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23.03.2012 - 16:00 bis 25.03.2012 - 12:30
Protest, Teilhabe & Diskurs zwischen urbanen und digitalen öffentlichen Räumen
Zahlreiche Großstädte weltweit sind in den letzten zwei Jahren Schauplatz urbaner Aufstände. Orient und Okzident. In Teheran, Tunis, Kairo, Bengasi und anderen Städten des arabischen Raums, aber auch im Westen, in Tel Aviv, Madrid, London, Athen und New York gehen Menschen auf die Straßen, um gegen bestehende Strukturen und für eine andere Zukunft zu rebellieren.
Ideen, Visionen, Strategien und Taktiken werden dabei – oftmals über weite Distanzen hinweg – gemeinsam entwickelt, über Blogs, Facebook, Twitter und andere soziale Medien verbreitet und gestärkt. Was sich mittels (mobilem) Internet um verschiedene Diskurse kristallisiert, findet auf den öffentlichen Plätzen der Städte seine materielle Entsprechung. Tahrir Platz, Zuccotti Park, Stuttgarter Schlossgarten – konkrete öffentliche Straßen und Plätze in den Städten werden zu Symbolen ganzer Bewegungen.
Die Zukunft von Stadt, Stadtgesellschaft und öffentlichem Raum kann kaum mehr ohne die Überlagerung urbaner und digitaler Räume gedacht werden. Es entsteht ein neuer Raum, den wir den „öffentlichen Zwischenraum“ nennen. Impulse, diesen zu erschließen, kommen dabei nicht nur „von unten“ aus der Mitte der Bevölkerung, sondern ebenso „von oben“ aus den kommunalen Stadtregierungen oder „von der Seite“ aus Wirtschaftsunternehmen.
Wie verändern das „Internet in der Hosentasche“, soziale Medien und die dort entstehenden urbanen Bewegungen das politische, kulturelle und ökonomische Machtgefüge in der Stadt? Welche Rolle spielen dabei spezifische öffentliche Räume in den Städten? Wie kann Teilhabe und gesellschaftliches Engagement in Städten durch (mobile) digitale Medien weiterentwickelt und verbessert werden? Welchen Einfluss hat das auf Diskurse über die Entwicklung der Stadtgesellschaft? Entsteht dabei so etwas wie eine „globale, digital-urbane Zivilgesellschaft“ und ein neu aufgeladener, wiederentdeckter, politischer, öffentlicher Raum?
Globale Ereignisse wie die sog. Jasmin-Revolution oder “Occupy Wallstreet”, aber auch Entwicklungen bei uns wie die Proteste rund um Stuttgart 21 sind Anlass für „die Vermessung des Urbanen #4“. Akteure und Theoretiker werden die neu entstehenden Formen von Protest, Teilhabe und Diskursproduktion im „öffentlichen
Zwischenraum“ analysieren. Wir laden Sie herzlich zum Mitdebattieren ein! Diskussionen sind auch schon im Vorfeld der Tagung auf dem Blog der urbanauten (www.urbanaut.org) oder auf Facebook in der Gruppe „Revolution im Zwischenraum“ möglich.
Das detaillierte Programm der Tagung entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsflyer, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.
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ReferentInnen
Denis Bartelt, Softwareentwickler und Geschäftsführer von Startnext, Dresden
Siegfried Benker, Mitglied des Stadtrats (Bündnis 90/Die Grünen), München
Dr. Wilfried Blume-Beyerle, Kreisverwaltungsreferent der Landeshauptstadt München
Ulrike Bührlen, Dipl.-Geographin, die urbanauten, München
Benjamin David, Dipl.-Geograph, die urbanauten, München
Stefan Denig, Siemens AG, München/London
Slobodan Djinovic, Mitbegründer von Otpor und CANVAS, Belgrad
Karsten Drohsel, Redakteur und Autor von urbanophil.net, Berlin
Birgit Frank, Journalistin, Zündfunk/Bayern 2, München
Rania Gafaar, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de, München
Nikolaus Gradl, Mitglied des Stadtrats (SPD), München
Patrick Gruban, Veranstalter und Informationsarchitekt, Organisator der Nerd Nite München, München
Richard Gutjahr, Journalist, Blogger und freier Mitarbeiter in der Chefredaktion des Bayerischen Fernsehens, München
Stefan Höffken, Mitbegründer, Redakteur und Autor von urbanophil.net, Berlin/ Kaiserslautern
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern, München
Anja Junghans, Kulturwissenschaftlerin, die urbanauten, München
Oliver Kost, Organisator des Flashmobs “Stehen – Damit es weiter geht” in München, München
Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München
Peter Kusterer, IBM Deutschland, Ehingen
Christa Müller, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, München
Dr. Juliane Pegels, Dr.-Ing. MSUP, Büro stadtforschen.de, Essen
Thomas Pfeiffer, Dipl.-Pädagoge, Programmierer und Buchautor, Isarnetz.com
Anne Roth, Journalistin, Bloggerin und Mitbegründerin von Indymedia.de, Berlin
Prof. Dr. (em.) Dieter Rucht, Soziologe, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin
Stefan Schröder, Siemens AG, München
Zehra Spindler, semi-fiktive Veranstaltungsgeneratorin, München
Anna Theil, Kommunikationswissenschaftlerin, Startnext, Dresden
Conrad R. Tribble, US-Generalkonsul, München
Hannah Wettig, Journalistin, Autorin, Berlin
Sandra Zistl, Politikwissenschaftlerin und freie Journalistin, München
Live-Blogger / Dokumentation: Stefan Höffken & Karsten Michael Drohsel
Live-Facebooker: Zehra Spindler
Veranstaltungsort
Tutzing, Evangelische Akademie
Kosten
Detaillierte Angaben entnehmen Sie bitte dem Ausschreibungsflyer.
