dreijährigen Wehrdienst für beide Geschlechter und den Problemen, um diesen herumzukommen. 

 

Abschlusssymposium

Das recht gut besuchte Abschlusssymposium unternahm den Versuch, die in der Woche aufgeworfenen Fragen und Themen noch einmal aufzugreifen und nach einer Essenz aus diesen zu suchen.  

Zuerst referierten Thomas Lörner und Steve Kastner die Kritik an verschiedenen Emanzipationsbewegungen mit der Kritischen Theorie Adornos und wandten sich hierbei vor allem gegen feministische Patriachatskritik. Im Anschluss versuchten Vincent Gengnagel und Tilman Kallenbach anti-essentialistische Zugänge stark zu machen. Im Anschluss kam es zu einer Diskussion, die viele offengebliebene Fragen der Woche noch einmal aufwarf.

ReferentInnen


Veranstaltungsort
Bamberg


Partner

Antifaschismus/Antirassismus- und Gleichstellungsreferat der Studierendenvertretung Bamberg



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26.05.2011 - 20:00

Datenbanken der Polizei

INPOL, POLAS, LIMO, PHW: Der Überwachungsstaat produziert viele Vokale und Konsonanten. Die Datenverarbeitung der Polizei ist ein Dschungel geworden, aus dem sich immer wieder bedrohliche Köpfe heben, vom Ausreise- bis zum Berufsverbot.

Was aber gibt es wirklich, was steht drin, wer entscheidet das, und wer darf es lesen?

Einen ersten Einblick in die Welt der Polizeidatenbanken will diese Veranstaltung geben. Neben einer Bestandsaufnahme wollen wir auch vermitteln, dass weder Schockstarre noch Resignation angezeigt sind.

ReferentInnen

Dr. Markus Demleitner
datenschmutz.de

Veranstaltungsort
Erlangen, IG-Metall-Saal, Friedrichstr. 7


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Verein zur Förderung alternativer Medien e.V., Erlangen


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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