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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

14.03.2012

Was ist mit den Amis los?

Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben

Seit 2009 haben die USA einen Präsidenten, den die Deutschen mögen.

Barack Obama hat eine Krankenversicherung für alle eingeführt, die Aufsicht über die Finanzmärkte verschärft und bringt die unter Bush begonnenen Kriege in Afghanistan und im Irak zu Ende. Doch seine Wiederwahl 2012 ist alles andere als sicher. Je länger er regiert und das Land reformiert, desto schneller sinkt sein Ansehen in Amerika. Die Bürger leiden unter der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit. Eine Mehrheit lehnt ihn ab. Auch Amerikas Schuldenkrise und die Herabstufung des Kreditratings legen viele ihm zur Last. (Auch im Ausland sind viele enttäuscht, weil die Wende weg von Bush nicht sehr weit führte. Guantanamo ist nicht geschlossen.) Die Republikaner haben freilich auch wenig Grund zur Zuversicht. Die Partei tut sich schwer, einen aussichtsreichen Gegenkandidaten aufzustellen.

Christoph von Marschall, USA-Korrespondent des Berliner Tagesspiegel, erklärt, warum viele US-Amerikaner Barack Obama "hassen".

Eine kurze Zusammenfassung seines immens gut besuchten Vortrags können Sie hier hören. Der gesamte Vortrag steht zum Nachhören auf unserem Soundcloud-Account zur Verfügung.

Flash ist Pflicht!

Drei Fragen an Christoph von Marschall zum Thema "Was ist mit den Amis los"?


ReferentInnen

Dr. Christoph von Marschall
Promovierter Historiker, preisgekrönter Journalist und seit 2005 Korrespondent des Tagesspiegels in den USA. Seine Biografien „Barack Obama. Der schwarze Kennedy“ und „Michelle Obama. Ein amerikanischer Traum“ sind große Erfolge in Deutschland und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er berichtet regelmäßig aus dem Weißen Haus und hat den Kongresswahlkampf in den jüngsten Wochen in mehreren US-Bundesstaaten beobachtet.

Sein aktuelles Buch "Was ist mit den Amis los" ist gerade im Herder Verlag erschienen.

Veranstaltungsort
München


Partner

Amerika-Haus München

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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10.03.2012 - 20:00

Konzert zum Weltfrauentag

Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Kind iranischer Eltern, spannt die Sängerin Nasrin Khochsima in ihrer Musik einen Bogen zwischen beiden Kulturen. Zusammen mit ihrer vierköpfigen Band lässt sie faszinierende, von Orient und Okzident inspirierte Klangwelten entstehen. Abgerundet wird diese wunderbar moderne Mischung durch poetische Texte auf Persisch, Aserbaidschanisch und Englisch. Damit ist Nasrin eine wahre Weltmusikerin. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, die so perfekt zu den am Jazz orientierten Kompositionen passt, zieht sie ihr Publikum immer wieder in den Bann: In der Münchner Olympiahalle trat die Musikerin bereits im Rahmen des Konzertes „Women's Voice“ vor dem Dalai Lama auf. Auch wirkte sie bei Mike Oldfields Album „Tres Lunas“ im Studio neben Sally Oldfield mit.

Am 10. März 2012 tritt Nasrin anlässlich des Weltfrauentags in der Black Box im Kulturzentrum Gasteig auf. Gewidmet ist der Abend der iranischen Frauenbewegung, die unter schwierigen Bedingungen ungebrochen hinter ihren Zielen und Forderungen steht. Zwei Expertinnen berichten über die aktuelle Lage der Bewegung nach den niedergeschlagenen Protesten gegen die Präsidentschaftswahl 2009 und zeigen Möglichkeiten für einen friedlichen Wandel im Iran auf. Die Verknüpfung von musikalischem Genuss und persönlichen Reflexionen versinnbildlicht, dass die Stimme der Frauen von Bedeutung ist und ein echter Wandel nicht über ihre Köpfe hinweg stattfinden kann. Das Publikum wird ermutigt, sich jenseits von Klischees mit der Thematik zu befassen und voll Optimismus für eine solidarische Weltgemeinschaft einzutreten.

