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14.10.2011
Frauen in den Demokratiebewegungen Nordafrikas setzen sich für Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen ein. In den Medien wurden sie als treibende Kraft der Revolution beschrieben. Frauen sind in der arabischen Welt zum Symbol der Transformation in der Region geworden. Es ist wichtig, dass die Stimmen der Frauen auch in diesen Reformprozessen gehört werden. Allerdings besteht die neue politische Elite wieder ausschließlich aus Männern. So gibt es beispielsweise im ägyptischen Verfassungsausschuss keine einzige Frau.
Der arabische Frühling hat die gesamte Region verändert, da sind sich die ExpertInnen einig. Die Menschen erwarten nach der Revolution, dass es ihnen besser geht, stattdessen zeichnet sich zunächst eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse ab. Die Wirtschaft etwa in Tunesien und Ägypten leidet, weil Touristen und Investoren ausbleiben. Dem Entsprechend steigt die Arbeitslosigkeit und die Unzufriedenheit mit dem Übergangsregime. Welche Regierungsmodelle nach dem Sturz eines Regimes zum Tragen kommen, ist ebenfalls unklar. Auf der Veranstaltung führte ein Vortrag über die Zukunftsperspektiven nach dem arabischen Frühling von Dr. Asiem El Difraoui, Stiftung Wissenschaft und Politik, in das Thema ein. Zur arabischen Welt gebe es zur Zeit mehr Fragen als Antworten. Er stellte mögliche Zukunftsszenarien der Demokratieentwicklung im arabischen Raum vor. Es sei völlig offen, ob die Revolutionen in demokratische Systeme enden, Bürgerkrieg und Staatsverfall die Folge seien oder neue Diktaturen entstünden. Darüber hinaus stelle sich auch die Frage, welche Rolle die religiösen Kräfte künftig spielen werden. Es kann sein, dass der politische Islam und die konservativen Mächte in der Politik mehr Einfluss bekommen. Aber es gebe Hoffnung auf mehr Demokratie. Das sei natürlich ein sehr langer Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen sei, so El Difraoui.
Anschließend referierte May Elmahdi, freiberufliche Journalistin, zum Thema „Aufbruch in die Demokratie: Was erwarten Frauen nach der Revolution?“. Sie betonte, dass die Situation von Frauen in der arabischen Welt von vielen sozioökonomischen, kulturellen, inneren und globalen Faktoren abhänge: der staatlichen Politik, den regionalen Entwicklungen, der internationalen Politik, den persönlichen Zugehörigkeiten, dem feministischen Diskurs und dem Konflikt mit dem Staat und den konservativen Kräften. Die Bürgerrechte seien nicht mit Frauenrechten gleichzusetzen. So hat Jordanien beispielsweise in der neuen Verfassung einen Artikel verändert: „Männer und Frauen sind nicht gleichberechtigte Bürger“. Es gebe aber auch gute Beispiele. Der Anteil der tunesischen Frauen ist in den meisten neuen Parteien groß. In hohen Positionen sind sie vor allem in Frauenkomitees aktiv. Das größte Problem liege in der Öffentlichkeit. So kann sich die Mehrheit der Ägypter beispielsweise nicht vorstellen, eine Frau als Präsidentin oder Polizistin zu sehen.
Die Podiumsdiskussion mit den ExpertInnen wurde von Esther Saoub, SWR, ehemalige ARD-Korrespondentin in Kairo, moderiert. Mit einem einführenden Vortrag zur aktuellen Lage in Ägypten gab Hoda Salah, Kultur- und Politikwissenschaftlerin, Impulse für die Podiumsdiskussion unter dem Titel „Demokratieentwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Chancen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft“. Frau Salah betonte, dass auch wenn die Revolution nicht alle ihre Ziele erreichen könne eines feststeht: Sie hat die Angst der ÄgypterInnen vor den alten Eliten, dem Staat, dem Sicherheitsapparat und den Religionsautoritäten gebrochen. Viele BürgerInnen betonen ihre Bürger- und Menschenrechte und agieren viel selbstbewusster. Die Revolutionen in der arabischen Welt hätten die Bevölkerungen näher zu einander geführt. Bei den Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Strömungen gehe es vor allem um die Frage, wie die Verfassung des neuen Ägyptens gestaltet werde. Welche Rolle soll die Religion spielen? Wird Ägypten ein islamitischer Staat?
