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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

18.03.2014 bis 19.03.2014

Bericht aus der Zukunft: Wie der grüne Wandel funktioniert

 

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Energiewende: lassen sich die großen Herausforderungen der Gegenwart tatsächlich bewältigen?  

Markus Franken (im Bild oben) ist überzeugt, dass die ökologische Wende keine Zukunftsvision, sondern längst im Gange ist. In seinen Vorträgen in Nürnberg und Würzburg erläuterte er diese These an Beispielen aus den Bereichen Energie, Mobilität, Stadtplanung und Wirtschaft. Diese „Beispiele des Gelingens“, die nicht nur in einer kleinen Nische funktionieren, sind auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft übertragbar, ohne dass es zu großen Einbrüchen, Wohlstandsverlusten oder überhöhten Kosten kommt. Franken wies gleichzeitig auf Hemmnisse und Widerstände hin und ermunterte zu aktivem Handeln jedes und jeder Einzelnen: im Konsumbereich wie auch im politischen Engagement.

Die Präsentation zu seinem Vortrag stellen wir als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Das Buch ist im Buchhandel oder direkt beim Ökom-verlag erhältlich.

ReferentInnen

Marcus Franken
Journalist, Chefredakteur des Magazins zeo2, des Umweltmagazins der taz, Verfasser des 2013 erschienenen Buchs "Bericht aus der Zukunft. Wie der grüne Wandel funktioniert".
Nach dem Studium der Umwelttechnik in Berlin entschied sich Franken gegen den Ingenieursberuf und für den Journalismus. Rund zehn Jahre hat er in Berlin als freier Journalist mit den Themen Umwelt, Energie, Wirtschaft und Technik für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet. Seit 2008 ist er verantwortlich für zeo2.

 

Veranstaltungsort
Nürnberg / Würzburg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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06.03.2014 - 20:00

Business Improvement Districts

 

Wolf Maser vertrat die Position von IHK und Gewerbetreibenden zur Einführung von BID: Aufwertung von Einkaufsstraßen und Gebäudefassaden, Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit. Ziele  sind u. a. die Attraktivität einer Einkaufszone zu erhöhen, um mit anderen A- und B-Zentren der gleichen Stadt und auch den Nachbarkommunen konkurrieren zu können. Es soll ein Gegengewicht zur Tendenz der Einkaufszentren auf der grünen Wiese am Stadtrand unterstützt werden. Die Kaufkraft soll im Zentrum gebunden, aber auch von anderen Städten abgezogen werden.

Volker Eick bezog die Gegenposition und bezeichnete BID als Privatisierung kommunaler Aufgaben. Er referierte über negative Erscheinungen mit BID in Kanada und USA, aber auch in Hamburg wie private Ordnungsdienste und die Entfernung von Personengruppen, die  den Konsum stören. Eick berichtete von seinen Eindrücken bei Besuchen von BID in den USA wie z.B. in Philadelphia.

Siegfried Dengler als Leiter des Stadtplanungsamtes berichtete über seine Beschäftigung mit BID als Stadtplaner und als Mitglied im Deutschen Städtetages. Dengler hält die derzeitigen Handlungsmöglichkeiten des Baurechts für ausreichend – insbesondere die Vorgaben und Möglichkeiten der Paragraphen 136  (Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen), 137 (Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen), 164 (Städtebauförderung und städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen) sowie 171f. (Private Initiativen zur Stadtentwicklung auf der Basis von Landesrecht). 

Das Publikum zeigte eine überraschende Fachkenntnis. Entsprechend detailliert waren die Fragen. Von der Gewichtung her überwogen kritische Fragen zu BID und zur Privatisierung solcher kommunaler Aufgaben. Im Publikum waren jedoch auch ein Vertreter einer Immobilienprojektentwicklungsfirma und ein höherer Angestellter eines Gebäudeversicherers, Abteilung Risikobewertung, anwesend. Deutlich wurde die nahe Stadtratswahl bei den Wortbeiträgen der im Publikum anwesenden Stadträte bzw. Stadtratskandidat/innen der Parteien SPD, Piraten und Bündnis 90/Grüne. Am Ende der Diskussion stand die überwiegende Tendenz, die Forderung der IHK Mittelfranken nach Einführung von Business Improvement Districts derzeit abzulehnen.  