Empfohlene Weblinks

united4iran-bayern.de

nasrinmusic.de

 

ReferentInnen

Turan Nazemi und Maryam Hekmatshoar
internationales Netzwerk "Solidarität mit den trauernden Müttern vom Laleh Park (Mourning Mothers)" 

Band "Nasrin"
Nasrin Khochsima (Gesang), Alex Haas (Kontrabass), Wolfgang Wallner (Gitarre), Hadi Alizadeh (Tonbak, Daf), Freddy Engel (Flöte, Saxophon, Nay)

 

 

Veranstaltungsort
München, Black Box im Kulturzentrum Gasteig


Kosten
15 Euro, ermäßigt 12 Euro, Vorverkauf über München Ticket


Partner

United4Iran - Bayern e. V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München 


Art der Veranstaltung
Konzert



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09.03.2012 - 19:00

Der Frühling kam mit seinem Duft

Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt

Ernesto Cardenal liest aus seinem Werk. Grupo Sal spielt lateinamerikanische Musik.


Das Programm der Konzertlesereise von 2012 ist sowohl dem literarischen wie dem politischen und philosophischen Verrmächtnis von Ernesto Cardenal gewidmet. In klassischen, aber auch neuen – bisher unveröffentlichten – Texten bezieht der inzwischen 87-jährige Dichter und Revolutionär Stellung zu den großen und kleinen Fragen des Lebens, der Liebe, der Religion und der Revolution.

„Die Liebe zur Schönheit der Natur und zu den Frauen hat mich zu Gott geführt, und die Liebe zu Gott zur Revolution“, heißt es an einer Stelle bei Ernesto Cardenal. Entstanden ist daraus ein Werk, das Leser und Zuhörer in aller Welt seit Jahrzehnten  begeistert und verändert hat.

Ernesto Cardenal hat eine Eingrenzung durch Ideologien, theologische Lehrsätze oder Dogmen nicht akzeptiert.

Die Wirkungsgeschichte dieses Autors ist in der Leidenschaft seiner Visionen ebenso begründet wie in seinem Engagement für politische Veränderung. Seine klare und poetische Sprache wie seine starken Bilder haben ihm weltweites Ansehen eingebracht.  In Südamerika kennt ihn bis heute fast jedes Kind.

Downloads zum Artikel

Flyer_Cardenal.pdf


ReferentInnen

Grupo Sal ist seit 30 Jahren im deutschsprachigen Europa die „Stimme Lateinamerikas“. Mit Ernesto Cardenal verbindet Grupo Sal eine jahrzehntelange Freundschaft und eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit. 

Voller Spielfreude verwebt Grupo Sal den kulturellen Reichtum der Armen, die ihre Musik als Medium betrachten, Ohnmacht und Verzweiflung zu überwinden, mit eigenen Kompositionen und jazzigen Arrangements weit über das bekannte Repertoire lateinamerikanischer Komponisten und Liederrmacher hinaus. Inspiriert von den indianischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln bis hin zu den neuesten Entwicklungen multikultureller Szenen der pulsierenden Metropolen präsentiert Grupo Sal virtuos und leidenschaftlich eine eigenständige Interpretation lateinamerikanischer Musik.

Der Schauspieler Klaus Götte wird die deutschen Übersetzungen vortragen. 

Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 55


Kosten
16,- / erm. 10,- EUR


Partner

Kreuzkirche München


Art der Veranstaltung
Lesung & Konzert



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05.02.2012

Neue Herausforderungen für Deutschlands Außenpolitik?

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2012

Unmittelbar nach Ende der 48. Münchner Sicherheitskonferenz werteten wir mit einigen Teilnehmenden die diesjährige Konferenz aus. Dabei wurden aktuelle sicherheitspolitische Diskurse (wie die Lage in Syrien) und die sich daraus insbesondere für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik ergebenden Herausforderungen erörtert.

