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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

06.10.2010 - 19:30

Die Tea Party Bewegung – problematische Freunde der Republikaner

Unerwarteter "Star" des Wahljahrs 2010 in den USA ist die Tea Party. Der Aufstieg der konservativen Grassroots-Bewegung aus dem Nichts überraschte Amerika. Doch womöglich hat sie den Zenit ihres Einflusses bereits überschritten. Je näher die Kongresswahlen im November rücken, bei denen sich entscheiden wird, ob Präsident Barack Obama seine Parlamentsmehrheit halten kann, desto unklarer werden die machtpolitischen Auswirkungen der Tea Party.

Ihre Gründung richtete sich eindeutig gegen Obama und seine politischen Ziele. In der Praxis jedoch bereitet sie den herkömmlichen Republikanern durch ihre grundsätzliche Opposition gegen jedes politische Establishment und ihre oft radikalen Ansichten eben so große Probleme. Schadet die Tea Party den Republikanern mehr als sie ihnen nutzt?

ReferentInnen

Dr. Christoph von Marschall ist promovierter Historiker, preisgekrönter Journalist und seit 2005 Korrespondent des Tagesspiegels in den USA. Seine Biografien „Barack Obama. Der schwarze Kennedy“ und „Michelle Obama. Ein amerikanischer Traum“ sind große Erfolge in Deutschland und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er berichtet regelmäßig aus dem Weißen Haus und hat den Kongresswahlkampf in den jüngsten Wochen in mehreren US-Bundesstaaten beobachtet.

 

Veranstaltungsort
München, Amerika-Haus


Partner

Bayerisch-Amerikanisches Zentrum im Amerika Haus München e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion


Anmeldung


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15.08.2010 - 18:00

"Murder Inna Dancehall" - Homophobie und Sexismus in der Reggae-Szene

Anlässlich des Chiemsee Reggae Summer (bei dem der homophobe Hasssänger Sizzla auftritt) befasst sich unsere Informationsveranstaltung „Murder Inna Dancehall" mit der Thematik "Homophobie und Sexismus in der Reggae-Szene “. 

Der Vortrag thematisiert die verschiedenen Facetten der aktuellen Debatte über Auftrittsverbote und die Verhinderung von Konzerten homophober Künstler/innen. Dabei wollen die Referenten auch die oft rassistisch aufgeladenen Argumentationsmuster in dieser Debatte in den Blick nehmen und kritisieren. Desweiteren soll über die geplanten Proteste gegen Homophobie und Sexismus
auf de Chiemsee Reggae Summer diskutiert werden.

Veranstaltungsort
Rosenheim, Vetternwirtschaft, Oberaustr. 2


Kosten
Eintritt frei!


Partner

infogruppe Rosenheim


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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20.07.2010

Sterilisation und "Euthanasie" während des Nationalsozialismus

Zwangssterilisation und "Euthanasie" sind Verbrechen des NS-Regimes, die überall in Deutschland verübt wurden. Sie wurden streng geheim gehalten. Neben den Politikern spielten dabei zwei Berufsgruppen eine wichtige Rolle: Juristen und Mediziner. Sie waren es, die "Minderwertige" von der arischen Rasse selektierten und einer Spezialbehandlung zuführten. Und erst durch das Zusammenspiel beider konnte ein perfektes System der Vernichtung entstehen. In Heil- und Pflegeeinrichtungen wurden Menschen systematisch vergast, weil sie als "lebensunwertes Leben" angesehen wurden.

Bis heute wird dieses Verbrechen häufig verdrängt, verheimlicht, vertuscht oder man spricht nicht darüber. Zwickauer Religionsschüler haben nach den Opfern und Tätern der Sterilisation und Euthanasie recherchiert. Ihre Ergebnisse werden in der Ausstellung dokumentiert.

Ein Vortrag von Dr. Emdmund Käbisch, Pfarrer i. R. aus Zwickau, am 21. Juli um 19 Uhr gibt eine Einführung in das Thema der Austellung. Der Vortrag findet ebenfalls im "Haus des Gastes" in Gößweinstein statt.

Veranstaltungsort
Gößweinstein, "Haus des Gastes", Burgstraße 6


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Ausstellung und Vortrag



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16.06.2010 - 19:00

Milliardengrab Landesbank

Wie konnte es dazu kommen, dass bayerische Steuerzahler mittlerweile über 10 Milliarden Euro in die Landesbank stecken mussten?