ReferentInnen

Wolf Maser
Vizepräsident der IHK Mittelfranken und Vorsitzender des Ausschusses für Handel und Dienstleistung

Siegfried Dengler
Leiter Stadtplanungsamt Nürnberg

Volker Eick
Politologe, Freie Universität Berlin

Moderation
Gerhard Faul

 

Veranstaltungsort
Nürnberg


Partner

Medienladen e.V.
unterstützt von BluePingu e.V.


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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03.02.2014

Intelligent wachsen - Chance oder Illusion?

 

Zunächst stellte Ralph Fücks die zentralen Thesen seines Buches „Intelligent wachsen – Die Grüne Revolution“ vor. Dabei geht er anhand vieler Beispiele aus aller Welt der Frage nach, ob es einen „dritten Weg“ zwischen wachstumsgläubigem „Weiter so“ und Zukunftspessimismus gibt. Davon hängt für Ralph Fücks ab, ob ein „Aufbruch in die ökologische Moderne“ möglich sei. Seine zentrale These ist dabei, dass es gelingen muss, wirtschaftliches Wachstum vom Ressourcenverbrauch abzukoppeln und "mit der Natur zu wachsen". Seiner Meinung geht es mehr darum, eine „neue Produktionsweise und nicht einen neuen Menschen zu schaffen“, was aber das erklärte Ziel vieler Wachstumskritiker sei. Fücks sieht vor allem die Städte als Ort der ökologischen Modernisierung.

Anna Meyer sieht zwar einige Übereinstimmungen zwischen der Wachstumskritik des Club of Rome und den Thesen von Fücks, allerdings sind ihr dessen Thesen zu stark an den technischen Möglichkeiten und ökonomischen „Notwendigkeiten“ orientiert. Dadurch würden die notwendigen Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in der Bevölkerung hintangestellt, ohne die es aber eine grundlegende Veränderung der bestehenden Wachstumsorientierung wirtschaftlichen Handelns nicht geben wird.

Welche Zielkonflikte sich aus der Wachstumsdiskussion vor allem für eine sog. „Boom City“ wie München ergeben, erläutert an praktischen Beispielen deren 3. Bürgermeister Hep Monatzeder.

So ergeben sich aus dem in der Theorie naheliegenden Miteinander verschiedener Mobilitätsträger Konflikte bei der Allokation finanzieller Ressourcen – ÖPNV, Radverkehr und Fußgänger stehen hier gegen Straßenbau und Parkraum-Management für Pkw und Lieferverkehr. Wo soll die Stadt vorrangig investieren? In Tunnelbau? ÖPNV, z. B. 2. Stammstrecke oder Tram-Ausbau? Oder den Ausbau der Radwege-Infrastruktur? Auch bei der energetischen Sanierung stehen sehr häufig Mieter und Vermieter (wegen der höheren Kosten) gegen das höhere Ziel einer ökologischen ausgerichteten Stadtpolitik. Besonders bei der Gewerbeansiedlung entzündet sich der Konflikt zwischen Wachstumsgegnern, die keinen weiteren Zuzug von Gewerbe wollen (jedenfalls keine systematische Wirtschaftsförderung) und der Privatwirtschaft und Gewerkschaften, die den Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Prosperität befürchten, wenn kein weiteres Gewerbe in die Stadt angeworben wird. Lösen lassen sich derartige Ziel- und Interessenkonflikte nur durch eine möglichst partizipative, transparente Politik – worin sich Fücks, Meyer und Monatzeder im Übrigen einig sind.