Partner
Evangelische Akademie Tutzing
die urbanauten
Art der Veranstaltung
Tagung
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12.03.2012 - 19:30
Antisemitismus und Rassismus in der DDR
Bei der öffentlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der nun bereits mehr als 20 Jahre untergegangenen DDR sind Aspekte sehr kurz gekommen, die für den immer noch im Gang befindlichen Transformationsprozess der DDR in einen Teil der Bundesrepublik Deutschland große Relevanz haben:
Gab es Antisemitismus in der DDR?
Gab es Rassismus?
Haben Gesellschaft und Staat der DDR sich der Auseinandersetzung mit dem Holocaust gestellt?
Es gibt zu diesem Thema mittlerweile einige Forschung, die in diesem Vortrag vorgestellt wird. Sie hat unmittelbare Relevanz für die Beantwortung der Frage, warum, wie erst jüngst deutlich wurde, besonders in der früheren DDR, sich ein neuer/alter Nationalsozialismus breit machen kann.
ReferentInnen
Dr. Martin Jander
Historiker an der New York University Berlin und Forscher zur Zeitgeschichte in einem Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Moderation:
Dr. Reiner Bernstein
Historiker, München
Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Kosten
€ 8.-/7.- (Anmeldung erbeten!)
Partner
Evangelische Stadtakademie, München
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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11.03.2012
Für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung
Am Sonntag, den 11.03.2012 um 19.00 Uhr im Vortragsaal der Stadtbibliothek, Am Gasteig, eröffnen die „Asyl-Monologe“ , ein Dokumentarisches Theaterstück mit anschließendem Publikumsgespräch die Internationalen Wochen. Es folgen Lesungen, Spoken Word Poetry, eine Filmpräsentation mit anschließender Diskussion sowie Workshops zum Thema „Alltagsrassismus – Was WEIß? Ich?“ , „Rassistische Diskriminierung und die Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit“ und „Afrika ist kein Dorf“ , der sich mit Bildern von Afrika und Schwarzen in Bayerischen Schulbüchern auseinandersetzt. Bei einem Projekttag im Theodolinden Gymnasium am 21. März präsentieren sich alle Münchner Schulen, die dem internationalen Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angehören. Die Lesung „Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus“am 22.03. in der Seidlvilla und die Fachtagung zum Thema „Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit“ am 23.03.2012 im Pädagogischen Institut gehören mit Sicherheit zu den Programmhighlights.
Empfohlene Weblinks
www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Amigra.html
ReferentInnen
Siehe Programmheft
Veranstaltungsort
München
Kosten
Siehe Programmheft
Partner
ADEFRA e.V
Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund - AMIGRA
Panafrikaforum
Art der Veranstaltung
Fachtagung, Workshop, Lesung, Film
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09.03.2012 - 19:00
Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt
Ernesto Cardenal liest aus seinem Werk. Grupo Sal spielt lateinamerikanische Musik.

Das Programm der Konzertlesereise von 2012 ist sowohl dem literarischen wie dem politischen und philosophischen Verrmächtnis von Ernesto Cardenal gewidmet. In klassischen, aber auch neuen – bisher unveröffentlichten – Texten bezieht der inzwischen 87-jährige Dichter und Revolutionär Stellung zu den großen und kleinen Fragen des Lebens, der Liebe, der Religion und der Revolution.