Salah hob hervor, wie selbstverständlich Frauen und Männer Seite an Seite gegen das Mubarak-Regime demonstrierten und in den Zelten auf dem Tahrirplatz übernachteten, ohne dass es zu Belästigungen kam. Das repressive Regime habe nach Einschätzung von Salah die Männer früher dazu verleitet, ihre Frustration an den Frauen auszulassen. Die Demokratiebewegung habe den Menschen nun ihre Würde zurückgegeben und den gegenseitigen Respekt zwischen den Geschlechtern befördert. Die Zivilgesellschaft sei aufgewacht und dies mache sie zuversichtlich für die Entwicklung Ägyptens. Weit weniger optimistisch äußerte sich El Difraoui. Er mahnte dringende wirtschaftliche Unterstützung und Kulturaustausch zwischen der arabischen Welt und Europa an, damit die Region nicht in Gewalt versinke. Vor allem die ökonomische Situation habe sich für die Bevölkerung seit der Revolution kein bisschen verändert, was den radikalen Kräften Vorschub leisten könne.
ReferentInnen
May Elmahdi
freiberufliche Journalistin
Hoda Salah
Kultur- und Politikwissenschaftlerin
Dr. Asiem El Difraoui
Stiftung Wissenschaft und Politik
Veranstaltungsort
München
Partner
Frauenakademie München e.V.
BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
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06.10.2011 - 19:00
Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsextremistische Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.
Auf der Basis von Insiderwissen und universitärer Forschung informiert der Abend, wo völkische "Sippen" bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen. Thematisiert wird die Rolle und Verantwortung von Politik und Verfassungsschutzbehörden. Im Blick sind außerdem Strategien gegen die rechtsextremistische Unterwanderung der Gesellschaft.
Einlassvorbehalt:
Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung
getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.
Downloads zum Artikel
ReferentInnen
Andrea Röpke
Politologin, freie Journalistin, Spezialgebiet Rechtsextremismus
Autorin von "Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene", Berlin 2011
Prof. Dr. Renate Bitzan
Professur für „Gesellschaftswissenschaft / gender & diversity“ an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema "Rechtsextreme Frauen"
Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Kosten
8,- / 4,- EUR (ermäßigt für SchülerInnen und Studierende)
Partner
Bayerisches Bündnis für Toleranz
Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München
Evangelische Stadtakademie München
Evangelische Jugend München
Friedrich-Ebert-Stiftung - Bayernforum
Kreisjugendring München-Stadt
DGB Bildungswerk Bayern
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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05.10.2011 - 19:30
Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsextremistische Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.
Auf der Basis von Insiderwissen und universitärer Forschung informiert der Abend, wo völkische "Sippen" bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen. Thematisiert wird die Rolle und Verantwortung von Politik und Verfassungsschutzbehörden. Im Blick sind außerdem Strategien gegen die rechtsextremistische Unterwanderung der Gesellschaft.
Einlassvorbehalt:
Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung
getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.
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ReferentInnen
Andrea Röpke
Politologin, freie Journalistin, Spezialgebiet Rechtsextremismus
Autorin von "Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene", Berlin 2011
Veranstaltungsort
Augsburg, DIAKO – Hotel am alten Park, Großer Saal, Frölichstr. 17
Kosten
5,- / 3,- EUR (ermäßigt für SchülerInnen und Studierende)
Partner
Evangelisches Forum
Augsburger Friedensinitiative (AFI)
Friedrich-Ebert-Stiftung
DFG-VK
Bündnis für Menschenwürde
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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04.10.2011 - 19:30
Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsextremistische Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.
Auf der Basis von Insiderwissen und universitärer Forschung informiert der Abend, wo völkische "Sippen" bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen. Thematisiert wird die Rolle und Verantwortung von Politik und Verfassungsschutzbehörden. Im Blick sind außerdem Strategien gegen die rechtsextremistische Unterwanderung der Gesellschaft.
Einlassvorbehalt:
Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung
getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.
ReferentInnen
Andrea Röpke
Politologin, freie Journalistin, Spezialgebiet Rechtsextremismus
Autorin von "Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene", Berlin 2011
Veranstaltungsort
Bamberg, Grüner Saal der Harmonie, Schillerplatz 7
Kosten
Eintritt frei - Anmeldung erforderlich!
Partner
Projektstelle gegen Rechtsextremismus, Bad Alexandersbad
Evangelisches Bildungswerk Bamberg
Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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04.10.2011
Fast jeder kennt die beindruckenden Bilder von den Protestierenden auf dem Tahrirplatz in Kairo, fast jeder hat schon mal von der Jasminrevolution in Tunesien gehört. Aber nicht nicht nur Ägypten und Tunesien sind in Bewegung, der gesamte nordafrikanische Raum steht vor einer Zäsur. In Libyen wurde das Regime Gaddafi von NATO und Rebellen mit militärischer Gewalt beseitigt, die Proteste und Unruhen in Algerien hören nicht auf, und der König von Marokko verspricht angesichts anhaltender Kundgebungen Reformen. Nur wenig aber erfährt man hierzulande über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die mit den "Umbrüchen in Nordafrika" einhergehen.