Aus dem Auditorium wird vor allem angemerkt, dass ein Mehr an ökologischer Politik möglich wäre, wenn diese „aus einem Guss“ wäre und nachhaltig betrieben würde. So mache es eben keinen Sinn, die Entwicklung von Elektromobilität zu fordern (und zu fördern), wenn gleichzeitig kaum in den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur (Batterieleistungen, E-Tankstellen) investiert werde. Allgemein wurde im Publikum befürchtet, dass Deutschland seine anfängliche Vorreiterrolle bei der Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft und ökologischer Innovationen an China und die USA verliere.

Fazit: Der ökologische Wandel der Wirtschaft ist heute weitestgehend technisch möglich. Die unaufhaltsame Verstädterung der Weltbevölkerung bietet dafür zusätzliche Dynamik und Möglichkeiten. Was Not tut sind politische Mehrheiten, die einen noch größeren Bewusstseinswandel erfordern. Hierbei sind Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gemeinsam gefordert. Diese Veränderung muss „von unten“ wachsen.

 

 

ReferentInnen

Ralf Fücks
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Buchautor

Hep Monatzeder
3. Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Anna Katharina Meyer
Politologin, Energieagentur.NRW und Mitglied im Think Tank30/Club of Rome

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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16.11.2013 - 11:00 bis 17:00

BEST PRACTICE: Vorzeigeprojekte im Landkreis Ebersberg

Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Green Economy

 

Im November 2012 fand im Autohaus in Ebersberg die Veranstaltung „Green Economy“ statt. 200 Besucher folgten mit großem Interesse den Vorträgen über nachhaltiges Wirtschaften, Klimaschutz und „Green Economy“.

Nach diesem großen Erfolg soll in der diesjährigen Veranstaltung die Praxis im Vordergrund stehen. Unternehmen und Initiativen aus dem Landkreis Ebersberg
präsentieren ihre Lösungen und Ideen zu Nachhaltigkeit und „Green Economy“ – BEST PRACTICE als Vorzeigeprojekte.

Produzenten, Landwirte, Gärtner, Einzelhändler, Dienstleister, aber auch Industriebetriebe, Vereine und Initiativen haben in den letzten Jahre erfolgreich im Sinne der Nachhaltigkeit gearbeitet. Durch ihr Beispiel machen sie deutlich, wie nachhaltiges Wirtschaften funktionieren kann.

Als Referenten und Aussteller vermitteln sie Interessierten direkt, was nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, wie es erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden kann.
Ihre konkreten Vorschläge sollen Anreize für andere sein, selbst mit nachhaltigem Wirtschaften zu beginnen. Die Veranstaltung BEST PRACTICE spricht all jene
Menschen an, die sich für Umwelt, Klimaschutz, Energie, Mobilität, Fairen Handel, Nachhaltiges Wirtschaften, Regionalität und Bürgerbeteiligung interessieren.

Das detaillierte Programm des Best-Practice-Tages entnehmen Sie dem Veranstaltungsflyer, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

Downloads zum Artikel

BestPractice_Grafing.pdf308 K


Veranstaltungsort
Kirchseeon, Berufsförderungswerk Kirchseeon, Moosacher Straße 31


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Bund Naturschutz, Kreisgruppe Ebersberg

Kreisbildungswerk Ebersberg

VHS Grafing/Ebersberg/Kirchseeon/Markt Schwaben


Art der Veranstaltung
Ausstellung/Vorträge/Podiumsdiskussion



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04.11.2013 - 19:30

Intelligent wachsen - Vom Aufbruch in eine ökologische Moderne

 

Alle Welt ruft nach Wachstum – trotz der ökologischen Warnsignale durch Klimaveränderung, Wasserkrise und Verknappung fruchtbarer Böden. Führt das in eine Sackgasse, wie der Club of Rome bereits 1972 vorhergesagt hat?  Oder gibt es einen dritten Weg: den Aufbruch in die ökologische Moderne mit einer radikalen Umstellung von Energie, Verkehr, Städtebau, mit hocheffizienten Technologien und intelligenten Stoffkreisläufen. Ist so Wohlstand für künftig neun Milliarden Menschen bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen möglich? Lassen sich so ökologische Herausforderung der Zukunft bewältigen bei gleichzeitigem stürmischen Wachstum der Länder des Südens?