„Die Liebe zur Schönheit der Natur und zu den Frauen hat mich zu Gott geführt, und die Liebe zu Gott zur Revolution“, heißt es an einer Stelle bei Ernesto Cardenal. Entstanden ist daraus ein Werk, das Leser und Zuhörer in aller Welt seit Jahrzehnten begeistert und verändert hat.
Ernesto Cardenal hat eine Eingrenzung durch Ideologien, theologische Lehrsätze oder Dogmen nicht akzeptiert.
Die Wirkungsgeschichte dieses Autors ist in der Leidenschaft seiner Visionen ebenso begründet wie in seinem Engagement für politische Veränderung. Seine klare und poetische Sprache wie seine starken Bilder haben ihm weltweites Ansehen eingebracht. In Südamerika kennt ihn bis heute fast jedes Kind.
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ReferentInnen
Grupo Sal ist seit 30 Jahren im deutschsprachigen Europa die „Stimme Lateinamerikas“. Mit Ernesto Cardenal verbindet Grupo Sal eine jahrzehntelange Freundschaft und eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit.
Voller Spielfreude verwebt Grupo Sal den kulturellen Reichtum der Armen, die ihre Musik als Medium betrachten, Ohnmacht und Verzweiflung zu überwinden, mit eigenen Kompositionen und jazzigen Arrangements weit über das bekannte Repertoire lateinamerikanischer Komponisten und Liederrmacher hinaus. Inspiriert von den indianischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln bis hin zu den neuesten Entwicklungen multikultureller Szenen der pulsierenden Metropolen präsentiert Grupo Sal virtuos und leidenschaftlich eine eigenständige Interpretation lateinamerikanischer Musik.
Der Schauspieler Klaus Götte wird die deutschen Übersetzungen vortragen.
Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 55
Kosten
16,- / erm. 10,- EUR
Partner
Kreuzkirche München
Art der Veranstaltung
Lesung & Konzert
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25.01.2012 - 20:00
Ein deutscher Staatsanwalt, der bei seinen Ermittlungen über NS-Verbrechen in die Netzwerke von Alt-Nazis gerät.
Das Psychogramm eines Aufrechten in den 60er Jahren und einer Nation, die von ihrer Vergangenheit nichts wissen wollte.
Deutsche Geschichte ganz nahe am Abgrund?
Die Dokumentation von Ilona Ziok zeigt das Wirken des Juristen Fritz Bauer, der maßgeblich an der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen beteiligt war und die Verfolgung der Täter vorantrieb. Dabei stehen vor allem die Widerstände im Fokus, denen Bauer bei seiner Arbeit begegnete, die schließlich mit seinem rätselhaften Tod endeten. Der Film ruft einen Teil der Deutschen Geschichte in Erinnerung, dem man gerne mit 1945 für beendet erklärt hätte.
Zur anschließenden Diskussion sind auch Historiker/innen und Strafrechtler/innen der Universität Bayreuth eingegeladen.
Weitere Informationen und der Trailer zum Film auf der Website der GHG Bayreuth.
Empfohlene Weblinks
Veranstaltungsort
Bayreuth, Universität, H22, RW II, Universitätsstr. 30
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Grüne Hochschulgruppe Bayreuth
Art der Veranstaltung
Film und Diskussion
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12.01.2012 - 20:00
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"
Zwischen 1960 und 1990 erlangte der indische Bundesstaat Kerala Berühmtheit als sog. "Entwicklungsmodel"“. In seinem Hauptwerk "Ökonomie für den Menschen" verweist der Nobelpreisträger Amartya Sen auf Kerala als Beispiel dafür, dass auch in einem armen Land eine relativ hohe Lebensqualität erreicht werden kann.
Die indische Zentralregierung in Delhi schlug 1990 einen neo-liberalen Kurs ein und trat 1995 der WTO bei. Das hatte schwerwiegende Folgen, auch für den Bundesstaat Kerala. An vielen Beispielen zeigt der Film, wie sich diese Politik auf das Leben vieler Menschen in dem Bundesstaat auswirkte.
Die LDF (Left Democratic Front), die immer wieder an der Regierung ist, entwickelte ein Konzept, das trotz enormer Belastungen viele vor der Verelendung schützen sollte und das seit seiner Einführung 1996 in einigen ländlichen Gebieten eindrucksvolle positive Auswirkungen zeigte.