Wo war die Kontrolle durch die Eigentümer?

Welche Konsequenzen sind aus dem Skandal zu ziehen?

Mit diesen Fragen befasst sich Eike Hallitzky in seinem Vortrag. Hallitzky ist Diplom-Volkswirt und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag sowie Mitglied der Landesbank-Kommission des Landtags.

ReferentInnen

Eike Hallitzky, MdL
Dipl.-Volkswirt, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag

 

Veranstaltungsort
Eichstätt, Raum KGA 105 der Katholischen Universität Eichstätt


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grüne Hochschulgruppe Eichstätt


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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15.06.2010 - 20:00

Von der Lernfabrik hin zum Lern- und Lebensraum Schule

Neue Utopien braucht die Welt - 2. Abend

Der Dachverband der katholischen Jugendverbände BDKJ Bayern hat 2009 einen Beschluss gefasst, in dem eine "neue Schule für Bayern" gefordert wird. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend hat in diesem Positionspapier Grundelemente einer Schule formuliert:

  • Die Freude am Lernen mit Lob und Wertschätzung steht im Mittelpunkt.
  • Schule ist ein Ort, an dem Demokratie von allen gelebt wird.
  • Schule entwickelt sich zum Lernlabor und trägt bei zur Erweiterung der eigenen Lebenskompetenz.  
  • Lehrerinnen und Lehrer sind Begleiter des Lernprozesses.
  • Schule selbst versteht sich als Lebensort, an dem allen Kindern in all ihrer Unterschiedlichkeit gleiche Chancen geboten werden.

Eine neue Schule für Bayern - eine Utopie?

Die Veranstaltung ist der zweite Abend einer dreiteiligen Vortragsreihe,  in der es darum geht, Ideen, Wege, Visionen vorzustellen und zu diskutieren, um in eine gute, gerechte und friedvolle Zukunft für alle zu gelangen.

ReferentInnen

Otto Herz
arbeitet zeit seines Lebens mit Herz und Verstand engagiert an dieser Form der Schule. Im Gespräch zeigt der Pädagoge die Grundlagen einer Schule als "Haus des Lernens" auf und stellt Lern- und Lebensräume vor, in denen bereits diese neue Form von Schule gelebt wird.

Veranstaltungsort
Lindau, friedensräume


Kosten
Eintritt frei!


Partner

pax christi


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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10.06.2010 - 19:30

Filmreihe: Demokratie - für alle?

29. April, 19.30 Uhr

Rodrigo Vazquez:
Die Inka-Revolu ion
Bolivien 2007
| 52 Min.

Auf Druck der Wähler verstaatlichte der erste eingeborene Präsident Boliviens,Evo Morales,die Ölindustrie und brachte die Agrar-Reform in Gang Doch nach wie vor sind Korruption und Populismus im politischen Alltag an der Tagesordnung.

 

6. Mai, 19.30 Uhr

Nino Kirtadze:
Für Gott, Zar und Vaterland
Russland 2007 |52 Min.

100 Kilometer südwestlich von Moskau liegt "Durakovo", ein Dorf, in das Menschen aus ganz Russland kommen, um hier echte russische Patrioten zu werden.

 

20. Mai, 19.30 Uhr

Lali Vachani:
Auf der Suche nach Gandhi
Indien 2007 |52 Min.

Den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit begeht Indien als weltgrößte freiheitliche Demokratie. Der Film folgt der Route des berühmten Salzmarsches und sucht nach Gandhis Spuren.

 

27. Mai, 19.30 Uhr

Daniel Junge:
Die Chefin
Liberia 2007 |52 Min.

Ein Blick hinter die Kulissen der neu gewählten Regierung Liberias unter Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, der ersten frei gewählten Staatschefin in Afrika.

 

10. Juni, 19.30 Uhr

Weijun Chen:
Wähl mich! (Please vote for me)
China 2007 |52 Min.

In Wuhan, einer chinesischen Stadt von der Größe Londons, hat der Regisseur Weijun Chen ein Experiment durchgeführt. Eine dritte Klasse der Grundschule kommt bei der Wahl des Klassensprechers zu ihrer ersten Begegnung mit der Demokratie.