Diesem Informationsdefizit möchten wir mit unserer Veranstaltung begegnen. Im Focus stehen dabei die Demokratiebewegungen in den Ländern Nordafrikas sowie die Rolle der Frauen. Mit einer Kombination aus Podiumsdiskussion, Foto- und Plakatausstellung und Musik wollen wir die politischen und die kulturellen Veränderungen sowie das Lebensgefühl im nordafrikanischen Raum dem Publikum zu vermitteln.
Die Veranstaltung wird von Radio Lora live übertragen.
ReferentInnen
Podiumsdiskussion um 19:30 Uhr mit:
Konzert um 22.00 Uhr mit Nomad Sound System ( Electro-Rai aus Tunesien und Algerien)
Veranstaltungsort
München, Ampere/Muffatwerk, Zellstraße 4
Kosten
10,- / ermäßigt 7,- EUR
Partner
Radio Lora
Sarah Mara Kulturmanagement
Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion / Ausstellung / Konzert
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04.10.2011 bis 14.10.2011
Frauen und Schönheitsideal
Mittelpunkt der Ausstellung ist ein Waagenfeld: "Bitte betreten!" ist ausdrücklich erwünscht. Die weiteren Kunstobjekte beschäftigen sich mit der Suche nach einer Körperidentität jenseits von Barbie und Ken als Ideal und jenseits von Modelmaßen.
Die Ausstellung wurde so konzipiert, dass sich darin beinahe jede/r BesucherIn wieder finden kann: Das tägliche Befragen der Waage, der heimliche Gang zum Kühlschrank,
das Unterdrücken eigener Impulse und die Orientierung an genormten Maßstäben.
Downloads zum Artikel
Veranstaltungsort
Nürnberg, Gesundheitsamt, Gesundheitsstudio, 2. Stock - Zi. 204, Burgstraße 4
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Kommunaler Arbeitskreis "Frauen und Gesundheit", Nürnberg
Art der Veranstaltung
Interaktive Wanderausstellung
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13.07.2011
Bascha Mika über die Feigheit der Frauen
Ladies Lunch
Weit über 100 Teilnehmerinnen lockte unser diesjähriger Ladies Lunch an. Das lag nicht zuletzt an Bascha Mikas neuem Buch „Die Feigheit der Frauen“, dessen kontroverse und provokanten Thesen diskutiert werden sollten.
Bascha Mika fragt in ihrem , warum kluge, gut ausgebildete Frauen viele Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verspielen. Ihre Thesen: Frauen stehen sich selbst im Wege, stolpern in Rollenfallen und werden zu Komplizinnen ihrer eigenen Selbstentwertung. Sie ermutigte zu selbstbewussten und unabhängigen Entscheidungen und Liebe auf Augenhöhe.
Einige Fotoimpressionen von der Veranstaltung:

Dichtgedrängte Reihen interessierter Zuhörerinnen beim Vorttrag von Bascha Mika.

Die Diskussionen wurden auch beim anschließenden Buffet intensiv fortgeführt. Erfreulich, dass auch in diesem Jahr wieder etliche Vertreterinnen der "jungen Generation" den Weg zum Ladies Lunch gefunden hatten.
ReferentInnen
Bascha Mika
1998 bis 2009 Chefredakteurin der überregionalen tageszeitung, Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin und freie Publizistin, Autorin von „Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.“
Veranstaltungsort
München
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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30.05.2011
Unter dem Motto "Gegnerinnen-Aufklärung" tourte die Heinrich-Böll-Stiftung durch Deutschland, um über die Teilnehmerländer der Frauen-WM zu informieren. Eine der Veranstaltungen fand in Augsburg statt und Womensoccer war dabei, als sich prominente Gäste über den Frauenfußball in Mexiko und Deutschland austauschten.
Den ausführlichen und sehr informativen Artikel über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen:
http://www.womensoccer.de/2011/06/10/spannende-gesprachsrunde/
Partner
DFB-Kulturstiftung
Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung
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07.07.2010 - 17:00 bis 21:00
Ladies Lunch - nur für Frauen
Die Reihe "Ladies Lunch" fördert die Vernetzung, den Informationsaustausch und den Meinungsbildungsprozess zu gesellschaftliche aktuellen Themen zwischen engagierten Frauen. In diesem Jahr ging es dabei um das Thema "Frauen in der Politik".
Dazu hatten wir eingeladen:
Dr. Isabelle Kürschner (Politikwissenschaftlerin, Autorin von:"Den Männern überlassen wir’s nicht! Erfolgreiche Frauen in der CSU“) und Ekin Deligöz (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).