Auf unserem Soundcloud-Account können Sie die gesamte Podiumsdiskussion als Audio-File in aller Ruhe noch einmal anhören.

Hier einige Fotoimpressionen von der hervorragend besuchten Veranstaltung, die erneut bewies, wie wichtig es ist, Transparenz für die kritische Öffentlichkeit zu schaffen. Das ist offenbar auch Wolfgang Ischinger, dem Leiter der Sicherheitskonferenz, bewusst, der erstmals mit auf unserem Podium saß.


Großes Interesse im Künstlerhaus am Lenbachplatz


Sehr erfreulich: Wolfgang Ischinger, Leiter der Sicherheitskonferenz, stellt sich der kritischen Öffentlichkeit.


ExpertInnen auf dem Podium (von links nach rechts):
Dr. Jackson Janes, Marieluise Beck und Ulrike Guérot


Renate Grasse (links), Vorstandsmitglied der Petra-Kelly-Stiftung, vertrat die  Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern". Gregor Enste von der Heinrich-Böll-Stiftung moderierte die Diskussion.  

ReferentInnen

Wolfgang Ischinger 
Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz

Marieluise Beck 
MdB, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, Sprecherin für Osteuropapolitk der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Ulrike Guérot
Leiterin Büro Berlin, European Council on Foreign Relations

Dr. Jackson Janes
Executive Director, "American Institute for Contemporary German Studies" an der Johns Hopkins Universität in Washington, DC

Renate Grasse
Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern" e.V.

Moderation:

Gregor Enste
Referent Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungsort
München


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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27.01.2012 bis 28.01.2012

Macht - Arabien - Demokratie?

Wandlungsprozesse in Syrien und Ägypten

Gebannt, erschüttert, hoffnungsvoll und auch voller Sorgen verfolgen wir die Aufstände und die politischen Veränderungsprozesse in vielen Ländern des arabischen Raums. Verstehen wir wirklich, was da passiert?

Sicher ist eins: Viele Bürgerinnen und Bürger der sogenannten westlichen Welt haben in den vergangenen Monaten mancherlei Vorstellungen von "der arabischen Welt" revidieren müssen, z.B. was das Bild der Frau und den Stellenwert von Demokratie und Menschenrechten betrifft. Ebenso sicher ist: Mit den Veränderungen im arabischen Raum wird die Welt eine andere. Ob es mehr Beteiligungsmöglichkeiten für alle Menschen geben wird, ob der Zugang zu Ressourcen gerechter geregelt wird, kurz: ob die Chancen für Frieden wachsen, das hängt nicht nur von den Aktivistinnen und Aktivisten in der Region ab. Entscheidend sind auch die externen Mächte und ihre Einflussnahme.

Freitag, 27.1.2011

"Arabellion – Syria and the Arab spring". Mit diesem Vortrag sollte die Studientagung der Petra-Kelly Stiftung eingeläutet werden. Leider fiel Professor Sadiq al-Azm kurzfristig aus, weshalb Prof. Dr. Stefan Stetter spontan für ihn einsprang. Er stellte die Gesamtheit der arabischen Aufstände in einen umfassenden regionalen Kontext. In diesem Zusammenhang führte er zunächst die Bedeutung der arabischen Umbrüche für den israelisch-palästinensischen Konflikt aus. Er zeichnete die einzelnen Entwicklungen in weiteren betroffenen Ländern nach und verband sie mit der aktuellen politischen Dynamik in der Region. Dies vermittelte den Zuhörerinnen und Zuhörern ein beispielsreiches und differenziertes Bild der neuesten Entwicklungen: Es würden sich ähnliche Ursachen für die Demonstrationen wie ein roter Faden durch die einzelnen Länder ziehen, jedoch seien die sich daraus ergebenden Veränderungen je nach Land sehr unterschiedlich und nur in unterschiedlichen Szenarien zu erfassen. Insgesamt gelang es Prof. Stetter, diese unterschiedlichen Entwicklungen mit Ihren Chancen und Risiken aufgrund regionalspezifischer Faktoren, umfassend und überzeugend darzustellen.