Veranstaltungsort
Passau, Universität, Bib-Lounge


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grüne Hochschulgruppe Passau


Art der Veranstaltung
Filmreihe



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11.05.2010 - 20:00

Interkulturalität an Hochschulen - Anspruch und Wirklichkeit

Grüne Konzepte zur interkulturellen Öffnung

Logo Campus Tour 2010Dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, ist mittlerweile bei den meisten angekommen. Kindergärten und Schulen stellen sich zunehmend auf die veränderten Lehr- und Lernbedingungen ein. Wie aber ist die Situation an deutschen Universitäten? Viele Migrantinnen und Migranten werden bereits aus dem Bildungssystem ausgesiebt, bevor sie die Hochschule erreichen. Ist Integration somit kein Thema an der Alma Mater, da es nur die angepassten  an die Hochschulen schaffen? Wie müssen sich Universitäten verändern, sodass sie sich den interkulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft anpassen? Die Grüne Hochschulgruppe setzt sich für eine Universität ein, an der sich junge Erwachsene mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen wohlfühlen und sich nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entfalten können.

Im Rahmen der Campustour 2010 stellt Ekin Deligöz, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion von Bündnis '90 / Die Grünen im Deutschen Bundestag, grüne Konzepte zum interkulturellen Zusammenleben vor und debattiert in einer für alle Anwesenden offenen Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule und Gesellschaft.

Downloads zum Artikel

flyer_interkulturelle_hochschule.pdf


ReferentInnen

Ekin Deligöz
stellvertretende Vorsitzende der Fraktion von Bündnis '90 / Die Grünen im Deutschen Bundestag

Veranstaltungsort
Würzburg, Festsaal über der Stadtmensa


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grüne Hochschulgruppe Würzburg

campus grün Bayern


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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08.04.2010 - 17:00

Sie verweigerten sich

Kriegsdienstverweigerer, Deserteure, Wehrkraftzersetzer, "Kriegsverräter"

Sie verweigerten sich, verweigerten ihre Einberufung zur Wehrmacht, verweigerten Befehle, desertierten oder verweigerten die Unterstützung an der so genannten Heimatfront. Gegen diese Menschen, die nicht bereit waren, den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg zu bejubeln und mitzutragen, verhängten die NS-Militärjustiz und die Sondergerichte weit über 30.000 Todesurteile. 20.000 dieser Todesurteile wurden vollstreckt, darüber hinaus wurden zehntausende von Freiheitsstrafen ausgesprochen.

Die Rehabilitierung dieser Menschen in der Bundesrepublik begann spät und dauerte lange. Sie begann im August 1998 und erst 2009 wurde die letzte Gruppe, die von den Nationalsozialisten als "Kriegsverräter" Beschuldigten, rehabilitiert.

Zur Erinnerung an Menschen, die einen Beitrag zur Befreiung vom Faschismus geleistet haben, dafür aber nie geehrt wurden und stattdessen jahrelang für ihre juristische Rehabilitierung kämpfen mussten, zeigt der Erlanger Verein zur Förderung alternativer Medien anlässlich des 8. Mai 2010, des Jahrestages der Befreiung, diese Ausstellung. Konzipiert wurde sie von einer Berliner Autorengruppe (Hans Canjé, Gerhard Fischer, Lothar Eberhardt).

Die Ausstellung zeigt geschichtliche Zusammenhänge auf und porträtiert Einzelpersonen. Verschiedene Widerstandsgruppen, wie etwa die Rote Kapelle, kommen genauso zur Sprache wie die NS-Karriere des früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger.

Der Verein zur Förderung alternativer Medien hat die Ausstellung um Tafeln zum Nürnberger Sondergerichtshof und zum Deserteur Ludwig Göhring aus Nürnberg ergänzt.

Programmplakat zur veranstaltungsreihe

Das Begleitprogramm:

Mittwoch 14.4.2010, 20 Uhr
Desertiert.
Der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann berichtet über die NS-Zeit und von seinem langen Kampf für Rehabilitierung der NS-Opfer.
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen
Eintritt frei

 

Mittwoch 21.4.2010, 20 Uhr
NS-Richter -  "Kriegsverräter"
Frühe Selbstentlastung der Richter – späte Rehabilitierung der Opfer.
Vortrag von Wolfram Wette, Militärhistoriker und Sachverständiger im Bundestag
Volkshochschule Erlangen, Großer Saal, Friedrichstr. 19, Erlangen
Eintritt frei

 

Mittwoch 28.4.2010, 20 Uhr
Kriegsverbrechen unterm Edelweiß
Kampagne gegen das Pfingsttreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald.
Infoladen, Feldstr. 22, Erlangen
Eintritt frei