Anschließend Vortrag von Klaus Liebig über den aktuellen Stand der Entwicklung in Indien und Kerala heute.
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In Verbindung stehende Veranstaltungen
Kudumbashree - Wohlfahrt der Familie
Shankar Lal & Antara: East meets West
1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola
Indiens Süden
ReferentInnen
Klaus Liebig
Produzent und Regisseur des Dokumentarfilms
Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus
Kosten
3,- EUR
Partner
Interkulturelles Forum e.V.
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.
Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm / Vortrag & Diskussion
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10.12.2011 - 15:00
Am Tag der Menschenrechte organisieren verschiedene gemeinnützige Organisationen in Augsburg Workshops zum Thema „Wie kommt der Mensch zu seinen Menschenrechten?“
In vielen Ländern werden täglich grundlegende Menschenrechte verletzt, etwa das Asylrecht oder das Recht auf soziale Sicherheit. In den verschiedenen themenbezogenen Workshops soll vor allem die Frage diskutiert werden, inwiefern die Einhaltung der Menschenrechte durchsetzbar ist. Dies soll anhand von folgenden Themen am Nachmittag (Beginn 15 Uhr) diskutiert werden:
Details zu den einzelnen Workshops entnehmen Sie dem Programm-Flyer.
Die Workshops werden in zwei Blöcken angeboten, sodass bei Interesse die Teilnahme in zwei Arbeitsgruppen möglich ist. Die Workshops werden von Fachleuten aus den organisierenden Gruppen durchgeführt.
Zur Anmeldung für die Workshops bitte nach Möglichkeit das Formular im Veranstaltungsflyer (zum Herunterladen als PDF-Datei) benutzen!
Ziel ist es, Fragen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Experten auf dem Gebiet der europäischen Menschenrechtssituation vorzulegen (ab 19:30 Uhr).
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ReferentInnen
Podiumsdiskussion mit:
Barbara Lochbihler
MdEP, ehemalige Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland
Raimund Kamm
Diplom-Ökonom und Vorsitzender des Vereins „Forum - Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik"
Michael Grabow
Regionalbischof der Ev.-Luth. Kirche in Bayern
Prof. Dr. Christian Vedder
Lehrstuhl für Europarecht und Völkerrecht an der Universität Augsburg
Helmut Riedel
Rechtsanwalt für Ausländer- und Asylrecht
Veranstaltungsort
Augsburg, Holbein-Gymnasium
Kosten
Eintritt frei - Anmeldung erwünscht!
Partner
Amnesty International
Attac Augsburg
FiLL
Solwodi
Tür an Tür
Art der Veranstaltung
Workshops und Podiumsdiskussion
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07.12.2011 - 19:00
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember wird sich Dr. Aaron Rhodes in seinem Vortrag mit Menschenrechtsaktivitäten beschäftigen, die er im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit in zahlreichen Ländern und bei etlichen internationalen Organisationen kennen gelernt hat.
Diese Erfahrungen haben Rhodes davon überzeugt, dass Menschenrechte von internationaler Bedeutung und unerlässlich sind, um Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Umgesetzt werden können sie jedoch nur mit Hilfe der Zivilgesellschaft, deren Stellung geschützt und gestärkt werden muss.
Auch muss die Sicherstellung der Menschenrechte unparteiisch und frei von politischen Zielvorgaben sein.
Solidarität mit allen Völkern, die daran gehindert werden ihre Menschenrechte auszuleben, ist der moralische Imperativ unserer Zeit.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
ReferentInnen
Dr. Aaron Rhodes
Internationaler Menschenrechtsaktivist, Universitätsdozent und Essayist. Von 1993 bis 2007 arbeitete er als Geschäftsführer der International Helsinki Federation for Human Rights (IHF, Wien), die zu dieser Zeit unter anderem in Menschenrechtsprojekten auf dem Balkan, in Tschetschenien und Zentralasien engagiert war. 2008 wurde er Politikberater in der neu gegründeten International Campaign for Human Rights im Iran.
Veranstaltungsort
München, Amerikahaus, Karolinenplatz 3
Kosten
Eintritt frei!
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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10.11.2011
Was muss sich ändern im Staatskirchenrecht?
„Hinkende Trennung“ nennt man das Verhältnis von Staat und Kirche, das in der deutschen Verfassung verankert ist: kein Staatskirchentum, aber auch kein beziehungsloser Laizismus. Vielmehr steht die Verfassung der Bundesrepublik der öffentlich ausgeübten Religion positiv gegenüber. Dies gilt verfassungsgemäß für alle Religionen. Gleichwohl haben die christlichen Kirchen durch völkerrechtliche Konkordate und Kirchenverträge historisch bedingte Sonderrechte.