Samstag, 27.1.2011

Dr. Salam Said (Universität Erlangen) führte mit einem Vortrag zu den Entwicklungen in Syrien in den Studientag am Samstag ein. Sie gab zum Einstieg einen historischen Abriss, der 1973 im „Sozialstaat mit Planwirtschaft“ ansetzte und Syrien im Jahr 2001 eine liberalorientierte Wirtschaftspolitik und Marktöffnung attestierte. Diese Liberalisierungsmaßnahmen führten, so Said, in eine Klientelwirtschaft, welche eine ungerechte Einkommensverteilung und das Verschwinden der Mittelschicht mit sich brachten. Eben jene sozioökonomischen Probleme sowie zunehmende Armut sieht Said als Grund für die Revolte im Jahr 2011. Die Gründe für das Andauern des Aufstandes lokalisierte die Referentin u.a. in der Loyalität des Militärs sowie der Sicherheitskräfte gegenüber dem Assad-Regime, regionalen Verbündeten wie dem Iran, einem geringen internationalen Wirtschaftinteresse und in der gespaltenen Opposition in säkulare Demokraten, Linksdemokraten, liberale Konservative und junge Demonstranten/-innen. Als Konfliktlösungsmöglichkeiten für die aktuelle Lage in Syrien unterbreitete Said den nationalen Dialog, den Vorschlag der Arabischen Liga – Jemenitisches Modell – und internationale militärische Interventionen.

Im anschließenden Vortrag von Magdi Gohary zur Entwicklung in Ägypten machte der referent zunächst deutlich, dass der Prozess in Ägypten unumkehrbar sei und führte dafür drei wesentliche Ursachen an: In seinen Augen ist es zu einer Veränderung des ägyptischen Persönlichkeitsbildes gekommen, weiterhin ist eine kritische Öffentlichkeit, die einen Rechenschaftsbericht fordertet, entstanden und schließlich ist das Ende der politischen Monopolisierung in Ägypten eingetreten. Die im Anschluss folgende Diskussion mit den ExpertInnen beantwortete u.a. Fragen zum gegenwärtigen Einfluss der Salafisten auf das ägyptische Volk und zur aktuellen Rolle des Militärs als Übergangsregierung.

Die Schwerpunkte in den Arbeitsgruppen waren die Rolle der Frauen, der Jugend, des Militärs und Gewalt/Gewaltfreiheit; auch hier wurden die TeilnehmerInnen von verschieden ExpertenInnen durch den Nachmittag geführt und bekamen vertiefte Einblicke in die jeweiligen Schwerpunkte. Nach Kaffeehaus-Gesprächen, in denen sich die TeilnehmerInnen der Arbeitsgruppen über ihre Eindrücke austauschen konnten, folgte die abschließende Podiumsdiskussion mit hochgradiger Expertenbesetzung.

Die Podiumsdiskussion: „Kontinuität oder Neubeginn? Europas Umgang mit der arabischen Welt“ wurde von Esther Saoub (SWR) moderiert, die den Diskutanten/-innen Prof. Dr. Stephan Stetter (Universität der Bundeswehr), Michael Lüders (Journalist), Dr. Salam Said (Universität Erlangen) und Magdi Gohary (Ägypten-Experte) Fragen zur Rolle des Militärs, der Unterstützung der Golfstaaten im demokratischen Wandel, die Rolle der Türkei als strategischer Partner und zur Einbezugnahme von religiösen Parteien im Wandlungsprozess stellte. Um die differenzierte Beantwortung der Fragen durch die ExpertenInnen hier nur anzureißen, soll die Antwort von Michal Lüders zur Frage nach der Rolle der Golfstaaten im Prozess vorgestellt werden: Saudi-Arabien hätte, so Lüders, keine Interesse am „Arabischen Frühling“ und kaufe die Unzufriedenheit der eigenen Bevölkerung, besonders im Konflikt von Sunniten und Schiiten, durch verschiedenste Zuwendungen auf.