Das Referat von Ralf Fücks gab einen prägnanten Überblick über den Inhalt seines Buchs und die darin begründete Forderung nach einem ressourcenschonenden, auf umfangreichen technischen Innovationen beruhenden Wirtschaftswachstum. Wobei er sehr deutlich machte, dass nicht so sehr das – schon wegen der weltweiten Bevölkerungszunahme unvermeidliche - Wachstum von entscheidender Bedeutung sei, sondern die notwendige Entkoppelung von Naturverbrauch und Güterproduktion. Nur wenn dies gelinge, könne eine umweltverträgliche Zukunft der Menschheit gesichert werden. Laut Fücks geht es also nicht so sehr um ein "Mehr", sondern vielmehr um ein "Anders und Besser".

Der Kommentar von Karlheinz Ruckriegel war insofern eher eine Ergänzung aus anderer Perspektive (nämlich der der Glücksforschung) als eine Kritik an den Thesen von Ralf Fücks. Denn dass Wachstum kein Selbstzweck ist, Wohlstand nicht mit Konsum gleichzusetzen ist und höheres Einkommen nicht zu mehr "Glück" führt: In diesen Erkenntnissen der Glücksforschung sah auch Ralf Fücks keinen Widerspruch zu den eigenen Thesen.

Volles Haus im "eckstein": Rund 60 Interessierte folgten den Ausführungen von Ralf Fücks.

ReferentInnen

Ralf Fücks
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Autor von "Intelligent wachsen. Die grüne Revolution"

Kommentar:

 
Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel
Professur für Volkswirtschaftslehre, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Moderation:

Willy Stöhr
Leiter der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

Veranstaltungsort
Nürnberg


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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17.10.2013 - 19:00

Alles ist möglich, aber nichts geht mehr

Über die Grenzen von Beschleunigung und Mobilität

Modern sein, bedeutet: in Bewegung zu sein. Seit dem 18. Jahrhundert gilt Beweglichkeit als Inbegriff von Fortschritt, Glück und Freiheit.

Flexibilität und Mobilität sind jedoch mittlerweile Selbstzweck und Zwang: Immer schneller muss immer mehr in der materiellen, sozialen und geistigen Welt in Bewegung gesetzt werden – nur um den Status quo zu erhalten. Eine Steigerungslogik, die im „rasenden Stillstand“ (Virilio) endet.

Wie viel Mobilität verträgt unsere Gesellschaft?

Und wie viel (innere) Stabilität braucht Mobilität, um sinnvoll und nicht selbstzerstörerisch zu sein?

ReferentInnen

Prof. Dr. Hartmut Rosa
Soziologe, Universität Jena

Moderation:
Dr. Manuel Schneider
oekom e.V. 

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
5,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München

Oekom-Verein


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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11.10.2013 - 17:00 bis 12.10.2013 - 19:00

Auf dem roten Teppich. Eine exklusive Einladung für alle

Ein Workshop zwischen Street Art, Performance- und Aktionskunst

In unserer Gesellschaft driften Lebenswirklichkeiten, soziale Chancen und Zukunftsaussichten auseinander: Wohnen wird in Städten immer teurer, Parks weichen Einkaufszentren, öffentliche Plätze werden überwacht und reglementiert, Obdachlose werden aus Innenstädten vertrieben, manche Menschen sind von der Mitbestimmung an politischen Prozessen in ihrer Stadt ausgeschlossen.

Eine Antwort auf die realen Ungerechtigkeiten ist Inklusion. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch als Individuum so akzeptiert wird, wie er ist, und es jedem Menschen in vollem Umfang möglich ist, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dafür müssen strukturelle Barrieren abgebaut und der Zusammenhalt in unserer vielfältigen Gesellschaft gestärkt werden. Denn Exklusion, also der Ausschluss von der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, hat viele Gesichter und fängt nicht erst dort an, wo Treppenstufen die einzigen Aufstiegsmöglichkeiten sind, sondern schon viel, viel früher. Man muss nur genauer hinschauen.