 

Mittwoch 5.5.2010, 20 Uhr
"Besser die Hände gefesselt als der Wille"
Das Leben des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter.
Ein Fotofilm von Klaus Ihlau
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen
Eintritt frei

Downloads zum Artikel

Flyer_Erlangen.jpg


Empfohlene Weblinks

www.mai45.de

www.erlanger-nachrichten.de/artikel.asp

Veranstaltungsort
Erlangen, Stadtbücherei, Richard-Wagner-Str. 2


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Verein zur Förderung alternativer Medien, Erlangen


Art der Veranstaltung
Ausstellung und Veranstaltungsreihe



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Dokument

Die Hälfte der Macht im Visier

Buchveröffentlichung der Heinrich Böll Stiftung

Mit der erneuten Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin scheinen Frauen auch die letzte Männerbastion in der Politik erobert zu haben. Aber dieses massenmedial vermittelte Bild von erfolgreichen Karrierefrauen entspricht nicht dem durchschnittlichen politischen Alltag.

Lars Holtkamp und Sonja Schnittke analysieren in ihrer politikwissenschaftlichen Studie "Die Hälfte der Macht im Visier" die politische Repräsentanz von Frauen in Bund, Ländern und Kommunen. Auch 90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen in fast allen wesentlichen politischen Positionen in Deutschland unterrepräsentiert. Während andere Staaten durch die konsequente Einführung von Quotenlösungen die Frauenanteile erheblich erhöhen, stagniert in den letzten Jahren der Anteil der Parlamentarierinnen in Deutschland.

Was sind die Ursachen für diesen Stillstand, und wie kann die politische Parität auch in Deutschland erreicht werden? Nach einer differenzierten Ursachenanalyse mit einem empirischen Schwerpunkt auf den deutschen Kommunalparlamenten legt die Untersuchung von Holtkamp und Schnittke als Antwort auf diese Fragen ein Reformmodell vor, mit dem sich die Geschlechterparität kurzfristig realisieren lassen könnte.




Lars Holtkamp und Sonja Schnittke

Die Hälfte der Macht im Visier
Der Einfluss von Institutionen und Parteien auf die politische Repräsentation von Frauen

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Alternative Kommunalpolitik
320 Seiten, 18,- Euro, ISBN 978-3-9803641-6-4

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Fon: 030-285340
Fax: 030-28534109
E-Mail: info@boell.de

Sie können das Buch auch als PDF herunterladen (PDF, 320 Seiten, 2.45 MB).



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09.03.2010 - 20:00

»... zwischen allen Stühlen«

Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers

1949 wurden BRD und DDR gegründet, prägnantes Ergebnis einer Konfrontationspolitik, von der die Nachkriegszeit bestimmt war. Um den Spuren und Zäsuren der Entstehungsgeschichte beider deutschen Staaten nachzugehen, stellen die Tagebücher des Romanisten und Universitätsprofessors Victor Klemperer ganz besondere Zeitzeugnisse dar. Nach der Befreiung wollte sich der unter den Nationalsozialisten verfolgte und von seinem Katheder verdrängte Victor Klemperer aktiv am Aufbau eines neuen Deutschlands beteiligen.

Angesichts der konsequenteren Politik der Kommunisten gegenüber den ehemaligen Nazis, hielt er dafür die sowjetische Besatzungszone und später die DDR für geeigneter. Er zog mit seiner Frau Eva zurück in sein Haus in Dresden-Dölzschen, aus dem sie 1940 vertrieben worden waren. Doch kamen ihm bald angesichts der stalinistischen Tendenzen in Ostdeutschland ernste Zweifel an der gewählten Alternative. Der Titel der Ausgabe seiner Tagebücher von 1945 bis 1959, »So sitze ich denn zwischen allen Stühlen«, gibt diesem tiefen Konflikt Ausdruck.

In einer multimedialen Lesung wird der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nachspüren. Ausgewählte Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.

Downloads zum Artikel

Klemperer-Lesung_Bamberg.pdf


Veranstaltungsort
Bamberg, E.T.A. Hoffmann-Theater, TREFF, E.T.A-Hoffmann-Platz 1


Kosten
5,-- Euro / ermäßigt: 3,-- Euro


Partner

E.T.A. Hoffmann-Theater Bamberg


Art der Veranstaltung
Multimediale Lesung



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