Eine Bildergalerie zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage unseres Kooperationspartners, des Homepage unseres Kooperationspartners, des Alumnievereins e.V..

Empfohlene Weblinks

blogs.taz.de/arabesken/

www.taz.de/Gewalt-in-Syrien/!85898/

www.philso.uni-augsburg.de/de/studiengaenge/ma-konfliktforschung/Alumniverein_ASKA/Veranstaltungen/Macht-Arabien-Demokratie_.html

ReferentInnen

Magdi Gohary
Ägypten-Experte, langjährige Tätigkeit in der chemischen Forschung, politisches und soziales Engagement in der Friedensarbeit und in der Gewerkschaft

Michael Lüders
Journalist und Politikberater, Autor von "Tage des Zorns. Die arabische Revolution verändert die Welt", langjähriger Nahostkorrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT

Kerstin Müller
MdB, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Dr. Salam Said
Wirtschaftswissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Stephan Stetter
Professor für Internationale Politik und Konfliktforschung, Universität der Bundeswehr, München

Prof. Dr. Christoph Weller 
Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, Universität Augsburg
 

Veranstaltungsort
München


Partner

Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik

Evangelische Stadtakademie München

Frauensicherheitsrat

Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Regionalforum ZFD Südbayern

Lehrstuhl für Global Governance and Public Policy am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft in München

Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg

Lehrstuhl   für Internationale Politik und Konfliktforschung, Universität der Bundeswehr München

Alumniverein Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung Augsburg e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag und Studientag



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19.01.2012 - 20:00

1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"

1998 gab die damalige LDF (Left Democratic Front)-Regierung  in Kerala dem Coca Cola Konzern die Genehmigung, in Perumatti, einer Landgemeinde in einer abgelegenen und rückständigen Region des Bundesstaates, ein Werk für die Produktion von Soft Drinks zu bauen. Die Regierung hoffte, dass dadurch Arbeitsplätze in dieser wirtschaftlich sehr schwachen Gegend geschaffen würden. Schon wenige Monate nach Beginn der Produktion - das Werk pumpte täglich 5 Mio. Liter Tiefenwasser ab - zeigte sich jedoch, dass diese Entscheidung dramatische Folgen hatte. In dem Dorf Plachimada in der Nähe des Werkes sank der Wasserspiegel der Brunnen stark ab und mehrere Menschen erkrankten durch das belastete Wasser.

Die Frauen von Plachimada begannen in einer selbst organisierten Aktion vor dem Werkstor zu demonstrieren. Die Probleme verschärften sich noch, als Coca Cola an die Bauern Klärschlamm zum Düngen ausgab, der sehr stark mit Schwermetallen durchsetzt war. So kam zum Wassermangel die Vergiftung der Böden. Der Protest der Bevölkerung, vor allem der Frauen, die acht Jahre lang täglich vor dem Werk demonstrierten, erregte weltweit große Aufmerksamkeit und führte 2010 zu einem wichtigen Erfolg.

Der Film von P. Baburaj und C. Saratchandran dokumentiert diese Ereignisse.

Downloads zum Artikel

Flyer_Indienreihe_02.pdf


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Kudumbashree - Wohlfahrt der Familie
Shankar Lal & Antara: East meets West
Wolken über Kerala - Ein Entwicklungsland unter dem Druck der Globalisierung
Indiens Süden


ReferentInnen

Klaus Liebig

Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus


Kosten
3,- EUR


Partner

Interkulturelles Forum e.V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.


Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm und Diskussion



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12.01.2012 - 20:00

Wolken über Kerala - Ein Entwicklungsland unter dem Druck der Globalisierung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"

Zwischen 1960 und 1990 erlangte der indische Bundesstaat Kerala Berühmtheit als sog. "Entwicklungsmodel"“. In seinem Hauptwerk "Ökonomie für den Menschen" verweist der Nobelpreisträger Amartya Sen auf Kerala als Beispiel dafür, dass auch in einem armen Land eine relativ hohe Lebensqualität erreicht werden kann.