Im Workshop "Auf dem roten Teppich" werden verschiedene gesellschaftliche Ausschlussformen zusammengetragen und künstlerische Darstellungsformen für die Überlegungen entwickelt. Es soll eine Intervention im städtischen Raum erarbeitet werden, die Elemente des Theaters, der Performance- und Aktionskunst und Street Art vereint und mit dem öffentlichen Raum und den Menschen, die sich darin bewegen, interagiert.

Zum Abschluss wird am Samstagabend in der Münchner Innenstadt ein großer roter Teppich als Bühne ausgerollt und Passant/inn/en darauf und daneben eingeladen, an den Erkenntnissen teilzuhaben.

Der Workshop dauert am Freitag von 17 bis 21 Uhr, am Samstag von 10 bis 19 Uhr.

Eine Anmeldung (bis spätestens 4. Oktober) ist unbedingt erforderlich, da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist!

ReferentInnen

Sinje Kuhn
Diplomierte Kulturwissenschaftlerin, arbeitet als Theaterpädagogin, Dramaturgin und Darstellerin in verschiedenen Arbeitszusammenhängen in der Freien Szene (Theater Karo 8, Theater Kormoran) und am Stadt- und Staatstheater (Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden, Stadttheater Göttingen). Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Theater für und mit Kindern und Jugendlichen.

Martin Zepter
Diplomierter Kulturwissenschaftler, arbeitet als Produzent, Regisseur, Dramaturg
und Kulturpädagoge im Freien Theater und in soziokulturellen Projekten. Er ist künstlerischer Leiter des Theater- und Performancekollektivs theatrale subversion (www.theatralesubversion.de), das von der Bundeskulturstiftung im Programm Doppelpass gefördert wird

Veranstaltungsort
München, Kolpinghaus, Adolf-Kolping-Str 1


Kosten
10,- Euro (inkl. Getränke an beiden Tagen sowie Mittagessen am Samstag)


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Workshop



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26.09.2013 bis 29.09.2013

Uranium Film Festival München

 

Das Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Festival, das sich der gesamten Atomkette gewidmet hat: Vom Uranbergbau bis zum Atommüll; von Hiroshima bis Falluja und Fukushima. Auch wenn Länder wie Österreich, Italien oder Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen sind oder aussteigen wollen, wird die Menschheit schon aufgrund des bereits produzierten radioaktiven Abfalls noch über Tausende von Jahren weiter mit radioaktiven Gefahren leben müssen. Zudem investieren andere Länder wie Brasilien, China, Frankreich, Südafrika und Indien weiter in Atomkraft und Uranbergbau. Ideologiefreie Aufklärung über Radioaktivität, Atomkraft und strahlendem Abfall sollte deshalb kontinuierlich fortgesetzt werden. Die Folgen der Atombombenabwürfe und Tausender von Atombombentests, die atomaren Unfälle wie Harrisburg 1978, Tschernobyl 1986 oder der radioaktive Unfall von Goiânia 1987 in Zentralbrasilien dürfen nicht vergessen werden. Das Medium Film ist eines der besten Mittel dazu.

Das Wissen um die Gefahren von Uran und anderen radioaktiven Elementen muss von Generation zu Generation weitergetragen werden. Radioaktivität ist unsichtbar, hat keinen Geruch und keinen Geschmack und doch können radioaktive Strahlen töten oder den genetischen Code verändern. Es gilt das Unsichtbare sichtbar, das geruchlose riechbar zu machen. Welches Instrument ist dafür besser geeignet als der Film? 

Insgesamt 44 Filme - Dokumentar-, Spiel-, Experimental- und Trickfilme, neue Komödien und Science Fiktion - hat das 2011 in Rio de Janeiro gegründete Uranium Film Festival für sein Debüt in München aus 14 Ländern ausgewählt: Australien, Brasilien, Deutschland, Estland, Indien, Italien, Israel, Iran, Japan, Rumänien, Russland, Schweden, der Ukraine und den USA. Filmemacher, Produzenten & Regisseure aus Deutschland, Italien, Japan, Russland und den USA werden dabei sein.