In ihrer Begrüßung erzählte Theresa Schopper (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern) von einem Ausspruch eines ehemaligen Landtagsabgeordneten: "Eine Frau in der Politik ist eine Zierde, mehrere Frauen sind Unkraut". Sie gehe allerdings davon aus, dass sich in den letzten Jahren zum Thema "Frauen in der Politik" doch viel bewegt und verändert hat – quer durch alle Parteien.
Die Diskussion zwischen Frau Dr. Kürschner (Bild unten, links) und Ekin Deligöz (rechts), die von Silke Rapp (Mitte) kompetent geleitet wurde, bewegte sich auf folgenden Hintergrund:
Seit knapp fünf Jahren ist Angela Merkel deutsche Regierungschefin. Viel ist seitdem zu hören und zu lesen von einem neuen, weiblicheren Politikstil, der mehr auf Kommunikation als Konfrontation setzt. Auch bei den konservativen Parteien ist es mittlerweile üblich, Frauen bei der Verteilung von einflussreichen Posten zu berücksichtigen und die Frauenunion fordert inzwischen eine Quote.
Diese und weitere Fragen wurden im Verlauf der Diskussion besprochen. Auch kamen Themen wie „Ist die Quote sinnvoll?“, Vereinbarkeit von Kindern mit dem Engagement in der Politik sowie Frauennetzwerke zur Sprache.
Dabei wurden von beiden Referentinnen etliche Übereinstimmungen über die Parteigrenzen hinweg festgestellt. So die Tatsache, dass Frauen Netzwerke bilden und damit in der Fläche bleiben - anders als Männer, die sich zu "Seilschaften" zusammentun und sich somit gegenseitig nach oben ziehen. Auch sehen beide Referentinnen die Quote als sinnvoll, hilfreich und für die Beteiligung von Frauen als entscheidend an.
Fazit: Frauen sind nicht die besseren Politiker/innen, aber sie schauken anders auf die Probleme und sie diskutieren unter einem anderen Blickwinkel. Das ist bereichernd für die Lösung der anstehenden Fragen, so die übereinstimmende Aussage.
Im Anschluss an die gut einstündige Diskussion der beiden Referentinnen beteiligten sich auch die 50 Teilnehmerinnen mit großem Interesse, Engagement und persönlichen Beiträgen.
Dieser Teil der Veranstaltung endete mit dem Appell, Ideologien und dogmatisches Denken zu überwinden durch Zusammenschlüsse von Frauen aus unterschiedlichen Parteien, um somit den Blick auf die Politik zu verändern und damit andere, bessere Lösungen herbeizuführen.
Nach dem intensiven Austausch, folgten ein kleines Buffet sowie spannende Begegnungen und Gespräche.
Das Interesse an dieser Art des Treffens und der Vernetzung unter Frauen ist weiterhin sehr hoch; die Petra-Kelly-Stiftung wird die Reihe „Ladies Lunch“ fortsetzen.
Auch viele junge Frauen unter den interessierten Diskutantinnen
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14.05.2010 - 17:00 bis 18:00
Ausstellung zur Genitalverstümmelung
Die weibliche Beschneidung oder Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag!
Die Ausstellung, die über das Thema informiert, ist ein Signal im Kampf gegen diese Form von Gewalt an Frauen. Sie solidarisiert sich mit den betroffenen Mädchen und Frauen und will dazu beitragen, ihren Töchtern diese traumatisierende Erfahrung und das damit verbundene, oft lebenslange Leiden zu ersparen.
Und dieses Thema geht auch uns in Deutschland an. Auch in Deutschland leben 20.000 betroffene Frauen. Über 5.000 Mädchen droht dasselbe Schicksal. Ihre Eltern fühlen sich alten Traditionen verpflichtet und glauben, unbeschnittene Töchter finden keinen Ehemann. Die Familien suchen nach willfährigen ÄrztInnen in Deutschland oder Beschneiderinnen in den vorwiegend afrikanischen Herkunftsländern. Selbst in Deutschland sind Mädchen also nicht vor Genitalverstümmelung sicher.
Weibliche Genitalverstümmelung ist nicht auf die Anhänger einer bestimmten Religion beschränkt. Sie kann sowohl Christinnen, Musliminnen, Jüdinnen als auch Zugehörige anderer Religionen betreffen. Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik angebracht werden, sind vielfältig, meist widersprüchlich und variieren von Ethnie zu Ethnie sowie regional. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder einer (missinterpretierten) Religion. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird.
Tatsächlich geht es um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.
Die Ausstellung war vom 15. bis zum 21. Mai zu sehen.
Weitere Informationen...
... zum Thema Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen finden Sie bei unseren Kooperationspartnerinnen Terre des Femmes, Plan International und Forward Germany.
Grußwort von Dr. Pierette Herzberger-Fofana (Forward Germany)
Partner
Terre des Femmes
Plan International
Grüne Liste Erlangen
Forward Germany
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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