Die indische Zentralregierung in Delhi schlug 1990 einen neo-liberalen Kurs ein und trat 1995 der WTO bei. Das hatte schwerwiegende Folgen, auch für den Bundesstaat Kerala. An vielen Beispielen zeigt der Film, wie sich diese Politik auf das Leben vieler Menschen in dem Bundesstaat auswirkte.

Die LDF (Left Democratic Front), die immer wieder an der Regierung ist, entwickelte ein Konzept, das trotz enormer Belastungen viele vor der Verelendung schützen sollte und das seit seiner Einführung 1996 in einigen ländlichen Gebieten eindrucksvolle positive Auswirkungen zeigte.

Anschließend Vortrag von Klaus Liebig über den aktuellen Stand der Entwicklung in Indien und Kerala heute.

Downloads zum Artikel

Flyer_Indienreihe_03.pdf


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Kudumbashree - Wohlfahrt der Familie
Shankar Lal & Antara: East meets West
1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola
Indiens Süden


ReferentInnen

Klaus Liebig
Produzent und Regisseur des Dokumentarfilms

 

Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus


Kosten
3,- EUR


Partner

Interkulturelles Forum e.V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.


Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm / Vortrag & Diskussion



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02.01.2012 bis 31.01.2012

Indiens Süden

Die Suche nach einem eigenen Weg zwischen Selbsthilfe und Globalisierung

Im Februar/März 2011 nahmen zwei Mitglieder des Interkulturellen Forums an einer politischen Bildungsreise nach Tamil Nadu (Südost-Indien) und Kerala (Südwest-Indien) teil.

Die Reiseleitung hatte Klaus Liebig, der  sich zwischen 1998 und 2011 insgesamt mehr als fünf Jahre in Kerala aufhielt, seit vielen Jahren politische Bildungsreisen nach Kerala und Tamil Nadu leitet und ein fundierter Indien-Kenner ist.

"Wir besuchten Kleinbetriebe, Steinbrüche, Webereien und lernten dort die teils katastrophalen Arbeitsbedingungen der Menschen kennen. Kinderarbeit z.B. gehört auch heute noch zum indischen Alltag. Auf der anderen Seite lernten wir viele soziale Einrichtungen und Projekte kennen, in denen Menschen gemeinsam versuchen, Alternativen im sozialen Bereich, in der Landwirtschaft, in der Erziehung oder im Gesundheitsbereich zu entwickeln und zu leben. Viele dieser Projekte haben inzwischen Vorbildcharakter und werden auch in anderen indischen Bundesstaaten übernommen."

Unsere Fotoausstellung gibt einen Einblick in Projekte und Betriebe, die wir auf unserer Reise besucht haben und in vorgefundenen Arbeitsbedingungen.

Downloads zum Artikel

Flyer_Indienreihe_04.pdf


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Kudumbashree - Wohlfahrt der Familie
Shankar Lal & Antara: East meets West
1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola
Wolken über Kerala - Ein Entwicklungsland unter dem Druck der Globalisierung


Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Interkulturelles Forum e.V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Trägerkreis EineWeltHaus München e.V


Art der Veranstaltung
Ausstellung



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14.12.2011 - 20:00

Jenseits des Damms – Die Geschichte eines Kampfes

Térraba, Costa Rica – seit Jahrhunderten lebt hier das indigene Volk der Teribe. Doch die Heimat der Indios ist gefährdet. Das Staudammprojekt El Diquís droht, den geschützten Lebensraum der Indigenen zu überfluten und ihre einzigartige Kultur für immer auszulöschen. Ein erbitterter Kampf um Menschenrechte und Mitbestimmung ist die Folge, bei dem für die Teribe mehr auf dem Spiel steht, als ihre eigene Existenz…

Auf dokumentativ-erzählerische Weise versucht der Film „Jenseits des Damms“ die wahren Machenschaften rund um das Staudammprojekt El Diquís zu durchleuchten und einen Einblick zu geben in den existenziellen Widerstand eines 700-Seelen-Volk