Einen ausführlichen Rückblick auf das Festivals können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Downloads zum Artikel

Uranium-Festival.pdf5.3 M


Empfohlene Weblinks

www.uraniumfilmfestival.org/index.php/de/

Veranstaltungsort
München


Partner

Uranium Film Festival

Nuclear Free Future Award

Heinrich-Böll-Stiftung

Stiftung Neue Energie, GLS Treuhand e.V.

Petra-Kelly-Stiftung

Istituto Italiano di Cultura

Deutsch-Brasilianischer Kulturverein e.V.

DENKmal-Film Verhaag GmbH


Art der Veranstaltung
Film-Festival



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10.07.2013 - 18:00 bis 22:00

Mehr Zeit für alle!

Neue Arbeitszeitmodelle

Ladies Lunch

Viele Frauen würden gerne mehr arbeiten, viele Männer - vor allem Väter - würden gerne weniger arbeiten. Aber das vorherrschende Modell von Vollzeit und Teilzeit wird beiden nicht gerecht. Zumal sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch mehr Flexibilität wünschen: Die Arbeitszeit für einige Monate reduzieren, dann wieder mehr arbeiten oder auch eine mehrmonatige Auszeit.

Prof. Jutta Allmendinger, eine der einflussreichsten Soziologinnen Deutschlands, hat es nun auf den Punkt gebracht: "32 Stunden sind genug!" Sie plädiert für eine Umverteilung von Arbeit hin zu einer sogenannten "kleinen Vollzeit". Über die gesamte Dauer der Erwerbstätigkeit sollen die Einzelnen auf eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden kommen.

Jutta Allmendinger stellt im Gespräch mit Margarete Bause, der Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen, ihre Idee der kleinen Vollzeit vor. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir diskutieren, wie diese grundsätzliche Änderung der deutschen Arbeitskultur vonstatten gehen kann.

Die Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Frauen.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

ReferentInnen


Prof. Jutta Allmendinger Ph.D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin 


Margarete Bause

Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen für die Landtagswahl

 

Begrüßung
Theresa Schopper
MdL, Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen in Bayern

Moderation
Silke Rapp

Veranstaltungsort
München, Der Pschorr, Viktualienmarkt 15, Theresiensaal


Kosten
Eintritt frei - Anmeldung erforderlich!


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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22.06.2013 bis 25.06.2013

Alternativen mitgestalten!

Workshop und Podiumsdiskussion zur Gemeinwohlökonomie

Gibt es Alternativen zu Gewinnstreben und Konkurrenz?

Kann man das System mitgestalten?

JA!

Es ist Zeit, den Status Quo unseres Wirtschaftssystems zu hinterfragen!

Das Konzept der "Gemeinwohlökonomie" wendet sich an alle, die Lust haben,  selbst zu gestalten zu diskutieren, quer zu denken und neuen Input zu bekommen?

Workshop: "Alternatives Wirtschaften"

Bastel dir deine eigene Wirtschaftsalternative!

Termin: Samstag, 22.06.2013
10-17 Uhr

Podiumsdiskussion  zur Gemeinwohlökonomie

Termin: Dienstag, 25. Juni 2013
Beginn: 20 Uhr

mit:

Christian Felber, Initiator der „Gemeinwohlökonomie“, und ProfessorInnen der Universität Passau und UnternehmerInnen, die bereits nach der „Gemeinwohlökonomie“ bilanzieren.

Ort: Universität Passau, IM Hörsaal 11
Eintritt: frei

Downloads zum Artikel

Flyer_GWOE.pdf1.6 M


Empfohlene Weblinks

www.lupe-ev.de

Veranstaltungsort
Passau


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Lupe e.V.

Universität Passau

Gemeinwohl e.V.

Bücher Pustet


Art der Veranstaltung
Workshop und Podiumsdiskussion



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