Was ist der Stellenwert und die kulturelle Bedeutung von Religionsgemeinschaften in einer liberalen Demokratie und wie kann ein zeitgemäßes Religionsverfassungsgesetz in Deutschland aussehen?
Ist unser Religionsrecht noch zeitgemäß?
Prof. Dr. Stefan Korioth, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Kirchenrecht, LMU
Die aktuellen Überlegungen und Positionen der Kirchen
Anfragen und Positionen der Parteien
Die Überraschung des Abends war, dass sich sowohl Prof. Korioth als auch die Vertreter der Kirchen und aller Landtagsparteien einig waren: Das Staatskirchenrecht ist nach wie vor gut und bietet allen Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften die Möglichkeit, sich zu entfalten und in der Gesellschaft einzubringen. Sie alle haben die Möglichkeit, unter den gegebenen Bedingungen einer dauerhaft stabilen Organisation Körperschaft des öffentlichen Rechts zu werden und damit die gleichen Möglichkeiten wie die christlichen Kirchen und die Israelitischen Kultusgemeinden zu bekommen.
Ein Problem stellt noch die Gleichstellung des Islam dar, da dessen Organisationsform nicht körperschaftsfähig im o.g. Sinn ist. Muslime sind weitgehend nicht organisiert, und wenn, dann Mitglied in Moscheevereinen und deren Dachverbänden. Es fehlt die klare Organisation.
Allen ist aber bewusst, dass für den Islam de facto Möglichkeiten der Partizipation geschaffen werden müssen und dass hier ein Nachholbedarf besteht (Religionsunterricht, Islamische-theologische Fakultäten).
Die katholische Seite sieht, dass sie historisch gewachsene Bestände (Konkordatslehrstühle und Staatsleistungen) anpassen muss. Dies geschieht bereits in laufenden Gesprächen.
Scharfer Widerspruch kam hingegen aus dem Publikum, in dem unter den gut 70 Teilnehmenden eine deutlich wahrnehmbare Zahl atheistisch orientierter Personen saß, die sich durch das Staatskirchenrecht benachteiligt fühlen. Gleichwohl hat etwa auch die Humanistische Union den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als Weltanschauungsgemeinschaften stehen atheistischen Organisation prinzipiell die gleichen Rechte zu wie den Religionsgemeinschaften.
ReferentInnen
Veranstaltungsort
München
Partner
Evangelische Stadtakademie München
Forum SPD und Kirche
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05.11.2011 - 19:30
Flüchtlingslager in Bayern und die Auswirkungen des "Asylkompromisses" mit Schwerpunkt auf Würzburg
Derzeit leben in Bayern rund 9500 Flüchtlinge in 120 Gemeinschaftsunterkünften. Immer mehr stehen sich die anhaltende Pflicht für AsylbewerberInnen, in Lagern zu leben, und der Mangel an ausreichenden Kapazitäten in solchen Unterkünften gegenüber. In vielen der bestehenden Lager herrscht bereits eine äußerst bedenkliche Wohnsituation. Gleichzeitig sollen aber neue Unterkünfte entstehen, wobei die Bezirksregierungen beklagen, keine Objekte finden zu können.
Der im Juli 2010 von CSU und FDP beschlossene "Asylkompromiss" zu neuen Auszugsregelungen aus den Unterkünften hätte Abhilfe schaffen sollen. Jedoch bleibt der Großteil der Flüchtlinge davon ausgeschlossen, sich eine Privatwohnung suchen zu dürfen, und die Lebensbedingungen in den Lagern nach wie vor teilweise miserabel.
Bei der Veranstaltung sollen, mit Schwerpunkt auf Würzburg, die Situation in bayerischen Flüchtlingslagern und die Auswirkungen des "Asylkompromisses" erörtert werden. Darüber hinaus soll über die Schwierigkeiten bei der Wohnungsfindung für Asylbewerber, und über mögliche Auswege aus der scheinbar unlösbaren Wohnproblematik diskutiert werden.
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ReferentInnen
Alexander Thal (Bayerischer Flüchtlingsrat)
Betroffene Flüchtlinge
Würzburger UnterstützerInnen
Veranstaltungsort
Würzburg, Universität Würzburg, Alumni-Hörsaal (HS II) - Alte Universität, Domerschulstr. 16,
Kosten
Eintritt frei!
Partner
Netzwerk "Deutschland Lagerland"
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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